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Gut unterwegs - in den richtigen Schuhen!

Gut unterwegs - in den richtigen Schuhen!

"Unser Kind braucht Schuhe!" Beim ersten Mal drückt dieser Satz vor allem große Freude aus: Ein kleiner Mensch, Ihr Kind, macht sich auf, die Welt auf zwei Beinen zu erkunden.

Ein besonderes Ereignis - weshalb viele Eltern das erste Paar Schuhe auch aufheben.

Später wird aus dem freudigen "Unser Kind braucht Schuhe" allerdings oft ein "Oh nein, das Kind braucht schon wieder Schuhe!" Denn gute Kinderschuhe gehen ins Geld. Doch das sind sie wert, wenn Ihr Kind ein Leben lang gut zu Fuß sein soll.

Denn:

Kinderfüße sind sensible Wunderwerke

Die molligen Füßchen der Kleinen sehen nicht nur schön weich aus, sie sind es auch: Unter der samtigen Haut versteckt sich zwar das gleiche komplizierte Gefüge aus Knochen und Bändern wie bei uns Großen. Aber im Gegensatz zu unseren Knochen bestehen Kinderknochen zu einem großen Teil aus Knorpelmasse. Erst im Laufe der rund 17 Jahre, die ein Mensch wächst, wandelt sich der Knorpel allmählich in festen Knochen um.

Daher sind die Füße Ihres Kindes tatsächlich formbar. Dauerhaft getragene zu enge Socken oder Strampler, vor allem aber schlecht sitzende Schuhe können Kinderfüße in eine falsche Haltung zwingen und verbiegen. Leider protestieren gerade kleine Kinder trotzdem nicht, wenn der Schuh drückt: Ihr weicher Fuß formt sich ohne Schmerzen so, dass er irgendwie hineinpasst.

Übrigens sind Baby- und Kinderfüße auch wunderbar beweglich. Die Kleinen können damit richtig greifen. Außerdem ist die Fußsohle, da ihre Haut noch ganz weich ist, sehr berührungsempfindlich. Kein Wunder, dass die eigenen Füße eines der liebsten Spielzeuge werden, wenn Kinder etwa fünf bis sechs Monate alt sind.

Damit sie sich gesund entwickeln, brauchen Kinderfüße viel Bewegungsfreiheit: Ihr Kind darf ruhig so oft wie möglich ohne feste Schuhe herumlaufen. Das trainiert die Muskeln und das Fußgewölbe bildet sich optimal aus. Im Haus kann ihr Kind Antirutsch-Socken mit Noppen auf der Sohle tragen oder leichte Hausschuhe mit beweglicher Sohle.
Falls Sie überall harten Boden haben, darf die Sohle ein wenig dicker sein, damit der Fuß beim Laufen etwas Zusatzpolsterung hat.
 

Gute Schuhe müssen ganz schön was bieten

Natürlich brauchen schon Laufanfänger Schuhe, wenn’s ins Freie geht. Schließlich müssen ihre Füße vor Schmutz, Nässe, Kälte und rauen Böden geschützt werden. Damit Sie beim Schuhkauf eine gute Wahl treffen, sollten Sie genau hinschauen und sich beraten lassen. Darauf kommt es an, wenn Sie Kinderschuhe kaufen:

  • Die richtige Größe:

    Der einfache Daumen-Drucktest auf die Schuhspitze genügt nicht um festzustellen, ob ein auf gut Glück herausgezogener Schuh passt. Kleine Kinder rollen einfach die Zehen ein, wenn die Füße sonst nicht genug Platz haben. Als erstes sollten die Füße Ihre Kindes mit einer der dafür entwickelten, standardisierten Methoden im Geschäft vermessen werden. Das WMS-System erlaubt es, neben der Länge des Fußes auch dessen Breite zu bestimmen (W = weit, M = Mittel, S = schmal). So gehen Sie sicher, dass der Schuh rundum zum Fuß passt. Bei Sandalen sieht man übrigens besonders deutlich, worauf es bei der Länge des Schuhs ankommt: Vor den Zehen sollten im Stand gut zehn Millimeter Platz sein. Denn beim Laufen schiebt sich der Fuß im Schuh nach vorne. Und für´s Wachsen braucht der kleine Fuß ja auch noch etwas Platz. Bei guten Schuhen, deren Hersteller sich an den Mess-Skalen orientieren, ist dieser Spielraum in die jeweilige Schuhgröße eingerechnet.

  • Eine flexible Sohle:

    Die ist umso wichtiger, je jünger Ihr Kind ist. Laufanfänger müssen etwas von der Bodenbeschaffenheit spüren können, um sich darauf einzustellen. Neueste Erkenntnisse bei der Erforschung von Kinderfüßen weisen sogar darauf hin, dass die Sohlen von Lauflern-Schuhen lieber etwas dünner sein sollten. Der Grund: Je besser Kinder den Untergrund spüren, auf dem sie laufen, desto mehr Reize erhält das Gehirn. Diese Reize fördern nicht nur das Laufen-lernen, sondern beeinflussen die gesamte Entwicklung des Kindes positiv. Aber vor allem gilt: Nur auf einer wirklich flexiblen Sohle, kann der Kinderfuß beim Laufen optimal abrollen. Auch wenn’s modisch aussieht, Ihr Kind braucht keine dicken Profilsohlen. Tipp: Nehmen Sie den Schuh zwischen Daumen und Fingerspitzen und testen Sie, ob Sie die Sohle mühelos biegen können. Ein guter Schuh für Laufanfänger und kleine Kinder sollte dem Fuß rundum leichten Halt geben, flexibel sein und die kleinen Füße beim Laufen nicht behindern. Schuhe mit starren, unflexiblen Sohlen sind daher ebenso tabu wie Schuhe mit Absätzen oder Plateausohlen.

  • Ein atmungsaktives Innenleben:

    Auch Kinderfüße schwitzen. Für ein gesundes Klima im Schuh ist es daher wichtig, dass Feuchtigkeit vom Fuß weggeleitet wird. Dazu werden beim hochwertigen Kinderschuh atmungsaktive Sympatex-Membranen zwischen Außenleder- und Innenfutter eingearbeitet. Diese Membranen, die das gesamte Klima im Schuh regulieren, gehören ebenfalls in jeden Winterstiefel. Die neueste Entwicklung "Reballance" (Ricosta) ist eine Innenausstattung, mit der die Temperatur im Schuh wie mit einer Klimaanlage oder einem AKKU gesteuert werden kann. Steigt die Fußtemperatur beim Gehen an, nimmt "Reballance" die überschüssige Wärme auf und speichert sie ein. Sinkt die Temperatur wieder ab, wird die zuvor gespeicherte Wärme wieder freigesetzt. Auf diese Weise bleibt der Fuß immer angenehm temperiert.

  • Erstklassige Verarbeitung:

    Wulstige Nähte oder ein verrutschendes Fußbett verursachen Druckstellen und Blasen. Bei einem wirklich guten Kinderschuh wurden die Kanten jedes einzelnen Lederteils, aus dem der Schuh besteht, "geschärft", das heißt dünner gemacht. Schärfen und nähen sind Handarbeit. Das ist auch der Grund dafür, warum schon ganz kleine Schuhe ihren Preis haben. Probieren Sie auch, ob der Schuh sich problemlos so weit öffnen lässt, damit Ihr Kind bequem hineinschlüpfen kann. Für die ganz Kleinen empfiehlt sich mitunter der Griff zu einem ein so genannten Heck-Einsteiger.

Hier können Sie eine Checkliste für Ihren Schuhkauf ausdrucken! Als kleine Gedankenstütze bei Ihrem Besuch im Schuhgeschäft.

Bitte denken Sie daran

Kinderfüße wachsen schnell, im zweiten und dritten Lebensjahr um zwei bis drei Größen im Jahr. Auch Kindergartenkinder machen bei den Schuhen bis zu zwei Größensprünge im Jahr. Schneller als gedacht, können die Schuhe also zu klein werden. Trotzdem lieber nicht auf Zuwachs kaufen: Ein Schuh, der zu groß ist, gibt keinen Halt. Ihr Kind kann schlecht laufen und fällt leichter hin. Gehen Sie stattdessen zwischendurch mal im Schuhgeschäft vorbei und lassen Sie die Füße Ihres Kindes nachmessen. Sie brauchen deshalb keine neuen Schuhe zu kaufen, wenn die alten noch passen. Aber Sie sind auf der sicheren Seite!

Auch Hausschuhe sollten gut passen. Nieder- oder ausgetretene Exemplare sind schlecht für die Fußgesundheit und erhöhen die Sturzgefahr. Daher ist es sinnvoll, auch im Kindergarten ab und an zu kontrollieren, ob die dort deponierten Hausschuhe Ihres Kindes noch in Ordnung sind.

Zuletzt überarbeitet: Juni 2015


 
 
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