Hochzeit

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Geschrieben von nils am 02.01.2019, 10:44 Uhr

Ich kann dich schon verstehen...

Ich kann dich schon verstehen. Die meisten wünschen sich einen romantischen Heiratsantrag. Und wenn man dann noch dazu den von der Ex gesehen hat, dann wünscht man sich natürlich, dass dieser noch getoppt wird. Ich traue mir mal zu sagen, dass es jedem von uns innerlich so gehen würde.

Was ich aber nicht verstehen kann ist, dass du dann so extrem unglücklich bist und deinem Partner das auch noch auf die Nase bindest. Er war mega nervös und es ist eben mal so gelaufen. Wäre nie auf die Idee gekommen von meinem Mann einen zweiten - besseren Antrag zu verlangen, dabei war dein Antrag ja noch romantisch gegen meinen.

Bei uns lief es so ab (und ja ich war danach auch mega enttäuscht!!!).
Zur Vorgeschichte: Ich habe meinen Mann im Internet kennengelernt, als Mann der über seine Gefühle schreiben konnte und seitenweise E-Mails verfasste - aber so toll und so tiefgreifend, dass man sich einfach in ihn verlieben musste!

Und so nebenbei erzählte er mir dann auch noch, dass er mal für einen Freund einen Heiratsantrag (Brief) schreiben musste, weil sein Freund für das unfähig sei. Und der Frau hätte der so toll gefallen. Das hatte ich einfach alles im Hinterkopf und dachte ich bekomme mal den tollsten Heiratsantrag, den es nur geben kann.

Tja, und wie ist es dann gekommen:
Wir saßen am Spielplatz auf einer Bank (der Kleine schlief im Wagen) und plötzlich drehte er sich zu mir und meinte ob wir nicht heiraten sollen (haben die Wochen vorher schon darüber gesprochen). War mir zuerst gar nicht sicher, ob ich das jetzt als Antrag sehen muss oder ob er das mal nur so laut vor sich her sagt. Er blieb dabei auf der Bank sitzen - also kein Kniefall, kein Ring und keine Blume.
Nach und nach wurde mir wirklich bewusst, dass das der Antrag sei auf den ich eigentlich gewartet hatte.
Und klar sagte ich ja, aber ich war (mit dem Hintergrundwissen, dass er es eigentlich romantischer könnte) total enttäuscht und fragte mich warum ich es nicht wert sei, dass er sich mehr Mühe gab.

Ich ließ es aber dabei und machte ihm keine Vorwürfe. Vielleicht bekam er es im Unterbewusstsein mit, dass ich enttäuscht war. Vielleicht war es auch ein Fehler nie darüber geredet zu haben, weil es mich, wenn ich zurückdenke immer noch wurmt.

Deshalb finde ich es auch gut, dass du mit ihm über das sprechen konntest. Miteinander über alles sprechen zu können ist extrem wichtig in einer Beziehung - wir können es leider nicht (was ich leider auch viel zu spät gemerkt habe)...

Auf jeden Fall sind wir jetzt über 10 Jahre verheiratet.

 
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