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Geschrieben von mamamaria65 am 29.01.2008, 13:01 Uhr

Mobbing

Hallo

Zuerst wünsch ich euch einen schönen Tag:-)
Es geht um folgendes Problem:Meine Tochter(mitlerweile 13 Jahre)hat vom Gymnasium auf die Realschule im vergangenden Jahr gewechselt. Momentan befindet sie sich in der 7.Klasse..In ihrer Klasse wird sie gemobbt,indem sie ständig beleidigt wird,ausgegrenzt und bedroht wird..Ich muss auch noch eins dazu sagen,in ihrer Klasse sind die Kinder im negativen frühreif..Soviel wie meine Tochter mir erzählt hat,trinken welche Alkohol und ein Mädchen was sie ständig beleidigt hat sogar ein Piercing..Wir waren deswegen schon beim Direktor,der will aber nicht dass sie die Schule/Klasse wechselt..In den paraellelklassen ist sie auch schon unten durch,welche aus ihrer Klasse stiften sogar andere an,sie z.b. die schlagen..In ihrer Klasse wurde auch schon das Thema mobbing besprochen,und die Schüler haben Ärger bekommen..Meine Tochter muss momentan mit 6.Klässlern in der Pause zusammenstehen,die überhaupt nicht auf ihrer Wellenlänge sind..wenn sie sich mit Mädchen aus ihrer Klasse unterhalten möchte etc,wird sie sofort angeschrien mit:Hau aub du dumme Kuh..Meine Tochter ist innerlich frustriert,dazu muss ich noch sagen,meine Tochter wirkt gar nicht wie 13..Die Lehrer meinen,sie würde locker schon vom geistigen her wie eine 8/9 .Klässerin rüberkommen..Sie kann leider nicht überspringen,da die Noten durch das mobbing sehr miserabel sind..Würde mich über antworten und tipps von euch sehr freuen..Danke
LG Maria

 
3 Antworten:

Re: Mobbing

Antwort von 3fachmama am 29.01.2008, 13:37 Uhr

Also den wechsel in eine andere klasse oder schule wollen die direktoren natürlich nie. bei uns war mal so ein fall in der grundschule. die mutter hat sich zuerst mit dem arzt beratschlagt, dann hat sie sich ein psychologisches gutachten schreiben lassen und ist damit nochmal zum direktor. das hat funktioniert. damals hatten wir 2 schulgebäude in 2 verschiedenen orten, gehörten aber zusammen, bis letztes jahr die eine komplett zu ging. also konnte das mädchen von der einen schule in die paralellklasse in der anderen schule wechseln. wenn der direktor dass auch nicht annimmt, schreibst du an die schulverwaltung und drohst denen wenn es sein muss mit dem kultusministerium. es geht nicht, dass deine tochter gemobbt wird und die schulleitung nichts unternimmt. bleib auf jeden fall dahinter. es geht um deine tochter. wenn sie immer mehr absackt, hat sie noch mehr das nachsehen.
wünsch dir viel glück.
red aber auf jedenfall erstmal mit deiner tochter. das ist natürlich das allerwichtigste. nichts über ihren kopf weg entscheiden. kann in dem alter fatale folgen haben.

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Re: Mobbing

Antwort von Pauline04 am 29.01.2008, 15:50 Uhr

Himmel, da krieg ich immer Gänsehaut wenn ich sowas lese. Wie hält sie das nur aus, tagtäglich ?

Vermutlich ist en Wechsel vom Gymnasium nach zwei Jahren in eine gewachsene Klassengemeinschaft schon schwierig genug. Aber derat aufgenommen zu werden ist auch schwer.
Was rät man da? Ich frag mich oft, ob sich der Kampf überhaupt lohnt (Gespräch mit den Lehrern, Rektor, Klasse etc...) Bei den Schülern wird vermutlich nichts fruchten und klar, die Gespräche mit den Lehrkräften müssen sein - aber bringen sie wirklich was ? Offenbar nicht.

Sie mit 6. Klässlern in der Pause rumstehen lassen ist ja auch nicht grad die tollste Lösung. Besser wäre, wenn es sowas gibt, die Schülervertretung der Schule mit ins Boot zu nehmen. Da sollten dann wohl hoffenltich ein paar mit Sozialkompetenz drin sein, die deine Tochter in der Pause z.b. bei sich integrieren. Und als gutes Beispiel voran gehen.

Aber wie gesagt. Das sind ja alles immer Sachen, die (wir) Erwachsenen als Lösung probieren. Wir müssen es ja nicht aushalten.

Was möchte SIE denn? Klar, sicher das es erstmal aufhört. Aber möchte sie gerne nochmal wechseln ?

Spontan denk ich immer, bei einem Elternabend sollte der Lehrer mal berichten (oder vorlesen) was in dem (gemobbten) Mädchen vorgeht. Damit die Eltern das mit ihren Kindern besprechen, wenn sie mal nicht in der Gruppe auftreten. Denke es ist auch ein verdammt ungünstiges Alter, um da an die Vernunft zu appelieren---

Ein großes Plus wäre ein wirklich engagierter Lehrer, der die Rädelsführer kennt, der auch die rauskennt, die eben "nur" mitziehen, sich aber nicht trauen Stellung zu beziehen.

Aber das bedarf eben der großen Mitarbeit und Untersützung des Lehrers. Habt ihr die?

Deine Tochter, wenn kein weitere Wechsel möglich ist, kannst Du nur auffangen und versuchen, zu stärken, notfalls mit Hilfe. Es gibt auch viele Internetseiten zum Thema Mobbing und sicher viel bessere Tipps...

Tut mir sehr leid, deine Tochter.

Pauline

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Re: Mobbing

Antwort von Mijou am 29.01.2008, 19:00 Uhr

Hallo Maria,

Mobbing ist ein sehr ernstes Thema und eine große Gefahr für die Entwicklung und Psyche Deiner Tochter. Freunden von uns ist das bei ihrer Tochter auch passiert. Die meisten Direktoren verharmlosen das Problem, weil sie nicht möchten, dass ihre Schule einen schlechten Ruf bekommt. Zum anderen aber auch einfach aus Unlust und Faulheit. Es gibt nur sehr wenige wirklich interessierte und engagierte Direktoren.
Man muss das Mobbing sehr hartnäckig immer wieder thematisieren, unbequem sein, den Direktor regelmäßig nerven, die Klassenlehrer mehrfach ansprechen usw. Dabei muss man immer ganz konkret fragen, was sie dagegen zu unternehmen gedenken und sich nicht mit Floskeln abspeisen lassen. Der nächste Schritt führt sonst zum Schulamt.

Bei Mobbing müssen sich Lehrer, Direktor, betroffenes Kind und Eltern zusammensetzen und gemeinsam eine ganz konkrete Strategie entwickeln. In regelmäßigen Abständen muss dann besprochen werden, ob diese erfolgreich war.

Bei unseren Freunden half letztlich nur ein Schulwechsel, weil sowohl Direktor als auch Stadtschulamt sich weigerten, das Problem ernst zu nehmen. Seit dem Schulwechsel wird die Tochter nicht mehr gemobbt und blüht regelrecht auf. Es wäre aber natürlich schön, wenn ein Wechsel bei Euch nicht nötig wäre. Mobbing darf aber nicht zu lange dauern, sonst macht es seelisch und körperlich krank. Wenn also alle Stricke reißen, dürft ihr nicht jahrelang zusehen und sie dort lassen.

Was übrigens auch noch geraten wird, und was mir auch bei Euch ein Thema zu sein scheint: Kinder möchten ja nicht auffallen, sondern dazugehören. Man sollte daher als Eltern dem Kind ermöglichen (was Statussymbole, Kleidung usw. angeht) sich weitgehend an die Klasse anzupassen. Man muss es dabei ja nicht übertreiben. Echte Eigenständigkeit, dass ein Kind sich also gegen solche Gruppenregeln abgrenzen kann, ist erst wieder in der Adoleszenz (kurz vor dem Erwachsenwerden) möglich. Vorher sind Kinder damit überfordert, wenn sie aus irgendwelchen Gründen äußerlich auffallen (z.B. durch uncoole Kleidung).
Für uns Eltern ist das zuerst nicht nachvollziehbar, ich mag die frühreifen Girlies auch nicht. Dennoch ist die Gruppenmeinung in diesem Alter wichtiger als die Ansichten der Eltern. Man sollte hier Kompromisse machen.

Grüßle,

Mimi

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