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  Martina Höfel - Hebamme

Martina Höfel
Hebamme

 

Antwort:

Re: Depressionen in der Schwangerschaft

Huhu Yue,

ich kann dich sehr gut verstehen. Auch ich hatte in der Vergangenheit mit Depressionen zu kämpfen und diese haben mich in Form von Ängsten, Schlaflosigkeit, Träumen, Heulattacken vor allem in der ersten Hälfte meiner Schwangerschaft eingeholt. Verstärkt wurde das Ganze dadurch, dass ich völlig ungeplant mit 40 nochmal mit einem klassischen Nachzügler schwanger wurde. Auch ich habe den sozialen Erwartungsdruck als Schwangere habe man glücklich zu sein als belastend empfunden. Dabei habe ich mich auch recht schnell irgendwie auf mein Baby gefreut.

Mittlerweile (31.SSW) geht es mir gut. Mir hat geholfen, dass ich zu einigen guten Freundinnen bezüglich meiner Gefühle ehrlich sein konnte, dass es mir zunehmend gelang, mir meine ambivalent Gefühle selber zuzugestehen, dass ich für mich eben beschloss, gut, dann bin ich eben eine ängstliche Schwangere...

Was aber vor allem wirklich Entlastung gebracht hat, ist die Tatsache, dass ich mich habe krankschreiben lassen und zum Therapeuten ging.
Mittlerweile geht es mir wirklich gut. Es gab schlimme Zeiten zwischendurch. Aber jetzt macht es mir wirklich Spaß die ganzen Babysachen zu sortieren. Nur die Träume kommen immer mal wieder und auch Ängste schleichen sich schon mal ein. Aber ich kann gut damit umgehen.

Vielleicht tröstet dich das ein bisschen. Und vielleicht hast du ja auch noch einen Therapeuten, den du kontaktieren kannst.

Herzliche Grüße
Serana


von Serana am 09.02.2018
 
 
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