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Geschrieben von Onlinchen am 04.06.2007, 11:01 Uhr

Für und Wider Montessori-Grundschule

Hallo,

unsere Tochter ist ein aufgewecktes uns wissbegieriges Kind mit einer sehr schnellen Auffassungsgabe. Daher überlegen wir, sie in einer Montessori-Schule zu schicken, damit ihr ein induviduelles Lernen ermöglicht wird.

Was spricht Eurer Erfahrung nach für und gegen eine Montessorischule? Welche Förderung bekommen die Kinder?

LG Anja

 
6 Antworten:

Re: Für und Wider Montessori-Grundschule

Antwort von RenateK am 04.06.2007, 11:36 Uhr

Hallo,
unser Sohn ist im 3. Schuljahr auf einer städtischen Montessorischule. Wir haben da gar nicht groß drüber gedacht, weil es bei uns einfach die Stadtteilschule ist und wahrscheinlich gibt es doch auch Unterschiede zu den privaten Montessorischulen, die ja auch Schulgeld nehmen.
Vorteile:
- jahrgangsgemischte Klassen, das finde ich einfach auch vom sozialen viel besser und es erzwingt schon eine gewisse Flexibilität bei den Lehrerin.
- Freiarbeit und Arbeitspläne. Die ersten zwei Stunden jeden Tag sind grundsätzlich Freiarbeit, wo die Kinder selbständig an ihren Arbeitsplänen oder auch an ganz frei gewählten Aufgaben arbeiten. Die Kinder werden wirklich sehr schnell selbständig.

WAs die individuelle Förderung betrifft, so hängt - wie überall - sehr an der Lehrkraft. Unsere ist leider etwas unflexibel, so dass unser Sohn Mitte der 1. Klasse zwar locker in Mathe in die 2. Klasse konnte und seitdem ein Jahr weiter ist in Mathe, aber weitergehende Förderung (die dringen nötig gewesen wäre, da es auch psychische Auswirkungen gab), ist trotz großer Anstrengungen unsererseits (Gespräche etc.) nicht dauerhaft erfolgt. Ich denke aber, in einer nicht jahrgangsgemsichten Klasse wäre es noch schlimmer. Trotz Montessori (und guten Noten) geht unser Sohn überhaupt nicht gern zu Schule.
Nachteile einer Montessorischule - jedenfalls so wie es bei uns läuft - kann ich eigentlich überhaupt keine sehen.
Viele Grüße, Renate

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Re: Für und Wider Montessori-Grundschule

Antwort von Birgit67 am 04.06.2007, 14:51 Uhr

wir haben zwar keine richtige Montessori Grundschule, aber es wird nach diesen Leitlinien unterrichtet und ich bin total zufrieden damit, die Kinder lernen zu lernen mit einer Leichtigkeit, die kaum an anderen Schulen zu finden ist, es gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade in den einzelnen Aufgabenbereichen, so dass auch schnelle Kinder gefördert werden.

Mein Grosser konnte bereits fehlerlos Lesen , hatte mit der Rechtschreibung oder mit Zahlen keinerlei Probleme. Er ist jetzt in der 3. Klasse, gehört nach wie vor zu den Klassenbesten, hat spass an der Schule ihm ist noch nie langweilig geworden und das lernen fällt ihm nach wie vor leicht. Kann ich also nur empfehlen und finde es schade, dass so wenig weiterführende Schulen diesen Lehrplan haben.

Gruss Birgit

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Re: Für und Wider Montessori-Grundschule

Antwort von KH am 04.06.2007, 15:48 Uhr

Unser Sohn ist ein aufgewecktes uns wissbegieriges Kind mit einer sehr schnellen Auffassungsgabe. Daher ist er auch auf der Regelschule gut aufgehoben.
Ich finde zwar grundsätzlich die Montessoripödagogik nicht die schlechteste, aber viele Elemente davon sind inzwschen auch in der Regelschule.
Warum wir unser Kind nicht auf die Montessorischule gegeben haben?
1) Entfernung von zu Hause, seine Schulfreunde würden dann ganz woanders wohnen. Die nächsten Montessorischulen sind 15 bzw. 25 km entfernt.
2) Schulgeld bzw. Pflicht der Eltern zu Mitarbeit - kann ich mir definitiv nicht leisten.
3) Sollte das Kind nach der 4. Klasse aufs Gymnsium wollen (oder RS), müsste es (zumindest in Bayern) eine Aufnahmeprüfung machen.
4) Erlebe ich, dass viele Kinder, die auf der Regelschule nicht klar kommen - aus was für Gründen auch immer - auf die Montessori wechseln. Naja.
5) Nicht jede Montessorischule ist automatisch gut, auch da ist es lehrer- bzw. kollegiumsabhängig (dieses Wissen stammt von einer Montessorikollegin, also Insiderin, die auch nicht überall würde unterrichten wollen).
Alle Eltern, die ich kenne, die ihr ´Kind auf der Montessorischule haben, sind zufrieden, ich kenne aber auch einige Fälle, wo die Kinder in der 3. Klasse wieder in die Regelschule kamen, weil ja der Übertritt geplant war. Und die haben sich dann echt hart getan.
Doch die Regelungen in den anderen Bundesländern kenne ich nicht.
Achja, auch im bayerischen Lehrplan steht was vom individuellen Lernen und individuellen Färdern - das geht auch in der Regelschule. (Zumindest theoretisch).

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Re: Für und Wider Montessori-Grundschule

Antwort von salsa am 04.06.2007, 19:15 Uhr

meine tochter ist auf einer städtischen montessorischule, d.h. wir zahlen kein schulgeld und müssen nicht mitarbeiten ... ich tue es freiwillig einmal die woche ... und kann die unterschiede direkt sehen ... und bin einfach davon begeistert ... meine tochter ist ein intelligenteres kind ... und dort hat sie aufgrund der freiarbeit, sich den input zu holen, den sie braucht.
salsa

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Danke: Für und Wider Montessori-Grundschule

Antwort von Onlinchen am 05.06.2007, 22:03 Uhr

Herzlichen Dank für Eure Beiträge.

Die auserwählte Schule liegt relativ nah bei uns und fahrtechnisch sogar besser zu erreichen als die zuständige Grundschule. Außerdem macht diese einen sehr offenen und ordentlichen Eindruck. Sie bietet eine hervorragende Nachmittagsbetreuung an, beim "Schnuppern" hat unsere Tochter gleich gesagt: "Die Lehrer sind nett, hier will ich zur Schule gehen"

Es gibt also viele Gründe, die für diese Schule sprechen...

Aber: Eignet sich das MontessoriModell auch für weiterführende Schulen? Ist das Kind nach der GS auch unkompliziert in der Lage eine "normale" Schule zu besuchen? Oder sollte besser auch die weiterführende Schule von Montessori sein??

Danke für eure Antworten.
LG Anja

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Re: Danke: Für und Wider Montessori-Grundschule

Antwort von RenateK am 06.06.2007, 8:45 Uhr

Hallo,
das Montessori-Modell eignet sich sicher für weiterführende Schulen, da gibt es aber kaum welche. Der Übergang auf eine andere Schule ist aber wohl kein Problem. Bei uns an der Schule gibt es sehr viele Gymnasialempfehlungen (bei den Viertklässlern in der Klasse meines Sohnes gab es nur einen, der keine hat und das ist nicht untypisch) und die Kinder sind auf allen Gymnasien gern gesehen, gerade weil sie sehr selbständig arbeiten können.
Viele Grüße, Renate

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