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Geschrieben von alisasmama am 23.07.2005, 23:44 Uhr

Einschukung schon mit fünf Jahren???

Hallo,

ich wurde vor kurzem von der Stadt informiert, dass Kinder mittlerweile schon mit 5 Jahren eingeschult werden können. Ich möchte einfach mal gerne verschiedene Meinungen einholen, was andere Menschen davon halten. Meine Tochter wird nächstes Jahr im Januar 5 und könnte dann auch im nächsten Sommer in die Schule gehen. Ich habe mal die Erzieherin meiner Tochter gefragt, was sie davon hält und sie hat mir davon abgeraten. Sie meint es wäre zum einen nicht gut für ein Kind immer das jüngste zu sein und man sollt die Kinder so lang wie möglich im Kindergarten lassen. Ausserdem wird die Möglichkeit Kinder so früh einschulen zu lassen nur aus dem Grund gemacht, weil die in den Schulen nicht mehr wissen wie die sonst die Klassen voll bekommen. Und ich bin eigentlich davon überzeugt, dass das ja wohl nicht der Hauptgedanke dabei sein kann, sondern eher einen vernünftigen, pädagogischen Hintergrund haben muss.

Vielleicht hat ja jemand die Erfahrung gemacht und kann mir ein wenig berichten, ob man Kinder wirklich so lange wie möglich im Kindergarten lassen soll oder es auch einen oder mehrere positive Aspekte einer vorzeitigen Einschulung gibt??

Viele Grüße
Jessica

 
10 Antworten:

Re: Einschukung schon mit fünf Jahren???

Antwort von Biggi+Jungs am 24.07.2005, 14:30 Uhr

Hallo Jessica,

mein Sohn wurde mit 6 Jahren 4 Monaten eingeschult. Für mich zu spät. Er war schon sehr fit, konnte bis zum 20er-Raum rechnen und einfache Worte lesen. Ich hätte ihn gerne mit 5 Jahren eingeschult, aber bei uns ist auch der Kindergarten dagegen gewesen (aus keinem vernünftigem Argument, nur die Kinder sollten noch spielen) und ich hätte zu einem psychologischen Gutachten gemusst. Das wollte ich ihm ersparen.
Unser Sohn ist jedoch sehr groß (bei der Einschulung 1,26, jetzt am Ende des Schuljahres 1,35) und selbstbewußt, war schon mit einer Kinder-Gruppe alleine in der Jugendherberge, klammert nicht mehr und hat am 1. Schultag fürchterlich mit mir geschimpft, weil ich ihn zur Schule begleiten wollte.
Der Erfolg der "normalen" Einschulung war, dass es ihm im 1. Schuljahr langweilig war, die Lehrerin wußte nicht mehr wie sie ihn beschäftigen sollte und er hat im Rechnen mittlerweile den Stand Ende 2. Klasse. Dieses Jahr nach den Osterferien kam zum ersten Mal der Gedanke in überspringen zu lassen auf. Er wollte das aber nicht (er wollte seine Klassenkameraden nicht verlieren und mir erschien es auch etwas krass, ihn jetzt nach den Sommerferien gleich in die 3. Klasse zu geben). Er verpaßt ja immerhin den ganzen Stoff der 2. Klasse und es ist ja nicht nur Lesen und Schreiben und Rechnen (was er super kann). Wir haben ihn auch mittlerweile testen lassen, er hat einen IQ von ca. 122, nicht hochbegabt, aber doch recht fit. Er hat auch im Unterricht sehr geblödelt (wegen Langeweile) und ihm geht alles zu langsam. Oft hat er kein Verständnis für schwächere Kinder.

Alles in allem wäre für uns eine Einschulung mit 5 das Beste gewesen. Naja, aber da müssen wir jetzt durch, lieber super durch die Grundschule und dann aufs Gym, als vielleicht doch durch die frühe Einschulung gerade mal so mitkommen.

Liebe Grüße
Biggi und ihre Jungs

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Re: Einschukung schon mit fünf Jahren???

Antwort von tachpost am 24.07.2005, 18:33 Uhr

Ich denke,das es auf das jeweilige Kind selbst ankommt.
Es gibt durchaus Kinder,die man einschulen kann mit 5 Jahren.
Andere Kinder lässt man lieber noch ein Jahr im Kiga spielen.
Mein Sohn war auch ein Kann Kind,aber ich habe ihn nicht einschulen lassen.
1. hatte er selbst keinerlei Ambitionen,2. viel zu hibbelig,kann kaum stillsitzen,und hat nur Schabernack im Kopf.
Ihm hat das zusätzliche Jahr im Kiga nicht geschadet.

Jetzt hingegen merkt man deutlich,es wird Zeit,er muss da raus,aber es sind ja nur noch 6 Wochen bis zum 1. Schultag.

Was die Erzieherinnen angeht,habe ich das Gefühl die sind grundsätzlich alle gegen eine vorzeitige einschulung,aber konnten mir z.B. auch keinen plausiblen Grund dafür angeben.

Ich würde an Deiner Stelle einfach abwarten,wenn sie erst im Januar 5 wird,habt Ihr ja noch ein Weilchen Zeit bis zur Anmeldung.

LG
Birgit

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Re: Einschukung schon mit fünf Jahren???

Antwort von alisasmama am 24.07.2005, 19:08 Uhr

Hallo nochmal,

erst mal lieben Dank für eure Hilfe.
Mir wurde gesagt, dass man sein Kind, das nächstes Jahr in die Schule gehen soll, bereits dieses Jahr im November anmelden muss. Also wenn man das so sieht ist das nicht mehr allzu lang.
Meine Tochter ist auch schon sehr fit, sie zählt bis 20, fängt langsam an zu rechnen und zu schreiben. Bis jetzt schreibt sie zwar erst Oma, Opa, Papa, meinen Namen und ihren Namen, aber wenn ich bedenke, dass die reguläre Einschulung erst im Sommer 2007 ist dann kann sie ja noch mehr. Und da habe ich ein wenig die Befürchtung dass sie dann schon zu viel kann und es ihr langweilig wird. Was ihr wohl noch schwer fällt ist das "sitzen bleiben". Ich meine manchmal sie hat Hummeln im Popo. In ihr sitzt so viel Energie. Wir hatten mal ein Nachbarskind im Garten und ich habe den Kindern etwas Pappe, Scheren und Kleber gegeben. Das Nachbarskind saß mehr als eine Stunde bei mir und hat in aller Seelenruhe gebastelt und Alisa keine 15 Minuten und schon ist sie wieder durch die Gegend gerannt. Aber ob sich das ändern wird und sie mit 6 Jahren nicht mehr so hibbelig ist, das glaub ich auch nicht.
Naja, es sind ja noch ein paar Tage Zeit zum überlegen.
Wünsche allen noch einen schönen Sonntag.

Jessica

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Re: Einschukung schon mit fünf Jahren???

Antwort von Wusel99 am 24.07.2005, 19:43 Uhr

Wir haben es im letzten Jahr getan. Unsere Tochter war 5,7 Jahre alt zur Einschulung. Wie wir jetzt wissen, war diese Entscheidung absolut richtig. Sie hat die 1. Klasse mit links und als Klassenspitze absolviert. Ihr ist es eher noch immer zu langweilig in der Schule.

Unsere Gründe damals waren:

Kind wollte unbedingt zur Schule
starke soziale Reife
Kindergartenverweigerung
extremer Wissensdurst
konnte zum 5. Geburtstag lesen, im 20-er Raum rechnen...
schulärztliche und schuliche Empfehlung

Im Prinzip hat sie den Stoff der 1. Klasse bereits vor der Schule im Wesentlichen beherrscht.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie sie noch ein Jahr im Kiga ausgehalten hätte.

Man muß diese Entscheidung von Kind zu Kind treffen. Unsere mittlere Tochter ist im Juli 2001 geboren, soll 2007 eingeschult werden, aber bei ihr bin ich mir trotz der wenigen Tage, die sie über den Stichtag geboren wurde noch nicht sicher, ob wir das machen werden.

Gruß,
Angela

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habe die anderen Posting nicht gelesen ich finde aber:

Antwort von Birgit67 am 25.07.2005, 9:42 Uhr

mit 5 zur Schule ist einfach zu früh, ausser es ist wirklich ein Kind das schon sehr Schulreif ist, im Sozialen punkt genauso wie im Selbständig sein und Selbstbewustsein. Das Kinder mit 5 schon lesen können und auch etwas schreiben ist nicht zwingend der Grund um es in die Schule anzumelden. Mein Gedanke geht auch oft weiter - die Grundschulen sind doch meistens klein und abgeschieden, aber die grossen Schulkomplexe wo dann wirklich Haupt-Real-und Gymnasium zusammen ist, da geht es hoch her - auch in ländlichen Gebieten und mit ist es dann lieber, dass meine Kinder gefestigter und einfach älter sind um mit dieser Situatin die dort herrscht besser zurechtzukommen. Mein Grosser wurde als Kannkind mit 7 eingeschult er konnte auch schon lesen und schreiben - er hals jetzt dieses Schuljahr den anderen aber bei ihm bin ich mir sicher, dass er den wechsel zur 5. Klasse von seiner ganzen Art her super schafft.

Mein Kleiner muss mit gerade mal 6 zur Schule - finde ich persönlich schade ihm würde ein Jahr Kindi einfach guttun.

Auch der Altersunterschied finde ich extrem, bei meinem Sohn in der 1. Klasse ist ein 9-jähriger dabei, warum steht mal aussen vor aber dann noch ein gerade mal 5,5 jährigen mit einem 8.5 jährigen zusammen ist einfach eine riesengrosse Spanne.

Auch die Erzieherinnen bei uns sind nicht für das frühe einschulen, das passiert bei uns nur auf drängen der Eltern und ansonsten lieber erst mit 6,5 als schon zu früh, es ist einfach die Motorik das verhalten das zuhörenkönnen ist dann besser entwickelt.

Es stimmt, kleine Kinder lernen besser weil sie es noch unter Druck machen - aber dann bitte den Kindi umstellen dass sie da mehr mit den Kindern machen die so zwischen 4,5 und 6 sind um sie noch mehr für die Schule fit zu machen - nicht mit lernen und was können sondern von der Motorik und dem Sozialverhalten - lernen sollen sie in der Schule und sonst nirgends.

Gruss Birgit

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Re: Einschukung schon mit fünf Jahren???

Antwort von Christina69 am 25.07.2005, 9:54 Uhr

Hallo Jessica,
ich kann mich Birgit67 nur anschließen. Ich war selbst ein Kannkind ( von Ende Oktober) und wollte damals unbedingt in die Schule. Ich konnte auch beim Test ein Bügeleisen von nem Hammer unterscheiden. Ich hatte auch eigentlich gripsmäßig nie Probleme in der Schule, aber die Reife hab ich glaube ich doch noch nicht gehabt. Und wie Birgit schon schrieb, in der Grundschule ist es kein Problem, aber bei den weiterführenden Schulen wirds schon schwieriger. In meiner Abschlußklasse in der Realschule wurde ich im Oktober 15, eine Mitschülerin im Februar 18. Und diesen Unterschied merkt man eben doch. Ich bin die ganze Schulzeit über immer die Jüngste in der Klasse gewesen, und es hat mir zwar nicht geschadet, aber es hat mir auch in keiner Weise genutzt. Und einen Ausbildungsplatz hab ich auch erst mal nicht bekommen, da ich ja noch so jung war. Bei meinen Kindern hat es dann mit dem Planen geklappt, das es keine Übergänger werden ( April und Mai). Ich denke es wäre kein Problem, wenn alle Kinder mit 5 in die Schule kämen, aber das Problem ist der Altersunterschied und in dem Alter machen 2 Jahre schon ganz schön was aus.
Liebe Grüße
Christina

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Re: Einschukung schon mit fünf Jahren???

Antwort von MAriakat am 25.07.2005, 10:26 Uhr

Also, wenn du schon selber schreibst, dein Kind koenne kein 15 min sitzen und basteln, dann ist es definitiv zu frueh fuer sie, denn in der Schule sitzen die Kinder bis zu 6 Stunden am Vormittag und arbeiten und konzentrieren sich. Natuerlich hast du recht, dass sich das unter Umstaenden nicht aendert bis sie 6 Jahre alt ist (ich selber bin GS Lehrerin und hatte Schueler, die sich sogar in der 4. Klasse keine 15 min konzentrieren konnten und nicht sitzen bleiben konnten), aber es besthet doch ein berechtigte Hoffnung, dass sie das im kommenden Jahr noch lernt. Das kann man foerden indem man eben regelmaessig solche Aktivitaeten wie Basteln oder Vorschule oder ein Konzert besuchen oder bei einer Fuehrung zuhoeren, mit dem Kind macht. Ansonsten kannst du sie natuerlich auch einschulen, wenn sie es nicht kann, aber dann hat sie definitiv Nachteile gegenueber den Kindern, die da bereits seit laengerer Zeit koennen.
Meine Tochter wird dieses Jahr mit 6,5 Jahren in die Schule kommen. Als Beispiel...sie kann das schon seit gut 2-3 Jahren ruhig waehrend eines Kindergottesdienstes daziten und aktiv zuhoeren. Das erstaunt mich jedesmal wieder, denn das dauert ja eine ganz schoene Weile. Sie hat auch, waehrend meiner 2. Schwangerschaft, als es mir sehr schlecht ging, manchmal 2-3 Stunden am Tag nachmittags alleine gemalt, Kassette gehoert oder gebastelt und zwar ohne staendig aus ihrem Zimmer zu rennen. Ich kann nicht behaupten, dass sie eine besonders stilles Kind ist, ganz im Gegenteil, sie rennt am liebsten rum, aber sie kann halt auch ruhig sitzen und basteln oder zuhoeren oder was auch immer.
Alles Gute fuer eure Entscheidung.
Mariakat

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Re: Einschukung schon mit fünf Jahren???

Antwort von Rundinella am 27.07.2005, 1:40 Uhr

Hallo!!!
Ich erlebe als Grundschullehrerin immer wieder die Situation, dass es Kinder gibt, die zu früh eingeschult werden. Das "Problem" ist, dass die Kinder zwar sehr von der Schule begeistert sind und oft auch (zunächst) gute Leistungen zeigen, in ihrer Motorik, Raum-Lage-Koordination, Selbstständikeit und sozialen Reife aber oft noch sehr hinterher hängen. Es gibt Kinder, die haben noh nicht die richtige körperliche Reife und bekommen einen doppelten Büchersatz, da sie gar nicht in der Lage sind, ihren vollen Schulranzen nach Hause zu tragen. Da bleibt dann ein Büchersatz immer in der Schule und einer zu Hause. Den Kindern fällt es oft auch schwer, den ganzen Vormittag konzentriert und ruhig zu arbeiten. Gerade im 1. Schuljahr wird zwar generell besonders handlungsorientiert und spielerisch gearbeitet, doch das Spielen im Kindergarten ist doch was anderes. Es gibt auch immer wieder Fälle, da bekommen die Kinder nach einer gewissen Zeit in der Schule einen richtigen Einbruch, da sie die anhaltende Belastung (Schule, Hausaufgaben, Klassenarbeiten, soziales Miteinander in der Gruppe) als Überforederung empfinden. Das Niveau in der Grundschule ist meines Erachtens enorm - im Vergleich zu früher- gestiegen. Das liegt u.a. daran, dass Qualitätsentwicklung- und sicherung von Schule und Unterricht derzeit die Schlagwörter schlechthin sind und wir Lehrer durch die neuen Tests (verbindliche Einführung der Orientierungsarbeiten in Mathe und Deutsch, Stolperwörter-Lesetest,....) auch unter Druck geraten.
Sollte ich (so hoffe ich doch sehr) bald ein eigenes Kind bekommen und müsste mich entscheiden, so würde ich mein Kind mit großer Sicherheit erst später einschulen lassen, damit es auch die nötige Reife hat. Das kann man zwar jetzt noch gar nicht genau sagen, aber so ist mein momentanes Bauchgefühl. Ich denke ihr kennt eure Kinder ja am besten. Eine allgemein gültige Aussage und Empfehlung gibt es nicht. Es kommt immer auch in erster Linie auf das Kind an!

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Re: habe die anderen Posting nicht gelesen ich finde aber:

Antwort von Graupapagei3 am 03.08.2005, 9:38 Uhr

Wenn Erzieherinnen generell gegen das frühe Einschulen sprechen, dann ist das nur ein Zeichen ihrer mangelnden Fachkompetenz, denn sie sollten wissen, dass es in der Entwicklung der Vorschulkinder erhebliche Unterschiede gibt nicht nur im kognitiven, sondern auch im motorischen und sozialen Bereich.
Mein Mann ist übrigens Lehrer am Gymnasium und erlebt es ständig, dass gerade die Jüngsten der Klasse die Leistungsträger sind und außerdem eine ausgezeichnete Stellung im Klassenverband haben.

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Re: Einschukung schon mit fünf Jahren???

Antwort von Graupapagei3 am 03.08.2005, 9:41 Uhr

Du solltest aber gerade als Grundschullehrerin auch mal alle die Fälle erwähnen, wo Kinder zu spät eingeschult werden.
Davon mal abgesehen, ist doch das Anspruchsniveau gerade in der 1.Klasse sowieso relativ niedrig.

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