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Geschrieben von matpio am 28.11.2006, 14:21 Uhr

Grundschulwechsel?

Hallo zusammen. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Meine Frau und ich möchten gerne die Grundschule für unsere Tochter wechseln. Sie ist seit diesem Jahr in der 1. Klasse. Um es kurz zu machen und nicht zu sehr ins Detail zu gehen, wir sind überhaupt nicht mehr glücklich mit der Schulwahl. In der Klasse sind chaotische Zustände, die Lehrerin ist mit den Schülern überfordert, das bisher erlernte hängt hinter den Möglichkeiten zurück. im Vergleich zu anderen Grundschulklassen. Wir haben einen ganz guten Vergleich dadurch, dass die Freundin unserer Tochter auf eine andere Schule geht und man sich auch entsprechend mit anderen Elternteilen austauscht.

Hat jemand eine Vorstellung wie man einen Schulwechsel bei einer möglichen anderen Grundschule begründen kann?

Vielen Dank für Hilfen und Anregungen.

Gruß
Matthias

 
8 Antworten:

Ui ui ...

Antwort von Stachelbärchen am 28.11.2006, 14:42 Uhr

Hallo!

Das ist meiner Meinung und Erfahrung nach relativ schwierig, kommt aber mit Sicherheit immer auf die dortige Schulleitung an, einen Versuch ist es aber immer wert, wenn ihr wirklich sicher seid mit einem Schulwechsel.

Ich wollte schon im Vorfeld, dass meine Tochter eine andere Grundschule besucht, als die ihr von der Ortszuteilung zugehörige. Aus so ziemlich ähnlichen Gründen wie bei euch. Ich habe einen Tipp bekommen und hätte es schriftlich bei der Schulleitung beantragen müssen, dass ich als fürsorgender Elternteil tagsüber einen triftigen Grund wie z. B. eine Arbeitsstelle habe, und sei es auch nur Betreuung eines anderen Kindes oder Nachhilfe, also genau in dem Ort, wo sich die ANDERE Grundschule befindet. Damit ich nachmittags meine Tochter eben in Ort X auch bei mir habe und betreuen kann.

Das wäre mit Rücksprache der Schulleitung tatsächlich gegangen, wird auch nicht wirklich überprüft, ist aber eben nicht ganz o. k., finde ich, und habe ich letzten Endes auch nicht gemacht, auch weil meine Tochter in der anderen Schule am 1. Schultag dann kein Kind kennen würde, da die natürlich einen anderen Kiga besuchen.

Wie gesagt, eine Grundschule zu wechseln, ist nicht einfach, solche Probleme einfach wegen "Nichtgefallen" (so wird es dann abgestempelt) bringt man nicht leicht durch.

Gruß, Steffi

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ist wohl schwierig....

Antwort von HeidiRahm am 28.11.2006, 17:34 Uhr

denn ich glaube in Deutschland herrscht sowas wie "Schuluwang". Man muß die Grundschule des Bezirkes besuchen, in dem man wohnt.

Ausnahmen werden wohl selten genehmigt.

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Re: Grundschulwechsel?

Antwort von Silvia3 am 28.11.2006, 18:58 Uhr

Ein Grund, der meistens anerkannt wird, sind Betreuungsprobleme. Also, z.B. Ihr arbeitet beide am Ort der neuen Grundschule und das Kind soll nach der Schule zu Euch in die Firma kommen. Oder die Oma wohnt am neuen Schulort und soll das Kind abholen, weil die Eltern arbeiten. Auch Tagesmütter sind ok., da könnt Ihr ggf. was "drehen". Aber wenn bekannt ist, daß die Mutter den ganzen Tag zuhause ist oder im Supermarkt neben der jetzigen Schule arbeitet o.ä., dann gibt es in dieser Richtung kaum eine Chance. Evtl. müßt Ihr es mit einer Waldorf oder anderen Privatschule versuchen, das geht auch immer.

Silvia

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Re: Grundschulwechsel?

Antwort von matpio am 28.11.2006, 19:49 Uhr

Vielen Dank für eure schnellen Antworten. Dann werden wir uns mal was überlegen müssen. Wohl den Weg über eine nicht staatliche Grundschule. Danke nochmals für die guten Ratschläge.

Gruß
Matthias

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Re: Grundschulwechsel?

Antwort von huevelfrau am 29.11.2006, 8:10 Uhr

Also bei uns war es so, das die Grundschule, die unsere Tochter zur ersten Klasse (2005) hätte besuchen müssen zur Schliessung anstand. Wir haben uns dann geschlossen mit den anderen Eltern auf einer anderen Schule angemeldet. Uns wurde gesagt, das eigentlich freie Schulwahl besteht. Vor allem wenn ihr euer Kind von einer Bekenntnis-Grundschule auf eine städtische anmelden wollt oder umgekehrt. Kommen aus NRW. Oder vielleicht mal ans zuständige Schulamt oder Bezirksregierung wenden.

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Re: Grundschulwechsel?

Antwort von Makri am 29.11.2006, 20:34 Uhr

Hallo,

wo kommt ihr denn her? In NRW werden derzeit die Schulbezirke abgeschafft, so dass der Zwang zu einer bestimmten Schule nicht mehr besteht. Auch ist es möglich, zu einer Offenen Ganztagsschule zu wechseln, falls eure jetzige Schule keine OGS ist.

Aber bitte versetzt euch mal in die Rolle der Lehrerin. Du schreibst von chaotischen Zuständen - ein gewisses Chaos ist "normal" im 1. Schuljahr. Wie viele Kinder sind in der Klasse? Alle müssen zuerst die Regeln des schulischen Lebens lernen.
Vieles spielt sich im Laufe des 1. Schuljahres ein.
Alles Gute für euer Kind,
Makri

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Re: Grundschulwechsel?

Antwort von pauline04 am 30.11.2006, 11:49 Uhr

Hallo,
ich kenne das von meinem Neffen ! Der hatte zwei Jahre lang die "Hölle" in der Grundschule. Die Kinder (wie die Eltern) waren froh, als bei der 3. Klasse endlich der Lehrerwechsel anstand! Und dann kam es: Sie sollten die Lehrerin weiter behalten! Erst dann haben sich die Eltern gewehrt, zusammengesetzt und es kamen unzählige Dinge auf den Tisch. Viele Kinder waren in psycholog. Behandlung, hatten Probleme daheim etc. Viele Fakten kamen da zusammen und wenn man mal alle emotionale oder übertriebene weglässt war es immer noch def. viel zu viel. Wie auch immer, wäre jetzt zu lang.

Trotz Einschaltung von Schulbehörde und allen möglichen Instanzen war nichts zu machen, die Lehrerin sollte die Klasse auch durch die 3. + 4. führen.

Da zogen einige Eltern Konsequenzen. 4 wurden im Nachbarort an der Grundschule angemeldet mit der Begründung "Ganztagsschule" (die war hier gegeben, am Heimatort nicht. 2 Kinder, darunter mein Neffe, wechselten ebenfalls an einen Nachbar ort. Begründung: Betreuung durch die Oma, die da wohnt. Sie mussten so fadenscheinige Begründungen bringen. Obwohl es eigentlich auf der Hand lag. Aber nur so ging es !

Und soll ich dir was sagen: Es war die beste Entscheidung. Der Junge hat Spass an der Schule, gute Noten, tolle Lehrerin, Kontakt, ist aufgeblüht, sagt seine Meinung, ist offen und einfach zufrieden.

Mein Sohn selbst geht in die Ganztagsschule (wo auch die 4 Kinder gelandet sind. Sie gehen sogar in seine Klasse. Und die kamen vom Regen in die Traufe. Denn bei uns ists grad so schlimm... Und ich würde am liebsten auch wechseln, aber so einfach ist es nicht und mein Sohn machts auch nciht mit. Dabei geht er in die dritte und grade jetzt wäre es wichtig. Wir hatten die ersten beiden Jahre ein super engagierte Lehrerin, die es schaffte 30 Kinder unter einen Hut zu bekommen, Disziplin und Spass zu vermitteln ! Ich hab den größten Respekt davor. Die jetzigen Lehrerinnen (ja, zwei !! sind beide über 60 und werden nach der 4. Klasse in Rente gehen). Was wir erleben ist der Hammer. Von der einstmals gut organisierten, selbständig arbeitenden, leistungsstarken Klasse ist nix mehr übrig. Und das nach einem halben Jahr. Dafür läuft alles aus dem Ruder, die Kinder mobben sich, sind aggressiv, es gibt keine Klassengemeinschaft. Das nur den Lehreren anzukreiden wäre natürlich falsch. Aber sicher macht das viel aus. Denn vorher ging es ja auch.

Zu dem machen sie alles schlecht, was die Lehrerin vor ihnen den Kindern beigebracht hat. Selbständiges Arbeiten (Tagespläne etc.) werden gar nicht gemacht (kostet ja auch Vorbereitung), es werden keine Hausaufgaben kontrolliert, keine Übungen im Unterricht kontrolliert, nichts.

Als ich beim Elternsprechtag ("bitte nur 8 Minuten, haben sich ja so viele Eltern angemeldet) gefragt habe wie mein Sohn sich in Religion macht kam die Frage:

"wen hat er denn da?"

und zu Musik:

"och, ich kann nix sagen" (klar, sie haben Montags Musik und Freitags. Zwei unterschiedliche Lehrer, unterschiedliche Themen. Wenn es nciht grad wieder ausfällt weil die beiden ja Teilzeit arbeiten und sich dann abwechseln, wies grad passt. (Sei ihnen ja gegönnt, wenn sie es entsprechend organisieren.

Also: Die, die zufrieden mit den Lehrkräften sind: Seid dankbar! Für alle anderen: Haltet aus wie wir oder zieht ein Wechsel in Erwägung, wie ihr!

Kauf ich mir einen Staubsauger, schau ich bei Stiftung Warentest. Will ich verreisen schau ich bei Holidaycheck. Geh ich arbeiten, bekomm ich Beurteilungen und mehr oder weniger Gehalt, man schaut auf meine Leistung. Aber wenns um die Schulbildung meines Kindes geht, hab ich kaum eine Chance. Ich muss es hinnehmen.

Ich hoffe nur wir treffen wiedermal auf einen guten engagierten Lehrer. Der muss mir nicht alles recht machen, um Gottes Willen - aber er soll ein wenig bemüht sein. Und nicht nur seine Zeit absitzen.

Seuuuufz.

Viel Glück bei Eurer Entscheidung!
Pauline

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Re: Grundschulwechsel?

Antwort von Julesxx am 11.03.2019, 15:32 Uhr

Hallo,
auch mein Kind wird demnächst die Grundschule wechseln. Ob die Entscheidung richtig ist, wird man immer erst im Nachhinein wissen. Bei uns war der Grund, dass in der Klasse Inklusionskinder sind, 5 davon mit Sozialverhaltensstörungen. Ich habe nun entschieden, dass es für mein Kind so weder sozial noch pädagogisch funktioniert. Die Lehrerin sah keinen Handlungsbedarf, ebenso die Schulleitung, die einen Klassenwechsel nicht bewilligte, da sie befürchtet einen Präzidenzfall zu schaffen. Klasse neu aufteilen wollen sie auch nicht (die zufriedenen Parallelklassen sollen zufrieden bleiben). Also hieß es Gestattungsantrag stellen. Da ich der Schulleitung bereits unangenehm wurde, ging er auch schnell durch bei der Schule, die aufnehmende Schule hatte Kapazitäten. Da die zukünftige Schule eine Ganztagsschule ist, ist auch die Nachmittagsbetreuung mit abgedeckt, also ging es. Ich hoffe auch auf eine positive Entwicklung, ganz viele positive Erfahrungen in der Schule und endlich ein normales Lernumfeld.
Beim Gestattungsantrag sollte ich pädagogische Gründe angeben, die ich natürlich auch explizit erklärte, desweiteren ist die Betreuung wichtig. 1. Schritt die Unterschrift der zugeteilten Schule, zweiter Schritt die Unterschrift der "Wunschschule", das geht dann ans Schulamt (die wohl nichts dagegen haben, wenn die Schulen untereinander einig sind.
Hoffe das hilft anderen, die auch in diese unangenehme Situation mit ihren Kindern geraten.
Ich hatte alle Inklusionsberatungsstellen und Ämter durchtelefoniert, doch nach meiner Erfahrung bringt das eigentlich nicht wirklich etwas. Alle waren sehr nett und verständig, boten sich als Mediatoren an, doch alle haben auch gesagt, dass sie letztlich nichts machen können, da die alleinige Entscheidung bei der Schulleitung liegt und wenn die blockt hat man keine Chance. Der erste Weg sollte immer über die Klassenleitung gehen, dann Elternbeirat, Schulleitung - dann bleibt nur noch die Konsequenz eines Schulwechsels oder der juristische Weg über Schulaufsichtsbeschwerde, aber ob das Erfolg hat...
Wenn man all zu viel Druck auf die Schule macht, dann ist am Ende das Kind der/die Leidtragende, denn der Druck, den die Schulleitung bekommt wird auf die Klassenleitung abgewälzt und dann ratet mal, bei dem die Klassenleitung ihre "gute Laune" ablässt, natürlich bei deinem Kind.
Ich persönlich hätte meinem Kind gerne einen Schulwechsel erspart.
Viel Glück euch, falls ihr einen ähnlichen Fall habt.

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