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  Ergotherapeutin Krisin Windisch

Kristin Windisch
Ergotherapie bei Kindern

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Viele Geräusche machen Angst

Guten Tag,

Meine Tochter ist 2,4 Jahre alt und irgendwie haben wir ein Problem mit Geräuschen. Und die müssen nicht mal unbedingt laut sein. Selbst Geräusche die sie kennt, z.B. Wenn die Nachbarn ihre Außenrollos schließen machen ihr Angst und bringen Sie zum weinen. Haare fönen ist undenkbar (selbst bei mir), sobald sie den fön hört versteckt sie sich weinend bis schreiend in der hintersten Ecke ihres Zimmers. Mixer das gleiche, inzwischen sogar beim Staubsauger, welcher früher nie ein Problem war. Und so könnte ich noch viele andere Geräusche aufzählen.
Wir haben schon versucht sie an gewisse Dinge ganz vorsichtig zu gewöhnen. So war sie bei Papa auf dem Arm und ich habe den fön nur angemacht....Keine Chance....

Ist das noch normal oder sollte ich da irgendwie aktiv werden? Aber wie?
Die Geräusche sind tatsächlich ihr einziges Problem. Sie ist ansonsten sehr aufgeschlossen und erobert ohne Angst und voller Neugier die Welt.


von HannahsMom am 15.09.2017

Frage beantworten
 


*Antwort:

Re: Viele Geräusche machen Angst

Hallo, ihre Tochter ist in einem Alter, in dem viele Ängste entstehen (2-4 Jahre), was die Angst bei plötzlichen und unerklärlichen Geräuschen erklären würde (zb.Bohrer oder Silvesterknaller o.a.). Wichtig ist hier ihr die Ursache für das Geräusch zu erklären oder zu zeigen, damit es vom Kind eingeordnet werden kann. Zusätzlich könnte natürlich (v.a.wenn es schon immer sowar), eine auditive Hypersensibilität-sprich eine Überempfindlichkeit des Hörens-bestehen,Das lässt sich aus der Ferne nicht sagen und es gibt auch keine genauen Diganosekriterien dafür, sondern eher Beobachtung und Beschreibung der Eltern. Diese Kinder empfinden Geräusche lauter und belastender als andere Kinder und reagieren darauf auch anders. Dies ist zb. bei lauten Umgebungsgeräuschen (Kita, Menschenmengen,) der Fall aber auch bei einzelnen Geräuschen. Zu beachten beim Föhnen oder staubsaugen ist deshalb vorher eine Ansage/Vorwarnung, damit sich das Kind innerlich darauf einstellen kann. Sie könnten zb.auch probieren, ob es für ihre Tochter einen Unterschied macht, wenn sie selbst den Fön oder Staubsauger anstellen darf,da sie dann selbst die Entscheidungsmacht hat, wann das Geräusch losgeht (zb.auf der leisesten Stufe). Wie bei allen anderen Sinnen auch gilt hier das Prinzip, dass Eigenaktivität reguliert, d.h. wenn ihr Kind das Geräusch selbst produziert, z.B.selbst das Besteck ins Besteckfach einräumen,statt der Eltern,so ist das Geräusch besser zu ertragen. Deshalb sind diese Kinder auch z.b.oft selbst laut in solchen Situationen,da sie sich über das selbst-Krach-produzieren wieder regulieren oder es ausgleichen. Im Alltag wäre es hier möglich das Kind in einem anderen Zimmer spielen zu lassen,während sie saugen/fönen. Andere Situationen sind natürlich nicht immer zu vermeiden und sollten es auch nicht (Kitagruppe), man könnte hier höchstens darauf achten, dass sie die Möglichkeit eines Rückzuges hat (leisere Ecke im Raum), weniger Kinder oder aber eine Regulationsmöglichkeit anbieten (selbst Krach machen,mitsingen,Musikinstrument anschlagen o.ä.). Generell helfen auch propriozeptive Reize zur Regulation, das sind Reize, die die Tiefenwahrnehmung eines Körpers ansprechen und darüber Entspannung ermöglichen, wie bei uns Erwachsenen zb.als Massage, also Druck und Zug auf den Körper, entweder auch in Form von Massage, oder in Eigenerzeugung, so kann Sie zb.einen kleinen Softball drücken, wenn ihr etwas zu laut ist. Alles Gute
Alles Gute

Antwort von Kristin Windisch am 15.09.2017
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