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Rundum gesund – frisches Obst und Gemüse

Dr. Busse

Obst und Gemüse sind mit ihren vielen, wertvollen Vitaminen, Mineral- und
Pflanzenstoffen wesentliche Bestandteile einer ausgewogenen, gesunden
Ernährung für Kinder - keine Frage.
Doch leider ist es eine Herausforderung für viele Eltern, bei ihren kleinen Obst- und
Gemüsemuffeln mehr Begeisterung für Tomaten, Blumenkohl & Co
zu wecken.

Wir haben Kinderarzt Dr. Andreas Busse gefragt, was er Eltern
dazu raten kann.

Redaktion:

Herr Dr. Busse, wie verbreitet sind die Obst- und Gemüsemuffel unter den Kindern eigentlich?

Dr. Busse:

Es gibt kaum Kinder, die Obst und Gemüse völlig verweigern, wobei Obst aufgrund des süßen, saftigen und frischen Geschmacks in der Regel beliebter ist als ein Tellerchen mit Brokkoli. Die Geschmäcker sind auch bei Kindern unterschiedlich. Die meisten Kids haben bestimmte Vorlieben für das eine oder andere Obst und auch für Gemüsesorten. Das ist völlig normal, wobei sich diese Vorlieben mit der Zeit auch immer wieder ändern.

Redaktion:

Was können denn Eltern tun, um ihre Kleinen so früh wie möglich an Obst und Gemüse heranzuführen?

Dr. Busse:

Kinder sollten so früh wie möglich mit den Erwachsenen am Tisch mitessen und beobachten, wie selbstverständlich auch Obst und Gemüse auf dem Speiseplan der Eltern stehen. Am besten erst gar nicht den Eindruck entstehen lassen, dass Obst und Gemüse etwas Besonderes ist und den Kleinen immer wieder etwas vom eigenen Teller zum Probieren und Entdecken anbieten – spielerisch mit Spaß an der Sache und ohne jeden Zwang.

Redaktion:

Also keinen Druck aufbauen nach dem Motto ... "das wird gegessen"?

Dr. Busse:

Nein, bloß nicht. "Das wird gegessen!" ist out und führt zu dem Gegenteil dessen, was man eigentlich erreichen möchte.

Redaktion:

Worauf sollte man bei der Lagerung von Lebensmitteln achten?

Dr. Busse:

Vor allem im Kühlschrank auf eine frische und saubere Lagerung der eingekauften Ware achten – also bitte auch öfter einmal den Kühlschrank reinigen, z.B. mit einer verdünnten Essiglösung. Die Kühltemperatur sollte unter 7° Grad liegen. Sehr praktisch sind moderne Kühlgeräte mit fortschrittlichen Frischesystemen, bzw. Frischebereichen, in denen sich aufgrund idealer Luftfeuchtigkeit Gemüse und Obst deutlich länger frisch halten lässt. Damit können wichtige Nährstoffe und Vitamine optimal bewahrt werden.

Redaktion:

Müssen sich Eltern Sorgen machen, dass ihren Kindern bestimmte Nährstoffe fehlen, wenn sie zeitweise Gemüse ablehnen?

Dr. Busse:

Sorgen wegen des Essens – ob nach Meinung der Eltern insgesamt zu wenig oder zu einseitig gegessen wird – sind praktisch immer unbegründet. Eltern dürfen dem gesunden Organismus der Kinder viel mehr vertrauen, der sich bei gutem Angebot auf Dauer holt, was er benötigt. Sorgenfalten oder gar ständiges Drängen am Tisch verhindern, dass Kinder Spaß finden an den gemeinsamen Mahlzeiten und sich auch ganz selbstverständlich auf neue Speisen einlassen.

Redaktion:

Gibt es "Tricks", mit denen sich Eltern vielleicht helfen können, wenn sich partout keine Begeisterung einstellen will?

Dr. Busse:

Ja, das beginnt schon beim Einkaufen. Schon Zweijährige können Ihnen sagen, welche Obst- und Gemüsesorten sie besonders mögen und welche gar nicht. Fragt man nach diesen Vorlieben, kann schon das gemeinsame Einkaufen frischer Lebensmittel Spaß machen – ebenso wie das spätere gemeinsame Zubereiten, wobei auch nebenbei der eine oder andere neue "Gemüsewürfel" zwanglos zum Probieren angeboten werden kann. Vielleicht steht dieser ja dann schon auf dem nächsten, gemeinsamen Einkaufszettel.

Redaktion:

Apropos Zubereiten: Wahrscheinlich essen bei den Kindern auch die Augen mit, wie man so schön sagt?

Dr. Busse:

Aber natürlich. Es ist ein Unterschied, ob ein Schälchen mit Obstsalat serviert wird oder vielleicht ein Teller, auf dem mit verschiedenem Obst ein lustiges, lachendes Gesicht gelegt wurde. Hier kann man der Fantasie wirklich freien Lauf lassen und beobachten, was besonders gut ankommt. Ob zwischendurch ein Stück Mandarine oder Apfel auf die Hand, ein kleines Schälchen gequetschte Banane mit etwas Apfelsinensaft zum Löffeln oder ein Tellerchen mit Weintrauben. Essen soll Spaß machen - auch mal mit den Fingern!

Redaktion:

Also auch viel Abwechslung?

Dr. Busse:

Aber ja: Je bunter, desto besser. Ein bunter Gemüseteller mit gelben Paprikastückchen, orangefarbenen Karottensticks und grünen Gurkenscheiben verlockt zum Probieren – gerade dann, wenn die Mami ein kleines Spiel daraus macht.

Redaktion:

Stichwort "untermogeln" ... haben Sie auch dazu einen Tipp?

Dr. Busse:

Versuchen Sie selbstgemachte Smoothies mit Obst und auch Gemüse darin – auch mal solch ein vitaminreiches Gläschen zum Start in den Tag. Der frische Obstgeschmack kann so manches Gemüse überdecken – hier gibt es die raffiniertesten Rezepte. Im Grunde ist es immer eine gute Idee, vor allem Gemüse auch hier und da unterzumogeln. Etwas klein geraspeltes Gemüse findet immer einen Platz – z.B. in Frikadellen oder in leckeren Soßen zu Nudeln. Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Redaktion:

Herr Dr. Busse - vielen Dank für Ihre Tipps!

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