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Geschrieben von Nilu2 am 07.03.2020, 18:18 Uhr

Hat jemand einen Rat

Hallo liebe Muttis,
Ich habe 2 Kinder, aber es geht nur um mein großen 6 jährigen Sohn,
Also eig. Er ist ganz lieb und, malt viel und bastelt sehr gerne.. aber seit einiger Zeit ist es kaum machbar mit ihm irgendwohin zu gehen.
Heute zb. War er mit Oma in der Stadt ( Katastrophal) er ist überall Rum geklätert, weg von der Oma gelaufen. Gehört hat er überhaupt nicht. Die waren im Museum ( ja war vielleicht etwas langweilig für ihn) aber er hat alles wirklich angefasst und einfach weg gelaufen etc. Es kam sogar ein Mann der da arbeitete und sagte nix anfassen. Hat genau 3 min. Angehalten und wieder. Da waren auch andere Kinder aber die waren ganz brav bei Mama und Mama.
Ich weiß gar nicht mehr was ich machen soll. Sorry aber mir ist es wirklich peinlich momentan draußen zu sein mit meinem großen. Draußen klettert auch die Zäune hoch fumelt hier und da.. einfach mal in der Stadt oder sonst wo neben uns zu gehen, klappt überhaupt nicht. Es macht momentan kein Spaß alles. Auch Zuhause von morgens an schon komplett mega dolle aufgedreht. Ärgert sein kleinen Bruder (16 monate)
Aber die können auch gut mit einander spielen. Aber im Zimmer spielen klappt momentan auch nur ca 10 min. Dann kommt er runter und macht nur Blödsinn.
Er geht von 8-14 Uhr in den Kindergarten ( die Erzieher habe ich auch gefragt ob da alles ok ist, die sagten ja alles gut, den ist nix aufgefallen) danach auch Hause später gehen wir noch mal auf den Spielplatz oder spazieren. Je nach dem wie das Wetter ist. Was mache ich den falsch, das er weder mit uns raus gehen kann ohne Blödsinn zu machen oder Rum klettern oder einfach davon laufen. Sein Onkel mag ihn auch nicht mehr mit nehmen weil nix klappt.
Ihn nur Zuhause zu lassen geht nicht. Ich muss allein wegen dem kleinen raus oder Stadt weil Termine sind.. ich gehe momentan nur freitags und samstags arbeiten, da hat der Papa auch totale Probleme

 
5 Antworten:

Re: Hat jemand einen Rat

Antwort von Lelo317 am 07.03.2020, 20:27 Uhr

Im letzten Kindergartenjahr sind gerade Jungs ganz oft so. Hören nicht, sind albern, unruhig... Ganz normal.

Versuch mal, ihn auszupowern. Nicht mit Spazierengehen, sondern mit richtig Sport. Schwimmen ist ideal.

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Re: Hat jemand einen Rat

Antwort von Hexhex am 08.03.2020, 10:49 Uhr

Zum einen schließe ich mich an: Die Idee mit dem Sportverein ist perfekt, mein Sohn ist auch mit 6 in seinen ersten Verein gegangen (Schwimmverein), später hat er dann zum Paddeln gewechselt. Jungs mit diesem Energieüberschuss müssen sich - am besten mehrmals wöchentlich - auspowern dürfen. Außerdem lernen sie hier, sich in ein Team einzuordnen, auf den Trainer zu hören usw. Sport verbessert das Sozialverhalten.

Zum anderen ist es sicher wichtig, dass Du Dich bei Deinem Energiebündel gut durchsetzt. Dein Sohn wünscht sich Halt und Führung, Du darfst hier sicher nicht zu lasch sein. Mit sechs Jahren kann er schon verstehen, dass manche Verhaltensweisen unpassend sind, und er hat schon eine gewisse Selbstkontrolle, er kann sein Verhalten also schon steuern. Kleinkinder können das z. B. noch nicht, aber im Grundschulalter ist die Impulskontrolle schon wesentlich ausgereifter.

Bewährt hat sich in Studien ein sog. autoritativer Erziehungsstil. Das kann man übersetze mit „liebevolle Autorität“. Heißt: Man respektiert das Kind, verlangt aber selbst auch Respekt und adäquates Verhalten. Sei nicht zu soft, Du hast als Mutter (gilt auch für den Vater) die Führungsrolle, und die musst Du wahrnehmen - gerade bei einem willensstarken, impulsiven Jungen. Diskutiere also nicht alles ewig mit ihm, labere ihn nicht voll, setz‘ Dich in schwierigen Situationen schnell und zügig durch.

LG

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Re: Hat jemand einen Rat

Antwort von SophiasPapa am 08.03.2020, 21:04 Uhr

Quelle für diese Studie?

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Re: Hat jemand einen Rat

Antwort von Monroe am 09.03.2020, 11:19 Uhr

Hast du eine Ahnung, woher das kommen kann?
Bekommt er zu wenig Aufmerksamkeit? Das kann bei kleinen Geschwistern ja schon Mal gut vorkommen, dass die Großen zurückstecken ohne dass es uns Eltern auffällt.
Beschäftigt ihr euch aktiv mit ihm? Gemeinsame Spiele, wenn der Kleine Bruder im Bett ist?

Fehlen ihm Grenzen? Warum bekommt er die Möglichkeit im Museum alles anzufassen? Da ist doch dienaheluegendste Konsequenz, dass er dann bei Oma oder Opa ab die Hand muß. Das möchte kaum ein Kind in dem Alter, also wird es sich künftig benehmen müssen, um nicht wie ein Kleinkind an der Hand laufen zu müssen. Das ist die naheliegendste und gleichzeitig wirkungsvollste Konsequenz.
Fürs Kind verständlich, effektiv und sinnvoll.

Ein anderer Gedanke kam mir noch, dass ihr vielleicht zu streng seid und er ausbrechrn möchte.
Heißt also wenn er den halben Tag hört, was er falsch macht, viel nein hört und geschimpft wird, hat er gar keine Lust mehr zu hören sondern wird noch mehr Mist machen.
Lobt ihn für die guten Sachen, gebt ihm kleine Aufgaben, beharrt aber nicht drauf, dass er sie erfüllt, lobt ihn aber, wenn er es tut.
Lastet ihn aus, geht viel raus. Und wenn er dort auf Zäune klettert...stört das nur euch oder die Besitzer des Zauns? Ich kenne kaum jemanden, der wirklich böse ist, wenn ein Kind mal auf dem Zaun klettert. Solange der Zaun das hält, ist es doch kein Problem.
Wenn er aber gerne klettert,bieten dich die meisten Spielplätze bessere Möglichkeiten zum Klettern als die Zäune der Nachbarn. So habt ihr beide was davon.

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Re: Hat jemand einen Rat

Antwort von Hexhex am 09.03.2020, 13:15 Uhr

a) Zum Beispiel hier, Quellen div. Studien bei Wikipedia. Die Links (Zahlen) zu den Studien scheinen nicht kopierbar zu sein. Bitte einfach selbst entsprechenden Wikipedia-Artikel aufrufen (https://de.wikipedia.org/wiki/Autoritative_Erziehung#cite_ref-brown1993_20-2).

Zitat daraus:
"Forschung
Für die Verwirklichung der folgenden erzieherischen Desiderate scheint eine autoritative Elternhauserziehung demnach besonders günstig zu sein:

hohes Selbstwertgefühl[18]
hohe Selbstwirksamkeitserwartung[19]
hohe Selbstständigkeit[20]
hohe psychosoziale Kompetenz[21]
hohe Schulleistungen[20][22][23]
geringe Neigung zu Verhaltensproblemen[21]
geringe Neigung zum Drogenmissbrauch[20][24]
geringe Neigung zu psychischen Störungen[21]
günstige psychosoziale Entwicklung insgesamt[25]"

b) Artikel zu Studie der Uni Erlangen:

https://www.derstandard.at/story/2000001753832/autoritative-erziehung-senkt-suizidrisiko-bei-jugendlichen

(Am Schluss des Artikels ist die Original-Studie verlinkt).

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