Rauchen: E-Zigarette in der Schwangerschaft?

Rauchen: E-Zigarette in der Schwangerschaft?

© fotolia, memo

Rauchen und Schwangerschaft - das verträgt sich bekannterweise nicht. Denn neben Nikotin enthält Zigarettenrauch viele weitere schädliche Stoffe. Sie können die kindliche Entwicklung ernsthaft beeinträchtigen.

Auch später haben die Kinder häufiger Gesundheitsprobleme. So sind etwa Allergien, Asthma oder Ekzeme bei den Kindern von Raucherinnen häufiger. All das wissen die meisten werdenden Mütter, die vor der Schwangerschaft geraucht haben. Aber was ist mit den modernen E-Zigaretten?

Diese sind noch nicht so lange am Markt, wie herkömmliche Zigaretten. Daher fehlen leider bis jetzt genaue Studien dazu, wie sich die Inhaltsstoffe der E-Zigaretten auf das Baby im Bauch auswirken. Mein Tipp: Genau deswegen ist es sicherer, als Schwangere die Finger davon zu lassen.

Die Liquids: ein Mix, der viele Fragen aufwirft

E-Zigaretten verbrennen keinen Tabak. Stattdessen verdampfen sie verschiedene Flüssigkeiten (Liquids) - mit und ohne Nikotin. Diese Liquids lassen sich auch miteinander mischen, was weitere Unsicherheiten ins Spiel bringt. Außerdem gibt es bislang keine offiziell kontrollierten Richtlinien für die Liquids. All das erschwert es zusätzlich, zu bewerten, welche Inhaltsstoffe wie auf den empfindsamen Organismus des heranwachsenden Kindes wirken.

Ärzte gehen jedoch davon aus: Die vernebelten Duftstoffe könnten Atemwege und Lunge der Rauchenden schädigen - und Entwicklungsstörungen beim Baby hervorrufen. Die Zigaretten enthalten zum Beispiel das Vernebelungsmittel Propylenglycol, weitere Chemikalien sowie Duft- und Aromastoffe. Bislang wurden im Dampf zwar verhältnismäßig wenige krebserregende Stoffe gefunden. Aber Ärzte weisen darauf hin, dass für solche Stoffe nie zu sagen ist, welche Dosis "harmlos" ist.

Nichtrauchen - die beste Lösung

Es ist daher wirklich das Beste, in der Schwangerschaft weder normale Zigaretten, noch E-Zigaretten (oder E-Shishas) zu rauchen. Wenn Ihnen der Verzicht schwerfällt, beraten Sie sich doch mal mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin dazu, wo es Hilfe gibt. Jede Zigarette weniger ist ein Gewinn für Ihr Kind.

Übrigens: Falls Ihr Partner raucht, ist es sehr sinnvoll, dass er ebenfalls aufhört. Oder wenigstens nicht in Ihrer Gegenwart raucht. Das macht Ihnen den Verzicht leichter. Und es senkt die Menge der Schadstoffe, denen Ihr Kind vor und nach der Geburt ausgesetzt ist: Viele davon haften selbst dann an der Kleidung, wenn Mama oder Papa auf dem Balkon rauchen.

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