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Geschrieben von frei_heraus am 07.02.2008, 9:35 Uhr

Schulreifetest / Schulspiel für Kann-Kinder

Hallo zusammen,

war hier im letzten Jahr jemand mit einem Kann-Kind bei einem Schulreifetest / Schulspiel? Nein, es interessiert mich nicht was gemacht wird *g*

Folgendes: Hier werden alle Kann-Kinder zum Schulspiel (2 x 20 Minuten) eingeladen und können dann ihre Schulfähigkeit unter Beweis stellen. Ich mache mir eigentlich keine Sorgen darum, dass Töchterlein die Anforderungen prinzipiell erfüllt, ABER:

* Die Schule steht Kann-Kindern nicht sehr positiv gegenüber.

* Es wurde schon vom Rektor angemerkt, dass evtl. gar nicht genug Plätze für Kann-Kinder da sein werden, weil die Klassen insgesamt sehr klein sind, durch die Kann-Kinder somit nur größer werden, durch sie aber auch noch keine Teilung erreicht werden kann. Deshalb möchte man natürlich so wenig wie möglich aufnehmen.

* Bedenken bei Töchterlein habe ich nur, weil ich weiß wie schlimm die Schule auf Größe und Statur reagiert (letztes Jahr Riesendrama bei meinem schulpflichtigen Kind, weil er nur 107 cm hatte). Sie ist mit ihren 108 cm und 16 kg auch keine Wuchtbrumme- wie alle meine Kinder.

Als der Rektor dann nach einem sachlichen Gespräch, bei dem es ledigilich um die Termine ging, ein bissiges "Und machen sie das Kind bloß nicht verrückt" fiel, war ich erstmal angeknabbert. Als wollten alle Kann-Kind-Eltern ihr nicht fähiges Kind in die Schule drängen :o(((

Okay, langere Rede, kurzer Sinn: Sollte man uns beim Auswertungsgespräch von einer Einschulung abraten, was mache ich denn dann?

Ich bin etwas unglücklich über dieses Schulspiel, weil ich dachte, dass genauso vorgegangen wird wie damals bei meinem Sohn. Da testete der Rektor im Beisein der Eltern und ich konnte eben auch selbst einschätzen, inwieweit es reicht oder nicht...und ich hatte eine Argumentationsgrundlage, die mir nach meinem subjektiven Empfinden bei diesem Vorgehen genommen wird. Aber vielleicht bin ich ja auch nur zu negativ *seufz*

Meine Tochter liest, rechnet im 100er Raum, schreibt phonetisch (ist nicht Ansatz der Schule), hat eine ausgezeichnete Konzentration und Feinmotorik, ist grobmotorisch altersgemäß, hat ein sehr gutes Sozialverhalten und arbeitet auch im KIGA immer engagiert mit. Aktuell nimmt sie am Vorschulprogramm teil. Ihre Freundinnen werden dieses Jahr alle eingeschult und meine Tochter wird ab Sommer (unabhängig ob Einschulung oder nicht) den KIGA aus organisatorischen Gründen nicht mehr besuchen.

Der KIGA hat die Einschulung mit der Begründung "Wir sind generell für späte Einschulungen, wenn ein Kind nicht ein absoluter Überflieger ist" NICHT befürwortet, genau wie bei allen anderen Kindern der Einrichtung auch (wenn 3 der Kann-Kinder eingeschult werden, muss im KIGA eine Gruppe geschlossen werden, weil es zu wenig Kinder gibt; ich gebe also nichts auf dieses Urteil).

Also: Welche Handhabe hätte ich in solch einem Fall?

Ich weiß, über ungelegte Eier sollte man sich keine Sorgen machen, aber ich kenne eben die Schule und bin und bleibe skeptisch. Die Differenzierung ist nicht der Hit und mein Sohn sitzt in der Schule dort, ist chronisch unterfordert, wird auch als unterfordert erkannt-aber es passiert eben nichts. Ich glaube, dass es wichtig ist meine Tochter dieses Jahr einzuschulen um bei ihr zu vermeiden, was mein Sohn aktuell mitmacht :o(

Was mich auch interessieren würde: Wie realistisch wurden eure Kinder beim Schulspiel eingeschätzt? Hat jemand nach einer Ablehnung dennoch eingeschult oder war die Einschätzung der Schule einfach richtig (ist ja auch von Bedeutung!!)?

Danke im Voraus!
LG frei

 
11 Antworten:

Wann ist sie denn..

Antwort von lenamama99 am 07.02.2008, 9:56 Uhr

geboren, also wie lange nach dem Stichtag??

Du schreibst von ihren Fähigkeiten, die waren bei meiner Tochter ähnlich entwickelt, ihr großes Manko war, dass sie nicht kritikfähig war.

Sie war so ehrgeizig, dass sie alles auf Anhieb richtig machen wollte und wenn was nicht klappte und man ihr sagte, das ist falsch, kamen sofort die Tränen.

Ich habe sie ein weiteres Jahr im Kiga gelassen, dafür aber beim Geräteturnen angemeldet. Über das (wirklich schwere) Training hat sie gelernt, dass man manche Dinge 1000x probieren muß bis sie klappen.

Ach ja, Stichtag war bei uns 30.6. und sie ist 15.10. geboren.

LG Ute

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Re: Wann ist sie denn..

Antwort von frei_heraus am 07.02.2008, 10:06 Uhr

Hallo Ute :o)

Danke für deine Antwort! Meine Tochter ist am 10. September 2002 geboren und hier ist der Stichtag ebenfalls der 30.6.

Meine Tochter ist kritikfähig und hat eine wunderbare Gelassenheit, wenn etwas nicht sofort so klappt wie sie es möchte. Sie übt dann einfach bis sie selbst zufrieden damit ist.

KIGA ist bei uns wie gesagt ab Sommer keine Option mehr. Aktuell lernt sie Gitarre, geht reiten und in den hiesigen Turnverein.

LG frei

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Re: Wann ist sie denn..

Antwort von RenateK am 07.02.2008, 10:09 Uhr

Hallo,
dann wäre das bei uns überhaupt kein Problem. Ich kenne hier ein einziges Septemberkind, das nicht vorzeitig zur Schule kam und da auch nur, weil die Eltern es von vornherein nicht wollten. Bei dem, was Deine Tochter kann, fände ich es auch völlig falsch, sie noch warten zu lassen. Was ich nicht verstehe ist, warum die Klassen nicht geteilt werden, wenn sie durch Kann-Kinder über den Teiler kommen. Das kann einfach nicht sein.
Gruß, Renate

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Re: Wann ist sie denn..

Antwort von frei_heraus am 07.02.2008, 10:27 Uhr

Hi Renate :o)

Ich kenne hier kein einziges Kann-Kind von September das eingeschult wurde, deswegen meine Sorge. Man meinte zu mir, sie sei ja schon ein "spätes Kann-Kind" (ich finde eigentlich dass man bei September durchaus noch von früh sprechen kann).

Zum Teiler-sorry, da muss ich mich wohl falsch ausgedrückt haben (*behaupt* ohne nachzusehen *g*). Die Klassen sind insgesamt so klein, dass sie auch mit den Kann-Kindern NICHT die Teilerzahl erreichen. Also werden durch die Kann-Kinder die Klassen größer als sie sein müßten. Das möchte man natürlich so gut wie möglich umgehen (was ich ja auch verstehen kann).

LG frei und danke!

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Re: Wann ist sie denn..

Antwort von Daja am 07.02.2008, 11:19 Uhr

Hallo Frei(???),

bei uns wird mit allen Vorschulkindern ein sogenanntes Schulspiel veranstaltet. Dazu gehen die Vorschulkinder (inklusive der Kann-Kinder) mit ihrer Kindergärtnerin an einem Vormittag zur Schule.

Der "Unterricht" wird in Kleingruppen mit ca. 8 Kindern gehalten. Eine Lehrerin hält den Unterricht. Eine Lehrerin sitzt dabei und beobachtet die Kinder. Die Erzieherin, die die Kinder aus dem Kindergarten kennen, bleibt ebenfalls dabei, damit sich niemand völlig verunsichert fühlen muss.

Die Kinder lösen während des Unterrichts ein Arbeitsblatt, dürfen sich melden, frühstücken gemeinsam und dürfen auch eine große Pause miterleben. Fast alle Kinder sind begeistert dabei, während die Lehrerinnen schon einmal schauen, welches Kind wo Probleme haben könnte.

Allerdings ist das Schulspiel bei uns nicht allein entscheidend. Schließlich kann jedes Kind mal einen schlechten Tag haben.

Die Fähigkeiten deiner Tochter würde man bei diesem Schulspiel allerdings auch nicht herausbekommen. Die sind ja auch nicht wirklich entscheidend für die Schulfähigkeit.

Nun bringt es dir ja tatsächlich gar nichts zu erfahren, dass deine Tochter bei uns überhaupt keine Probleme hätte als Kann-Kind eingeschult zu werden.

Die Fragen für Dich wären doch eher: Will ich mein Kind (notfalls) gegen den Willen des Direktors und der Klassenlehrerin einschulen? Gibt es vielleicht eine alternative Grundschule? Welche Konsequenzen hätte eine gegen den Willen des Direktors durchgeführte Einschulung für deine Tochter und was sind die Konsequenzen, wenn du sie dieses Jahr nicht einschulst?

Ich denke, dass sind alles Fragen, die du nur mit deinem Mann für dich beantworten kannst. Schließlich kennt hier niemand deine Situation.

Im Grunde bleibt jede Entscheidung ein Versuch. Der Erfolg wird zeigen, ob sie richtig war. Andererseits wirst du nie wissen, ob eine andere Entscheidung "richtiger" gewesen wäre. Man muss dann einfach mit ihr leben. Aber ist das nicht bei allen Entscheidungen hinsichtlich unserer Kinder so?

Viele Grüße
Daja

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Re: Schulreifetest / Schulspiel für Kann-Kinder

Antwort von Lesebär am 07.02.2008, 11:53 Uhr

Hallo,

viel helfen kann ich dir nicht (nur Mut machen. Vielleicht hilft dir das schon?)

Bei uns war es so, dass meine Tochter (geb Juli 1999) 2005 ein sehr altes "Kannkind" war (Stichtag war damals noch der 30.06), aber unbedingt in die Schule wollte. Es gab dann das Kieler Einschulungsprogramm, auch so eine Art Schulspiel, gänzlich ohne Eltern. Ich durfte sie nur hinbringen und abholen. Schon die Frage, wann wir erfahren, ob sie genommen wird war fast zuviel.....

Muss dazu aber auch sagen, dass auch in unserer GS Kannkinder nicht sehr gerne genommen werden und von Differenzierung noch oben wird generell auch nicht viel gehalten!!! (Haben deshalb Probleme ohne Ende mit unseren beiden ältesten Kindern, aber das ist ein anderes Thema!)

Na jedenfalls, konservative GS hin oder her, sie wurde dann doch genommen, obwohl es dazu führte, dass die beiden Klassen (konnten damals nur zweizügig fahren) mit 29 Kindern besetzt wurden, also schon ziemliche Maximalgröße.

Wie gesagt, viel helfen konnte ich wohl nicht. Aber ich würde mich nicht so um den Rektor kümmern und es auf jeden Fall versuchen. Viel Glück!

Lesebär

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Re: Schulreifetest / Schulspiel für Kann-Kinder

Antwort von frei_heraus am 07.02.2008, 12:08 Uhr

Danke Lesebär :o)

Mut machen kann ich sogar SEHR gut gebrauchen. Hab vielen vielen Dank :o)

LG frei

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Re: Schulreifetest / Schulspiel für Kann-Kinder

Antwort von koesti am 07.02.2008, 15:55 Uhr

Ich denke, wie auch schon andere geschreiben haben, dass Du Dir eigentlich keine Gedanken machen musst. In diesem Schulspiel wird eben wirklich geguckt, wie sie sich in einer Schulsituation verhalten, ob sie kooperieren können, natürlich auch ob sie intellektuell weitgenug sind. Da Deine Tochter das ja alles erfüllt, werden wohl auch die Lehrer da nichts gegen sagen.
Ob eingeschult wird oder nicht, enscheidet ihr doch dann eh gemeinsam im Gespräch. Da können von beiden Seiten die Bedenken angebracht werden und es wird eine für das Kind sinnvolle Lösung gefunden werden.
Und auch mit der allgemeinen Einstellung zu Kann-Kindern hat der Einzelfall ja nicht unbedingt was zu tun. Sicherlich wird Eltern mit Kindern, die so gerade schulfähig wären eher abgeraten, was ich gerade im Hinblick auf eher große Klassen, in denen dann nicht so individuell gefördert werden kann, auch sinnvoll finde für die Kinder.
Meiner ist übrigens letztes Jahr als Kann-Kind eingeschult worden, weil die Lehrer es einhellig befürwortet haben.

LG, koesti

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Re: Schulreifetest / Schulspiel für Kann-Kinder

Antwort von sonnenkind9876 am 07.02.2008, 18:53 Uhr

Hallo,
meine Tochter (Juli 2000) wurde 2006 auch als Kann-Kind eingeschult. Bei uns ging es um 7 (SIEBEN) Tage.

Sie wurde von der Schule auch zum "Schule spielen" eingeladen. Ich durfte sie auch nur bringen. Nach 45 Minuten holt eich sie ab.

Das Schule spielen bestand aus Rektorin und den beiden Lehrerinnen der neuen Erstklässer. Das alleine fand ich schon wahnsinn. Meine kleine Maus und dann drei Lehrerinnen!!!

Aber, meine Tochter fand es toll. Hat alles gut mitgemacht und beide Lehrerinnen (die ja auch die ersten Klassen dann übernommen haben) haben sich für eine Einschulung ausgesprochen.

Ich denk wenn wir das vorher gewusst hätten, was die unter Schule spielen verstehen, hätten wir uns alle verrückt gemacht :-)))


LG und toi toi toi

Sonnenkind

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Es ist doch deine Entscheidung!

Antwort von Reni+Lena am 07.02.2008, 20:38 Uhr

Lena war ein Kann-Kind. geboren ist sie Ende Dezember.
Wir mußten überhaupt nirgendwo hin.
ich hab sie freiwillig testen lassen, am Schulamt. das war alles.
Aber bis Ende des Jahres hat hier niemand etwas mitzureden.
ich finde diese test auch echt nicht aussagekräftig. Hat das kind einen schlechten tag, verliert es ein jahr...
Du kannst dein kind doch am besten einschätzen. Also geh da hin, und mach das was du für richtig hältst.
Übrigens..hier in bayern muss die Schule die Kinder nehmen! es liegt allein in der Entscheidung der Eltern.


Lg reni

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@reni+lena

Antwort von sonnenkind9876 am 07.02.2008, 20:54 Uhr

Hier (NRW) hatte die Schule die Entscheidung. Wenn die abgelehnt hätten, wäre meine Tochter nicht aufgenommen worden.
Zeitlich gesehen war das so knapp (getestet Anfang JUNI !!!), dass man da kaum noch Zeit gehabt hätte, etwas gegen zu tun.

Aber bei uns ist es ja gut gegangen.


LG
Sonnenkind

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