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Geschrieben von JaMe am 05.03.2018, 13:12 Uhr

Frühstück im Kindergarten

Hallo zusammen

Ich hätte mal ein paar kurze Fragen an diejenigen, bei denen sich die Kinder das Frühstücksbrot im Kindergarten schmieren können.

1. Wie wird es finanziert? Wird Geld eingesammelt oder bringen Eltern abwechselnd Frühstückslebensmittel mit?

2. Helfen Eltern bei Organisation (Tisch decken, etc) und/oder Aufsicht des Frühstücks?

3. Wie aufwendig ist es, solch ein "Frühstück zum selbermachen" zu organisieren und durchzuführen? Hier können mir sicher am ehesten Erzieherinnen oder (sofern vorhanden) Helfer-Eltern antworten.

4. Welche Vorteile bietet so ein Frühstück den Kindern? Was lernen sie dadurch? Meine Idee dabei ist ja, dass sie sich mal zutrauen, sich das Brot selber zu schmieren und auch mal Dinge essen, die sie zuhause standhaft boykottieren. Eben einfach, weil die Wurst auf dem Brot oder die Knabbermöhre ja doch nicht so schlecht schmecken kann, wenn der beste Freund sagt, dass er die gerne isst.

-------------

Hintergrund meiner Frage ist folgender: Bei uns im Kindergarten kommt immer mal wieder das Thema "Frühstück zum selbermachen" auf. Laut Eltern mit älteren Kindern auch schon vor der Zeit meiner Kinder im Kindergarten. Bisher hieß es immer, dass man das aufgrund der räumlichen Möglichkeiten (sehr kleine Küche mit Platz für nur sechs Kinder, der Rest sitzt an Tischen im Flur, die nur fürs Frühstück dort aufgestellt werden) nicht bieten kann. Haben auch alle Eltern eingesehen. Inzwischen wurde aber umgebaut, es gibt eine wunderbare große Küche mit Platz für 18 Kinder plus Erziehertisch. Deshalb wurde vom Elternbeirat schon während der Bauphase nochmal nachgefragt, wie denn die Chancen auf ein Selbermacher-Frühstück aussehen würden. Die Antwort war "Müssen wir mal schauen. Vielleicht mal ein Probezeitraum von vier Wochen und dann darauf aufbauen oder wieder einstampfen. Aber erst muss sich erstmal alles einspielen mit den neuen Räumlichkeiten, der neuen Gruppe, den zusätzlichen Angestellten." War für uns als Elternbeirat erstmal eine zufriedenstellende Antwort.

Inzwischen hat sich das alles eingespielt und es wurde nochmal nachgefragt. Antwort (zumindest für mich gerade) war diesmal nicht zufriedenstellend. Es wurde etwas ausgewichen und auf die personelle Situation geschoben, da man ja gar nicht wisse, ob man auf Dauer Azubis, FSJler, Praktikanten hätte und ohne die würde es gar nicht gehen. Und dann muss das ja auch irgendwie finanziert werden. Das würden nicht alle Eltern mitmachen, wenn man Sue um Geld dazu bittet. Und grundsätzlich wäre es ja auch eine sehr aufwendige Sache, sowas zu organisieren. Aber man könnte das ja beim nächsten Elternbeiratstreffen nochmal besprechen.

Irgendwie klingt das für mich nach abwiegeln. So als würden sie es grundsätzlich nicht wollen, aber nicht so klipp und klar sagen wollen. So kompliziert jann es meiner Meinung nach dabei gar nicht sein, denn in allen anderen Kindergärten des selben Trägers gibt es in irgendeiner Form dieses Frühstück. Teilweise täglich, teilweise an ein oder zwei Tagen die Woche. Und das sind in zwei Fällen Kindergärten, die personell nicht do gut ausgestattet sind. Ich meine, wenn ein eingruppiger Kindergarten mit zwei Erzieherinnen und einer Praktikantin das tagtäglich bieten können, muss es doch für einen dreigruppigen Kindergarten mit sechs festen Erzieherinnen, zwei Vertretungskräften, eine sonderpaedagogische Zusatzkraft und fünf Azubis, FSJler, Praktikanten auch irgendwie machbar sein, zumindest an ein oder vielleicht zwei Tagen solch ein Frühstück zu bieten, oder nicht? Ich möchte da jedenfalls noch nicht nachgeben, weil ich als Elternvertreterin da auch immer mal wieder von Eltern drauf angesprochen werde, ob wir das nichtmal ansprechen könnten. Und den anderen Elternvertreterinnen geht's genauso. Ist zwar nicht penetrant oft, aber es kommt immer wieder auf.

Deshalb würden mir einige Erfahrungsberichte, wie es anderswo funktioniert, freuen, um mal ein paar Argumente mit in die nächste Elternbeiratssitzung (die übermorgen ist) nehmen zu können. Bei den paar Eltern, die ich kenne, deren Kinder in die angesprochenen Kindergärten gegen, werde ich auch nochmal nachfragen.

Lg und danke fürs durchlesen dieses Romans. ;-)
JaMe

 
53 Antworten:

Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von lilke am 05.03.2018, 13:29 Uhr

Also ich kann konkret zum Frühstück zwar keine Erfahrungen bieten, aber bei uns ist das am Nachmittag mit der Kaffee-Brotzeit so, dass die Kinder das selbst schmieren, bzw. geschmiert bekommen, wenn sie es nicht können. Da sind aber dann deutlich weniger Kinder da. Deshalb geht das da. Es ist auch ruhiger, nicht so hektisch.

Frühstück möchte man bei uns im KiGA eher flott abwickeln. Viel zu oft startet es schon zu spät, weil es manche Eltern trotz Ermahnung und "Strafmaßnahmen" wie im Gang sitzen bleiben nicht schaffen ihre Kinder pünktlich bis 8:30 abzugeben (der KiGa hat ab 7 offen, es ist also mehr als genug Zeit). Dann wollen gerade die Gruppen mit den älteren wenn es geht jeden Tag nach der Brotzeit raus und wenn die dann aber noch ewig dauert weil 20 Kindern das Brot geschmiert werden muss oder die eben eine halbe Stunde allein mit quatschen beschäftigt sind und in der Zeit gerade eine halbes Brot geschmiert haben... nun ja, es wäre, wenn ich mir meinen Sohn (3) anschaue nicht sehr effektiv, sagen wir mal so. Und der kann sein Brot alleine schmieren, weil er es jeden Abend daheim ja auch hinbekommt.

Kosten wären hier beim Frühstück auch ein Punkt. Hier wurde mal angeregt, dass das Obst von Eltern gestellt und frisch aufgeschnitten wird. Wurde abgelehnt. Zu viel Aufwand - zumindest in der Krippe - für die Erzieher, die da ja doch noch bei einigen Kindern "unterstützend" mithelfen müssen beim Essen. Zu viel Abstimmung, die die Eltern erfahrungsgemäß dann leider nicht auf die Reihe bekommen und zu viel "ich will aber nicht dass MEIN Kind"...

Das ist in einem kleineren KiGa mit nur einer Gruppe denke ich tatsächlich besser zu organisieren als in einem großen.

Kurz, es wurde nachdem die KiTa erklärt hat, was dafür von Seiten der Eltern notwendig wäre, wenn das Frühstück gestellt wird und welche Konsequenzen dass für das Frühstück ihrer Kinder hätte (dass es z.B. dann eben KEINE Fruchtzwerge mehr für die Spezls gibt, KEIN halbes Pfund Camembert mehr für X , KEINE Brez'n jeden Tag für Y, und Z bekommt dann eben auch mal zwangsweise morgens schon einen Apfel vorgesetzt) mehrheitlich von der Elternschaft abgelehnt.

Das gemeinsame Kaffee (Brot oder Knäckebrot und Obst und ggf. Reste vom Mittags-Nachtisch), besorgt die KiTa. Bezahlt wird das vom Elternbeirat. Aber da sind wie gesagt dann idR nicht mehr so viele Kinder da, vielleicht 10-15 in einer Gruppe (+ 2-3 Krippenkinder) von vormittags über 70 Kindern in 3 KiGa und 1 Krippengruppe). Da sind dann meistens 3-4 Erzieher (KiGa + Krippe) + Praktikantin da.

Die Bedenken der KiTa gerade wenn es ums Geld von Eltern geht kann ich meiner Erfahrung nach verstehen. Bei uns sollten die Essensgebühren dieses Jahr 2x angehoben werden. Scheinbar gab es einen Run auf die Gemeinde deshalb und die zweite Erhöhung hat jetzt die Gemeinde übernommen.

Und hier verdient keiner so schlecht, dass er sich die 2 Euro im Monat nicht hätte leisten können.

Aber beim Geld hört es leider oft genug auf.

LG
Lilly

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von niccolleen am 05.03.2018, 13:35 Uhr

Lass doch dein Kind zuhause seine Brote selber schmieren. Da lernt es das auch.
Essen, Mahlzeiten, sollen immer was gemeinsames sein, was Angenehmes, Schoenes, nichts, was nur einen erzieherischen und ernaehrungswissenschaftlichen Naehrwert hat. Ist doch egal, wie genau das mit dem Essen im Kindergarten gehandhabt wird, hauptsache es gibt feste Riten, Zeiten, wo die Kinder beisammen sitzen und gemeinsam essen. Egal, ob der jetzt auch die Karotte isst, weil er soll und der Nachbar die zufaellig mag, oder nicht. Das kommt alles spaeter. Kinder holen sich schon, was sie brauchen. Sofern halt das ganze nicht zu etwas Programmiertem wird.

lg
niki

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von JaMe am 05.03.2018, 13:54 Uhr

Es geht nicht nur um mein Kind, sondern darum, dass von Eltern immer mal wieder dieses gemeinsame Frühstück als Wunsch an die Elternvertreter rangetragen wird.

Außerdem ist es meiner Meinung nach doch ein Unterschied, ob Mama zuhause sagt, dass man ruhig mal dieses oder jenes probieren oder selber versuchen sollte, oder ob der beste Freund sagt, dass ihm Minitomaten super schmecken und dass man einfach mal "gezwungen" ist, selber zu probieren, ein Brot mit Butter zu bestreichen, statt rumzunörgeln, bis Mama oder Papa das zuhause machen, weil wir einfach keinen Stress am Esstisch wegen einem bockenden Kind wollen. Ohne Eltern in Reichweite sind Kinder oft mutiger, neue Dinge einfach mal selber zu probieren. Und viele Kinder lernen durch solch ein gemeinsames Frühstück auch einfach mal andere, neue, gesunde Sachen kennen, statt sie nur bei anderen Kindern zu sehen, nur um dann ins mitgebrachte Nutellatoast zu beißen. Es gibt also schon einen Grund, mal ein gemeinsames Frühstück zu bieten, statt dass man einfach nur miteinander isst.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von JaMe am 05.03.2018, 13:55 Uhr

Danke für deine Antwort

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von memory am 05.03.2018, 14:05 Uhr

Hier wurde das wieder eingestampft! Wir Eltern haben jede Woche einen best. Betrag abgegeben , und die Erzieher/Eltern(wer Zeit bzw. Elan hatte ) haben eingekauft und früh das Ganze zubereitet aufgebaut und auch weggeräumt . Das ging solange gut bis halt die an der Reihe waren , die doch tatsächlich die Kinder in den Kiga geben , weil sie arbeiten müssen oder keinen so hohen ideologischen Gesundheitfimmel haben, ab da ging das Theater los.

Es war aber allgemein eine sehr hektische und unruhige Essensituation(wer im Urlaub Büffet hat kennt das ) also dann lieber nur wenig Sachen -und da haben es manche Mütter mit ihrer Ernährungsideologie einfach übertrieben ,sprich die Kinder haben es eben nicht gegessen , völlig wurscht ob Hans-Uwe nebenan das lecker findet( ICH will z.b. auch keine aufgekochten Haferflocken , geschweige denn Pumpernickel mit Kräuterquark und Karotte am Morgen ) ,mal sicher nicht schlimm aber ideal ist trotzdem , gerade bei mäkligen Kindern anders, als das die dann bis Mittag nichts im Bauch haben . Und die Eltern die Nutella und Leberwurst auf den Tisch stellten , waren ja nun gleich ein Fall für`s Jugendamt.
Manches ging auch aus hygienischer Sicht nicht oder einfach schlecht (Lagerung Wurst ect.pp)!
Ich denke der Mehrwert für die Kinder ist nun wirklich minimal , also wenn Erzieher sich nicht unbedingt die extra Arbeit /Organisation aufhalsen wollen , kann ich das verstehen .Eltern(haha Mütter ) da mit einzubeziehen , ist halt immer so eine Sache

Manchmal backen die Kinder hier noch selbst Brot oder machen Marmelade, das gibt es dann zum Vesper, 1x die Woche ist Obsttag , da bringt jeder mit was er will und es wird dann verbraucht- reicht auch!

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von Häsle am 05.03.2018, 14:31 Uhr

Bei drei Gruppen und einem Essraum wird es zeitlich schon nicht möglich sein, dass jede Gruppe jeden Tag so ein Frühstück veranstaltet. Das dauert ewig.

Man braucht definitiv mehr Betreuer für sowas als für die herkömmliche Brotzeit. Beim warmen Mittagessen sind hier drei Betreuer eingeteilt für die 15 Kinder, deren Eltern sich die 4,50€/Tag leisten wollen/können. Und die sind gut beschäftigt.

Hier gibt es alle paar Monate mal ein gesundes oder ein buntes Frühstuck (letzteres beinhaltet auch "ungesundes" Essen, passend zur Jahreszeit/Saison). Dafür hängt dann eine Liste aus, wo die Eltern sich eintragen können. Das passiert meistens, wenn gerade Praktikanten im Haus sind.

Außerdem steht vor jeder Gruppe ein Korb, in den die Eltern Obst oder Gemüse legen können. Das wird dann täglich von einer Erzieherin und den größeren Kindern aufgeschnitten und zur Brotzeit auf den Tisch gestellt (gegessen wird im Gruppenraum; auch das kalte Mittagessen). In den Korb kann man auch Knäckebrot, Pumpernickel etc. legen und den Erziehern z.B. eine Packung Frischkäse dazu geben. Das wird dann auch von den größeren Kindern verarbeitet.

Besondere Aktionen, wie Brot oder Plätzchen backen, Kresse ansäen, ernten und essen usw. werden von den Eltern angeboten und organisiert.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von niccolleen am 05.03.2018, 15:20 Uhr

Meinst du das ernst??
Also sag mal, ein Kind im Kindergarten erziehen zu lassen, damit es zuhause nicht so bockig ist? Das hab ich ja noch nie gehoert. Freust du dich nicht, wenn du deinem Kind was mitgeben kannst, wenn es bei dir etwas gelernt hat,... muss er denn unbedingt diese bloede Karotte probieren? Ist er denn nicht selbst neugierig, wie die wohl schmeckt, wenn er es bei dir sieht, oder wird er da schon im Vorfeld gemassregelt? Also ich geh mal davon aus, dass dein Text bei mir falsch ruebergekommen ist. Das waere doch zu absurd.

lg
niki

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von kati1976 am 05.03.2018, 16:42 Uhr

Bei uns müssen die Eltern das mit dem essengeld bezahlen.


Die Küche schmiert die Brote für die Kinder und die Kinder können sich dann nehmen was sie wollen.

Mein Sohn Frühstückt aber zu Hause,denn kein Kind muss dort frühstücken.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von Mimi987 am 05.03.2018, 16:58 Uhr

Hey, ich kann mal aus einer Einrichtung berichten, wo das Frühstück zum selbermachen täglich stattfindet und zwar ANSTATT dass die Eltern Essen mitgeben.

Es gibt hier täglich wechselnde Auswahlmöglichkeiten, die Kinder dürfen sich selbst bedienen. Selbstverständlich wird geholfen wo nötig.

Wer von den Eltern dies nicht möchte muss sein Kind satt - also sozusagen abgefrühstückt ;) abgeben. Das Frühstück findet zwischen 8 und 8:45 statt, danach gehts zum Zähneputzen.

Hier sind es eine Gruppe für grosse Kinder mit ca. 20 Kindern , je zwei für kleinere mit je 11 Kindern und 2 Krippengruppen mit je 8 Kindern.

Die Betreuer sind jeweils mind zu zweit in der grossen Gruppe zu dritt (zum Frühstück)

Die Eltern müssen/dürfen hier nicht mithelfen.

Jetzt das aber - hier gibt es zwei Herren, fest beim Träger angestellt, beide gelernte Köche, die das Frühstück herrichten und in der prof. Küche, prof. Lagern und zubereiten. Sie kümmern sich um Frühstück, Mittagessen(warm,bio, abwechslungsreich und saulecker), ggfs. Abendessen und auch jeweils eine Pause vormittags und nachmittags mit Snacks wie Obst und Gemüsesticks etc. Selbstverständlich wird auf Allergien / Unverträglichkeiten Rücksicht genommen.

Das kostet natürlich einen entsprechenden Betrag pro Monat. Wobei ich vorhin irgendwas von 4,50€ fürs Mittagessen gelesen hab... im Vergleich dazu sind unsere 8,50€ umgelegt für alles nicht übermässig teuer.

Wir haben vertraglich nicht die Möglichkeit zu wählen, ob man das Essen möchte oder nicht. Hier geht das nur so.

Ich schätze es sehr, dass die Kinder hier in der Gruppe essen und tatsächlich dadurch auch mehr probieren und auch mögen. Gerade bei den Dingen die hier zu Hause zu kurz kommen wie Fisch, den mein Mann nicht isst oder viele Dinge die Nüsse ua. enthalten, auf die ich allergisch bin.

Das einzige was manchmal ein wenig traurig ist, ist dass meine Kinder desöfteren das Essen aus dem Kiga oft lieber essen als meines zu Hause. Aber ich hab da schon öfter mitprobiert - es ist echt saulecker. Ich würd auch da essen wenn ich könnte :)))

Wenn du noch was wissen willst - gerne per pm

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von JaMe am 05.03.2018, 17:13 Uhr

Vielleicht willst du ihn auch einfach falsch verstehen. Du antwortest nur mit "dein Kind", während es mir um etwas geht, was verschiedene Eltern immer wieder mal an uns Elternvertreter ranbringen. Es geht mir um eine Aktion für ALLE Kinder, bei der ALLE Kinder profitieren, neues kennenlernen (und ja, oftmals zieht es erst, wenn der Freund due verdammte Karotte, Cherrytomate, Paprikastreifen oder Gurkenscheibe als sooo lecker bezeichnet, als wenn Muttern zuhause das gebetsmühlenhaft runterbetet) mal über sich hinauswachsen und sich mal zutrauen, einfach mal ein Brot zu schmieren (was gerade Kiga-Anfänger nicht selbstverständlich können). Was ist daran nicht zu verstehen? Es geht NICHT darum, dass ich vom Kindergarten verlange, dass sie nur meinem Kind gefälligst das Brot schmieren beibringen und einprügeln soll, dass man an einem gelegentlichen Gemüsesnack nicht stirbt. Aber scheinbar ist das ja genau das, was du verstehen willst.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von JaMe am 05.03.2018, 17:19 Uhr

Danke für deine Antwort. Du bestätigst da für mich einen Punkt, der mir bei der ganzen Sache wichtig ist. Nämlich, dass Kinder so (durch den Herdenzwang ;-)) einfach mehr probieren und neugierig auf Sachen werden, die es zuhause aus verschiedenen Gründen entweder nicht gibt, oder die sie standhaft weigern, egal wie oft die Eltern es anbieten, anpreisen, voressen. Das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt FÜR solch ein Frühstück. Danke dafür.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von cube am 05.03.2018, 17:58 Uhr

Hi.
ich finde, du solltest zwischen 2 von dir angesprochenen Punkten unterscheiden.

1. Frühstück zum selber machen ja/nein bzw. wie/ob umsetzbar
2. die "Mißachtung" der Vorschläge aus dem Elternbeirat

1. Bei uns in der Kita ist es seit einigen Monaten so, daß in den Gruppen alle zusammen frühstücken und zwar von den Eltern mitgebrachte Dinge (wird am Wochenanfang mitgeteilt). Dafür bekommen die Kinder keine Brote oa mehr von zu Hause aus mit. Hintergrund auch hier: die Kinder sollen möglichst viele verschieden Dinge kennen lernen. Geschnippelt wird aber fast alles von der Köchin in der Küche.
Und das eben deshalb, weil es sonst viel zu lange dauert. Entweder wären einige bis dahin halb verhungert (die sehr früh gebracht werden) und der Morgenkreis könnte auch so nicht mehr stattfinden, ohne das im Prinzip dann fast der ganze Vormittag schon rum ist.
Den meisten Kindern macht es wohl Spaß, aber grundsätzlich ist es ihnen egal. Gemeinsam gegessen haben sie ja auch vorher schon. Ehrlich, den Kids ist das sowas von wurscht, ob sie ihre Brotdose auspacken oder ob die Erzieherinnen Teller mit allem möglichen auf den Tisch stellen ;-) Wirklich andere Dinge ißt unser Sohn oder seine Freunde seitdem auch nicht. Außerdem bieten wir zu Hause ebenfalls immer wieder alles mögliche an - vermutlich sogar mehr, als der KiGa.
Denn eine Sache ist nach 3 Monaten inzwischen auch aufgefallen: wurde Anfangs noch alles Mögliche "geordert", ist das jetzt eher Standard. Warum? Weil die Kids eben doch nicht plötzlich wie wild Kohlrabi oder veganen Bio-Aufstrich futtern, nur weil es im Kiga statt zu Hause auf dem Tisch steht :-)

2. Wenn ihr das Gefühl habt, ihr werdet mit eurem Anliegen (oder generell?) nicht ernst genommen oder irgendwie immer wieder vertröstet - dann führt mit der Leitung darüber ein Gespräch.

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Hä? Wie? Finanzieren? Helfen?

Antwort von und am 05.03.2018, 18:07 Uhr

1.) Finanziert wird das doch durch die normale Essensgeldpauschale.

2.) Äh, wie sollten Eltern dabei helfen können? Die sind doch in der Arbeit, sonst wäre das Kind ja nicht im Kindergarten.

3.) Aufwendig? Ist das nicht normal, dass die Kinder beim Frühstückmachen miteinbezogen werden? In kenne Waldorfkindergärten, in denen sogar 1x pro Woche die Brötchen selber gebacken werden, die Kleinen dürfen natürlich mitkneten. Was soll daran aufwendiger sein als an anderen Beschäftigungsmethoden, bei denen Erzieherinnen die Kinder anleiten?

4.) Was lernen sie durch das Tisch decken, Brot schmieren und Brötchen backen? Sie lernen genau das - Tisch decken, Brot schmieren und Brötchen backen.

Irgendwie finde ich die Fragen total sinnlos oder ich habe sie grundlegend nicht verstanden.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von niccolleen am 05.03.2018, 18:24 Uhr

Ok, ich versteh jetzt, was du meinst.
Ja es ist auf jeden Fall eine gute Idee, aber wenn die das nicht umsetzen wollen, dann finde ich das jetzt auch nicht so schlimm. Aber du hast recht, es sind genau diese Dinge, die Kinder im Kindergarten lernen sollten, nicht lesen und schreiben und was weiss ich was fuer Vorschularbeit.

lg
niki

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Re: Nachtrag/Konzept schriftlich

Antwort von cube am 05.03.2018, 18:35 Uhr

Mir ist noch etwas eingefallen: ich weiß jetzt nicht so genau, wie oder wann ihr dieses Thema angesprochen habt. Aber ich empfehle euch, das ganze schriftlich auszuformulieren und einzureichen. Die wenigsten Erzieherinnen oder Leitungen haben für solche eher etwas längerbzu besprechenden Dinge keinOhr/Zeit zwischen Tür und Angel.
Macht es schriftlich, so daß es beim nächsten Teammeeting besprochen werden kann bzw. Die Leit7ng es sich in Ruhe durchlesen kann. Falls ihrvdas nicht eh schon getan habt.

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Re: @und

Antwort von cube am 05.03.2018, 18:41 Uhr

Nicht in jedem KiGa ist im Essensgeld auch Frühstück mit drin. Indem meisten KiGas wird das nämlich von den Eltern mitgegeben. Ergo die Frage ob Geldbetrag oder Mitbringen.
In vielen KiGas helfen Eltern mit (nicht nur In Elterninitiativen). Natürlich könnten bei Zeitmangel als Ablehnungsgrund Eltern helfen. Zb die, die gerade in der nächsten Elternzeit sind und g3ne ne halbe Std. erübrigen würden.
Waldorf ist ein ganz anderes, ideologisches Konzepz. Das kann man nicht mit anderen Formen vergleichen.
Dinge wie Tisch decken etc sollten Kiner nach Möglichkeit doch wohl auch zu Hause lernen und nicht dafür auf den KiGa angewiesen sein.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von Häsle am 05.03.2018, 18:42 Uhr

Dafür würde es aber reichen, wenn man es so macht wie bei uns im Kindergarten. Man könnte sich ja immer andere Kinder zum Schneiden und Schmieren an den Tisch holen.
Und wer kein Obst/Gemüse/abgepacktes Brot etc. beisteuern will/kann, der muss nicht.
Keine Mehrkosten für Personal oder Verpflegung.
Die Kinder essen gemeinsam vom bunten Teller. Und die Brotzeit wird bei meinen Kindern eh immer reihum getauscht...

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von Yuccapalme am 05.03.2018, 19:09 Uhr

Hallo,

hier gab es ein solches Frühstück einmal die Woche. Anfänglich war das so, das am Donnerstag die Sachen bekannt gegeben wurden, die Freitag mitgebracht werden sollten, das fand ich sehr unpassend, denn es gibt keinen Supermarkt vor Ort, zu dem man mal eben hin kann. Mit mehr Vorlauf funktionierte das ganz gut.
Aber eben nur einmal die Woche.
Finanziert wurde es, das alle Eltern etwas gekauft haben. Essensgeld gab es nicht, die Kiga hatte nur bis mittags auf.
Und ich hätte NICHT mithelfen können und wollen, entweder waren wir beide arbeiten oder das kleine Geschwisterchen eben sehr klein. Mit einem Baby wäre ich nicht über längere Zeit in einen Kiga gegangen.
Von der Organisation muss das also mit in Erzieherinnen geleistet werden. Aber dann als Idee nur einmal die Woche zum Beispiel Freitags und Montags schon den Einkaufsplan zum Eintragen bekannt geben.

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Re: Frühstück im Kindergarten/gibt es bei uns einmal im Monat

Antwort von HSVMarie am 05.03.2018, 20:21 Uhr

Von den Eltern werden pro Kind 12 € eingesammelt (1 € pro Monat) Einen Tag vor dem "gemeinsamen Frühstück" besprechen die Kinder mit den Erziehern, was gekauft werden soll und dann geht ein Erzieher mit einem Teil der Kinder einkaufen. Am nächsten Tag morgens waschen die Kinder das Obst und Gemüse, ein Erzieher sitzt mit einem Teil der Kinder zusammen und schneidet was geschnitten werden muss und gegen 8:15 Uhr fangen die anderen Kinder an, den Tisch zu decken.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von Birgit 2 am 05.03.2018, 20:38 Uhr

Ich bin Erzieherin im Kindergarten und wir bieten ein gemeinsames Frühstück einmal im Monat an. Dazu hängen wir vorher eine Liste aus, wir geben die Sachen zum Mitbringen vor, die Eltern tragen sich ein - immer die gleichen Eltern, die sich eintragen...

Das Frühstück nimmt dann einen recht großen Zeitraum ein...der Kindergarten hat ab 7 Uhr geöffnet, die Kinder werden zunächst gesammelt und ab 7.45 Uhr ist jede Gruppe geöffnet. Die erste Kollegin in meiner Gruppe fängt um 7.45 Uhr an, die zweite um 8.15 Uhr die dritte um 9 Uhr...

Gegessen wird im Essraum...eine Erzieherin bereitet zusammen mit einigen Kindern schon mal im Gruppenraum was vor, die andere deckt mit einigen Kindern den Tisch...Alles in allem sind wir bis 9 Uhr mit der Vorbereitung beschäftigt und dann kommt die dritte Kollegin und wir essen...das dauert dann bis ca 10 Uhr...die Kinder räumen dann ihr Geschirr weg, zwei Erzieherinnen gehen mit den Kindern raus, eine räumt alles auf...Ca 30 min ist sie damit beschäftigt...

Das Frühstück ist toll, die Kinder und Eltern lieben es, wir finden es auch gut und wichtig aus vielen Gründen. Aber öfter wie einmal im Monat fänden wir tatsächlich zu viel. Zumal wir zum einen nur an drei Tagen die Woche zu dritt sind, sonst zu zweit, wir 27 Kinder in der Gruppe haben und Schwerpunkt unserer Einrichtung Bewegung und Musik ist.

Montags und Mittwochs sind somit morgens einige Kinder mitten im Morgen beim Musikschulangebot, Dienstags einige beim Reiten oder beim Turnen in der Sporthalle, freitags beim psychomotorischen Turnen...

Auch in der Gruppe finden situationsorientiert Angebote statt, so dass kaum Platz bleibt, um mehrmals die Woche zu frühstücken...wir frühstücken aufgrund der vielen externen Angebote donnerstags einmal im Monat, da es der einzige Wochentag ist, wo keine Angebote derart stattfinden...

Wenn man das Frühstück vom Elternrat organisieren würde, würde es vielleicht öfter möglich sein, allerdings sind hier die meisten Eltern berufstätig und können das dann verständlicherweise nicht leisten...

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von Birgit 2 am 05.03.2018, 20:48 Uhr

Jeden Tag steht allerdings immer geschnittenes Obst und Gemüse auf dem Frühstückstisch. Dazu hängt in der Garderobe ein Korb, in dem die Eltern was reinlegen sollen. Das klappt recht gut...eine Erzieherin schneidet das Obst und Gemüse jeden Morgen mit einigen Kindern klein...
Kommt gut an und die Kinder greifen zu ihrem eigenen Frühstück gerne zu...

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Re: Hä? Wie? Finanzieren? Helfen?

Antwort von JaMe am 05.03.2018, 20:52 Uhr

Ich glaube, du hast das Problem, dass du das System von eurem Kindergarten allgemeingültig auf alle Kindergärten in Deutschland überträgst. Bei uns läuft es eben nicht genau so, wie du in deinen Antworten andeutest.

1. Essenspauschale bezahlen nur die Eltern, deren Kinder auch zum Mittagessen angemeldet sind. Das sind bei uns ganz knapp über ein Drittel der Kinder. Alle anderen bezahlen einfach nur die normalen Gebühren.

2. Unser Kindergarten ist tatsächlich eine Einrichtung in denen es um die Kinder geht und kein Babysitterdienst arbeitender Eltern. Hier gibt es viele Kinder deren Mütter zuhause sind. Entweder weil sie mit einem Geschwisterkind in Elternzeit sind oder weil sie such ganz bewusst dafür entschieden haben, Hausfrau zu sein. Das hat mit den Kindern aber nichts zu tun. Denen dann den Kindergartenbesuch und alle damit verbundenen sozialen, emotionalen und pädagogischen Förderungen zu verwehren wäre reichlich diskriminierend. Die Eltern DIESER Kinder (hauptsächlich Mütter, aber auch ein paar Väter) hätten tatsächlich Zeit, im Fall der Fälle die Erzieher bei solch einem Frühstück zu unterstützen, wenn man es sonst nicht umsetzen könnte.

3. Die Sache bei uns ist ja im Moment, dass gar kein Frühstück gemacht wird. Die Kinder nehmen lediglich ihren Rucksack mit in die Küche, holen ihre Brotdose raus, essen (oder ignorieren) was drin ist, stecken sie wieder in den Rucksack und das wäre. Nicht sonderlich aufwendig für die Erzieherinnen. Meine Frage ist jetzt, wie aufwendig es ist, den Tisch im Kindergarten wie für ein Frühstück zuhause zu decken, wo sich jeder erst was machen muss, wo aber dann alle das gleiche Angebot haben und auch mal was neues kennenlernen. Ist das wirklich so aufwendig, dass es nicht in den Kindergartenalltag mit eingebunden werden kann? Nichtmal für einen Tag pro Woche? Ich bin keine Erzieherin und kenne mich mit einem Vormittag im Kindergarten nicht aus. Deshalb frage ich. Kann ja wirklich sein, dass sowas einfach so aufwendig ist, dass deshalb andere wichtige Dinge im nachhinein zu kurz kommen. Ich möchte es einfach verstehen. Nichts mehr und nichts weniger.

4. Ich finde, Kinder würden mehr als das lernen. Gemeinsam etwas für andere erledigen, wenn man gerade Küchendienst hat, sich untereinander absprechen, wer Teller, Becher, Messer aufdeckt und wer für Wurst, Käse, etc zuständig ist. Wer darf Gemüse schnippel? Warum ist ein Schnippelmesser dazu besser geeignet als ein Schmiermesser? "Was genau sind denn das eigentlich für Dinger? Ach, Oliven? Und die gibt's in grün und in schwarz? Wo kommen die denn her? Spanien oder Griechenland? Wo ist das denn? Kannst du mir das nachher mal auf dem Globus im Gruppenraum zeigen, Hildegard?" Solche Gespräche können doch geführt werden während des eindeckens. Auch solche, dass Roggenbröchen gesünder sind als weiße Brötchen und dass man davon viel fitter wird, weil da wertvollere Inhaltsstoffe drin sind. Infos zu gesunder Ernährung können so ganz nebenbei den Kindern näher gebracht werden. Man kann so zusammen soviel mehr lernen, als stupides Tisch decken.

Ich finde meine Fragen also ganz und gar nicht sinnlos, denn die sind nunmal aufgetreten bei dem "Konflikt" zwischen Eltern, die seit längerer Zeit gerne etwas wollen und dem Kindergartenteam, dass immer irgendwie vertröstet. Würde wenigstens mal ein klipp und klares "Nein, machen wir nicht. Passt nicht in unseren Zeitplan." kommen, wäre das ja zumindest mal eine klare Antwort. Würde die entsprechenden Eltern enttäuschen, aber auch nicht so sehr verärgern, dass sie auf die Barrikaden gehen würden. Man würde eben damit leben, dass es dann halt so ist. Aber im Moment ist es immer so ein blödes Bertrösten auf irgendwann später mal. Als Elternvertreter stehst du dann immer zwischen Tür und Rahmen und weißt nicht so recht, was genau du jetzt tun sollst. Deshalb suche ich hier nach Antworten, Ratschlägen und Argumenten, wie man Elternwunsch und Kindergartenalltag miteinander und Einklang bringen kann. Und das gelingt mir halt nur, wenn ich Antworten auf eben diese gestellten Fragen bekomme.

Vielleicht verstehst du meine Beweggründe jetzt etwas besser.

Lg JaMe

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Re: Nachtrag/Konzept schriftlich

Antwort von JaMe am 05.03.2018, 21:01 Uhr

Wir würden es jetzt bei der Elternbeiratssitzung übermorgen ansprechen,wo die Leiterin ja auch mit dabei ist. Grundsätzlich ist das Verhältnis zwischen Eltern und Erziehern bei uns echt gut und man kann auch über vieles sprechen. Sowohl direkt als auch über uns Elternvertreter. Auf viele Elternwünsche wird eingegangen, auch wenn es dann oft eine Kompromisslösung wird, weil es 1:1 dann doch nicht so geht, weil es sonst mit dem Ablauf während der Betreuungszeit kollidiert oder ähnliches. Nur diese Frühstückssache ist irgendwie so eine Sache, die immer wieder mit irgendwelchen (bisher ja auch nachvollziehbaren) Argumenten verschoben wird. Und das ist irgendwie schade, finde ich.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von JaMe am 05.03.2018, 21:07 Uhr

Danke für die vielen Antworten, Anregungen und Beispiele, wie es anderswo gehandhabt wird. Mir hat das schonmal ein gutes Stück weitergeholfen, um ein paar Argumente und Vorschläge für Kompromisslösungen auf den Tisch legen zu können.

Lg JaMe

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von lilke am 05.03.2018, 21:18 Uhr

Also meine Erfahrung ist, dass meine Söhne (3 und 1) in der KiTa alles essen, alles probieren und daheim dann genau diese Sachen trotzdem nicht essen wollen. Außerdem gibt es immer wieder Phasen wo DAS jetzt gerade total gewollt ist, egal ob ich das verstehe oder nicht. z.B. essen beide gerade jeden Abend zusammen ein halbes Glas saure Gurken leer. Vor drei Monaten hätten sie die nie im Leben auch nur angesehen. Dann (daheim wohlgemerkt) einmal probiert und zack, erledigt. Dafür essen beide keine Tomaten mehr, die letztes Jahr noch total in waren...

Das sind Phasen und die Kinder noch so klein... selbst wenn sie im KiGa was probieren, heißt das nicht, dass sie es dann deshalb Daheim essen.

Oder sie probieren es trotzdem nicht. Mein Sohn saß ein dreiviertel Jahr zum Frühstück neben einem Jungen, der jeden Morgen Käse aufs Brot hatte, weil er Käse liebt. deshalb kostet meiner trotzdem keinen Käse mehr - obwohl er selbst vor 1,5 Jahren nur Käse aufs Brot gegessen hatte.

Die Idee ist nett, aber es wird nicht funktionieren - ist jedenfalls meine Erfahrung.

LG
Lilly

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von faenny am 05.03.2018, 22:42 Uhr

Ohne alles gelesen zu haben
Bei uns- kleiner, eingruppiger Kindergarten, Elterninitiative- gibt es einmal die Woche Müsli Tag, ansonsten "normal" Vesper von Zuhause plus Obst und Gemüse Teller der rumgereicht wird.
Für Obst und Gemüse und die sonstigen Zutaten fürs Müsli sind wir Eltern zuständig, wöchentlich in Wechsel. Etwa 2 Mal im Jahr ist man an der Reihe.
"Die Arbeit" im kiga übernehmen die Erzieherinnen. Mindestens am Müslitag schnippeln auch die Kinder mit.
Finde es so ganz gut- mehr müsste nicht sein. Denn der Einkauf hat schon Konfliktpotential, manche haben einfach immer Angst, dass sie mehr als andere kaufen müssen. Und am Müslitag ist tatsächlich auch weniger Zeit für andere Dinge, weil es Zeit braucht und die Zeit auch genommen wird. An einem Tag in der Woche OK, aber jeden Tag fände ich es schade, um andere Dinge, die dann nicht mehr so möglich wären.
Vielleicht hättet ihr mehr"Erfolg" mit euren Anliegen, wenn ihr es als Projekt vorschlagt. Z. B. Einmal monatlich oder zu bestimmten Anlässen (da gibt es hier auch oft ein Buffet zum Frühstück)

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von FinjasMum2013 am 05.03.2018, 23:28 Uhr

Wir haben auch eine Elterninitiative. Es gibt bei uns "jeden" Tag ein von der Kita gestelltes gemeinsames Frühstück.
Gefrühstückt kann je nach Bedarf bis ca. 9 Uhr werden, bevor es meist nach draußen geht oder ein gemeinsamer Sitzkreis stattfindet. An den Tisch passen immer bis zu 6 oder 8 Kinder.
Das Essen wird reihum von den Eltern eingekauft, d.h. nur alle paar Monate bzw alle 22 Wochen, bei 22 Kindern.
Wir bekommen immer von den Erziehern eine Liste was eingekauft werden soll. Kosten dafür sind immer 7€ pro Monat. Jedes Kind wäscht seinen Teller und Besteck nach dem Frühstück selbst ab, bevor es dann am Ende in die Spülmaschine in der Küche kommt.

Das einige Kinder Extrawürste fahren und nicht am gemeinsamen Frühstück teilnehmen würde es bei uns nicht geben. Es gibt auch immer wieder Eltern die wissen wollen ob "ihr" Kind genug gegessen hat.
Also wird sogar eine Liste darüber geführt, wer schon gegessen hat oder nicht.
Als meine Tochter mal eine Phase hatte wo sie zu wenig essen wollte, hab ich das auch schonmal gefragt. Obwohl ich sonst keine Kontrolliermutti bin.

Finde alles hat Vor- und nachteile.
Vorteil 1: man muss keine Stullen schmieren und befürchten das das Kind sie zu langweilig findet und wieder mit nachhause bringt. 2. mehr Abwechslung als was man selbst als Eltern mitgeben kann.
Nachteil: man muss ganz schön viel einkaufen, bis zu 3 Tüten/Taschen voll, dazu braucht man schon ein Auto um es anzukarren. (Aber es ist ja nur alle 22 Wochen.)

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Ich wäre bei uns dagegen.

Antwort von emilie.d. am 06.03.2018, 6:37 Uhr

Wir haben keine Küchenhilfe o.ä. (Waldkindergarten), d.h. entweder müssten die Erzieher die zusätzlich Arbeit leisten oder die Eltern.

Ich bin so mit Arbeit, Kindern, Verwandschaft etc. schon voll am Limit. Da bräuchte ich nicht noch ein to do.

Bei den Erziehern wäre es mir lieber, dass sie ihr Know How anders einsetzen als zum Brötchenschmieren. Das ist ein Grund, warum wir Eltern Putzdienst übernommen haben. Das schafft Zeit, in der Erzieher Projekte planen, Montessouri Material basteln können.

Es macht aber vielleicht auch einen Unterschied, welches Klientel man hat. Bei uns ist sowieso Süßkram wie Fruchtzwerge, Marmelade, süße Schorlen verboten. Die Kinder kommen durchweg aus Familien, die es selbst auf die Reihe bringen, ihren Kindern gesunde Ernährung und normales Essverhalten beizubringen.

Mein Bruder war an Grundschulen in Brennpunkten und der hat private Zeit und Geld investiert, Frühstück anzubieten bzw. eben mirgens zu schmieren und zu schnippeln. Ganz einfach, weil die betroffenen Würmchen sonst kein Essen bekommen hätten oder nur irgendeinen fertiggekauften Schrott.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von Ally79 am 06.03.2018, 13:51 Uhr

Interessant finde ich ja, dass du aus allen Beiträgen nur das rausfilterst, was dir nützlich ist. Jede durchaus ernstzunehmende Problematik zu dem Thema wird ignoriert. Ich fände es durchaus besser und effektiver die Pro und!!! Kontras wahrzunehmen und zu bedenken. Nur mal so als Tipp.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von Philo am 06.03.2018, 13:52 Uhr

Hallo,
ich gebe meinen Kindern ihr Frühstück gerne selber mit, da ich dann weiß, was und wie viel sie essen.
In einem KiGa habe ich erlebt, dass das billigste Brot, die billigste Wurst etc. eingekauft wurde. Ich möchte gerne entscheiden, ob ich die BIO-Gurke, das selbstgemachte Brot, die Wurst vom Metzger etc. hole oder - weil einige Eltern nicht so viel bezahlen können oder wollen - auf billigste Lebensmittel zurückgegriffen wird / werden muss.
Meine Große ist zudem aufgrund Medikamentennebenwirkungen übergewichtig - somit achte ich auf eine kalorienarme Ernährung, zur Brotzeit gibt's hauptsächlich Rohkost und nur eine halbe Schnitte Brot. Würde sie sich Brot selber schmieren, würde sie viel mehr essen, was bei uns kontraindiziert wäre.
Als Erzieherin frage ich mich, warum der Kindergarten das Brot-Schmieren - Lernen übernehmen MUSS? Eltern essen i.d.R. morgens und abends und am Wochenende noch mittags mit ihren Kindern. Da ist Zeit und Raum fürs Erlernen von Tischsitten. Auch sind im Kindergarten von (bei i.d.R. üblichem Personalmangel) einer Erzieherin 25 Kinder zu beaufsichtigen. Der eine nimmt sich alle Würstel, der nächste schüttet die Milchkanne um, der nächste muss grad jetzt auf Toilette und 5 Kinder müssen beim Brot-Schmieren unterstützt werden.
Elternhilfe ist nett gemeint, aber aufgrund der Hygienestandards (sie brauchen das große Gesundheitszeugnis) nicht so einfach umzusetzen.
Und - es wird täglich viel weggeworfen, da morgens nicht abzusehen ist, wie viel die Kinder heute essen. Und Essen, das die Küche verlassen hat, darf nicht am nächsten Tag ausgegeben werden.
Ja, dann kommt noch dazu, dass es "Spezialisten" gibt, die quer über's Buffet niesen. Und ja, das kommt öfter vor, als man denkt.
Ich bin Erzieherin (und Mama) und meine Aufgabe im KiGa ist nicht nur, den Kindern den Umgang mit Messer und Gabel zu lernen. Muss ich aber jeden Tag die Brotzeit vorbereiten, habe ich keine Zeit, anderes (vielfältiges!!) zu tun. Die Möglichkeit zu probieren besteht auch beim Mittagessen (i.d.R. gibt's täglich Obst und Gemüse / Rohkost) oder bei der Vielfalt zu Hause. Kinder, die partout keine Gurken essen, werden sie auch nicht in der Gruppe essen - und die Gefahr ist groß, dass ein "Anführer" ruft: Bäh, heut gibt's Ekliges. Und dann essen auch die Kinder nicht mehr, die das bisher gut und gern gegessen haben.
Bei uns im KiGa werden einmal im Quartal gemeinsame Brotzeiten veranstaltet, jeweils zu Festen und Feiern (Erntedank, Nikolaus, Fasching, Ostern) und ich finde, das reicht. Die Gründe stehen oben.
LG, Philo

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von FinjasMum2013 am 06.03.2018, 18:30 Uhr

Ich versteh irgendwie nicht wie man dagegen sein kann nur weil es mehr Aufwand bedeutet. Wir haben als Eltern gar nichts damit zu tun außer die gelegentlichen Einkäufe, ca 2x im Kitajahr.
Es ist eher weniger Aufwand,weil man dem Kind nicht extra ein Frühstück zubereiten muss. Ob es das dann isst steht auf einem anderen Blatt.

Wenn bei uns die Kita zu hat und mein Mann u ich arbeiten müssen, muss meine Tochter immer in eine andere Kita gehen, wo das Frühstück mitgebracht werden muss. Da war mir die Version in unserer Kita immer lieber und freu mich wenn es wieder anders läuft.
Darum das mein Kind lernt ein Brot zu schmieren geht es mir da weniger, das kann ich ihr auch selbst beibringen.
Das man sowas nicht in einem Waldkindergarten machen kann ist mir allerdings auch klar.

Achso, darauf das billigste zu kaufen sind wir Eltern auch nicht angewiesen, da das Geld von der Kita zugeteilt wird. Wir bekommen eine genaue Liste und ausreichend Geld dafür mitgegeben. Wenn man doch mehr ausgeben muss, kriegt man das zusätzliche Geld auch sofort wieder.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von Himbeere90 am 06.03.2018, 19:20 Uhr

Hier gibt es ein mal im Monat ein "gesundes Frühstück". Da essen alle Kinder zusammen im Flur, der ist eckig zwischen den Gruppen.
Wie zahlen dafür 2€ pro viertel Jahr.

Ich finde das gut so! Möchte gerne bestimmen was mein Kind isst (Vollkornbrot und Obst und Gemüse) und wenn ich so sehe, was andere Kinder dabei haben oder, dass der Kindergarten sich zwar gesundes Essen auf die Fahnen schreibt, das Mittagessen aber nicht sehr wertvoll ist, ist mir das am liebsten so.

Zusätzlich bringt jede Woche eine andere Familie Obst und Gemüse mit in die Gruppe. Das ist 3mal im Jahr. Finde ich bezahlbar und gut. Es sind auch zb nur ein Sack Äpfel und 4 Paprika.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von Himbeere90 am 06.03.2018, 19:27 Uhr

Stimme philo zu! Besonders in dem Punkt, dass man selber bestimmt was und wie viel gegessen wird. Da ist eben jedem etwas anderes wichtig.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von VerenaSch am 06.03.2018, 19:40 Uhr

Bei uns gibt es täglich frisches Obst für alle Kinder. Das bringen die Eltern abwechselnd mit und die Erzieherinnen bereiten es vor. In unregelmäßigen Abständen (vor Feiertagen oder auch mal so) gibt es Frühstück für alle zum selber schmieren/belegen. Das kostet dann 1,00 Euro pro Frühstück. Ab und zu gibt es auch Frühstück, für das sollen die Eltern was mitbringen. Finde ich meist aber sehr ungleich verteilt. Die einen bringen Billige Marmelade oder so mit und andere sollen frische Waffeln backen. Wer zumetzt kommt hat die A***karte.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von FinjasMum2013 am 06.03.2018, 22:01 Uhr

Da hab ich aber anderes gehört. Nämlich das die Kinder die volle Brotdose wieder mitnachhause bringen. Wenn genug Auswahl da ist, kann das Kind ja selbst wählen was und wieviel es essen möchte, dann sollte auch für alle irgendws dabei sein was es mag.
Außerdem könnt ich mir vorstellen das nicht alle Kinder ähnlich gutes Essen mitbringen und evtl Eifersucht entsteht.
Kenne auch genug Elten die Ideen suchen was sie ihren Kindern mitgeben sollen, damit es das auch isst.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von lilke am 06.03.2018, 22:42 Uhr

Meine Kinder bekommen taglich ihre Botdose und es kommt fast nie überhaupt was zurück. Und selbst wenn die mal voll zurück kommt, dann WEISS ich eben, dass sie das nicht gegessen haben. Und darum geht es ja auch.

Im übrigen darf mein älterer Sohn seine Brotzeit früh selbst auswählen, ich mache sie dann lediglich aus Zeitgründen für ihn fertig.

Ich weiß aber auch, dass es Sachen gibt, die essen sie jeweils nicht zur Brotzeit am Morgen. Mein Kleiner will zB keine Weintrauben, die kommen immer zurück (obwohl er sie daheim isst) und der Große kann sich den ganzen Tag mit Banane vollstopfen, in der Brotzeit kommt sie aber immer zurück, wenn er sie nicht ausdrücklich drinnen wollte (deshalb sucht er inzwischen selbst aus, was drinnen ist).

Mir ist aber wichtig, dass beide genug Obst und/oder Gemüse in der Brotzeit haben, das sie essen. Stellt die KiTa, ist die Auswahl nicht so groß, dann gibt es eben ein Obst für alle an dem Tag, vielleicht noch ein zweites. Haben die Kinder auf das beides keine Lust, essen sie es nicht. Auf einzelne Spezialitäten der Kinder kann null eingegangen werden.

Ich bin da auch ganz bei Philo.

Und die 10 Minuten um die Brotzeit für beide fertig zu machen nehme ich mir halt Zeit für meine Kinder.

LG Lilly

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von Tiffy_78 am 06.03.2018, 23:55 Uhr

Ich verstehe gerade beim Frühstück nicht, wieso man da eine große Küche braucht, außer den Kühlschranbei uns sitzt jede Gruppe in ihrem Gruppenraum.

Das Frühstück wird reihum von den Eltern eingekauft. Vor Ort macht die Erzieherin alles. Montags wird alles abgegeben, die Erzieherin zieht die Sachen für den Tag aus dem Kühlschrank. Klar hat sie Aufwand, aber sie beschäftigt sich ja gleichzeitig mit den Kindern. Ich denke die Kinder decken zusammen den Tisch.
Zu den Fragen
1) es finanziert immer der, der gerade dran ist
2) nein, beim Tisch Decken wird nicht durch Eltern geholfen
3) man ist reihum dran. Die Eltern organisieren lediglich, wenn mal jemand ausfällt.
Die Erzieherin gibt grob vor, was benötigt wird, man selbst hat dann noch etwas Spielraum "2-3 Sorten Obst" etc steht dann auf der Einkaufsliste. Einkauf kann man ja gut mit dem Familieneinkauf erledigen.
4. Genau. Sie probieren mehr in der Gruppe. Es gibt keinen Neid oder Streit, weil Kinder unterschiedliche Sachen von zu Hause mitbekommen, es ist mehr Gemeinschaft. Ich glaube, sie decken den Tisch auch zusammen.
Bei uns ist es eine Krippe, dh es sind weniger Kinder dabei, die tatsächlich etwas selbst fertig machen können, aber zum Ausgleich sind ja weniger Kinder auf einen Erzieher.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von Tiffy_78 am 07.03.2018, 0:20 Uhr

Dem stimme ich zu.
Und: leere Brotdose heisst nicht, dass das Kind es gegessen hat. Das kann ein Kind auch locker verschenken, das erfährt man nie.

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Aber es ist doch klar, dass eine Erzieherin, die Frühstück macht, da gebunden ist.

Antwort von emilie.d. am 07.03.2018, 6:04 Uhr

Nochmal ein Nachtrag von mir dazu, wenn der Personalschlüssel entsprechend ist bzw. man extra Kückenkräfte hat, ist alles Paletti.

Aber z.B. bei uns, wir haben auf ca. 22 Kinder 3 Erzieherinnen plus zur Zeit Praktikantin.
Insbesondere wenn Kinder neu sind, binden die morgens eine Erzieherin komplett. Mein Sohn hat als 3-jähriger über Monate immer wieder 30-45 min gebraucht, bis er sich ohne Tränen von meinem Mann durch seine Bezugserzieherin ablösen ließ. Es gab und gibt immer wieder Kleine, gerade die erst 2,5 jährigen, die in der ersten Zeit nur bei ihrer 'Ersqtzmama' sind und sich keinen cm von deren Schoß wegbewegen. Da kann man nebenher vorlesen, aber ganz sicher kein Frühstück zubereiten.

Deshalb, mir ist es bei unserem Personalschlüssel lieber, die Erzieherinnen haben morgens die Zeit Angebote zu machen wie Wasserfarbenmalen, Wald schmücken, Bücher lesen, Gemüse pflegen, sich um Kleine zu kümmern als Frühstück vorzubereiten.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von lilke am 07.03.2018, 9:09 Uhr

Doch, indem man mit den Erziehern redet und sie einfach mal fragt, wie denn das Kind beim Frühstück ist und isst.

Bei uns dürfen die Kinder z.B. auch nicht tauschen, das wird von Anfang an unterbunden und dann kommt es irgendwann auch gar nicht mehr groß auf. Klar, Kleinigkeiten wechseln sicher mal den Besitzer, das kann man nie ausschließen, aber nicht im großen Rahmen.

LG
Lilly

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von JaMe am 07.03.2018, 13:02 Uhr

Keine Sorge. Auch die Contras habe ich wahrgenommen. Ich habe nur nicht auf alle Beiträge einzeln geantwortet, sondern eine allgemeine Danke - Nachricht geschrieben. Mir ist inzwischen klar, dass meine Wunschvorstellung, die sich auch mit denen einiger Eltern deckt, nicht so leicht möglich ist. Aber ich habe viele Kompromissmöglichkeiten gelesen und mir auf meinen Notizzettel für heute Abend notiert.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von JaMe am 07.03.2018, 13:23 Uhr

@emilie.d.: Dass eine Erzieherin fest gebunden ist, sehe ich tatsächlich auch als schwierig zu regelnden Punkt. Das wurde ja von unserer Leiterin auch schon erwähnt. Deshalb ja auch meine Frage, ob Eltern mithelfen würden. Dass da gewisse Hygienestandards eingehalten werden müssen ist klar. Aber es gibt auch Eltern, die ein Gesundheitszeugnis besitzen. Ich bin so ein Beispiel. Und auch, dass selbstverständlich keine arbeitenden Eltern helfen können. Aber wir sind nur ein Halbtagskindergarten und wenn wegen irgendwas um Elternhilfe gebeten wird, melden sich hier immer genug. Ich denke, da würde es dann nicht dran haken. Eine Mutter zusammen mit einem Praktikanten zum vorher vorbereiten, damit die Erzieherinnen in den Gruppen bleiben könnten und dann nur wie jetzt auch während des eigentlichen Frühstücks dabei sein.

Das könnte man den Eltern ja dann als Kompromisslösung vorschlagen. Frühstück geht nur, wenn sich immer eine Mutter als Helferin findet. Dazu könnte man Listen aushängen. Wird hier ja immer für alles mögliche gemacht und funktioniert gut.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von bellis123 am 07.03.2018, 17:08 Uhr

Bei uns in der Krippe bekommen die Kinder normalerweise eine Brotdose fürs Frühstück mit. Aber immer donnerstags ist Gruppenfrühstück. Auch wenn dies für Eltern und Erzieherinnen etwas aufwendiger ist, finden es alle toll und eine große Bereicherung. Die Eltern wechseln sich immer ab, sodass man bei 10 Kindern pro Gruppe alle 10 Wochen dran ist Frühstück mitzubringen. Also für 10 Kinder Brötchen oder Brot, Butter, Marmelade, Käse, Wurst, schon aufgeschnittenes Obst und Gemüse, wer mag noch gekochte Eier, saure Gurken, Quark/Joghurt,... Wenn man dran ist muss man halt alles soweit vorbereitet spätestens 8:15 in der Kita abgeben (8:30 ist Frühstück). Die Erzieherinnen arragieren dann die Käse-/Wurst und Obstplatte schön, die Kinder die schon da sind helfen beim Tisch decken.

Vorteil ist, die Kinder lernen auch etwas anderes kennen als zuhause, es ist eine schöne Abwechslung zur Brotdose, die Kinder lernen mithilfe der Erzieherinnen sich selbst auszuwählen und zu schmieren. Es ist für alle ein schönes Gemeinschaftserlebnis.

Nachteil ist höchstens dass alle Eltern mitziehen müssen, war bei uns in der Krippe aber nie ein Problem. Das Gruppenfrühstück dauert natürlich etwas länger, an diesem Tag fällt der Morgenkreis aus.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von Johanna3 am 07.03.2018, 18:48 Uhr

Hier ist es im Essensbeitrag inbegriffen. Ich finde es gar nicht so umständlich, wenn der Platz dafür da ist, alles herzurichten. Wichtig finde ich es trotzdem, die Kinder nicht mit zu viel Auswahl zu überfordern und anschließend die Hälfte wegzuschmeißen. Je zwei Sorten Brot, Wurst und Käse. Müsli oder Cornflakes. Dazu dann etwas Obst und Gemüse oder mal ein paar hartgekochte Eier.

Ich finde es gut so, weiß aber, dass die Umsetzung bei einer dünnen Personaldecke trotzdem schwierig sein kann. Eltern helfen hier nicht.

Einen großen Vorteil sehe ich hier gerade in sozialen Brennpunkten. Die Kinder bekommen morgens und mittags solide Mahlzeiten, zu Hause wird dies leider bei längst nicht allen Kindern der Fall sein......leider.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von bellis123 am 07.03.2018, 19:21 Uhr

@JaMe
Ich glaube so viel zeitlicher Aufwand ist das gar nicht. Wie in meinem Beitrag geschrieben ca. 10 Minuten, da die Eltern ja alles schon vorbereiten. Die einzelnen Sachen müssen von den Erzieherinnen oder Praktikanten ja nur auf Platten/Teller ausgebreitet werden bzw. manche Eltern machen das auch schon selbst zu hause und liefern die fertigen Platten an. Obst und Gemüse schneiden machen auch schon die Eltern. Tisch decken machen entweder die Kinder selbst wenn sie schon da sind (da sind sie auch gleich abgelenkt/eingebunden) oder die Erzieherinnen sehr früh wenn noch nicht viele Kinder da sind. Bei uns machten die Erzieherinnen eigentlich nie einen gestressten Eindruck. In 2 Jahren Krippenerfahrung wurde das Gruppenfrühstück nur 2 mal abgesagt bzw. verschoben wegen krankheitsbedingter Personalknappheit.

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Hast pn

Antwort von MissMarpel am 07.03.2018, 21:16 Uhr

....

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Re: Aber es ist doch klar, dass eine Erzieherin, die Frühstück macht, da gebunden ist.

Antwort von FinjasMum2013 am 07.03.2018, 22:38 Uhr

Mein Gott so lange dauert das nun auch wieder nicht.
Das Fühstück zubereiten erfolgt ja meist wenn noch gar nicht soviele Kinder da sind.

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Re: Frühstück im Kindergarten

Antwort von FinjasMum2013 am 07.03.2018, 22:52 Uhr

Also wir haben ja dieses Konzept das reihum einekauft wird und die Kinder frei wählen dürfen was sie essen.
Es gibt immmer einen Müslitag und an den andren Tagen meist 2 Brotsorten, Marmelade, Frischkäse, normalen Käse, normale Wurst und Streichwurst. Außerdem verschiedene Obstsorten. Meist Apfel, Birne, Banane und Weintrauben.

Kenne wirklich niemanden dem das missfällt, die meisten finden es sogar grade gut.
Miitags gibt es frisch gekochtes aus der hauseigenen Küche. Alles tutti!

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Re: Aber es ist doch klar, dass eine Erzieherin, die Frühstück macht, da gebunden ist.

Antwort von Johanna3 am 08.03.2018, 18:24 Uhr

Wenn du dich da mal nicht täuschst. In nicht wenig Einrichtungen stehen die Kinder beim Aufschließen fast vollständig versammelt vor der Tür. Dort wo es nicht so ist, hat oft erstmal eine Erzieherin alleine Frühdienst. Und auch ansonsten meist genug zu tun, da es an Vorbereitungszeit oft derart mangelt, dass ErzieherInnen noch Arbeit mit nach Hause nehmen.

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Re: Aber es ist doch klar, dass eine Erzieherin, die Frühstück macht, da gebunden ist.

Antwort von FinjasMum2013 am 08.03.2018, 18:37 Uhr

Ich denke 10 bis 15 Minuten, hab aber tstsächllch noch keine Klagen gehört.
Unsere Erzieherinnen die als erstes da sind, fangen kurz vor halb 7 damit an und holen dann gegen 7.30 die Kinder aus der "Frühgruppe" ab.
Die meisten Kinder kommen aber später.

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Re: Aber es ist doch klar, dass eine Erzieherin, die Frühstück macht, da gebunden ist.

Antwort von lilke am 08.03.2018, 23:25 Uhr

Wann gibt es bei Euch dann Frühstück? Bei uns gibt es Brotzeit um 8:45/9 Uhr nach dem Morgenkreis. Da würde ich nicht wollen, dass alles seit vor 7 irgendwo offen rumsteht.

LG
Lilly

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Re: Aber es ist doch klar, dass eine Erzieherin, die Frühstück macht, da gebunden ist.

Antwort von Häsle am 09.03.2018, 6:59 Uhr

Bei uns (Kindergarten meines Sohnes) werden die Erzieherinnen ganz knallhart nach Buchungszeit eingeteilt. Ab 7 Uhr gibt es die Frühgruppe, besetzt mit nur einer Erzieherin, da nicht viele Kinder so früh anfangen. Ab 8 Uhr wird der Rest der Erzieherinnen bezahlt, und dann sind alle Gruppen offen und die restlichen Kinder kommen. Bringzeit ist bis 8:30 Uhr.
Den Erzieherinnen mit eigenen Kindern kommt das zeitlich zwar entgegen, aber großartige Vorbereitungen sind morgens nicht möglich.
Besprechungen und Vorbereitungen werden nachmittags erledigt, nach Schließung, bzw. wenn sie Luft haben, weil nur noch wenige Kinder da sind. Der Träger bezahlt nicht gerne für Zeiten, in denen sie nur "rumsitzen" (O-Ton Bürgermeister). Minimalbesetzung, wird nur durch Praktikanten ein wenig verbessert.

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Re: Aber es ist doch klar, dass eine Erzieherin, die Frühstück macht, da gebunden ist.

Antwort von FinjasMum2013 am 10.03.2018, 0:14 Uhr

Wer redet von vor 7?! Bei uns findet das Fühstück von 7.30 - 9 Uhr statt.
Das ist die normale Bringzeit. Darüber ob das Essen zu lange rumdsteht hab ich mir da noch keine Gedanken gemacht.
Aber im Sommer zb geh ich mal davon aus das verderbliches Essen zwischendurch in den Kühlschrank kommt.

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