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Geschrieben von Edda3 am 18.03.2006, 20:40 Uhr

@KH wegen Kopiergeld

Hallo,

natürlich sind die Kopien toll für den Unterricht (wir hatten früher ja auch Matritzen für Dinge, die eben so nicht in den Lehrbüchern standen).
Ob man nun ohne sie auskommen kann oder nicht, ist ja eine ganz andere Sache.
Ich selbst sehe immer wieder sehr interessnate Arbeitsblätter und finde sie auch gut.

Aber wie war das mit der Lehrmittelfreiheit????
Du als Lehrerin kannst ja nix dafür und ich gebe dir auch Recht, dass die Schule nix dafür kann.
Sollte die gesamte Elternschaft der Schule sich gegen die Kopierkosten aussprechen, dann wird es darauf hinaus laufen, dass nur mit dem vorhandenen Material gearbeitet wird und dass der Unterricht sicher weniger differenziert und interessant sein wird.

Aber die Frage, die sich mir stellt, ist es richtig, das als Eltern so hinzunehmen?
Worauf läuft das letztendlich hinaus? Es werden immer mehr Kosten auf die Eltern abgewälzt, weil sich keiner wehrt.
Wie viele Schulen werden schon von den Eltern selbst renoviert?
Das kann es meiner Meinung nach nicht sein.
Die Politiker schreien, dass wir bei PISA so schlecht abschneiden wollen aber keinen Cent mehr ausgeben.
Ist es richtig, dass Eltern das so hinnehmen?
Ich finde, eine geschlossene Elternschaft, die sich dagegen auflehnt, könnte etwas bewegen. Wenn dann die Lehrer sich auch noch auf die Seite der Eltern (eigentlich ja der Kinder) schlagen, dann sollte man meinen, dass die Politiker wenigstens zuhören werden, oder?

Natürlich ist man als Lehrer in einer Zwickmühle. Man will einen schönen Unterricht machen, man weiß, dass die Gemeinde Vorgaben macht, und hofft ohne großen Ärger da irgendwie druch zu kommen.
Aber ist das langfristig gesehen der richtige Weg?
Das ist das was mich an den Kopierkosten aufregt.
Und 10 Euro (ich meine, das sind 20 DM, ich kann es einfach nicht lassen), da kann ich in einem Copyshop so manche Kopie von machen....

Liebe Grüße

Edda

 
16 Antworten:

Re: @Edda

Antwort von KatjaR am 19.03.2006, 7:20 Uhr

"Die Politiker schreien, dass wir bei PISA so schlecht abschneiden wollen aber keinen Cent mehr ausgeben."

Ne, die Politiker sind noch schlimmer, sie kürzen den Etat noch.
Herr Stoiber erzählt immer, er will die Familien entlasten und heraus kommt, dass er noch mehr bei der Bildung einspart. Das Land zahlt immer weniger und es werden immer mehr Kosten auf die Eltern abgewälzt.
Irgendwann sind wir bei einer Klassenstärke von 50 Schülern....

Gruß Katja

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Sehr treffend, liebe Edda!!! o.B.

Antwort von ceddy99 am 19.03.2006, 20:37 Uhr

o.T.

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Re: Sehr treffend, liebe Edda!!! o.B.

Antwort von antonia am 20.03.2006, 13:30 Uhr

hallo,

was ich weiter unten an beträgen gelesen habe, ist eine menge geld. eine mutter schrieb 16,80 euro(das sind 33,60 dm)für das 1. halbjahr. wie viele arbeitsblätter verwendet ein durchschnittlicher lehrer denn pro tag? wobei ich die notwendigkeit der kopien gar nicht in frage stelle.
haben denn die schulen keine eigenen kopiergeräte? dann wäre die einzelne kopie gar nicht sooo teuer.

bin ja gespannt was im sommer noch so auf mich zukommt.

viele grüße
antonia

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Re: ~17 € für Kopien ist heftig

Antwort von bigwusch am 20.03.2006, 16:03 Uhr

wir bezahlen nur das Kopiergeld für das Englisch-Portfolio aus der Klassenkasse und das ist vom 1. bis zum 4. Schulj.
Sonst nichts! Einen großen Teil der Kopierkosten an unserer Schule trägt der Förderverein.

LG
Mel

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Re: @KH wegen Kopiergeld

Antwort von KH am 20.03.2006, 16:29 Uhr

Also mal ne kleine Rechnung:
10 Euro Kopiergeld. An meiner derzeitigen Schule kostet die Kopie 5 Cent (will wie gesagt die Gemeinde so) für die Schüler, (wenn ich als Lehrer Privatkopien mache zahle ich sogar noch mehr)
Dann sind 10 Euro 200 Kopien. wir haben 40 Schuwochen. Das sind 5 Kopien je Schulwoche, d.h. im Schnitt jeden Tag ein zusätzliches Arbeitsblatt. Zähl mal die Arbeitsblätter deiner Kinder!
So jetzt rechne aber mal hoch, was ein Arbeitsheft kostet und wie viele eher wie wenige Seiten da drin sind.
Lehrmittelfreiheit ist ja gut und schön, aber Arbeitshefte und Kopien sind ja Verbrauchsmaterial für die einzelnen Kinder.
"Aber die Frage, die sich mir stellt, ist es richtig, das als Eltern so hinzunehmen?
Worauf läuft das letztendlich hinaus? Es werden immer mehr Kosten auf die Eltern abgewälzt, weil sich keiner wehrt.
Wie viele Schulen werden schon von den Eltern selbst renoviert?
Das kann es meiner Meinung nach nicht sein.
Die Politiker schreien, dass wir bei PISA so schlecht abschneiden wollen aber keinen Cent mehr ausgeben.
Ist es richtig, dass Eltern das so hinnehmen?
Ich finde, eine geschlossene Elternschaft, die sich dagegen auflehnt, könnte etwas bewegen. Wenn dann die Lehrer sich auch noch auf die Seite der Eltern (eigentlich ja der Kinder) schlagen, dann sollte man meinen, dass die Politiker wenigstens zuhören werden, oder?"
Ich kenne als Gemeinderätin auch die andere Seite, die der Gemeindefinanzen. Und wir werden über kurz oder lang von unserem Anspruchsdenken an den Staat wegkommen müssen, das ist nämlich nicht finanzierbar. Da ist nun mal Eigeninitiative gefragt. Und gesprat wird bei denen, die am wenigsten schreien, da hast du recht. Aber eine geschlossene Elternschaft wirst du auch nie erreichen. Grins, und ich wundere mich, wie bereitwillig "meine" Eltern immer alles zahlen. Ich habe jetzt 11 Euro für zwei Bücher eingesammelt. NIEMAND hat widersprochen. Da habe ich in anderen Klassen anderes erlebt. Ich habe auch schon erlebt, dass Kinder (vielmehr deren Eltern) noch mehr zusätzliches Material haben wollten, als die ohnedies schon bereit gestellten Arbeitsblätter.
Manchmal sind auch die Schulbücher noch nicht erschienen (v.a. wenn ein neuer Lehrplan herauskommt). Die Frage ist für mich: Worüber rege ich mich auf? Wofür setze ich meine Energien ein? Was will ich nicht? (Nämlich eine Mehrbelastung der Eltern) ist m.E. eine destruktive Frage. Sinnvoller wäre "Was will ich?" Also positiv formuliert. Ich will nicht bei PISA möglichst gut abschneiden, sondern vielleicht eine möglichst gute Ausbildung. Das kann ein Unterschied sein. Wir in Bayern waren ja sooo stolz, das wir in der zweiten Pisastudie sooo viel besser abgeschnitten haben. Dabei haben wir aber übersehen, dass unsere Reformen (gab es welche) noch gar nicht gegriffen haben konnten. Die Wurzel liegt viel tiefer. Und da geht es nicht um 10 Euro Kopierkosten. Allerdings habe ich auch keine Lösung. so jetzt bin ich abgeschweift.
Vielleicht hängt Pisa auch mit dem Ansehen der Lehrer zusammen. Im übrigen werden die Sachen mit der Schulrenovierung nicht auf die eltern abgewälzt, sondern es ist einfach kein Geld dafür da. Also passiert nichts. Wenn du kein Geld hast, renovierst du auch nicht dein Haus, und erst recht nicht eins, in dem du gar nicht wohnst. Also ergreifen die Eltern Eigeninitiative, weil SIE wollen, dass IHRE Kinder sich in der Schule wohlfühlen. Klar, wäre es anders wünschenswerter. Aber das Geld ist halt nicht da (oder wird für was anderes ausgegeben). Das wird aber jetzt eine Endlosdiskussion. Wenn ich mehr Geld will, muss ich sagen woher ich es nehme.

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Re: @KH wegen Kopiergeld

Antwort von Pascalli am 20.03.2006, 16:58 Uhr

Hallo!

Ich staune nicht schlecht, wenn ich von Kopiergeld und in welcher Höhe hier lese.

Mein Kind geht in die 1.KLasse, und wir mußten kein KOPIERGELD zahlen. Ich würde dann auch auf die Barrikaden gehen, das weiß ich wohl!!!!!

Die Schulbücher sind sowieso schon teuer genug. Vater Staat soll sich mal lieber fragen, wo Familien das viele Geld sich holen soll. Kein Wunder, daß die Geburtenrate so stark gesunken ist.........

Gruß

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Re: @KH noch mal

Antwort von Edda3 am 20.03.2006, 21:58 Uhr

Ich verstehe dich nur zu gut.
Und ich weiß selber, dass das Geld nicht da ist.
Aber du weißt auch, dass da immer schöne Worte gemacht werden. Nur davon getan wird nichts.
Wo das Geld hergenommen werden soll?
Keine Ahnung, dafür kenne ich die Ausgaben des Staates nicht genug und auch die Ausgaben der Länder und die der Gemeinden nicht. Das gebe ich zu.
Und ich weiß auch, dass die Bundesregierung da gerne auf die Länder und Gemeinden abwälzt.

Trotzdem läuft da etwas ziemlich konträr zu den Aussagen, die die Politik macht und dem was passiert.

Und es ist einfach das Problem Kinder haben keine Lobby. Eltern sind leider oft einfach zu bequem sich zu wehren. Nehmen alles hin.

Was würdest du denn als Lehrerin tun, wenn die Mehrheit der Eltern gegen die Kopierkosten sind?

Unsere Klasse hatte damals vorgeschlagen, dass die Eltern das Papier spenden um die Kosten zu senken. Das wurde rigoros abgelehnt (auch wenn das sicher auch keine von mir gewüsnchte Löäsung wäre, weil es aufs gleiche hinausläuft wie Kopierkosten).

Ach es ärgert mich einfach nur, wenn ich sehe, wie da mit unseren Kindern eigentlich umgegangen wird.
Und ihr als Lehrer könnt doch gar nichts dafür.
Ich kann mir vorstellen, dass ihr auch lieber in modernen neuen Gebäuden mit toller Ausstattung arbeiten würdet als in maroden Schulen in denen der Putz von den Wänden bröckelt und man nur die Wärme regulieren kann über die Fenster....

Leider scheine ich mit meinen Vorstellungen irgendwie ziemlich allein dazu stehen.

Liebe Grüße

Edda

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Re: mal anderer Ansatz

Antwort von Benedikte am 21.03.2006, 1:35 Uhr

Ich will jetzt nicht davon ablenken, was im Schulbereich im argen ist, keinesfalls.Stundenkuerzungen, Lehrerausfall etc.pp.

Aber Kopiergeld gehoert fuer mich nicht zum Erregungspotential.Letztlich sind 18 Euro drei schachteln Zigaretten oder ein Kinobesuch mit was zu trinken hintendran.

Wir hatten in der Kita so Elternabende in einer Kneipe, wo ausgerechnet die Eltern sich ueber Eintrittskarten fuer das Kindertheater aufgeregt hatten, die ein mehrfaches dieser Kosten an dem Abend gegessen, getrunken und geraucht haben. Aber daran sollte dann gespart werden. Nee, also - ich wuerde zahlen ohne mich drueber aufzuregen.

Benedikte

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Re: mal anderer Ansatz

Antwort von karamell am 21.03.2006, 8:40 Uhr

ich stimme mit benedikte überein! DAs Kopiergeld ist zwar ärgerlich, aber auch bei uns (15Euro im Schuljahr) letzlcih ein Schiß gegen das was man sonst mal nebenbei für ein Eis ausgibt.
karamell
die ihr aufregpotential lieber für anderes aufspart

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Re: Benedikte, mir geht es nicht um das Geld

Antwort von Edda3 am 21.03.2006, 9:28 Uhr

Ich denke, das ist auch klar, oder?
Es geht im Grunde ums Prinzip und wo das hinführt.
Und obwohl ich nicht rauche, kann ich natürlich auf den Kinobesuch verzichten, was ich nicht mal müsste.
Ich kann mir die Kopierkosten leisten (was für viele andere sicher nicht so einfach ist), aber es ärgert mich und es fängt im Kleinen einfach an.
Keiner hat aufgeschrien, als man plötzlich wieder Geld für die Bücher zahlen musste.
Dass die Kinder pfleglich damit umgehen, kann man auch anders regeln, indem nicht gut erhaltene Bücher am Ende des Schuljahres bezahlt werden müssen. Und damit meine ich jetzt nicht nur Bücher, die absolut kaputt sind sondern schon früher.
Niemand sagt etwas, dass man Kopierkosten zahlen muss.
Wer regt sich drüber auf, dass die Schulen marode sind und kein Material für Sachkunde z.B. vorhanden ist.

Einzelne Eltern trauen sich was zu sagen, aber ich habe festgestellt (und da mache ich den Lehrern nicht mal wirklich einen Vorwurf, da, wie KH schon sagt, es leider keine geschlossene Elternschaft gibt), dass die Lehrer dann gerne darüber lamentieren, dass die Kinder ohne Kopierkostenbeteiligung keinen schönen Unterricht haben werden.
Werden sie auch nicht, das sehe ich durchaus auch so. Natürlich ist es spannender, wenn z.b. wie bei uns ein Ritterprojekt gemacht wird, man noch mal was aus dem Itnernet dazu bekommt, weil im Buch grad mal zwei Seiten über Ritter dabei sind.Das bezweifle ich gar nicht. (Und verstehe auch KHs Ansatz, was sie sagte, dass sie überlegt, was sie will . Und sie will einen schönen Utnerricht)

Ich rege mich darüber auf, dass Eltern sich das gefallen lassen. Und ich rege mich darüber auf, dass über Lernmittelfreiheit geredet wird, über PISA (wie teuer ist eigentlich die PISA-Studie gewesen und wie viel hat Deutschland dafür bezahlt), dass VERA-Tests gemacht werden für wie viele 1000ende von Euros(und wir Eltern eigetnlich wissen, wo der Hammer hängt, dafür braucht es keine Studie), aber Eltern an Kopierkosten beteiligt werden, weil den Schulen keine Mittel bewilligt werden.

Verstehst du was ich meine?

Liebe Grüße

Edda

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Re: mal anderer Ansatz

Antwort von Pascalli am 21.03.2006, 9:58 Uhr

Hallo!

Natürlich geht es um viel mehr als nur ums Kopiergeld.
Trotzdem muß ich sagen, für uns sind 15 Euro zusätzlich viel Geld. Wir können nämlich es nicht mit z.B. einmal weniger ins Kino ausgleichen. Wir können uns das nämlich nicht leisten, auch kein Schwimmbadbesuch mit den Kids, Eisessen, etc.

Wir geraten immer mehr in einer Zweiklassengesellschaft. Wer viel Geld hat, kann seinen Kindern eine solide, gute Schulbildung bieten. Wer nicht, hat zuhause nur Hauptschüler.Tolle Aussichten.....

L.G.

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Re: Das kommt ja noch erschwerend hinzu

Antwort von Edda3 am 21.03.2006, 12:15 Uhr

Hi Pascali,

dass es sich eben viele direkt vom Munde absparen müssen. Und wo ist da die Chancengleichheit, wenn man sein Kind z.b. nach der 10 abgehen lassen muss, weil man die Bücher und all das Zeugs nicht bezahlen kann???
Das hatten wir glaub ich schon mal, oder?

LG

Edda

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Re: Benedikte, mir geht es nicht um das Geld

Antwort von karamell am 21.03.2006, 13:44 Uhr

das hab ich schon verstanden edda, bloß: wir haben hier halt wichtigere baustellen als das kopiergeld, deswegen fange ich erst bei den großen sachen das lamentieren an, sind die dann mal erledigt (haha schön wärs) dann kann ich die sache kopiergeld angehen. alles klar?
D:

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Re: mal anderer Ansatz

Antwort von Sylvia1 am 21.03.2006, 15:22 Uhr

Hallo,

auch ich muss mich Benedikte und Karamell anschließen.

Mit sind in der Schule und in der ehemaligen Kita meiner Tochter und auch der Nachbarschaft schon genug Eltern begegnet, die immer laut darüber rumjammern, dass man glatt am nächsten Sonntag den Inhalt des Klingelbeutels ihnen zugute kommen lassen möchte (kleiner Scherz am Rande) wenn sie mal ein paar Euro für sinnvolles Zusatzmaterial wie Kopien für die Kinder abdrücken sollen, die aber andererseits immer genug Geld für "Bier und Zigaratten" en Masse und ähnliche höchst überflüssige (und sogar gesundheitsschädigende) Dinge oder auch irgendwelchen High-Tech-Kram, den man absolut nicht zum Leben braucht, übrig haben.

Ich denken immer, solche Leute sollten sich im Leben mal klare Prioritäten setzen, was wirklich wichtig ist (dazu gehören für mich eindeutig die Kopien für die Kinder) und was "Luxus" oder weniger wichtig oder viellicht sogar völlig unwichtig und überflüssig ist.

Schöne Grüße
Sylvia

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Re: Das waere der Weg ins Zweiklassensystem

Antwort von Benedikte am 22.03.2006, 23:44 Uhr

Habe ich schon verstanden, dass es "ums Prinzip" geht. Aber spielen wir doch mal die Konsequenzen durch oder gehen nach GB oder USA. Da bezahlst Du, wie von Dir vorgeschlagen, null fuer staatliche Schulen. Keine activities, keine additional fees und eine Schulverpflegung, die einen nicht weiter fragen laesst, wieso die Nationen verfetten. Und was passiert? Jeder, aber absolut jeder,der es sich leisten kann oder zumindest noch einen Kredit kriegt, schickt die Kinder auf teure Privatschulen. Die Armen mit herausragendem Grips erhalten dort Stipendien, damit sie das Niveau der Lehranstalten hochhalten- und die untere Mittelschicht und Unterschicht mit normalbegabten oder leicht ueberdurchschnittlich begabten Kindern haben eben Pech gehabt.
Bildung kostet eben Geld- und es stellt sich die FRage, was man den Konsumenten abverlangen kann. Wenn man null verlangt, kann man auch viel weniger geben als wenn man viel verlangt. Und hier muss eine Balance gefunden werden, die es dem Durchschnittsbuerger ermoeglicht, seine Kinder auf gute Schulen zu gebe. Fuer mich ist klar- in dem Moment, wo sinnvolle Zusatzangebote in staatlichen Schulen wegbleiben,wo es nur noch olle Buecher gibt, keine Zusatzangebote und so, in dem Moment werde ich meine Kinder auf Privatschulen schicken.Bei vieren wuerde mir das auf Dauer nicht leicht fallen ( wir haben hier in Kanada drei auf einer Privatschule/ Vorschule, der vierte geht im Sommer und mit den Gebuehren fuer die Dauer unseres Aufenthaltes haette ich unser Eigenheim abgezahlt)- aber da gibt es ueberhaupt kein Vertun-fuer Bildung zahle ich.Und gerade solange die Betraege wie die Kopierkosten im absolut machbaren Bereich sind- da habe ich keine Einwaende ( wenn umsonst auch schoener waere). Aber man muss auch sehen, dass unser Staat ernsthafte Finanzprobleme hat- und solange wir erwarten, dass selbst Dinge, die uns persoenlich am meisten bringen- wie die Bildung unserer Kinder- kostenlos fuer uns sein sollen, wird das nicht besser. eshalb auch nochmal mein Votum- den Staat nicht kaputtmachen und so ueberstrapazieren, dass der kollapst.Das hoert sich jetzt vielleicht alles etwas wirr an, aber ich bin in Eile- wenn Du willst, kann ich es nochmal bei gelegenheit in einem gezirkelteren posting zu erklaeren zu versuchen.

Benedikte

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Noch eine Überlegung

Antwort von Liebes78 am 28.03.2006, 23:26 Uhr

Habe jetzt nicht alles gelesen, aber habt ihr mal nachgerechnet, was Bücher in jedem Fach kosten würden?

Ich bin auch Grundschullehrerin. Meine Klasse hat ein Sprachbuch, ein Lesebuch, ein Deutscharbeitsbuch, ein Mathebuch und ein Französischbuch.

Ich hatte früher zusätzlich: Musikbuch, Religionsbuch, Sachunterrichtsbuch, Mathearbeitsblätter.

Im Bereich Deutsch brauch ich seltenst ein zusätzliches Arbeitsblatt, da fast alles in den Büchern steht und das bisschen, was noch zusätzlicher Beachtung bedarf, in das Deutschheft geschrieben wird.
In Mathe brauche ich gar keine Arbeitsblätter.

Aber ich frage euch: wie soll ich den Unterricht in Sachunterricht gestalten?
Auch in Religion gibt es ab und zu Arbeitsblätter. Vieles wird hier aber auf einen Extrablock und Heft selbst aufgeschrieben und gemalt.
In Musik braucht man eher seltener Arbeitsblätter. Wenn es mal einen text zu lernen gibt, können die Schüler den auch von der Tafel abschreiben. (Was allerdings manche Eltern auch nicht problemlos hinnehmen: das aaarme Kind muss soooo viel schreiben (2 Strophen, 2. Klasse...))
Allen kann man es leider eh nicht rechtmachen.

Aber überlegt echt mal, wie es wäre, wenn ihr für jedes Fach Bücher bräuchtet.

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