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Geschrieben von Lillimax am 07.09.2019, 10:56 Uhr

Inklusion gibt‘s an jeder Schule...

Hallo,

es gibt inzwischen ja an jeder Schule das sog. Gemeinsame Lernen. Meist werden dabei etwa so bis zu vier Förderkinder in die normale Klasse gemischt. Manchmal ist es wie bei Euch - wo es offenbar mehr Förderkinder sind, und man sogar eine eigene Klasse dafür einrichtet. Wie auch immer, hier gibt‘s verschiedene Modelle.

Rechtlich ist es so, dass Schulen verpflichtet sind, Inklusionskinder jeder Art aufzunehmen in den Regelunterricht. Das gilt auch für Kinder mit erhöhtem sozial-emotionalem Förderbedarf (verhaltensauffällige Kinder). Eltern haben bei schulischen Belangen außerdem in Deutschland kein Mitsprache- oder Vetorecht. Schule, Inhalte, Methoden etc. sind allein Sache des Staats. Das hat Vor- und Nachteile.

Ich kann Deine Bedenken verstehen. Ich muss aus eigener Erfahrung sagen, dass Förderkinder den Unterricht natürlich deutlich unruhiger machen und teilweise auch erschweren. Nach meiner persönlichen Meinung tut man mit der Inklusion - wo sie sich auf verhaltensauffällige Kinder bezieht - weder den Regel-, noch den Förderkindern einen Gefallen.
An Sonderschulen dagegen gibt es einen weitaus höheren Personalschlüssel (kleine Gruppen, ausgebildete Sonderpädagogen) für diese Kinder, man kann dort viel besser auf sie eingehen. An Deutschen Grundschulen steht oft nur für wenige Stunden die Woche eine Sonderpädagogin zur Verfügung, oft gibt es hier nur eine halbe Stelle für die ganze Schule.

Für mich ist die von der EU verordnete Inklusion eine vom deutschen Staat sehr bereitwillig aufgenommene Möglichkeit, Geld zu sparen. Förderschulen sind dringend notwendig, werden aber reihenweise geschlossen.

Nun ist es aber ja momentan so, wie es ist. Du könntest höchstens versuchen, auf Kulanzbasis und im Gespräch mit der Schulleitung zu erreichen, dass Dein Kind nicht in die Kooperationsklasse kommt. Einen Anspruch darauf hast Du nicht. Weil man sich aber zufriedene Eltern wünscht, ist es trotzdem einen Versuch wert.

Verlieren kann man dabei nichts, Ihr werdet zudem nicht die einzigen Eltern sein, die da Vorbehalte haben- man erfährt es ja nicht, wenn auch weitere Paare das Gespräch mit der Rektorin/dem Rektor suchen. Ihr werdet auch nicht schlecht angesehen, denn die Schulen wissen selbst, wie problematisch Inklusionskinder sein können, auch dort ist man gar nicht begeistert über die gesetzliche Regelung.

LG

 
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