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Geschrieben von Jana-Lina am 24.08.2017, 10:18 Uhr

4 jähriger will lesen und rechnen

Hat jemand von euch schon die Erfahrung gemacht, dass ein 4 jähriger bereits lesen (einfache Sätze) und rechnen (+/-/teilweise x) kann?
Wir haben noch 2 Jahre bis zur Einschulung und ich bin natürlich stolz, mach mir aber auch immer wieder Gedanken wie das in Zukunft weiter gehen soll.

Angefangen hat das bereits, als er ca 2 Jahre alt war. Damals fiel sein großes Interesse an Buchstaben und Zahlen auf
Er hat zb ein Puzzle mit dem Alphabet und wollte das ich die Buchstaben benenne.
Irgendwann hat er natürlich gemerkt das alle fasziniert sind das er die Buchstaben lesen konnte und so nahm das seinen Lauf.
Wir hatten auch schon ganz extreme Phasen, da wollte er wirklich nur alles mit Zahlen (Lieder mit Zahlen, zahlen kneten, malen, Spiele mit Zahlen usw...), das wurde vor kurzem besser. Er spielt jetzt auch "normale" Sachen, sehr gern mit anderen Kindern.

Vielleicht gibts jemanden dessen Kinder ähnliche Interessen haben?

Lg

 
29 Antworten:

Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von Sille74 am 24.08.2017, 11:37 Uhr

Nö, meine sind ganz normale Kinder ...

Aber nachdem Du schon im Grundschul-Forum postest: schule ihn doch als Kann-Kind ein und ggf. kann er dann nach dem 1. Halbjahr in die 2. Klasse, falls er tatsächlich schon so viel kann und sich langweilt.

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von Jana-Lina am 24.08.2017, 11:47 Uhr

Mein Kind ist auch ganz normal ;)
Er hat andere Interessen als deine Kinder, die für sein Alter vielleicht ungewöhnlich sind. Deine Kinder sind vielleicht begeisterte Dinosaurier Fans, und kennen alle Arten etc.. Jedes Kind hat hald andere Fähigkeiten

Im Grundschul Forum poste ich deshalb (hab übrigens auch in den anderen Foren fepostet), weil ich Eltern suche, die Erfahrung mit solchen Kindern haben und wissen will, wie ihr Entwicklungs- und Werdegang war, wie ich verhindern kann das er sich in der Volksschule langweilt, wie ich verhindern kann das es ins extreme geht und er in anderen Bereichen dann eventuell hinterherhinkt usw...

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von Kriekkrischtn am 24.08.2017, 12:24 Uhr

Liest er die Sätze tatsächlich oder kann er sie nur auswendig? Unser Sohn (5) kann ganze komplexe Bücher in kürzester Zeit auswendig. Die trägt er einem dann passend zu den Seiten vor. Da könnte man meinen er liest. Tatsächlich ist es nur ein gutes Gedächtnis. Buchstaben erkennen tun die meisten Kinder im Kindergarten-Alter.

Auch das Rechnen liegt den Kindern mehr oder weniger gut. Unser Sohn ist darin hervorragend. Plus Minus Mal und das alles im Kopf. Das hat er auch mit Vier schon gemacht. Er war im Mai 5 und ist nächstes Jahr ein Muss-Kind für die Schule. Unser Kinderarzt bescheinigt ihm eine hohe Intelligenz aber er sagt gleichzeitig dass wir froh sein können dass wir noch ein Jahr zur Schule haben. Denn auf einem Bein stehen, Zeichnen und andere einfache Dinge (die auch wichtig sind) kann er dafür nicht besonders gut.

Was ich sagen will: schön wenn dein Kind eine/mehrere Begabungen hat! Förder sie solange es ihm Spaß macht. Aber eine einzelne Begabung macht noch kein Genie. Sorry für meine ehrlichen/harten Worte

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von Jana-Lina am 24.08.2017, 12:38 Uhr

Er liest tatsächlich
Bücher die er zuvor noch nie gesehen hat, Reklame, Menükarten...

Warum harte Worte? Hab ich beim lesen jetzt nicht so empfunden
Auch hab ich mit keinem Wort gesagt dass mein Kind besonders begabt oder ein Genie ist...

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von dhana am 24.08.2017, 15:23 Uhr

Hallo,

ich halte das für relativ normal - das Intresse an Buchstaben oder Zahlen haben viele Kinder ohne das sie gleich hochbegabt oder so sind.

Sondern sie leben in einer Welt in der Buchstaben und Zahlen einfach sehr wichtig sind - sie fangen an zu fragen warum und was (auch was, was eigentlich jeder 4jährige ausdauernd macht). Die einen fangen an sich für Autos zu intressieren und kennen jede Automarke ect.
Die anderen intressieren sich halt für Buchstaben und entdecken das zusammenziehen von Buchstaben zu Wörten.

Meinem Großen hab ich Mal- und Geteiltrechnen aus versehen beim Abendessen beigebracht - er hat halt gefragt und ich hab geantwortet - danach hatte er das Prinzip verstanden und konnte das auch auf andere Zahlen anwenden...
Mein Jüngster konnte dagegen jeden Fußballer von jedem Bundesligaverein am Foto erkennen und zuorden.
Meine Nichte ist jetzt 6 Jahre und näht mit Begeisterung an der Nähmaschine der Mama und entwirft da eigene Kleidung.

Ich habs immer so gemacht das ich geantwortet habe, aber nicht explizit gefördert wenn es um Schulwissen geht.
Aber absichtlich gebremst hab ich auch nicht. Und ich denke das war auch gut so... in der Schule hab es trotzdem genug das sie noch lernen mussten oder wo sie Probleme hatten.

Gruß Dhana

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von lubasha am 24.08.2017, 18:43 Uhr

Jup.
ist nicht schlimm

Große hat mit 4,5 die Buchstaben zusammengezogen, bis zur Einschulung las sie Bücher und rechnete bis 100 mit Zehnerübergang.
mit 6 eingeschult. Die Zahlen und Buchstaben ordentlich zu schreiben in der ersten hat ihr nicht geschadet.
der kleine hat Buchstaben zusammengezogen, da war er noch keine 4. Jetzt ist er 5,5, liest ein Buch nach dem anderen weg, rechnet bis 20 alles (mehr habe ich noch nicht ausprobiert, zählen tut er bis 100 sicher, bis 1000 mit 2x nachfragen, ob 101 oder 200 nach 100 kommt), schreibt längere Briefe.
er bleibt noch ein Jahr in der Kita, da er lieber spielt als ruhig sitzt.

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von EarlyBird am 24.08.2017, 19:20 Uhr

Ist er 4, 4,5 oder 4 3/4 Jahre? Für 4 Jahre finde ich das schon sehr früh wenn er tatsächlich lesen kann und nicht nur wiedererkennt. Ich würde einfach mit seinen Interessen gehen, er bestimmt ja eh sein eigenes Tempo.
Und bei der nächsten U Untersuchung ansprechen.

Lg

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von Jana-Lina am 24.08.2017, 19:37 Uhr

Mit 3 1/2 hat er angefangen die Buchstabenlaute zusammenzuziehen und hat daraus ein Wort gebildet, konnte also einzelne Worte lesen, hat das aber sehr selten gemacht. Gerechnet hat er damals plus und minus im 10er (das sehr gerne und viel). In jeder Alltagssituation hat er Möglichkeiten für Rechnungen gefunden (10 Kinder sind in der Gruppe, 3 wurden abgeholt, jetzt sind noch 7 da) etc. Er hat das gemacht ohne abzuzählen, also im Kopf gerechnet
Jetzt ist er 4 3/4 und Lesen ist erst jetzt wieder aktuell geworden.
Rechnen war immer interessant, er rechnet jetzt im Hunderterraum, auch Malrechnen ist dazu gekommen. Zb zählt er am Spielplatz ein 10er "Päckchen" Kieselsteine ab und sagt: wenn ich 2 x10 Steine nehme, dann hab ich 20

Ganz toll fand ich die Frage von ihm: das hier wo wir sind, die Welt, hört sie niemals auf? Ist das so wie mit den Zahlen? Die sind unendlich


Schön zu lesen, dass es noch andere Kinder mit diesen Interessen gibt und dass es in der Schule problemlos funktioniert hat.
Was die Zukunft für uns bringt, kann man ja nur abwarten.
Danke für den Tipp mit dem Musikinstrument zu Schulbeginn

Lg

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von sani19 am 24.08.2017, 21:32 Uhr

Hallo,
warum Musikinstrument zu Schulbeginn? unsere Tochter, sehr kognitiv interessiert, wollte schon mit 1 Jahr Geige spielen (ich spiele auch, sie sah es bei mir...) - mit 3 Jahren hat sie angefangen und spielt mit 8 nun Violinkonzerte von Vivaldi - ganz normal, das machen in der Musikschule sehr viele Kinder
Mit 6 1/2 wurde sie altersgerecht eingeschult, konnte da schon lesen und schreiben (mit 4 lesen, mit 5 alles fließend schreiben, rechnen bis 100). Sie hat dann gleich eine Klasse übersprungen, was definitiv richtig war und kommt mit nun 8 1/2 in die 4. Klasse - ist nach der 3. wieder Klassenbeste gewesen. Dennoch empfindet sie das als stimmig in der Klasse und angesichts von 3 Jahren Altersabstand in ihrer Klasse wäre weiteres Springen Quatsch...

Das Geigespielen und später Horn-Spielen dazu hat sicher dazu geführt, dass ihre Interessen zusätzlich Futter bekamen, ich würde also Dir dazu raten, ihn jetzt ein Instrument beginnen zu lassen.

LG Sani

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von Äffchen2011 am 24.08.2017, 21:33 Uhr

Hallo

Unsere Mittlere (inzw.16 J.) hat mit 4 angefangen zu lesen und mit fast 5 hat sie ihr erstes Buch komplett alleine gelesen.

Eingeschult wurde sie allerdings erst mit 7 Jahren. Mit 6 wäre sie KannKind gewesen (alte Stichtagregelung , Stichtag 30.6./ geborne Mitte Juli) aber wir haben uns gegen eine vorzeitige Einschulung entschieden.

Sie hatte eine tolle Lehrerin die sie mit dem was sie konnte beschäftigt hat (schwerere Aufgaben, oder nicht Schulstoff, usw.) So das sie sich im Unterricht nie gelangweilt hat.

Irgendwann hatte sich der "Vorsprung" verlaufen.

Inzwischen ist sie auf Grund großer Probleme in der Konzentration getestet. Sie ist Normal- bis Oberdurchschnittlich begabt.

lg Mel

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von Äffchen2011 am 24.08.2017, 21:56 Uhr

Achja

Unsere älteste ( 18J.) war Zahlenbegeistert und hatte in Mathe zur Einschulung mit 6 (geb. Ende Juni) einen großen Versprung.

Bei ihr hat sich das bis heute durchgezogen ( wurde vom Klassenlehrer auch super gefordert, aber da blieb der Vorsprung bis zur weiterführenden Schule und dort normalisierte sich das irgendwann so halbwegs.

Heute hat sie Mathe und Physik als Leistungskurse und möchte diese auch auf Lehramt fürs Gymi studieren.

Gruß Mel

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von knuffelbär am 24.08.2017, 22:37 Uhr

Ich habe auch einen von der Sorte hier. Leider mit einer nicht so tollen Lehrerin in der ersten gestartet, die ihn völlig frustriert hat mit Silben lesen. Er war in einer 1/2 gemischten Klasse, die zweit Klässler durften normale Texte lesen, er musste Übungen lesen (lala, lale,lola,...) das war ehrlich eine Katastrophe. Zum Halbjahr durfte er dann springen, was vorerst eine Erleichterung war.
Er ist aber, was damals nicht so extrem auffiel für sein Alter doch sehr zierlich und das macht ihm zu schaffen. Ich glaube das ist für Jungen auch schwerer als für Mädchen. Er hat Freunde in seiner Klasse und wechselt nun aufs Gymnasium, wenn ich ihn sehe (bin selber gym Lehrerin) würde ich es am liebsten verhindern aber das geht nun natürlich auch nicht mehr. Als er gesprungen ist war es absolut stimmig, jetzt nicht so sehr, ich hoffe es wird noch wieder besser...

Meine Tochter konnte bei der Einschulung auch lesen, hatte aber einer deutlich besser Lehrerin. Sie kam durch einen Umzug in eine reine erste Klasse und durfte ihn Deutsch ihr Arbeitstempo selber bestimmen. Haben die anderen lesen geübt, ist sie mit Büchern in dem Nebenraum geschickt worden und hat gelesen. Haben die anderen in ihrem Tempo Buchstaben erschlossen hat sie schon voraus gearbeitet. Als sie durch war hart sie dann geholfen oder durfte andere Arbeitsblätter in frei Arbeit machen. Nun kommt sie in die zweite und liest natürlich viel besser als die anderen, ist ihnen aber sonst nicht mehr voraus. Sie ist zufrieden und das ist gut.

Ach ja Klavier spielen beide jeweils seid sie fünf sind, der Große hat nun ein Jahr Gitarre gespielt und fängt im neuen Schuljahr ein Blasinstrument an, seine Schwester übt seit einem Jahr Blockflöte.

Für unsere Familie steht fest, wenn unsere dritte Maus in die schule kommt ist es egal, wieviel sie vorher kann, das kann ich eh nicht beeinflussen. Aber springen lasse ich nicht noch ein Kind, wir hätten früher gegen die sinnlosen Übungen vorgehen und Alternativen aufzeigen sollen, aber nachher ist man immer schlauer. Wie gesagt, das hängt überhaupt nicht mit der sozialen Entwicklung zusammen, die ja viele als Hauptproblem sehen und auch stofflich kommt er problemlos mit. Nur angesichts der Körpergröße würde ich ihm noch ein Jahr wünschen.

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von lubasha am 24.08.2017, 23:25 Uhr

Noch eine Stimme für Musik sofort. Grosse hat mit 4 Blockflötte und mit 5 Geige angefangen. Kleiner mit 4 Blockflötte und mit 5 jetzt Kontrabass. Beide spielen sehr gerne, das zweite Instrument besser und lieber als die Blockflötte. .... ihnen würde ohne Musik was fehlen.

Und ich merke, wie der tiefe Bass den kleinen unterstützt. Die Geige für die Große ist ehe lebenswichtig.

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von inessa73 am 25.08.2017, 7:39 Uhr

Meine Kinder waren in manchen Gebieten auch früher dran, wenn auch nicht so früh ;-).

Meine Kleine wollte vor der Schule lesen lernen und hat einfach nicht locker gelassen, also habe ich es ihr eben erklärt, so dass sie nach kurzer Zeit keine Hilfe mehr brauchte.

Natürlich war die erste Klasse in der Beziehung keine Herausforderung und sie klagte schon darüber, dass sie nichts lernt. Aber das Ganze zu unterdrücken halte ich auch für falsch.

Ihr Zwillingsbruder hatte mit 4 eine ganz extreme Zahlenphase, hat alles gezählt und Aufgaben rausbekommen, wo ich mir nur dachte:"Woher weiß der das ?". Z.B. wusste er, was gerade und ungerade Zahlen sind, ich habe es ihm nie erklärt. Er hat dafür einfach ein sehr gutes Verständnis.

Er ist immer noch sehr fit, aber seine Interessen verschieben sich immer mal. Auch er ist so ein Typ, der sich dann mit Leib und Seele einem Thema widmet.

Es gab eine Weltraumphase, dann Titanic, Dinosaurier und aktuell Ninjago. Wenn er so eine Phase hat, bieten wir ihm eben die Möglichkeit durch DVD, CDs, Bücher etc. sich darin auszutoben.

Ich finde, wenn ein Kind an etwas großes Interesse hat, sollte man darauf eingehen. Man muss es ja nicht trimmen, aber eben Fragen beantwortet, helfen und Material bieten. Wie gesagt, manchmal "verläuft" sich so eine Phase auch wieder-

Ansonsten, wenn er auch im Sozialen fit ist, könnte man auch über Früh- bzw. Kann-Kind-Einschulung nachdenken. Um sicher zu gehen, gibt es auch diverese Möglichkeiten, das vorher abzutesten (Ansprechpartner z.B. die DGhK).

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4 jähriger will lesen und rechnen ist auch normal

Antwort von Happyg00d am 25.08.2017, 8:28 Uhr

Ja, er ist normal, dass er sich in Zahlen und Lesen sich sehr interessiert.
Sie werden aber leider für das ganze Gundschule Zeit sein Rechnen Lehrerin sein. Da sehr wenig Schulen Teilspringen erlauben.

Ich würde durch DGHK Treffs und auch ein MINT für Vorschule Kinder Treffen herausfinden, in welche Schule ähnliche Kinder gehen, so dass Ihr Kind nicht allein wird, wenn er Eingeschult wird.

Wenn er in Kita oder Vorschule sich sehr langweilt, dann kommt fruh Einschulung als Lösung. Am besten aber Inklusion Klassen vermeiden, die gehen sehr langsam (Inklusion 3 Klasse meiner Tochter 3 Klasse war noch 28+2) und dass sie 238+234 konnte war als Problem gesehen. Teilspringen in Mathe während der 4. Klasse flachendenkend verboten (wir haben nah zu uns 3 Gymnasien, Kind warschon bei ein für Teilnahme in Mathe beim Gymnasium zugesagt, aber ihr Grundschule sagt noch nein, da es gegen Inklusion konzept der Grundschule ist.

Alle Kinder auf eigenen Tempo Schulen sind meistens, wenn es um Mathe geht, einfach langsam lansamer und sehr langsam.

Erfahung aus Hamburg, wenn Sie Südlich oder Östlich sind wird es wahscheinlich besser sein.

Also, von den Behörden keine Hilfe oder Rat erwarten, muss durch DGHK und ggf. MINT Treffe für Vorschulekinder selbst info holen, herause finden in welche Schule andre Mathe starke Kinder gehen.

Falls Kind Vorschule/Kita verweigert wegen unterforderung dann Einschulen, kan auch kostenlose (wegen Verweigerung) IQ testen. Ich würde aber nicht durch den Schulbehörden testen, sonder ausserhalb.

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Ich weiß gar nicht, was alle immer an dem Instrument-Lernen finden.

Antwort von Sille74 am 25.08.2017, 10:33 Uhr

Also, nicht falsch verstehen: ein Instrument zu lernen, kann etwas Wunderbares, Bereicherndes und im positiven Sinne Herausforderndes sein! Und für viele mag das ja auch genau das Richtige sein, um dem Gehirn Nahrung zu geben. Aber das Wichtigste ist doch, dass die Neigung dazu da ist. Und das muss auch bei einem hoch- oder frühbegabten Kind keineswegs der Fall sein. Mein Mann war/ist mathematisch-naturwissenschaftlich außergewöhnllch begabt (er hat sich den Schulstoff und viel darüber hinaus immer schon im Voraus selbst beigebracht/erarbeitet in diesen Fächern, damit er dann im Schuljahr mehr Zeit hat für die Fächer, die ihm - für seine Verhältnisse - schwer fielen). Er hätte im Gymnasium (in Kiga und Grundschule war bei ihm übrigens noch nichts zu merken von außergewöhnlicher Begabung, er konnte weder früher lesen noch besonders auffallend gut rechnen ...) eine Klasse überspringen können, wollte er aber nicht ... Aber musikalisch ist er eine Niete! Das kann man nicht anders sagen ... kein Takt- und Rhythmusgefühl, kein Gehör und kein Gespür für die Musik ... Er hat Flöten- und später Klavierunterricht gehabt, weil seine Mutter das für wichtig erachtet hat. Er hatte aber keinerlei Spaß daran und äußerst geringfügigen Erfolg ... Also, lange Rede, kurzer Sinn: Musikinstrument ist nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss. Vielleicht ist es besser, das Kind zu einem Sport anzumelden oder zum Schach oder oder oder ...

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Re: Ich weiß gar nicht, was alle immer an dem Instrument-Lernen finden.

Antwort von Steffi528 am 25.08.2017, 11:01 Uhr

Ein Instrument kann sinnvoll sein, um den Kind, das durch eine Früh- oder Hochbegabung gelernt hat, ja nichts lernen zu müssen, vorsichtig beizubringen, das man schon lernen, bzw. üben muss.
Denn den Überblick hat das Kind ja anfangs noch gar nicht, es wird eingeschult, muss erst einmal nichts üben oder lernen, weil es den Stoff schon kann, und verpasst z.B. unter Umständen die Phase, in der es dann doch üben muss (Vokabeln zum Beispiel). Also eine Möglichkeit, das Lernen zu lernen.
Das kann natürlich auch im Sport sein und je nach Sportart hilft der Sport auch, um soziale Kompetenzen und Niederlagen zu erlernen. In wie weit Schach zum Fördern dieser Kinder wirklich beiträgt, weiß ich nicht, das müsste man genauer schauen oder ob Schach dann "nur" die Fähigkeiten weiter verstärkt, das hat ja auch viel mit denken zu tun.
Man muss definitiv sich das Kind genau anschauen. Neben all diesen Möglichkeiten ist das freie Spiel meiner Meinung eh das Wichtigste und eben auch nicht auf jeden "Lernwunsch" des Kindes uneingeschränkt einzugehen. lange weile gehört mit zum Leben und das muss auch gelernt werden, das auszuhalten, wie auch Niederlagen und Rückschritte zu "überstehen"

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Re: Ich weiß gar nicht, was alle immer an dem Instrument-Lernen finden.

Antwort von Sille74 am 25.08.2017, 11:31 Uhr

Da stimme ich uneingeschränkt zu, dass ein Kind (egal, ob jetzt hochbegabt oder nicht), lernen sollte, dass einem eben nichts bzw. nicht alles einfach zufliegt, dass man auch Ausdauervermögen braucht und Fleiß, dass man auch mal etwas machen muss, das nicht so Spaß macht, dass man auch mal Langeweile aushalten muss etc. Das ist eigentlich meine Rede schon immer im Kiga- und im Erziehungsforum und dafür werde ich dort auch immer wieder mal angegangen bzw. stoße auf sachlichen Widerstand. Ich weiß aber nicht, ob man ein Kind "zwingen" sollte, etwas völlig gegen seine Neigung und Begabung zu tun, insbesondere in der Freizeit. Gerade bei einem Musikinstrument kommt halt auch nicht besonders viel raus durch Fleiß, wenn die Begabung (und der Spaß) fehlt. Was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass man doch sicher auch bei einem solchen Kind schauen muss, was passt, auch wenn es sich sicher gut machen würde, wenn das Kind auch noch Geige kann ... Vielleicht passt es besser zu ihm, schon eine Fremdsprache zu lernen (wie Du sagst, muss man da Vokabeln lernen oder ggf. fremde Schriftzeichen), beim Sport - und da findet man fast immer erwas Passendes für das Kind - ist ja ohnehin nur ein winziger Bruchteil Talent, alles andere Fleiß und Training. Oder Hyroglyphen entziffern oder was auch immer ... Manch einem Kind (mit und ohne Hochbegabung) würde vielleicht auch Reiten guttun, um zu lernen, dass man bei manch einer Tätigigkeit auch auf andere eingehen muss, auf deren Befindlichkeiten achten muss (also in dem Fall auf das Pferd ...) und nicht nur man selbst maßgeblich ist ...

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Re: Ich weiß gar nicht, was alle immer an dem Instrument-Lernen finden.

Antwort von Steffi528 am 25.08.2017, 11:57 Uhr

Ich denke, wir sind uns in dem Punkt so ziemlich einig ;-)

Mit Zwang geht eh das Wenigste und es muss passen. Von daher genau beobachten. Und es ist auch nicht immer alles "möglich" weil auch gar nicht alles angeboten wird oder es andere Hinderungsgründe gibt.
Reiten hat noch andere positive Faktoren, z.B. Wärme und bei dem geeigneten Reittier auch die Ruhe, sogar, wenn man nur putzt ;-)

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mathematisch-naturwissensachaftliche Neigung

Antwort von DK-Ursel am 25.08.2017, 19:04 Uhr

Sille, dann lies mal den Mozart-Effekt --- Musik und Mathematik hängen enorm zusammen, mehr als Sprache und Musik.

Davon angesehen stimmt natüprlich,d aß ein Kind Freude daran haben soltle, was macht - aber u mdas herauszufinden, muß man es auch erstmal anbieten und ausprobieren - und nicht nach 3 Stunden wieder aufgeben... denn oft wird es ja erst spannend, wenn man die grundbegriffe kann, gilt für Sport genauso.

Ein Instrument lernen im frühen Alter hat nicht nur den Vorteil, daß man die musik in sein Leben bringt (und ehrlich? Die meisten Kinder mögen durchaus Rhythmus und Musik - also probieren!) ,sondern es lehrt eben auch:_
-(Selbst-)Disziplin (man merkt sofort, daß man nicht geübt hat, es klingt nicht gut, man kommt nicht weiter - da muß ein Lehrer nicht viel sagen)
- Konzentration
- Nachahmen und impvosirieren, ausprobiern
- es schult das Gehör
- es bringt Kinder zusammen
- Ausdauer
undundund

Ähnliches gilt natürlich auchfür Sport, und daher ist der genauso wichtig im Leben eines Kindes.
Aus Erfahrung würde ich , um auf das obige Posting doch noch einzugehen, niemals der WScule vorgreifen - da haben wir versucht, gegenzusteuern, eben mit Musik und Sprt, aber auch mit Themen,d ie in der Scule zu kurz kommen.
Die Große hat sich mit einer (dt. ) Freundin mit ihren Schleichtieren einen Zoo aufgebaut, dazu die biolog. Namen gefunden auf dt. udn dän., sie haben Beschreibungen der Tiere auf Schildchen geschrieben etc. - superbeschäftigt und lehrreich
die andere fing irgendwann an, sich für Sterne zu interessieren,daraus entstand wohl auch ein Interesse für Steine - es gibt soviel, wo die Schule nur streift...

Natürlich sollen Fragen beantwortet werden, wie schreibt man seinen Namen, wie geht ein A etc. - aber richtig gelehrt haben wir unsere Kinder das nicht.
gelangweilte Kinder verlieren schnell den Spaß an der Schule...

Gruß Ursel, DK

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Re: mathematisch-naturwissensachaftliche Neigung

Antwort von Sille74 am 25.08.2017, 23:53 Uhr

Na ja, laut Tanze Wiki wurde in der entsprechenden Srudie lediglich feprüft, wie sich das Hören von Mozart auf das räumliche Vorstellungsvermögen auswirkt. Die Studie kam zum Ergebnis, dass es sich verbessert. Allerdings wurde dss Ergebnis von anderen Wissenschaftlern angezweifelt und konnte insbesondere für andere kognitive Fähigkeiten nicht bestätigt werden. Insgesamt sei die Evidenz nicht ausreichend, um einen Zusammenhang zwisxhen dem Hören von Mozart-Musik und einer Verbesserung einer Leistung festzustellen ...

Aber wie dem auch sei, bei meinem Mann ging/geht die zweifellos vorhandene mathematisch-naturwissenschaftliche Begabung NICHT mit einer musikalischen Begabung einher, definitiv nicht ...

Die Vorzüge des Lernens eines Instruments sind ja unbestritten, aber trotzdem passt es nicht unbedingt zu jedem Kind, was man u.U. erst durch Ausprobieren feststellsn kann, vielleicht aber auch so schon merkt. Ich bin auch der Meinung, dass man ein offensichtlich unsportliches Kind nicht unbedingt dazu bringen muss, einen bestimmten Sport zu betreiben mit geregeltem Training und allem drum und dran. Da wäre es besser und würde ausreichen m.E. allgemein das Bewegen zu fördern.

Der Schule vorzugreifen in dem Sinn, dass man mit seinem Kind lesen, schreiben und rechnen übt, ohne dass das vom Kind ausgeht, finde ich auch nicht sinnvoll. Wenn das Kind aber von selbst den Drang hat, es lernen zu wollen, dann kann man es m.E. nicht aufhaltsn, dass es das auch tatsächlich lernt. Denn auf seine Fragen eingehen sollte man ja schon und dann wird das Kind auch entsprechemd weiter fragen und es lernt es dann aus der Interaktion wie Chris weiter oben schrieb.

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Re: mathematisch-naturwissensachaftliche Neigung

Antwort von lubasha am 26.08.2017, 10:11 Uhr

Bei deinem Mann nicht. Ok. Es geht um allgemein.

Wenn mein Kleiner Blockflötte und Klavier bekommen würde, wäreer auch unmusikalisch und unglücklich. Er spielt Blockflötte, mir zuliebe, weil er es kann und weiter macht. Er spielt Kontrabass und ist glücklich damit, das Kind und die Lehrerin sind begeistert. Meine Große wäre mit dem Kombi Blockflötte und Klavier nicht glücklich. Wie der kleine, macht sie Blockflötte weiter, mir zuliebe. Mit Leidenschaft spielt sie ihre Geige und ist glücklich damit.

Ich würde bei Musikinstrument immer das Kind einbeziehen, was er will, klar ist, mit 4 oder 5 geht noch nicht alles. Aber vieles. Blockflötte, Geige, Cello, Kontrabas, Klavier, Gitarre, Schlagzeug.... ok, für Akkordeon (ein Traum von meinem kleinen) oder für Saxophon müssen sie noch etwas wachsen. Aber das Kind fragen und je nach Neigung den Instrument aussuchen, probieren, am Ball bleiben kann man.

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Re: mathematisch-naturwissensachaftliche Neigung

Antwort von Sille74 am 26.08.2017, 11:48 Uhr

Musikalisch ist man oder ist man nicht und wenn ein sn sich musikalisches Kind keinen Bock hat auf Blockflöte oder das nicht sein bestes Instrument ist, wird es deswegen nicht unmusikalisch. Und es gibt einfach Kinder, die sind unmusikalisch und haben keinen Spaß daran, ein Instrument (egal, welches) zu lernen. Das ist einfach so. Punkt. Genau so wie es unsportliche Kinder gibt, für die es eine Qual wäre, wenn man sie zu einem Sport "zwingen" würde. Das Klavier hat sich mein Mann selbst ausgesucht, nachdem er auf Blockflöte keine Lust mehr natte, seine Mutter aber wollte, dass er irgendein Instrument (weiterhin) lernt. Trotzdem hat es ihm keinem Spaß gemacht (seinem Klavierlehrer auch nicht ...) und er hatte auch wenig Erfolg. Da hätte er noch x Instrumente durchprobieren können. Ein unmusikalisches Kind Geige lernen zu lassen, bei der so viel auf das Gespür ankommt ohne Stege und alles, wäre m.E. eine Qual für dieses und möglicherweise kontraproduktiv und würde diesem je nach Charakter jeden Spaß am Musizieren nehmen.

Ich finde es furchtbar, Kinder (ob nun hochbegabt, fühbegabt oder einfach "normal") so zu konditionieren, dass sie wie dressierte Äffchen irgendetwas machen, was die Eltern wollen. Schlimmstenfalls macht man das Kind damit sogar lächerlich. Ich erinnere mich Grausen an ein Musikschulvorspiel, bei dem ein kleines Mädchen (vielleicht 6) aufgeputzt Geige vorspielen mussste ... es war furchtbar in jeder Hinsicht (und v.a. für das Kind) ...

Natürlich ist es wichtig, dass Kinder auch mal an etwas dranbleiben und nicht sofort aufgeben, auch in ihrer Freizeit. Aber zumindest in der Freizeit nicht um jeden Preis ...

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von kirshinka am 27.08.2017, 19:26 Uhr

Ja - hatten wir auch. Mit 4 hat sie gelesen und mit 5 geschrieben.
In der 1. Klasse meinte der Lehrer sie sei so viel weiter, er wisse nicht mehr was er ihr noch geben solle - da ist sie zum Halbjahr in die 2. Klasse gewechselt.

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von Jana-Lina am 27.08.2017, 20:07 Uhr

Wie gings ihr mit dem Wechsel in die 2. Klasse? Hat sie schnell Anschluss gefunden?

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von kirshinka am 28.08.2017, 8:49 Uhr

Ich glaube Anschluss in dem Alter wird überschätzt. Freundschaften wechseln täglich.
Sie hatte auch in der ersten Klasse ihren kinderladenfreund hauptsächlich und jetzt hat sie einen besten Freund aus der Klasse, in de sie gewechselt hat, eine Freundin aus der Parallelklasse drunter und einige Freundinnen von außerhalb, die im Haus wohnen.
Der Kinderarzt hatte uns geraten, sie mit 5 einzuschulen. Wir haben Sie gefragt, aber sie wollte lieber noch spielen. Allerdings waren die letzten 7 Monate Kindergarten eine Qual für alle. Die Erzieherinnen waren überfordert, weil sie schon im Jahr davor den vorschülern alles erklärt hat, und haben Sie deshalb immer hinten an gestellt, sie ging nicht mehr gerne hin und fragte jeden Tag, wann nun endlich die schule los geht. Aber die kinderladenfreunde waren prima.

Als es ans springen ging (das alle Lehrer empfahlen), hat sie sich sehr gefreut und wurde in der neuen Klasse super aufgenommen. Geärgert würde sie von den Jungs aus der Klasse drunter (sie ist auch ziemlich klein und zierlich, spiel lieber interessante Sachen mit den Jungs, als barbie mit den Mädels).
Sie sagte damals auf die Frage einer anderen Mutter, ob sie denn dann ihre Freunde nicht vermisse, dass sie die ja noch in der Pause sehen könne und dass ihr lernen wichtiger sei. Sie wolle lernen!

Letztes Jahr (dann 3. Klasse) gab es einige Probleme, weil es oft laut war und unruhig in der Klasse. Sie hätte oft Bauchweh (aber das geht auch auf eine jetzt endlich fest gestellte Fruktoseintoleranz zurück).

Nächste Woche geht die 4. Klasse los (sie ist jetzt 8 1/2) - wir werden sehen. Sie ist notenmässig immer vorne mit dabei und hat keine Angst vor Tests. Ihre Hausaufgaben hat sie von Anfang an alleine und selbstständig im Griff.
Dafür ist sie leider schon immer ein sehr unentspanntes Kind. Sie lebt viel in ihrer fantasiewelt, aber mit dem Jahr das sie jetzt hat, hat sie auch Zeit dafür.
Alles andere wird man sehen - ich bin da entspannt und mach ihr keinen Druck (ach ja - über müsste sie noch nie für schule).
Sie spielt Klavier und sie war auch früh motorisch fit (sie fährt Einrad und klettert und sucht sich auf dieser Ebene die Herausforderungen).

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von cereza am 28.08.2017, 13:20 Uhr

Ich glaube, dass das Springen manchmal ein Problem in sozialer Hinsicht ist. Wenn ein Kind springt, ist es, abgesehen von der intellektuellen Ebene, nicht gnz auf gleicher Höhe mit den neuen Klassenkameraden. Manchmal werden diese Kinder nicht so richtig in die Klassengemeinschaft aufgenommen. Bleibt es aber bei seinen Altersgenossen, langweilt es sich vielleicht zu Tode. Das ist für euch sicher eine arg schwierige Entscheidung!

Versucht doch mal, das Ganze etwas umzulenken, in etwas, bei dem er seine Fähigkeiten nutzen kann. Mir würde da einfallen, dass ihr euch vielleicht intensiver mit der Natur, der Welt an sich beschäftigen könntet. Da hat er genug zu tun, bis er 90 ist :-D . Ein großes Allgemeinwissen schadet nie, und es ist nicht das ewige "erkläre mir die Buchstaben- und rechne mit mir".

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von Graupapagei3 am 31.08.2017, 8:44 Uhr

Ja ich hatte solche Kinder und nicht nur eines davon.

Der Älteste hat vor einem Jahr mit 16 sein Abi gemacht und studiert dual im Bankbereich, weil das das ist, was er unbedingt machen möchte.

Soziale Probleme gab es nie - im Gegensatz zu vielen anderen Abiturienten wusste er genau was er will und hat diesen Weg eingeschlagen. Ich habe weder eine Bewerbung gesehen, noch ihn irgendwo hingefahren. Er ist zu den Auswahltests und Gesprächen alleine durch die Republik geflogen.

Jetzt mit 17 wohnt er in der Hauptstandt und ist dort glücklich. Er hat seinen Haushalt und sein Studium im Griff und braucht dafür nicht Mutti. Natürlich kommt er gerne nach Hause, um Zeit mit uns und seinem Geschwistern zu verbringen. Seine Wäsche bringt er dabei übrigens nicht mit.

Meine Tochter ist 15 und macht im Sommer ihr Abi und ist auch sozial ihren Altersgenossen weit voraus. Wäre sie sozial nicht soweit, wäre sie gewiß nicht Schülersprecher der ganzen Schule und in der Landesdelegiertenkonferenz.

Laß dein Kind machen. Beantworte Fragen und laß es lernen, was es lernen möchte. Instrument (spielen alle meine 4 Kinder) und andere Hobbies sind trotzdem gut, denn egal wie früh man einschult und sprinbgt die Unterforderung in der Schule hört nie wirklich auf, weil das Lerntempo einfach nicht passt. Letztendlich bleibt das bis zum Ende, am Gym fand es mein Großer allerdings toll, dass es nahezu ohne zu lernen überall zwischen 1 und 2 stand, weil er eben selbst Vokabeln aus dem Unterricht mitgenommen hat (bzw damals bereits seine Lieblingsserien in Originalsprache schaute). Er fand es gut in der Schule zu chillen, weil ihn der Leistungssport im Hobbybereich genug gefordert hat (mit 5-6x Training pro Woche im Abijahr).

Bei meinem Töchterlein ist das ähnlich. Auch sie lastet sich jetzt über Hobbies und andere Aktivitäten aus.

Und was das soziale angeht - er nach Sprung von 1 nach 2 und mit noch 6 Jahren in der 3.Klasse, hatten meine Kinder Klassenkameraden, die reif genug waren, sie zu akzeptieren und nicht als zu klein und jung zu bezeichnen. Ei nigen Eltern fehlte diese Reife übrigens immer noch. Das Einzige was wirklich problematisch ist, ist, dass man die Leine früher loslassen muss, denn das Kind bewegt sich eben in einem Umkreis , der deutlich älter ist und auch schon so einiges unternimmt. Damit muss man umgehen können. Sonst macht man als Eltern das Kind zum Außenseiter.

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Re: 4 jähriger will lesen und rechnen

Antwort von Utchen_1980 am 26.09.2017, 10:02 Uhr

Ja, ich habe auch so ein Kind. Unser großer Sohn konnte mit 2,5 Jahren das ALphabet und alle Zahlen und mit 4 Jahren fing er an zu lesen und mit 4,5 Jahren etwa hat er angefangen Bücher zu lesen und auch zu verstehen was da passiert und konnte es wiedergeben. Rechnen und mit Zahlen umgehen kam irgendwie auch nebenher ohne das ich das groß sagen kann wann und wie. Geübt haben wir nie etwas, nur Fragen beantwortet.
AUs diversen Gründen haben wir uns damals für eine europäische Schule entschieden in die er mit gerade 6 eingeschult wurde (was dort allerdings normal ist in dem Jahr einzuschulen in dem die Kinder 6 werden). Wir hatten die HOffnung das er dann mitlaufen kann ohne großen AUfwand, aber sein Wunsch war am Ende der 1. Klasse zu überspringen, wobei die Schule bei uns Eltern das ebenfalls schon angefragt hatte und wir aber verneint hatten erst. Sein Wunsch kam davon unabhängig. Er hat letztendlich die 2. Klasse übersprungen und ist nun gerade 8 geworden und in der 4. Klasse. Er ist komplett angekommen, voll akzeptiert und hat Freunde die zwischen einem guten halben Jahr bis 2,5 Jahre älter sind aufgrund der KOnstellation. Er hat dieses Jahr eine tolle Lehrerin und es passt.

Bei meinem Sohn ist wichtig, dass er immer mehr lernt, das doch nicht alles vom Himmel fällt sondern das er doch ab und an lernen muss für etwas zu lernen. Das fehlt diesen Kindern oft leider. Aber ihnen fällt nun mal alles leichter.
Unser Sohn ist im Übrigen in allen Bereichen hochbegabt und auch musikalisch und sportlich ziemlich gut. Auch sozial passt es super.

Wir haben noch 5jährige Zwillinge die komplett anders sind als er, jetzt in die Vorshule der europäischen Schule gehen, aber wo ich nach und nach merke, dass da auch noch einiges dahintersteckt, bei jedem auf seine Weise. Von daher wird die Schulzeit sicher noch interessant werden.

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