Muss ich mein Baby gezielt fördern?

Muss ich mein Baby gezielt fördern?

Das ist eine Frage, die viele Mütter bewegt. Schließlich gibt es zahlreiche Kurse - und andere junge Eltern erzählen oft, was sie schon (alles) mit ihrem Baby unternehmen.

Persönlich rate ich zur Gelassenheit. In erster Linie brauchen Babys eine liebevolle und sichere Umgebung, um sich gut zu entwickeln. Denn verlässliche Bindungen und enge Beziehungen bilden das Fundament, das Kindern Rückhalt gibt. Auf dieser Basis fühlen Kinder sich sicher, die Welt Schritt für Schritt zu erobern. Sie können so das nötige Selbstvertrauen entwickeln, um Dinge auszuprobieren. Dabei testen und entwickeln sie ihre Fähigkeiten auf ganz natürliche Weise.

Kribbel-Krabbelspiele und die volle Aufmerksamkeit - ein ideales Förderpaket

Praktisch gesagt heißt das: Nehmen Sie’s locker und lassen Sie sich davon leiten, was Ihr Kind mag. Zum Beispiel ist es ganz wunderbar für Babys, wenn Mama oder Papa beim Wickeln, Anziehen oder Baden ein wenig mitspielen. Es gibt unter anderem viele einfache Kribbel-Krabbelspiele, mit begleitenden Reimen, die den Kleinen Spaß machen.

Die Kombi aus Berührung, Worten und Ihrem lustigen Gesichtsausdruck ist ein ideales "Förderpaket": Sie spricht die Sinne an, unterstützt die Sprachentwicklung und macht ihr Kind glücklich, weil es Ihre volle Aufmerksamkeit genießt. Ein gute Sprachförderung ist es übrigens auch, wenn Sie Ihrem Kind immer wieder beschreiben, was Sie tun: "So Schatz, jetzt zieht Mami dir noch den Pulli an..." Oder: "Schau mal, da ist ja die Spieluhr. Die ziehe ich jetzt auf. Horch mal ..."

Babys brauchen Freiraum, um Neues auszuprobieren

Wichtig ist, dass Ihr Baby die Gelegenheit hat, Neues aus eigenem Antrieb auszuprobieren. Kinder "begreifen" Dinge tatsächlich übers Greifen und Anfassen. Daher braucht Ihr Kind unter anderem altersgerechtes, einfaches Spielzeug, das es anfassen, betasten und auch mal zum Mund führen kann. Gut ist es auch, wenn Ihr Kind ausreichend Bewegungsfreiheit hat: Es fördert die motorischen Entwicklung, wenn die Kleinen nicht zu viel in einer Wippe sitzen. Auf einer Decke am Boden können Kinder verschiedenen Bewegungen ausprobieren. Das stärkt nicht zuletzt ihre Muskulatur.

 Natürlich heiß das nicht, dass Sie sich daheim verkriechen sollten. Es kann sehr sinnvoll sein, das eine oder andere Angebot mit Ihrem Baby wahrnehmen, etwa eine Krabbelgruppe zu besuchen. Oder zum Mutter-Kind-Turnen beziehungsweise Babyschwimmen zu gehen. Der erste Kontakt zu anderen Kindern gleichen Alters macht Babys durchaus Spaß. Auch die Mütter genießen es meistens sehr, mal rauszukommen und mit Frauen in einer ähnlichen Situation zu reden. Wichtig ist vor allem, dass Sie sich keinen Stress machen, denn es gibt bei diesen Kursen kein "Muss": Orientieren Sie sich einfach daran, worauf Sie Lust haben beziehungsweise was Ihrem Baby und Ihnen selbst gut tut.

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