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Geschrieben von Schniesenase am 05.07.2020, 23:52 Uhr

Schulhund

Hallo annika,

ich würde meine Genehmigung erteilen, wenn der Hund und seine Führerin eine Begleithundeprüfung gemacht und bestanden haben und regelmäßig die Eignungsprüfung wiederholen, wobei ich denke, dass das ohnehin Voraussetzung sein wird, dass jemand einen Hund dauerhaft mit in die Schule bringt. Das würde ich sichergestellt haben wollen. Ansonsten finde ich das wundervoll! Die Kinder können ohne Zwang (niemand muss den Hund streicheln oder muss Kontakt aufnehmen, der oder die nicht will) die Nähe zu einem Tier erleben, das keine Gefahr für sie darstellt, sehr feinfühlig ist und unendlich viel Ruhe ins Geschehen bringen kann.

In der Schule meiner Tochter gibt es auch einen Hund. Wenn diese Hündin über den Flur läuft, wird sie stets voller Freude von sehr vielen Kindern begrüßt, aber alle wissen, dass sie sich nicht auf den Hund stürzen, sondern freundlich "Hallo!" sagen, oft auf Hundeart; ein kleiner Stubser, ein kurzer Streichler. Ich habe bisher kein Kind erlebt, dass da ängstlich war. Sie sind das Tier gewohnt, es gibt ihnen ein Zuhausegefühl.

Ängstliche Kinder können erst mal Abstand halten und sich langsam ranwagen, solche, die gern auf Tiere zugehen, lernen, wie man mit einem Tier umgeht, dass es eben auch kein Spielzeug ist. Alle lernen die Sprache eines Hundes kennen. Wer die kennt, kann im Alltag viel besser "lesen", mit wem er oder sie es zu tun hat, wenn sie einem Hund begegnen.

Ich habe Berichte von solchen Schulhunden gelesen. Die meisten Kinder lernen sie sehr lieben und sind so traurig, wenn sie die Schule verlassen und den Hund nicht mehr sehen können. VIele und gerade diese Hunde merken, wenn es einem Kind nicht gut geht, gehen hin, legen sich dann daneben und vermitteln dem Kind eine Wertschätzung, die unbezahlbar ist.

Es ist besonders schade für Kinder, wenn Eltern Angst vor Hunden haben und diese Angst den Kindern mitgeben. Damit bekommen die Kinder dann kaum eine Chance, eine andere Form von Beziehung zu Hunden einzugehen. Vielleicht überdenkst Du Deine Haltung noch einmal. Vielleicht gibst Du der Sache eine Chance?

Natürlich bin ich vorbelastet. Ich bin mit einem Hund groß geworden und habe seit gut zwei Jahren wieder einen. Mein Kind hat diese Zeit mit dem Hund gelernt, wie Hunde denken und "reden", und der Hund ist für sie unendlich wichtig geworden. Hunde bewerten nicht, sie beurteilen nicht, man kann wirklich übel drauf sein, und doch bleiben sie freundlich und treu und hingebungsvoll. Das ist ein großartiges Geschenk. Menschen mit zu viel Adrenalin werden ruhiger und senken ihren Stresshormonlevel, wenn sie mit einem Hund in Kontakt gehen und ihn streicheln. Auch Ängste werden weniger und das Selbstbewusstsein wird aufgebaut.

Trau Dich, Deinem Kind diese Chance zu geben!

Alles Gute und hoffentlich viele gute neue Erfahrungen mit dem Hund!

VG Sileick

 
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