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Geschrieben von Maca am 28.08.2020, 12:40 Uhr

2x Hochintelligent / Hochbegabt - was jetzt?

Hallo,

In welchen Indizes waren die Werte denn eindeutig im HBbereich?

Es ist einfach ein Unterschied, ob die z.b. Verarbeitungsgeschwindigkeit oder das fluide Schlussfolgern im weit überdurchschnittlichen Bereich liegen.

Meiner Erfahrung nach, korreliert Schulerfolg am meisten mit dem Index Arbeitsgedächtnis, langfristiger Bildungserfolg mit dem fluiden Schlussfolgern.

Nicht jedem begabten Kind tut man mit Akzeleration einen Gefallen.

Ausschlaggebend finde, ich den individuellen Leidensdruck, die Aufgeschlossenheit der aufnehmenden Lehrkräfte und die emotionale Stabilität des Kindes.

Geistige Unterforderung kann sehr quälen, soziale Überforderung hingehen auch.
Somit kann man keine pauschalen Empfehlungen geben und muss immer in einer konkreten Situation abwägen.

Kommen deine Kinder mit älteren Kindern klar?
Können sie sich denen gegenüber behaupten, einen eigenen Standpunkt einnehmen und verteidigen?
Verfügen sie über eine altersangemessene Frustrationstoleranz?
Ist ihnen soziale Interaktion auf Augenhöhe sehr wichtig oder könnten sie sich damit arrangieren, eventuell in einer altersbestimmten Hierarchie etwas zurückzustecken?
(die “Kleinen“ werden halt nicht ganz so ernst genommen).
Sind sie körperlich mind. durchschnittlich entwickelt oder wirken sie eh schon jünger?
Für Springerjungen kann es zum Problem werden, wenn sie längentechnisch auffallend hinterherhinken, vor allem in den höheren Klassen.

Andererseits kommt das beschleunigte Lernen in Studien immer ganz gut weg und wird bei hohem Leidensdruck ( ungeachtet aller Nachteile) als Akuthilfe durchaus positiv bewertet.

Mein Kleiner ist in der GS und im Gymnasium gesprungen.
Bei ihm liegt aber auch eine extreme Begabung vor ( eine genaue IQbestimmung ist aufgrund des Deckeneffektes nicht möglich, dafür hat er andere Defizite und ist echt schräg).
Wir würden es immer wieder so machen und hätten ihn eigentlich noch einmal springen lassen wollen. Das wollte er dann aber nicht mehr.( und das war völlig in Ordnung, er bestimmt).

Grundsätzlich ist HochBegabung eine von unendlich vielen Begabungen, die befriedigt werden muss, aber keinen “Mehrwert“ an sich hat und je ehrlicher und unaufgeregter man damit umgeht, je weniger genervt reagiert die Umwelt auf dieses Reizthema.

LG

 
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