Was hilft bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft?

Kopfschmerzen

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Mein erster Tipp ist: Überlegen Sie, wann und wie viel sie zuletzt getrunken haben! Flüssigkeitsmangel fördert Kopfschmerzen, deshalb kann ein großes Glas Wasser schon Linderung bringen.

Auch ein Spaziergang an der frischen Luft ist oft hilfreich. Erfahrungsgemäß gehen die meisten Frauen zu selten ins Freie, um einfach mal durchzuatmen. Abhilfe schafft manchmal auch das Abkühlen der Unterarme: Halten Sie diese einfach mal kurz unter fließendes kühles Wasser.

Falls Sie häufiger Kopfschmerzen haben, kann zum Beispiel Massage helfen. Die wirkt bei vielen werdenden Müttern gegen die Schmerzen. Allerdings finden Sie möglicherweise nicht gleich eine physiotherapeutische Praxis, die auch Schwangere massiert. Manche Physiotherapeuten/innen sind da lieber etwas vorsichtig. Zur Massage empfehle ich übrigens Arnikaöl, denn das erwärmt die Muskeln noch zusätzlich.

Alternativ können Sie Ihre betreuende Hebamme fragen, ob sie Fuß-Reflexzonen-Massage, Akupunktur oder K-Taping anbietet. Diese drei Therapieformen sind bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft oft sehr hilfreich. Wurzeln die Kopfschmerzen in einer Verspannung im Hals-, Nacken- oder Rückenbereich empfehle ich Ihnen, regelmäßig schwimmen zu gehen. Das lockert Rücken, Lendenwirbelbereich und Brustkorb, ein anschließendes warmes Bad entspannt die Muskeln. Tipp: Versuchen Sie, möglichst viel auf dem Rücken zu schwimmen, das ist für den Nackenbereich schonender.

Und jetzt bitte ein Espresso mit Zitrone!

Viele werdende Mütter schwören bei Kopfweh auch auf einen Espresso mit einem kräftigen Schuss Zitrone. Das schmeckt sicherlich nicht so toll, aber es scheint zu helfen. Der Kaffee weitet die Gefäße, so kann das Blut besser fließen. Die Zitrone liefert hoch dosiertes Vitamin C, das dank der erweiterten Gefäße besser vom Körper aufgenommen wird.

Falls die Kopfschmerzen immer wieder auftreten, überlegen Sie mal, was Sie gegessen und getrunken haben. Manchmal sind es bestimmte Lebensmittel, die Kopfschmerzen hervorrufen.

Und was ist mit Schmerztabletten? Präparate mit dem Wirkstoff Paracetamol können Sie auch in der Schwangerschaft nehmen. Aber bitte Vorsicht, zu viel Paracetamol darf es nicht werden! In der Packungsbeilage steht, dass am Tag bis zu sechs Tabletten genommen werden können. Das finde ich bedenklich. Zwei Tabletten täglich sollten ausreichen, wenn es mal nicht ohne Medikament geht. Ist das nicht der Fall, helfen auch die oben beschriebenen Methoden Ihnen nicht oder kommen weitere Beschwerden hinzu, fragen Sie besser Ihren Frauenarzt um Rat.

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