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Geschrieben von WeißeLilie am 16.06.2020, 22:00 Uhr

“spezielle“ Erzieherin

Hallo ihr Lieben,

mein Kind, bald zweieinhalb Jahre alt, ist jetzt nach Corona-Pause wieder in der Kita. Es geht seit Mitte 2019 in die Kita und geht auch gern hin. Wir hatten nun bereits vier Vorfälle mit einer Kindergärtnerin und ich würde gern mal eure Meinung hören:

Erster Vorfall war im November, da wurde ich von dieser Erzieherin angerufen, dass es meinem Kind “fürchterlich gehen würde“ und ich es !dringend! abholen müsse - auf Nachfrage beim Abholen sagte sie mir, dass mein Kind auf sein Ohr gezeigt und “aua“ gesagt habe. Nach Checkup beim Arzt wurde nichts festgestellt.

Beim zweiten Vorfall wurde ich aufgrund eines einmaligen Durchfalls angerufen, ich müsse mein Kind sofort holen. Ich habe im Anschluss nachgefragt, ob das so üblich sei, dass man bei einem einmaligen Durchfall direkt kommen und das Kind holen müsste - das sei eigentlich unüblich, aber es habe halt komisch gewirkt“ und man würde sonst beobachten, ob es dem Kind anschließend gut gehen würde oder weiterer Durchfall folgt - Kind hatte keine weiteren Probleme und fand das Abholen auch ziemlich doof und hat lautstark protestiert. Hier mache ich noch nicht mal wirklich Vorwürfe (im Hinblick auf mögliche Gefährdung anderer Kinder durch Ansteckung), aber dass das Frühstück mal “durch rauscht“ kann ja mal sein, oder? Jedenfalls kam es weder am selben noch in den folgenden Tagen zu weiterem Durchfall.

Ein paar Tage später konnte ich früher von der Arbeit los und war eine Stunde vor der eigentlich geplanten Abholzeit vor Ort. Besagte Erzieherin empfing mich schon im Gang mit meinem Kind auf dem Arm mit den Worten “Na Gott sei Dank, sind Sie endlich hier. Ihr Kind ist völlig fertig!“ und drückte mir mein glückliches, lachendes Kind in die Arme und verschwand.

Nun wurde ich wieder einmal angerufen, ich müsse mein Kind dringend abholen, es ginge ihm furchtbar! Es sei emotional und würde weinen...dort angekommen überreichte man mir wieder ein völlig ruhiges, unaufgeregtes Kind.

Auf Nachfrage sagte mir mein Kind, dass die Erzieherin zu ihm “hör doch auf zu heulen!“ gesagt habe, was wir schon wirklich unangebracht finden.

Ich kann ja verstehen, dass es manchmal einfach unumgänglich ist, sein Kind abzuholen, aber die oben benannten Gelegenheiten empfand ich nun keinesfalls als dringend. Es ruft auch ausschließlich diese Erzieherin an und andere machen gelegentlich Anmerkungen beim Abholen (“hat so rote Wangen, bitte beobachten“, “hat nicht gegessen, vielleicht was im Busch“). Auch andere dort befindliche Kinder wurden mit Fieber in einen Nachbarraum gelegt und es den Eltern erst beim Abholen mitgeteilt. Diese Erzieherin macht aber jedes mal ein riesen Drama aus allem und wir müssen wie die Feuerwehr sofort alles stehen und liegen lassen und unser Kind holen. Ja, sicher, lieber ein mal zu oft als ein mal zu wenig anrufen - aber dann nicht mit “Sie müssen SOFORT kommen“ oder “Ihrem Kind geht es ganz ganz schlecht!“...

Wir haben besagte Erzieherin auch darauf angesprochen und sie hat es einfach nur abgeblockt und mit “Sie wollen doch auch, dass es ihrem Kind gut geht?!“ gerechtfertigt...wenn ich aber jedes mal tatütata in die Kita muss, weil mein Kind gerade weint, kann ich meinen Job kündigen und spar mir dann die Kita-Gebühren...

Eventuell sehe ich das auch einfach etwas zu empfindlich...was meint ihr?

 
14 Antworten:

Re: “spezielle“ Erzieherin

Antwort von Monroe am 16.06.2020, 22:26 Uhr

Schwierig zu beurteilen. Zum einen verstehe ich die Erzieherin, dass bei ihr die Alarmglocken schrillen, wenn ein Kind Durchfall hat. Und ich verstehe auch, dass man das nicht erst weiter beobachtet.
Wie es da mit den Vorschriften aussieht, wie oft ein Kind in der Kita Durchfall haben darf, bevor die Eltern angerufen werden, weiß ich nichz.
Das Aus im Ohr hätte man tatsächlich beobachten können, wenn das Kind ansonsten gut drauf ist und keine Symptome wie Fieber oder deutliche Schmerzen hat.
Lässt sich ein Kind nicht beruhigen (was laut Aussage deines Kindes ja gar nicht versucht wurde und er eine schroffe Ansage bekommen hat) würdean auch in unserer Einrichtung die Eltern informieren. Nach einer Zeit von 20Minuten, glaube ich. Mehr mutet man weder dem Kind, noch dem Rest der Gruppe zu.
Du hast aber kein aufgeregtes, "verheultes" Kind abgeholt, sondern ein entspanntes.
Kann es sein, dass die Erzieherin ein generelles Problem mit deinem Kind hat? Ist dein Kind eher ein Wirbelwind, was sie überfordert? Oder ist sie bei anderen Kindern auch so übervorsichtig und informiert gleich die Eltern?
In jedem Fall würde ich einen Gesprächstermin ausmachen und das ansprechen. Es ist ja nicht Sinn und Zweck eines Kindergartens, dass die Eltern bei jedem Pups angeflogen kommen. Im Fall des Durchfalls allerdings verständlich.
Fruchtet das nicht und die Vorfälle häufen sich, würde ich auch die Leitung ansprechen, dass du deinem Job so nicht nachkommen kannst.es wäre allerdings auch wichtig in welchen Intervallen du von der Arbeit geholt wirst.
Jede Woche wäre ziemlich heftig, wenn tatsächlich nichts ist. Einmal in 3 Monaten ist sicher verschmerzlicher.

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Re: “spezielle“ Erzieherin

Antwort von WeißeLilie am 16.06.2020, 22:36 Uhr

@Monroe

Danke für deine Antwort - wie gesagt, das mit dem Durchfall kann ich nachvollziehen, es diente mehr der Aufzählung.

Ich habe auch mit anderen Eltern gesprochen. Von denen hat bisher keiner etwas ähnliches erlebt, sie nehmen sie aber auch teilweise als sehr dramatisch wahr.

Mein Kind ist eher ein ruhiger, stiller Typ. Klar wird auch mal wild gespielt oder getobt, aber ist eher zurückhaltend, schüchtern und beobachtet viel. Die Erzieherin hat zu Beginn mal zu mir gesagt, dass mein Kind immer zu ihr kommen würde, sie aber eher mit Kindern des anderen Geschlechts klar kommen würde und das ungewöhnlich sei...

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Re: “spezielle“ Erzieherin

Antwort von WeißeLilie am 17.06.2020, 6:43 Uhr

...und 20 Minuten finde ich schon echt heftig! Wenn das Kind völlig fertig ist, kann ich das schon verstehen, dass man dann die Eltern dazu ruft, aber wir gewinnen eben den Eindruck, dass hier gar nicht versucht wurde wirklich zu trösten/abzulenken. In der aktuellen Betreuungsform befinden sich etwa sechs Kinder in der Gruppe, bei Abholung waren es noch etwa vier.

Was vielleicht noch zu ergänzen wäre:

Beim Verabschieden sagte sie “...und nächste Woche in deiner Gruppe machst du dann nicht so ein Theater! Da bist du dann wieder lieb!“ - ich seh das vielleicht alles zu soft (mein armes kleines Baby), aber ich finde nicht, dass mein Kind böse war oder sich dann kommende Woche benehmen müsste! Es darf doch seine Gefühle ausdrücken, wenn es das will und es darf dann doch auch für Erzieher nicht “unbequem“ sein

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WeißeLilie

Antwort von Monroe am 17.06.2020, 11:32 Uhr

Den Umgangston finde ich auch heftig. Wenn sie ein älteres Semester ist, wird man das allerdings kaum aus ihr "rauskriegen" so mit dem Kind zu reden.
Es sind eben leider nicht alle Erzieher empathisch und einfühlsam und können gut mit Kindern bzw deren Gefühlen umgehen.
Wie gesagt würde ich einen Gesprächstermin vereinbaren
Wenn sie kein Feedback bekommt, wie sie auf dich wirkt, kann sie ja auch gar nicht versuchen es zu ändern. Ob sich was ändert bleibt abzuwarten.
Aber wegen nichts gerufen zu werden ist eben änderbar.
Und da ist sie als Erzieherin auch gefragt dein Kind zu beruhigen, abzulenken etc wenn es weint bzw auch erstmal zu analysieren, weshalb es weint und nicht zu unterstellen, dass es das tut, weil es "nicht lieb" ist.
Zu den 20Min weinen bei uns: ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie lange unsere Erzieher abwarten und versuchen zu trösten. Es kann auch sein, das sie nach 10 Min oder sogar nur 5 Min anrufen. Es kam bei uns bisher nur selten vor, dass ich ein Kind abholen musste, weil es sich nicht beruhigen ließ und das war noch am Anfang der Kiga-Zeit des jeweiligen Kindes kurz nach der Eingewöhnung.

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Re: “spezielle“ Erzieherin

Antwort von pauline-maus am 17.06.2020, 12:22 Uhr

leider gibt es seeeehr viele eltern , die wirklich von jedem falschen pups des kindes unterrichtet werden wollen und den erziehern jeglichen handlungsbedarf absprechen..
und um ärger aus dem weg zu gehen ,wird dann eben auch bei allem was komisch scheint angerufen.
geht dein kind denn gern in die kita ?
vielleicht sind sie zu euch speziell, weil ihr als eltern auch speziell seid????
und vielleicht legen manche mütter immer jedes wort auf die goldwaage?( ich hab auch schon gesagt, "hör auf zu flennen" und ich bin nicht immer 100% pädagogisch wertvoll meinem kind gegenüber.
diesen menschlichen bonus habe ich immer allen erziehern und lehrern eingeräumt und bin immer gut damit gefahren , auch mein kind

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Re: “spezielle“ Erzieherin

Antwort von Monroe am 17.06.2020, 12:41 Uhr

Klar, wer ist schon fehlerfrei und wer hatte nicht selbst schon verbale Entgleisungen. Aber hier geht es um ein Kind, das 2,5 Jahre alt ist und noch keine Impulskontrolle hat. Es weint, weil es weinen muß. Und es macht auch kein "Theater", um andere zu ärgern. Es kann das auch nicht unterdrücken. Da fehlen noch ein paar Jahre, bis es das gelernt hat.
Einem Kind zu sagen, dass es dann aber wieder lieb sein soll, ist zum einen eine völlig bescheuert e Aussage und zum anderen auch eine viel zu schwammige und daher sinnlose Aussage gegenüber einem Kleinkind. Es weiß noch gar nicht, ob es böse oder lieb ist, es tut einfach, was seine Gefühle ihm vorgeben.
Man kann einem 2,5 Jährigen natürlich trotzdem sagen, dass es aufhören soll zu heulen. Das bringt aber nur, dass das Kind verunsichert wird und sich noch unwohler fühlt.
Und wahrscheinlich noch mehr heult.

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Re: “spezielle“ Erzieherin

Antwort von WeißeLilie am 17.06.2020, 13:14 Uhr

Hey :)
Ja, mein Kind geht gern in die Kita - hat bisher beim Abgeben nie geweint, fragt auch nach Freunden und Lieblings-Erziehern...als speziell würde ich uns insoweit bezeichnen, als dass wir viel schwarze Kleidung tragen :D Wir sind grundsätzlich entspannte Eltern und versuchen unserem Kind viel Freiraum zu lassen. Also keine Helikopter oder Glucken...
Das mit der Goldwaage ist vielleicht nicht ganz verkehrt, lag aber gestern insbesondere daran, dass ich sehr aufgebracht war aufgrund der Situation. Ich bin auch kein Engel, verbiete aber meinem Kind seine Gefühle nicht und benutze auch keine herabsetzenden Worte für Gefühle (z. B. Schisser, Heulen, Heulsuse, Flennen, Nervensäge,...) das zieht meiner Meinung nach die Gefühle meines Kindes ins Lächerliche.

Sie soll ja auch nicht mein Kind wie ein rohes Ei behandeln, allerdings würde ich mir da mehr Selbstbeherrschung wünschen...an manchen Tagen sehen sie dort schließlich mein Kind mehr als ich selbst

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Re: “spezielle“ Erzieherin

Antwort von SybilleN am 17.06.2020, 15:49 Uhr

Das ist echt eine schwierige Situation. Vielleicht hilft ein ruhiges Gespräch mit ihr, wie ihr euer Kind seht.
Wir hatten bei einem Kind leider eine Erzieherin, die hat auch gerne Drama gemacht hat - immer dann, wenn eine Kollegin frei hatte. Dann wurden Eltern angerufen, weil Kinder Fieber hätten (37,3!) oder es ihnen nicht gut ginge...

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Re: “spezielle“ Erzieherin

Antwort von aeonflux am 17.06.2020, 20:04 Uhr

Hallo,
ich würde (innerlich) einen Anfall bekommen, wenn ich für nichts eine Ablösung auf der Arbeit finden muss und dann womöglich 12 Überstunden nehmen muss...
Aber!!! Ich wäre vorsichtig der Erzieherin gegenüber, weil ich nicht möchte, dass sie sich nicht mehr traut anzurufen, wenn was ist.
Ich würde beim nächsten Anruf konkret hinterfragen. Warum weint das Kind? Was ist vorgefallen? Wie lange schon? Auch bei Krankheitssymptomen. Weint das Kind vor Ohrenschmerzen? Hat es gesagt es tut weh? Weint es, wenn es sich hinlegt?

Meinen Sohn hab ich zweimal abholen müssen, weil er krank gespielt hat... Ich habe es den Erzieherinnen gesagt, aber ohne Schuldzuweisung, denn er ist ein guter Schauspieler und bekam die gerechte Strafe da war er aber schon 5 oder 6 Jahre alt.

Bei größeren Kindern kann es hilfreich sein, mit dem Kind zu sprechen. Die Situation hatte ich Anfang der 1. klasse. Mein Sohn bekam einen Minigolfschläger an den Kopf und bei allen Kopfverletzungen müssen sie die Eltern verständigen. Die OGS-Erzieherin schilderte den Vorfall und überließ es mir, ob ich komme oder nicht. Ich sprach mit meinem Sohn und entschied dann, dass er dort bleibt und besprach mit der Erzieherin, dass sie sich erneut meldet, wenn sich der Zustand ändert.

Versuch es mit Fingerspitzengefühl, vielleicht ist sie noch (?) übervorsichtig? Vielleicht hast du ihr das Gefühl gegeben sehr besorgt zu sein?


Viel Erfolg und alles Gute
Aeonflux

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Re: “spezielle“ Erzieherin

Antwort von Lovie am 19.06.2020, 7:05 Uhr

Wir hatten mal eine ähnliche Situation im Januar oder Februar letztes Jahr.

Da sollte ich auch immer umgehend meine kleine abholen kommen. Einmal hätte sie angeblich Bindehautentzündung gehabt (war es nicht, sie neigt bei schnupfen dazu, dass ihr Rotz aus dem Auge läuft. Das Auge ist dann auch nicht rot oder juckt. Ihre bezugserzieherin hätte das gewusst)

Und einmal wäre sie so komisch schlapp. Und sie würde nicht schlafen wollen...

Beide Male ein Mittwoch um 15 Uhr. An zwei aufeinander folgenden Wochen.

Jedes Mal kam ich angehetzt und holte ein fröhliches gesundes fittes Kind ab.

Ich hab dann beim dritten Anruf, wieder ein Mittwoch um 15 Uhr, gefragt ob Erzieherin X da sei. Dies wurde verneint. Ich hab mir dann auch schon am Telefon raushängen lassen, dass ich unterbegeistert bin, jeden Mittwoch um 15 Uhr zu kiga zu Rasen und gefragt, ob es reicht, wenn ich regulär um 16 Uhr komme. Da wurde dann rum gedruckst und schlussendlich abgemacht wenn es schlimmer wird dann werde ich erneut angerufen.

Ich habe dann um 16 Uhr ein fittes fröhliches gesundes Kind abgeholt und eine unterbegeisterte Erzieherin angetroffen, deren Kind im gruppenzimmer saß und nölte, weil sie schon lange im Schwimmbad hätte sein wollen. (Das Kind der erzieherin besucht den gleichen kiga aber eine andere Gruppe). Und mein Kind war zu der Zeit immer Mittwoch es ab 14 Uhr das einzige Kind dieser Gruppe.

Ich habe nix gesagt, nur eine Augenbraue hochgezogen.
Es kam nicht wieder vor dass ich grundlos angerufen wurde.

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Zwei Pole treffen aufeinander...

Antwort von Jorinde17 am 19.06.2020, 8:35 Uhr

Hallo,

ich glaube, hier kommen zwei recht entgegengesetzte Pole zusammen: Du bist eher gelassen, wenn Dein Kind irgendwelche Symptome zeigt - und die Erzieherin ist vielleicht etwas zu sehr alarmiert und will keinen Fehler machen.

Kurz vorab: Bei Durchfall werden die Kinder IMMER sofort abgeholt, damit sie mit einem eventuellen Darmkeim nicht die ganze Gruppe anstecken. Bei uns wird auch vorab ausdrücklich gesagt, dass man bitte auf gar keinen Fall ein Kind abgibt, dass nachts oder morgens Durchfall hatte oder sich übergeben musste. Da sind alle Einrichtungen sehr streng - und zwar völlig zu Recht. Es gibt nämlich auch sehr fiese Darmkeime, hochansteckend und sehr belastend (Rotaviren etc.).

Was die anderen Dinge angeht: Man erklärt den Erzieherinnen schon während der Ausbildung, dass sie auf keinen Fall irgendwelche Krankheitszeichen übersehen, sondern sehr darauf achten sollten. Es ist nämlich so, dass andere Eltern sehr schnell sauer werden und auf die Barrikaden gehen, wenn sie den Eindruck haben, ein krankes Kind sei in der Gruppe und werde nicht schnellstens rausgenommen.

Eure Erzieherin scheint da natürlich auch generell eher ängstlich zu sein, das finde ich aber jetzt nicht unbedingt falsch. Sie hätte Dich bei den anderen geschilderten Situationen garantiert nicht angerufen, wenn ihr bei Deinem Kind nicht irgendetwas aufgefallen wäre. Selbst wenn das nichts Gravierendes war, ETWAS war sicher.

Ich denke, es ist besser, eine Erzieherin achtet sehr auf alles (auch wenn Eure da sicher etwas übereifrig ist), als wenn sie Dinge übersieht oder nicht mitteilt, wenn ihr etwas auffällt. Für mich wäre das jetzt kein Grund, Rabbatz zu machen.


LG

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Re: “spezielle“ Erzieherin

Antwort von kaempferin am 21.06.2020, 22:06 Uhr

Hallo,

"Ich bin auch kein Engel..."
Wer ist das schon? - Sind wir alle nicht - und irgendwann rutscht uns allen mal verbal etwas nicht ganz so pädagogisch Wertvolles heraus. Aber solange das alles noch im Rahmen ist und bleibt...

"...verbiete aber meinem Kind seine Gefühle nicht und benutze auch keine herabsetzenden Worte für Gefühle (z. B. Schisser, Heulen, Heulsuse, Flennen, Nervensäge,...) das zieht meiner Meinung nach die Gefühle meines Kindes ins Lächerliche."
Genau das ist es nämlich und genau so sieht es aus. Und genau darum geht - also nicht, dass einem mal verbal etwas nicht ganz so Nettes und pädagogisch Wertvolles herausrutscht, sondern eben diese Worte: Schisser, Heulen, Heulsuse, Flennen, Nervensäge... sollten halt doch vermieden werden. Denn das hat mit "auf die Goldwaage legen" überhaupt gar nichts zu tun(!), denn Worte wie Schisser, heulen, flennen, Heulsuse und Co. sind nun mal nicht nett und abwertend. Kann mich auch n och erinnern, wie mal eine Mutter hier vor langer, langer Zeit schon in der Überschrift/im Betreff geschrieben hat "Meine Tochter ist eine richtige Heulsuse" - und ihre Tochter war seinerzeit noch ein Baby bzw. Kleinstkind. Und da dachte ich, was geht denn jetzt ab?! Ich finde einfach, wenn die Kinder noch so jung bzw. noch sehr, sehr jung sind, sollte man schon unbedingt an seinem Vokabular arbeiten und solch abwertenden Bezeichnungen einfach vermeiden! Was jedoch natürlich nicht bedeutet, dass man nicht auch mal ermahnen oder auch mal schimpfen darf, wenn wirklich vonnöten.

Und was Eure Erzieherin da losgelassen hat:
“...und nächste Woche in deiner Gruppe machst du dann nicht so ein Theater! Da bist du dann wieder lieb!"
geht überhaupt nicht! Sowas kann man auch anders und nicht so krass und brutal formulieren. Und was manche bei so jungen, 2,5jährigen Kindern immer mit "lieb" (sein) haben, werde ich auch nie verstehen. Meine Güte, die müssen das doch erst lernen, ihre Emotionen und Gefühle unter Kontrolle zu bekommen und im Griff zu haben. Von daher halte ich solche Aussagen von Erzieherinnen für sehr, sehr unklug und unqualifiziert. Wie weiter oben bereits erwähnt - etwas sagen, wenn es nötig ist, ja - abwerten nicht!

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Re: “spezielle“ Erzieherin

Antwort von kaempferin am 21.06.2020, 22:14 Uhr

"ich hab auch schon gesagt, "hör auf zu flennen"
Nun ja, anstelle von flennen kann man auch "Höre auf zu WEINEN" sagen. Auch wenn das nun vielleicht in Deinen Augen überpingelig und überpenibel ist, aber das klingt schon deutlich besser und schöner und vor allem nicht abwertend. Und warum will und sollte man einem (kleinen/kleineren/jungen/jüngeren) immer unbedingt das Weinen verbieten (wollen)?! Finde ich auch nicht in Ordnung - ganz im Gegenteil. Auch wenn sich weinen im Allgemeinen nicht gerade schön anhört. Aber ständig diese "Verbieterei" diesbezüglich finde ich echt ätzend. Nichts für ungut, ist aber nun mal so und meine Meinung. Und diese tue ich nun mal stets kund.

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Re: “spezielle“ Erzieherin

Antwort von kaempferin am 21.06.2020, 22:15 Uhr

Verbesserung: Und warum will und sollte man einem (kleinen/kleineren/jungen/jüngeren) Kind... wollte ich natürlich schreiben.

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