Kinderarzt Dr. med. Andreas Busse

Kindergesundheit

Kinderarzt Dr. med. Andreas Busse

   

 

unerträgliche Nächte

Hallo Dr. Busse,
ich muss mich mal wieder an Sie wenden. Unsere Tochter (13,5 Monate) schläft an sich durch, seit dem sie gute 5 Monate war. Leider änderte sich dies schlagartig Anfang Januar, seit dem sind die Nächte meistens bescheiden, seit 1 Monat auch unerträglich. Sie steht dann nachts in ihrem Bett und schreit herzzerreißend, ist tränenüberströmt und einfach wahnsinnig unglücklich. Nehme ich sie zu mir ins Bett oder auf den Arm ist SOFORT Ruhe. Sie ist dann ganz vergnügt, an Schlafen ist aber nicht mehr zu denken. Lasse ich sie schreien und gehe immer mal wieder zu ihr hin, um sie zu beruhigen, überdreht sie vollkommen und ist verzweifelt. Damit hält sie uns dann gut 2 1/2 Stunden auf Trapp. Das Problem ist: Ich könnte sie natürlich einfach immer zu mir holen, mache dann aber selber kein Auge mehr zu, bis ich sie irgendwann (wach) nach ca. 30-45min wieder in ihr eigenens Bett gelegt habe. Da schläft sie dann meistens ein. Es ist nicht jede Nacht so, aber derzeit fast jede zweite und meine Kräfte schwinden dahin, da ich immer mindestens 2 Stunden "unterwegs" bin oder zumindest nicht schlafen kann und morgens auch früh raus muss. Was kann ich tun? Ich bin mir nicht sicher, ob sie vielleicht (Zahnungs)schmerzen hat und gebe ihr abends oft mal Nurofen, die Wirkung ist aber eher fraglich. Und die Schmerzen hören doch wohl auch nicht einfach auf, sobald man sie aus dem Bett nimmt, oder? Ist es Berechnung? Was kann ich dann tun? Ich renne schon nicht sofort (immer so im 5-10 Minutenabstand), um sie zu beruhigen, aber sie schreit so laut, dass irgendwann hier die ganze Familie wach ist. Und wenn sie schreit, dann eben in der Lautstärke über STUNDEN. Ich bin langsam wirklich ratlos und am Ende, was raten Sie mir?

von Wildsau am 21.03.2010, 12:58 Uhr

 

Antwort:

NACHTRTAG

Liebe W.,
vor allem sollten Sie sich für 1 "Strategie" entscheiden, alles andere verunsichert und macht unnötiges Chaos. Entweder Sie bleiben wirklich konsequent, verlassen bereits am Abend nach dem Zubettgehritual das Zimmer bevor sie einschläft und schauen dann nachts nur kurz nach ihr, reden leise und beruhigend und gehen wieder, um das in 3-minütigen Abständen so lange zu wiederholen bis sie einschläft. Oder Sie wählen gleich das Familienbett. Außerdem sollten SIe das insofern pragmatisch regeln, als Sie sich im Nachtdienst mit dem Papa abwechseln,m damit wenigstens einer von Ihnen schlafen kann. Und indem Sie tagsüber jede Chance nutzen, um ein Nickerchen zu machen. Solche Phasen sind leider normal und man muss versuchen, sie so gut wie möglich zu überstehen.
Alles Gute!

von Dr. med. Andreas Busse am 21.03.2010

Antwort:

NACHTRTAG

Meine Tochter ist ansonsten aber total gesund (von Schnupfen etc. mal abgesehen) und schläft "eigentlich" von 19.30h bis 8.00h und mittags nochmal 1 1/4 Stunden. So war ihr Rhythmus schon seit quasi August. Auch mittags verkürzt sich eher der Schlaf, was ich völlig o.k. finde. Nachts allerdings barucht sie ihn, denn sonst quengelt sie furchtbar und ist tagsüber hundemüde...

von Wildsau am 21.03.2010

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