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Geschrieben von Menixe am 26.05.2018, 18:44 Uhr

Sommerfest und überfordert

Hi,
Meine „Große“ ist 3 1/2 und ein eher ängstliches, ruhiges Kind. Sie macht sich über vieles Gedanken und ist oft deswegen richtig bedrückt, vor allem seit sie eine kleine Schwester (3 Monate) bekommen hat. Wir bringen ihr immer viel Verständnis und Geduld entgegen und meistens kann man auch sehr gut mit ihr kommunizieren, Kompromisse machen oder Ihr Regelm erklären. Wir versuchen ihr Selbstbewusstsein zu stärken, aber sie ist nunmal kein Draufgänger-Kind, das ist auf völlig ok (ich war als Kind auch schüchtern und ruhig).

Manchmal mache ich mir aber schon sorgen, wie wir ihr am besten helfen können etwas entspannter zu werden. Heute z.B. war Sommerfest im Kindergarten und sie war vorher schon richtig aufgeregt, die ganze Woche hat sie davon gesprochen und wir haben zusammen ein Kostüm gür sie gebastelt. Heut war dann das Fest und sie war vom ersten Moment an völlig verschreckt und überfordert. Sie blieb die meiste Zeit bei einem von uns auf dem arm, irgendwann hat die dann auch ein bisschen mitgespielt auf dem Spielplatz mit den anderen, war aber einfach super empfindlich und hat sehr oft geweint wenn etwas nicht so lief. Ich weiß dass sie einfach total gestresst war - sie hat dann quasi selbst die erwartung, was sie alles machen möchte, schafft es aber nicht weil es ihr zu viel ist. Mir tut es so leid, denn sie hatte sich so drauf gefreut. Aber gar nicht hingehen wäre für sie auch schlimm, sie wollte unbedingt dabei sein.
Dazu kommt, dass die anderen Kinder im Kindergarten sie für eine „Heulsuse“ halten weil sie eben so leicht anfängt zu weinen wenn sie gestresst ist oder z.B. nicht ausgeschlafen. So ein Nachmittag wie heut beim Fest trägt natürlich mit dazu bei. Das tut mir für meine Tochter total leid, sie ist so ein freundliches, gefühlvolles Kind und sie traut sich schon gar nicht mehr so richtig mit den andern zu spielen weil sie denkt sie mögen sie nicht.

Hat jemand von euch damit Erfahrung? Habt ihr einen Rat, ob wir irgendwas tun, wie wir sie noch unterstützen können? Oder meint ihr, das wird mit der Zeit besser wenn sie einfach etwas älter ist?

Ich weiß dass ich selbst immer schüchtern war und mich auch später oft unbeliebt gefühlt habe (an den Kindergarten kann ich mich aber nicht wirklich erinnern ;-)). Wir sind aber damals auch so erzogen worden, dass weinen etwas schlechtes ist und traurig sein wurde da eher noch getadelt als schlechtes Benehmen. Das möchte ich bei meiner Tochter auf keinen Fall, wir zeigen ihr immer, dass weinen ok ist und wir verstehen wenn sie traurig ist. Trotzdem sagt sie sehr oft Sachen wie „damit ich ganz schnell groß bin und nie mehr weine“ oder „wenn ich dann hinfalle weine ich auch nicht!“ Kann von meiner Mutter kommen oder auch vom Kindergarten, aber sie entschuldigt sich oft richtig wenn sie wegen etwas geweint hat.

 
16 Antworten:

Mehr Vertrauen ins Kind!

Antwort von Jorinde17 am 27.05.2018, 12:08 Uhr

Hallo Menixe,

Deine Tochter ist nicht Du. Und sie ist auch nicht WIE Du. Sie ist ein eigenständiger kleiner Mensch. Achte darauf, Deine früheren Probleme nicht mit ihren zu verwechseln. Sonst prägst Du sie ungewollt darauf, genau so zu sein wie Du. Du übersiehst dabei die vielen Dinge, die bei ihr anders sind als bei Dir damals.

Du schreibst, als Du klein warst, waren schlechte Gefühle unerwünscht. Ich finde, ein klein wenig reagierst Du bei Deiner Tochter auch so, nur auf andere Weise: Du hältst es nur schwer aus, wenn Dein Kind schlechte Gefühle hat. Du möchtest diese Gefühle mit pädagogischen Tricks, mit Reden, Trost und viel Mühe wegmachen. Das ist gar nicht so viel anders als das, was Deine eigenen Eltern gemacht haben. Auch sie hielten schlechte Gefühle beim Kind nicht aus. Was Du machst, ist natürlich liebevoller - sicher. Aber auch Du kannst schwer akzeptieren, dass schlechte Gefühle einfach zum Leben jedes Menschen - auch jedes kleinen Menschen - dazu gehören. Sie sind nicht gefährlich oder schädlich und man muss sie auch nicht schnellstmöglich wegmachen. Das Leben besteht halt zur Hälfte aus guten, zur Hälfte aus negativen Emotionen.

Ich finde, Du unterschätzt Deine Tochter sehr. Du glaubst, sie sei ständig überfordert und fürchtest vermutlich, dies werde ein Dauerproblem sein. Dabei übersiehst Du zum einen das riesige Entwicklungs-Potential, das kleine Kinder haben. Sie verändern sich ständig, machen oft kleine, manchmal auch sehr große und plötzliche Entwicklungsschritte (z. B. bei der Einschulung, da staunt man als Eltern oft nur noch).

Zum anderen könnt Ihr als Eltern viel dazu beitragen, dass Deine Tochter lernt, mit unguten Gefühlen, Überreizung und Ängstlichkeit umzugehen. Denn das kann sie! Auch sensible Kinder lernen mit der Zeit problemlos Strategien, um ihre Veranlagung zu handhaben. Meine eigene Tochter ist auch ein hochsensibles Kind gewesen. Im Kiga machte sie bei Festen auch kaum mit, sondern schaute oft eher zu. Sie hatte auch Angst bei Spielen teilzunehmen oder auf einer Kirmes mit dem Karussell zu fahren (ich musste immer mitfahren - wenn sie überhaupt drauf wollte). Heute sie ist ein selbstbewusster, ich-starker und fröhlicher Teen.

Unser Erfolgsrezept war: Wir sind einfach total gelassen geblieben, als sie klein war. Wir haben ihr gezeigt, dass sie perfekt ist, und zwar genau so, wie sie ist. Wir haben ihre Gefühle nicht kommentiert oder weggeredet. Sondern sie gespiegelt und zum Beispiel gesagt, „Ich sehe, dass du im Moment lieber nur zuschauen willst. Das ist wirklich alles aufregend heute!“, oder: „Ich kann total gut verstehen, dass du jetzt ein bisschen weinen musst, das tut manchmal wirklich gut!“ Denn das Weinen ist ja nichts Schlimmes oder Trauriges, es baut einfach Anspannung ab. Es ist ein Ventil, mit dem Körper Stresshormone auflöst.

Wenn Du die Gefühle Deines Kindes nicht bewertest (schlecht, ungünstig, schade), sondern sie einfach neutral ansiehst und völlig akzeptierst, wird auch Deine Tochter lernen, dass ihre Gefühle in Ordnung sind. Und wenn Du gelassen bleibst und ihren Gefühlen freundlich Worte gibst, wird sie sie sich mit der Zeit selbst immer besser kennenlernen und Strategien entwickeln, auch bei Belastung gut auf sich zu achten. Sie muss nicht dickfellig werden, oder so sein wie andere Kinder. Sie ist doch wirklich absolut gut so, wie sie ist, und das sollte sie auch erleben dürfen. Wenn Du Dich sorgst oder zu sehr auf ihre unguten Gefühle eingehst, um sie aufzulösen, dann spürt Deine Tochter: Mit mir stimmt etwas nicht. So wie ich bin, gefalle ich Mama nicht. Ich sollte lieber so sein, wie diese anderen Kinder. DAS kann ein Grund sein, warum sie wirklich traurig wird.

Rede also nicht eifrig auf sie ein, wenn sie mal überfordert wirkt. Sorge Dich auch nicht, das ist total unnötig. Reagiere selbstverständlich und ruhig. Fordere sie nicht auf, doch mal mitzuspielen. Schau‘ mit ihr zusammen zu. Weise sie auf interessante oder lustige Dinge hin, lacht zusammen, während Ihr alles gemütlich beobachtet. Löse in ihr nicht den Stress aus, mitmachen zu sollen, sich doch eigentlich freuen zu müssen, alles toll zu finden.

Vielleicht noch zur Beruhigung: Ich habe mal eine Studie gelesen, wonach schüchterne und hochsensible Menschen eine absolut genau so hohe Glücks-Chance im Leben haben, wie selbstsichere, stressresistente und dickfellige. Denn Dünnhäutigkeit ist nichts Schlechtes, sondern eine ganz normale und häufige Eigenschaft, die auch viele Vorteile mit sich bringt. Sie ist oft verbunden mit Intelligenz, Empathiefähigkeit, Einfühlungsvermögen, Fantasie und Kreativität (gut fürs Finden unkonventioneller Lösungen im Job), und auch mit Lebensfreude. Weil diese Menschen nämlich weniger oberflächlich sind, sondern echte Tiefe besitzen und damit krisenfester sind. Dies alles natürlich nur, wenn die betreffende Person erleben durfte, das sie genau richtig ist, so wie sie ist.

LG

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Re: Sommerfest und überfordert

Antwort von niccolleen am 27.05.2018, 13:17 Uhr

"Ich weiß dass ich selbst immer schüchtern war und mich auch später oft unbeliebt gefühlt habe (an den Kindergarten kann ich mich aber nicht wirklich erinnern ;-)). Wir sind aber damals auch so erzogen worden, dass weinen etwas schlechtes ist und traurig sein wurde da eher noch getadelt als schlechtes Benehmen. Das möchte ich bei meiner Tochter auf keinen Fall, wir zeigen ihr immer, dass weinen ok ist und wir verstehen wenn sie traurig ist. "

Kenn ich auch von mir selber genauso! Ich kann mich aber auch an meine Kindergartenzeit noch relativ gut erinnern.
Mein Selbstbewusstsein ist erst viel viel spaeter gekommen, in Schueben, der erste so etwa mit 17.
Ich wuerde meinen, alles, was du ihr hilfst und Ratschlaege erteilst, wie sie sich bessern kann, fuehrt nur dazu, dass sie sich in ihrer Unzulaenglichkeit bestaetigt fuehlt.
Vieles von dem, was du beschreibst, ist sehr frueh. Also dass man im Kindergarten als Heulsuse bezeichnet wird, sind nachgeplapperte Dinge. Das ist noch frueh fuer Kindergartenkinder um echt einschaetzen zu koennen, wer "zuviel" weint oder wie das bei ihnen selber ist.

Wenn was nicht so klappt wie es soll, und man weint deswegen oder aergert sich, dann geht es nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen so, dass das letzte, was man da hoeren will, lautet: "Ach geh, ist doch eh alles super gelaufen" - "das macht doch nichts wegen dem oder dem, ist doch nicht so schlimm..." Wenn das fuer einen jetzt schlimm ist, dann ist das eben so, und da moechte man einen Zuhoerer, Verstaendnis, und nicht abgetan werden. Eventuell noch Loesungsvorschlaege fuers naechste Mal, das bringt Hoffnung.

lg
niki

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Re: Sommerfest und überfordert

Antwort von DK-Ursel am 27.05.2018, 19:36 Uhr

Hej!

ich denke auch, Du solltest mehr Vertrauen darin haben, daß Dein Kind sich auch noch entwickeln kann.
Stattdessen bestätigst Du durch Wort und Tat, bewußt und unbewußt (und Kinder haben feine Antennen für sowas!!!), daß sie (Deinen) Ansprüchen nicht genügt - und DAS macht noch unsicherer.
Statt also darauf zu fokusieren,was bei irgendwelchen aufregenden Dingen gut oder nicht so gut lief und läuft, solltest Du ihr lieber immer wieder durch Wort und Tat und den Verzicht auf Ratschläge, Kritik und Mahnungen verdeutlichehn,daß sie genauso okay ist, wie sie gerade ist.
SO bleibt sie nicht, sie ändert sich noch.
Vielleicht belibt sie ein schüchterner Mensch, der sich lieber zurückhält - so what?
Auch die braucht die Welt!
Vielleicht wird sie, wie auch mine schüchterne Tochter, eine selbstbewußte junge Frau, die ihren Weg geht, dann aber nicht zu letzt dadurch,daß sie auch in unsicheren Zeiten merkt (und nicht nur gesagt bekommt):
Es macht nichts, daß ich gerade nicht so gut finktioniere, nbicht die Erwartungen erfülle, anders binb als alle mich wollen: Ich bin gut so.

Solche Postings machen mich oft ein bißchen traurig, obwohl ich weiß, daß sie in bester Absicht, dem Kind zu helfen, geschrieben sind.
Aber sie machen immer klar, daß letztendlich nicht das Kind gesehen wird.
es wird der gesehen, der das Kind mal werden kann, soll, muß - um es leichter im Leben zu haben, um Erwartungen zu erfüllen, um glücklich zu werden - gewiß.
Aber diese Kinder laufen ihrer eigenen Zukunft hinterher, der Zukunft, wie ihre Eltern sie sich vorstellen - ohne daß irgendjemand auch nur ahnt, wie die wirklich mal aussieht nud was dieses Kind glücklich macht.
Kindheit ist nur bedingt Vorbereitung auf ein Erwachsenenleben.
Es ist ein unabhängiger,selbständiger Lebensabschnitt, in dem Dein Kind jetzt lebt, der JETZT schön sein soll - und dazu gehört eben, bestätigt zu sein für das,was es JETZT ist und nicht Ansprüche daran zu fühlen, was es sein kann/soll.

Ändere Deine innere Einstellung und nimm den Kind besser an - das merkt sie und bestätigt sie mehr als alles andere.
Und wo sie sich noch nicht traut, nimm sie an die Hand und mach es MIT ihr - so lernt sie - denn genau das tut sie in diesem Alter mehr als alles andere.

Gruß Ursel, DK

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Re: Sommerfest und überfordert

Antwort von lilke am 27.05.2018, 19:59 Uhr

Denkst du, dass sie sie als Heulsuse betrachten oder hast du das tatsächlich gehört und gesehen, dass sie deshalb ausgegrenzt wird?

Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen. Mein Sohn ist auch 3,5 und fängt genau wie alle seine 3,5-4,5 Jährigen Freunde bei jedem Pups an wie ein Schlosshund zu heulen. Ab und an, aber echt extrem selten, ziehen sie sich untereinander gegenseitig damit auf. Das meint keiner von denen böse. Es ist ein Spiel. In der Regel lenken sie sich untereinander ab und es ist sofort alles wieder gut.

Wenn sie mit der Situation überfordert ist, würde ich sie aus der konkreten Situation rausnehmen, sprich das Sommerfest verlassen, wenn ihr das lieber ist. In demAlter kann sie das sagen. Ansonsten eine ruhige Ecke suchen und sich da als Familie niederlassen. Wenn sie eh schüchtern ist, dann braucht sie halt etwas Zeit. Zu viele Menschen, zu viele Fremde, das ist vollkommen normal, dass man da in dem Alter überfordert sein kann.

Wie lange ist sie schon in dem KiGa? Vielleicht auch noch nicht so lange?

Eine Möglichkeit wäre, dass du versucht Spielverabredungen zu treffen außerhalb vom KiGa. Wenn sie mehr Freunde dort hat, zu denen sie Vertrauen hat, dann ist es ihr auch egal, was mit anderen Kindern ist.

Ihr gegenüber betonen, wie sie ihre Unsicherheit in den Griff kriegen könnte würde ich nicht. In ihren Augen wird sie kein Problem haben - hat sie bermutlich auch nicht. Wenn du versuchst ihr irgendwie "zu helfen", indem du ihr ein bestimmtes Verhalten "beibringst", machst du ihr nur klar, dass sie in deinen Augen nicht "ausreichend funktioniert".

Ich glaube nicht, dass du das willst.

LG Lilly

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Re: Mehr Vertrauen ins Kind!

Antwort von Menixe am 27.05.2018, 21:24 Uhr

Hallo Jorinde,

Ich Danke Dir für deine ehrliche Antwort. Dass mit den eigenen Pronlemen ist mir sehr bewusst, ich denke das versuche ich schon zu vermeiden, werde aber noch ein bisschen mehr darauf achten ob ich deswegen Situationen vielleicht überbewerte.

Und was das annehmen wie sie ist betrifft: ich finde es toll wie sie ist und bin mächtig stolz auf sie. Auch dass sie schüchtern und ruhig ist sehe ich keinesfalls als Problem, das kam vielleicht falsch rüber. Das sind alles Dinge, die sie auszeichnen und so soll und darf sie auch bleiben! Es ist lediglich die Sorge, dass sie unglücklich sein könnte, die mich beschäftigt. Sie war gestern während und nach dem Fest so traurig und enttäuscht, weil sie eigentlich viele Sachen dort toll fand und sich vorher sehr gefreut hat, dann aber nicht so mitmachen konnte wie sie es sich vorgestellt hat. Und diese Enttäuschung tut mir so leid, vielleicht bin ich da aber auch zu empfindlich.

Aber ja, ein Punkt ist vielleicht wirklich wichtiger als ich gedacht hätte: dass sie sich bei UNS dann quasi unter Druck fühlt weil wir sie beobachten und selbst unentspannt sind. Ich sage zwar immer zu ihr, dass das ok ist, dass sie traurig sein darf, weinen völlig normal ist und so weiter, aber Worte sind doch eher unbedeutend wenn die Taten sich anders anfühlen. Vor allem wenn man noch so klein ist. Von daher sollte ich vielleicht wirklich zusehen, da entspannter zu bleiben. Denn ja, wir haben ein paar mal gefragt ob sie nicht doch mitsingen will so von wegen „du hattest dich doch so gefreut!“ - das kann sie natürlich von unserer Seite unter Druck setzen. Vielleicht denkt sie wirklich, uns irgendwie gerecht werden zu müssen, und das will ich natürlich auf keinen Fall.

Danke für den Denkanstoß!
LG

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Re: Sommerfest und überfordert

Antwort von Menixe am 27.05.2018, 21:31 Uhr

Abtun vermeide ich eigentlich total. Wenn sie weint oder sich ärgert oder ängstlich ist versuche ich immer, ihr zu zeigen dass ich das verstehe. Sowss wir „ach komm...“ gibt es bei uns eigentlich nicht, meistens ist meine erste Reaktion „oh ja, das verstehe ich“.
Meistens. Aber eben nicht immer. Und ja, in manchen Situationen versuche ich bestimmt auch mal, sie zu motivieren oder etwas auszuprobieren, vielleicht kommt das rüber wie Erwartung.
Und ich rede viel mit ihr über alles - über gute und schlechte Sachen und frage sie, wie es ihr geht. Vielleicht überfordert sie das auch.

Ich Danke Dir, vielleicht muss ich wirklich einfach etwas entspannter werden.
LG

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Re: Sommerfest und überfordert

Antwort von Menixe am 27.05.2018, 21:52 Uhr

Eigentlich versuche ich wirklich, ihr immer das Gefühl zu geben, sie ist super so wie sie ist. Es ist mir egal, ob sie bei Festen mitsingt oder lieber auf meinem Arm bleiben will. Aber wahrscheinlich gelingt das nicht immer - oder ich bin dabei zu verkrampf , auch das wird mir jetzt bewusst.
Von daher: ja! In dem eigentlichen Wünsch, sie glücklich zu machen, bestätige ich sie vielleicht eher noch darin, dass sie „verkehrt“ ist und jetzt wo du das so sagst macht es mich auch sehr traurig. Der Gedanke, sie denkt sie genügt meinen Ansprüchen nicht, ist furchtbar, denn eigentlich würde ich mir von Herzen wünsche , dass sie sich bei uns absolut sicher fühlt und totales Vertrauen hat.

Wir reden viel - dass wir sie lieb haben, dass weinen ganz normal ist, dass sie toll ist wie sie ist usw. Vielleicht reden wir zu viel. Sie ist noch klein und in dem Moment wo es für uns ein Thema ist wird es für sie auch ein Thema. Und das bewirkt dann eher das Gegenteil. Danke für den Gedankengang, das leuchtet mir wirklich ein. Wir sollten einfach mehr vertrauen in sie haben und entspannter bleiben.

In einem Punkt muss ich dir widersprechen: ich sehe nicht den Mensch, der sie mal werden soll. Ich sehe sie jetzt und genau um das jetzt geht es mir. Ich möchte Dass sie JETZT nicht überwiegend unglücklich ist. Weil ich ihr eine schöne, glückliche Kindheit und viele schöne Gefühle wünsche (dass Trauer/Wut/Unglücklich sein auch mal dazugehört ist Sklave und völlig in Ordnung).. Vielleicht kam das falsch rüber. Aber da geht es mir wirklich nicht um die Zukunft.
Ich bin übrigens heute auch ein glücklicher, selbstbewusster Mensch „obwohl“ ich bis ins Jugendalter schüchtern und ängstlich war. :)

LG

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Re: Sommerfest und überfordert

Antwort von lilke am 27.05.2018, 22:20 Uhr

"Ich möchte Dass sie JETZT nicht überwiegend unglücklich ist. "

Und wieso denkst Du, das sie überwiegend unglücklich ist? Weil Du das aus deiner Erwachsenensicht meinst, dass es so sein müsste oder sagt sie das tatsächlich?

LG
Lilly

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Re: Sommerfest und überfordert

Antwort von Menixe am 27.05.2018, 22:22 Uhr

Danke für deine Gedanken dazu!
Das mit der Heulsuse habe ich schon mitbekommen, aber ja, wahrscheinlich überbewertet. Vor allem heißt es meistens „nein du kannst nicht mitspielen, du bist noch zu klein!“ das sagen sie zu ihr und auch über sie (gerade heute wieder bei einer spielverabredung passiert, bei der sie zu dritt waren). Aber ja, auch dem darf man vielleicht nicht so viel Bedeutung beimessen. Ich weiß ja, in dem Alter sagen sie sowas gern mal zueinander und versuchen sich ein bisschen zu „übertreffen“. Darüber hätte ich mir eigentlich auch keine Gedanken gemacht, aber meine Tochter beschäftigt das sehr. Sie spielt es mit ihren Puppen nach oder sagt zu uns ganz oft „das kann ich schon! Ich bin auch groß!“ oder „damit ich ganz schnell groß werde und das auch machen kann“ und wird dabei oft richtig traurig. Wahrscheinlich ist das alles im Rahmen des Normalen und gehört zur Entwicklung einfach dazu. Aber sie sieht sich selbst als „noch zu klein“, das merkt man an vielen Äußerungen und auch an Albträumen in denn sie nachts weint und spricht und eben genau diese Sachen sagt.

Nochmal zum Sommerfest: weggehen wollte sie nicht, sie wollte unbedingt bleiben. Aber abends habe ich auch gedacht: hätten wir uns einfach eine Decke mitgenommen und uns am Rand gemütlich hingesetzt und unser Ding gemacht, das wäre eine super Variante gewesen! Es wäre viel entspannter gewesen und sie hätte zu jedem Zeitpunkt frei entscheiden können, an etwas teilzunehmen oder nicht. Und meistens ist es tatsächlich so: wenn sie eine Weile in Ruhe in der Situation ankommen konnte taut sie mehr und mehr auf. Aber gestern kamen wir genau zu Beginn des Festes, mitten ins Gewusel, es sollten sich gerade alle sammeln um gleich zu singen und es war einfach das volle Programm auf einen Schlag: viele Leute, viel Gewusel, die entsprechende Lautstärke und dann sollte sie gleich mitmachen. Das war viel.

Das mit den Spielverabredungen habe ich auch schon gedacht. Sie hat dort noch keine richtigen Freunde (in dem Alter ja auch nicht ungewöhnlich), und die Kids die dort viel zusammen spielen treffen sich eben auch privat, das macht natürlich auch sicherer. Wir haben immer mal Spielverabredungen, aber die laufen bisher noch etwas holprig ab. Und zeitlich klappt es momentan leider nur sporadisch. Ich werde versuchen, das ein bisschen regelmäßiger zu machen, denke auch dass ihr das gut tut. Danach ist sie auch immer total stolz dass sie mit jemandem gespielt hat oder Besuch hatte! :)

In den Kindergarten geht sie aber schon seit 1 1/2 Jahren.

LG

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Re: Sommerfest und überfordert

Antwort von Menixe am 27.05.2018, 22:26 Uhr

Ich denke nicht dass sie überwiegend unglücklich ist, aber eben ziemlich oft. Sie sagt nicht, sie ist unglücklich, aber sie weint viel oder ist traurig oder lustlos. Und ein bisschen kenne ich sie ja auch und sehe wie es ihr geht. :) vor allem ist ihre Toleranzgrenze ziemlich niedrig - sie lässt sich sehr leicht zum weinen bringen und wirkt insgesamt einfach angespannt.

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Re: Sommerfest und überfordert

Antwort von lilke am 27.05.2018, 23:08 Uhr

Mein Sohn ist auch 3,5 und er weint auch oft, wie gesagt wegen jedem Pups. Sein kleiner Bruder geht an ihm vorbei und klettert auf die Couch. "Ich wollte aber nicht, dass XX auf der Couch sitzt." -> weinen. Und seine Freunde sind ähnlich. Da spielt einer mit dem Ball vom anderen -> weinen. Der nächste hüpft neben einem anderen ins Wasser und bekommt drei Tropfen ab -> weinen. Das ist in dem Alter durchaus so.

Ich würde deshalb nie denken, dass mein Sohn unglücklich ist. Er hat nur einfach noch keine Kontrolle über seine Emotionen. Ja, es nervt mich mitunter, aber es gehört halt dazu. Und wird um so schlimmer je müder oder gestresster er ist.

LG
Lilly

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Re: Sommerfest und überfordert

Antwort von lilke am 27.05.2018, 23:22 Uhr

Sie spielt es mit ihren Puppen nach oder sagt zu uns ganz oft „das kann ich schon! Ich bin auch groß!“ oder „damit ich ganz schnell groß werde und das auch machen kann“ und wird dabei oft richtig traurig. Wahrscheinlich ist das alles im Rahmen des Normalen und gehört zur Entwicklung einfach dazu.

---

Das macht meiner auch. Erst heute wieder saß er heulend da, weil ich ihm irgendwas nicht erlaubt hatte. "Ich bin aber schon groß. Ich bin nicht mehr so klein wie XX." Permanent höre ich bei allem "Ich bin aber schon groß." Und wenn er dann irgendwo bei mitmachen soll, wie sich abends ausziehen (was er ausgezeichnet alleine kann). "Dafür bin ich noch zu klein, das kann ich nicht."

Keine Ahnung ob das normal ist, aber ich hätte es nicht als unnormal eingestuft. Es ist ein Test. Er will "groß" sein um Sachen machen zu dürfen, die er normalerweise noch nicht darf und auf der anderen Seite will er aber auch Aufmerksamkeit und dass man etwas "für" ihn tut und dafür muss er wieder "klein" sein.

Wenn deine Tochter oft sagt, sie wäre für was zu klein kann das freilich fehlendes Selbstvertrauen sein. Ich würde aber auch nicht ausschließen, dass sie einfach nur Aufmerksamkeit von Dir will. Gerade mit kleinem Baby kommt da natürlich auch in ihr der Wunsch auf, genauso viel Aufmerksamkeit wie das Kleine zu bekommen.

Mein "Kleiner" ist schon bald Zwei, die Phase haben wir schon hinter uns. Und auch wenn bei uns beide Kinder gleich viel Aufmerksamkeit bekommen - würde ich zumindest behaupten - gibt es eben Phasen, wo der Große einfach "mehr" will, weil er es versteht. Der Kleine fängt damit gerade erst an.

Spielverabredungen ergeben sich bei uns eher spontan und ich meine damit nicht mal unbedingt Verabredungen daheim bei jemandem. Das kann auch der tägliche Besuch auf dem Spielplatz sein, wo sich vielleicht die örtliche KiTa-Gemeinschaft wieder trifft. Bei uns ist seit dem Frühjahr im Prinzip täglich Spielplatz angesagt, wenn es irgendwie machbar ist. Ein großer Teil der KiTa-Kinder trifft man da wieder und erst darüber hat mein Sohn tatsächlich seine Freundschaften entwickelt.

Aber ja, der Begriff "Freund" ist auch hier noch eher eine vage Vorstellung und begrenzt auf die Kinder, mit denen man regelmäßig spielt. Der beste Freund von vor einem halben Jahr ist seit drei Monaten abgemeldet, weil nicht mehr in der gleichen KiTa-Gruppe und der Kontakt nur noch sehr sporadisch, weil der andere Junge eben nicht täglich auf dem Spielplatz ist. Dafür hat er jetzt täglich wechselnde neue beste Freunde aus einem Kreis von drei Jungs, die sich fast täglich auf dem Spielplatz und zwei Mal die Woche beim Sport treffen.

Deine "Große" ist noch klein, vergiss das nicht - man überschätzt sie leider schnell, weiß ich auch.

LG
Lilly

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Ich danke euch...

Antwort von Menixe am 27.05.2018, 23:59 Uhr

... für eure Antworten und Gedanken!

Ich werde mich bemühen, gelassener zu bleiben und meine Maus einfach so sein zu lassen wie sie ist - und da gehört auch traurig sein natürlich mal dazu. Vielleicht hab ich mich auf Sorge um Sie und aus dem wunsch heraus sie glücklich zu sehen da reingesteigert und projiziere da irgendwie das Gegenteil auf sie. Wie eine Art Erwartungshaltung. Wir loben und kommentieren eigentlich den ganzen Tag um sie positiv zu bestärken, aber kritisch betrachtet signalisiert ihr das wahrscheinlich, dass wir alles was sie tut bewerten - und fördert die Unsicherheit.

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Nachtrag

Antwort von DK-Ursel am 28.05.2018, 9:58 Uhr

Nochmal kurz:
Aus jedem Beitrag kann man sich nur das picken, was einem hilft und was zur Familie paßt. Das weiß keiner so gut wie der,der das Problem hat..
Trotzdem sind Gedankenanstöße von außen manchmal hilfreich, weilsie nicht im Problem feststecken, sondern die Situation von außen beleuchten.
Und mir hat oft auch geholfen, daß andere dasselbe Probleme in abgewandelter Form, in familienspezifischer Form, aber eben auch haben.
Mein Kind, ich - wir waren also nicht untypisch, verkehrt oder mußten irgendwas "einholen", wir gehörten zu einer Gruppe,die es auch gab. ,
Allein darum finde ich Erziehungsratgber sogar richtig, denn sie erzählen mir, daß es einen Abnehmerkreis gibt, d.h. Menschen, die außer mir mit denselben Problemen herumkämpfen
Auch ich brauchte einige Blicke nach links und rechts, denn in unserem Eifer und Bestreben, unseren Kindern alles gut und richtig zu machen, .Fehler unserer Eltern zu vermeiden, sie für die Zukunft zu rüsten wie für die Gegenwart, ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen, undundund--- machen wir oft zuviel.
(Merkst Du selber,welche Ansprüche gerade wir Mütter auch an usn selbsts tellen???)

Mit kleinen Kindern muß man nicht viel reden, man macht vor udn brauicht viel Geduld - denn sie haben ihr Tempo, etwas nachzumachen - udn sie bestimmen, was sie wann wie nachmachen.
.Natürlich sollt Ihr auch dieses Thema bei gegebenem Anlaß besprechen, aber eben positiv und nicht als Dauerbrenner, denn das fokusiert dann eben auf Schwäche und Nicht-Erfüllen von Erwartungen, die ein Kind manchmal richtig, manchmal falsch spürt.
Mißverständnisse liegen manchmal da, wo man sie als wohlmeinende Mutter überhaupt nicht vermutet!!!
Anerkennung für das, was und wie man ist, ist das A und O für eni gesundesSelbstbewußtsein.
Eltern,die hinter einem stehen,wenn man sich selber nicht traut, wenn man nicht weiß, wie man was händeln soll, wenn was schiefläuft,(und das weiß man noch nicht, wenn man 2, 4 oder auch 7 ist) sind das A und O für ein gesundes Selbstbewußtsein (denn auchda weiß man dann: die stehen zu mir, auch wenn ich mich nicht so verhalte wie sie, wie sie es erwarten, wie es sein soltle...)
Menschen, die einfach stehen lassen, wie etwas ist und nicht dauernd überlegen und Tips geben, wie es besser werden könnte, wie es anders wäre, wenn... , was schiefgelaufen ist, wie man sich verhalten sollte ... sind das A und O für gesundes Selbstbewußtsein.

Denk drüber nach, wie etnervend wahrschenlich jemand wäre, der Dein Tun und Handeln dauernd so "aufzubauen" versucht wie Du es tust - in bester Anbsicht,m klar, aber trotzdem.
Dein Kind KANN gar nicht sxelber lernen - learning by doing -- wenn es von Kommentaren quasi zugeschüttet wird.
(Übetreibungen können auch gradweise stimmen).
Laß sie selbst merken: Das hier ging nicht so gut.
Auch Mißerfolge sind wichtig, sie lehren uns, unser Tun zu ändern - gerade Kinder probieren noch leichter Neues aus - laß sie selber ihren Weg finden, mit Menschen und Dingen umzugehen,statt Ihr Deinen vorzuerzählen - mach vor, was Du tust - sie hat ja Augen und merkt, was Du meinst.

Und vor allem:
sei geduldig und gib ihr Zeit, sie ist noch klein und verhält sich noch vieleJahre nicht wie eine kleine Erwcahsene, sondern eben wie ein lernendes Kind.

Gruß Ursel, DK

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Re: Nachtrag

Antwort von Menixe am 28.05.2018, 11:00 Uhr

Ich Danke Dir!
Ja, die vielen Denkanstöße die ich hier in den Antworten bekommen habe helfen mir sehr. Und klar trifft nicht alles genau auf unsere Situation zu, das geht ja gar nicht. Zumal wir uns alle hier gar nicht kennen. Aber zu hören, dass es in anderen Familien ähnliche Situationen gibt, hilft wirklich oft am meisten mal wieder runter zu kommen und mit dem Kopfkino aufzuhören.

Und es ist genau wie du sagst: manchmal liegt der Fehler genau da wo man ihn nicht vermutet. Wir wollen immer nur das Beste für die Kleine und sind dabei übers Ziel hinaus geschossen. Ich habe vor meinem Post mehrfach überlegt, ob ich selbst irgendwie dazu beitrage, dass sie so unsicher ist, denn es kam mir tatsächlich mehrfach so vor als wolle sie unseren Ansprüchen genügen. Habe immer versucht Verständnis zu zeigen und sie positiv zu stärken. Aber mit Reden. Und ich denke wir haben so viel geredet und geredet und geredet, dass es erst recht zum Problem wurde.
Ich schimpfe immer über Eltern, die ihre Kinder wie kleine Erwachsene behandeln und alles mit ihnen ausdiskutieren. Und irgendwie hab ich es jetzt selbst getan. Denn es stimmt: sie ist noch so klein! Was soll sie mit dem ganzen Gerede anfangen außer dass sie spürt, etwas scheint nicht richtig zu sein.

Da merkt man mal wieder: auch Eltern sein ist „Übungssache“. :) ! Ich hab Mich nach dem Sommerfest noch das ganze Wochenende über mich selbst geärgert und darüber, wie wir mit der Sommerfest-Situation umgegangen sind. Aber mein Mann sagte die ganze Zeit nur: jetzt ist es so und wir haben unsere Lehre daraus gezogen. Nächstes mal machen wir es besser! Und er hat recht. Ich denke .ich habe an diesem Wochenende etwas begriffen. Mehr vertrauen, mehr Gelassenheit und Ruhe, weniger Gerede.

Nochmal vielen Dank für deine Hilfe!

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Re: Sommerfest und überfordert

Antwort von Tämelebäbchi am 29.05.2018, 16:02 Uhr

Hey ;)
Ne das wird nicht einfach so besser! Es ist sicher ein großer Teil Charaktersache, aber man kann auch daran arbeiten!
Meine fast 10 jährige ist auch schon immer ruhig und bedacht... hat sich eher zurückgezogen als eingemischt. Möchte auch nicht auffallen... weder positiv noch negativ...

Doch irgendwann kommt der Punkt wo solche Kinder sich anders fühlen... und sie werden älter... und der Ton wird rauer!

Teilweise müssen die Eltern sich davon lösen ihr Kind behüten zu wollen. Wenn du deine "Mitleidseinstellung" änderst, auch mal bestimmt forderst das sie auf dieses Fest wollte (Beispiel) und sie sich nun auch beteiligen soll, auch mal sagen: hör auf zu weinen... hilfst du ihr schon ein gutes Stück!
Deine Stärke überträgt sich aufs Kind. Lebe es ihr vor.
Das muss garnicht mit Härte geschehen. Es geht auch lustig, entspannt aber das wichtigste: Konsequent!!!!

Damals sagte uns die Schulpsychologin das wir unser Kind nicht in Watte packen sollen. Wenn sich unser Kind hinter uns versteckt, stellen wir es neben uns! Mag das Kind auf den Arm, knien wir uns! Weint das Kind ohne wirklichen Grund sagen wir was wir wollen: hör auf zu weinen!

Oft erwarten wir zu viel selbstverständliches was Kinder nicht erlernen müssen. Das ist aber total normal. Nur wir als Eltern sollen so ein Verhalten auch etwas lenken.
Meine große hatte zudem auch Probleme und Ängste vor Fehlern! Das wurde durchs Klavier spielen (5 fast 6 Jahre zu Beginn) besser. Das Selbstvertrauen ist deutlich besser geworden durchs Judo, aber auch weil wir Eltern statt Mitleid zu empfinden gezeigt haben das nur sie was an der Situation ändern kann und wir trotzdem immer für sie da sind! Doch Prinzessin auf der Erbse wurde abgeschafft.

Spätestens ab der Schule hat kein Mensch mehr Mitleid mit nem weinekind.. es wird von Gleichaltrigen eher ausgelacht oder ausgegrenzt und auch von Lehrern aufgefordert das dauerweinen zu unterlassen.

Alles gute und vertraut auf eure kleine, stärkt ihr den Rücken und nehmt ihr nichts ab!

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tischdeko kiga sommerfest

Hallo liebe mamas, Ich bin im elternbeirat vom kiga und kümmere mich immer um die tischdeko füs sommerfest. Dieses jahr stehe ich total auf dem schlauch :-(. Das jahresthema ist "mein körper" und dazu soll die deko passen. Natürlich soll das ganze fast nix kosten, schön ...

von bardoline 03.04.2014

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Stichwort: Sommerfest

Nochmal Rückmeldung zum KiGa Sommerfest

Also, grundsätzlich war alles prima und schön. 11 Uhr war die Theateraufführung der Kinder in der Turnhalle der Grundschule nebenan, weil da eben mehr Platz ist. Danach alle wieder in den KiGa rüber. Man konnte dann Essensbons kaufen, die am Grillstand einlösen. Steak ...

von sojamama 24.06.2013

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Stichwort: Sommerfest

Sommerfest im KiGa - wie ist es bei Euch?

Bei uns hier ist am Sonntag wieder Sommerfest. Es wird schon um 11 Uhr beginnen, gegrillt und Salate verkauft, dann Kaffee und Kuchen. Wie immer. Und auch wie immer fehlen Leute zum Verkauf. Jetzt stand ein Schild, wenn sich nicht mehr "Verkäufer" eintragen, dann gibt es ...

von sojamama 21.06.2013

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Stichwort: Sommerfest

Ideen gesucht! Sommerfest im Kindergarten!

Hallo ihr Lieben, mein Anliegen steht ja im Grunde schon im Betreff. Wir machen jedes Jahr in unserem (recht dörflichen) Kindergarten ein Sommerfest...nicht nur für die Kindergartenkinder, sondern es ist öffentlich und auch für andere Altersgruppen (in der Regel noch ...

von Loni1975 19.04.2013

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Stichwort: Sommerfest

Sommerfest Kita - Ideen?

Hallo ihr Lieben, unsere Kita überläßt uns dieses Jahr die Planung des Sommerfestes in unserer Kita (ca. 200 Kids von 1,5 bis 6 Jahren). Habt ihr zufällig Ideen, wie es zu einem richtig schönen Sommerfest wird? Letztes Jahr war das Motto "Piratenfest", davor ...

von MellaSt 25.02.2013

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Stichwort: Sommerfest

Basteln für das Sommerfest

Hallo ihr Lieben! Wir planen ein Sommerfest für dieses Jahr. Allerdings benötigen wir noch Ideen für Basteleien (von den Eltern), die man auch verkaufen kann. Wer hätte schöne Ideen hierfür? Ein bestimmtes Motto haben wir nicht. Liebe Grüße und schon mal vielen ...

von Andymaus 20.02.2010

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Stichwort: Sommerfest

dringend Rat wegen Sommerfest heute...

hi, heute ist im kiga meines sohnes sommerfest, jeder bringt was zu essen mit, ich habe würstel gekauft... es sind insgesamt 24 stück - es bringen auch noch andere eltern würstel mit. ich hätte sie halt jetzt so hingelegt, aber wir haben eine mörderhitze draußen und ich habe ...

von Suka73 03.07.2009

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Stichwort: Sommerfest

Bochum, 6.6.: Sommerfest+Bücherflohmarkt in heilpäd. Kiga

Zu Bücherflohmarkt, Sommerfest und Tag der offenen Tür lädt heute (Samstag, 6.6.2009) der heilpädagogische Kindergarten Hedwigstraße in Bochum ein: Von 13 bis 17 Uhr lädt die offene Tür ein, sich die Einrichtung anzuschauen, den Bücherflohmarkt zu besuchen, leckeren ...

von S_A_M 06.06.2009

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Stichwort: Sommerfest

Sommerfest: Motto Indianer

Guten Morgen! In den letzten zwei Jahren habe ich hier immer wieder mitbekommen, dass einige von Euch schon Indianer-Sommerfeste gemacht haben. Bei uns ist es dieses Jahr soweit - oh Wunder es findet überhaupt ein Sommerfest statt. Da ich mit einer anderen Mama und ...

von charty 15.04.2009

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Stichwort: Sommerfest

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