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Schwere bakterielle Infektionskrankheiten -
so können Sie Ihr Kind schützen

Kind beim Kinderarzt
 

Die häufigsten schweren Bakterieninfektionen bei Kindern werden ausgelöst durch Pneumokokken, Meningokokken und
Haemophilus influenzae Typ b (Hib). Erfahren Sie hier, welche Krankheiten von diesen Erregern verursacht werden können,
warum Antibiotika hier oft nicht mehr helfen und wie Sie Ihr Kind wirkungsvoll durch eine frühzeitige Impfung schützen können.

Bakterielle Infektionen bei Kindern
Bakterielle Infektionen bei
Kindern: hier stoßen Antibiotika
an ihre Grenzen
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  Vorbeugen ist besser als Heilen!
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  Pneumokokken, Meningokokken und Hib
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Bakterielle Infektionen bei Kindern

Infektionskrankheiten können von ganz unterschiedlichen Erregern verursacht werden. Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten – sie alle kommen als Auslöser in Frage. Wie der Name schon besagt, kommt es dabei zu einer „Infektion“, also einer Ansteckung. Manchmal ist sie harmlos wie bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt, manchmal kann sie gefährlich und sogar lebensbedrohlich werden, wie im Falle von schweren Bakterien- oder Virusinfektionen. Viele einst gefährliche bakterielle Infektionen haben inzwischen ihren Schrecken verloren und können heute sehr gut mit Antibiotika behandelt werden. Bei anderen wiederum kommen auch diese Wundermittel an ihre Grenzen, so z.B. bei der durch Meningokokken oder Pneumokokken verursachten Hirnhautentzündung.

Doch glücklicherweise gibt es hier inzwischen wirksame Schutzimpfungen. Wo der generelle Unterschied zwischen bakteriellen und viralen Infektionen liegt, und wie Sie Ihr Kind vor den Folgen schwerer bakterieller Infektionen schützen können, wollen wir im Folgenden klären.

Der Unterschied zwischen Bakterien- und Virusinfektion

Beide - Bakterien und Viren – sind für das menschliche Auge unsichtbar und können krank machen. Und das war‘s dann auch schon so ziemlich mit den Gemeinsamkeiten. Bakterien sind zwar winzig klein, aber dennoch wesentlich größer als Viren. Sie sind eigenständige Lebewesen und vermehren sich durch Zellteilung. Sie haben einen eigenen Stoffwechsel, für den sie z.B. Sauerstoff, Schwefel oder Licht benötigen. Solange sie diese Hilfsstoffe vorfinden, können sie überleben – notfalls auch außerhalb des menschlichen Körpers. Viren hingegen können sich nur vermehren, wenn sie eine fremde Zelle anfallen und sich mit ihr teilen. Sie brauchen im Gegensatz zu Bakterien immer einen Wirt.

Antibiotika – Wundermittel gegen Bakterien

Mit der Entdeckung des Penizillins im Jahr 1929 und der immer weiteren Verbesserung von Antibiotika in den letzten Jahrzehnten haben bakterielle Infektionen ein großes Stück ihrer Bedrohlichkeit verloren. Antibiotika können Bakterien bekämpfen, ohne dabei die körpereigenen Zellen zu zerstören. Das liegt daran, dass Bakterien eine etwas andere Zellhülle haben als Körperzellen – an dieser Stelle setzen sie an. Antibiotika greifen in den Stoffwechsel der Bakterien ein und machen sie so unschädlich. Allerdings sind sie dummerweise „blind“. Sie machen keinen Unterschied zwischen nützlichen und schädlichen Bakterien und zerstören deshalb auch gesunde Bakterien, beispielsweise im Darm. Deshalb ist nach einer Antibiotika-Behandlung vorübergehend die Verdauung oft „etwas aus dem Gleis“. Nachdem Viren im Gegensatz zu Bakterien keinen eigenen Stoffwechsel besitzen, sind Antibiotika gegen sie leider völlig machtlos. Deshalb beschränkt sich bei Virusinfektionen die Behandlung meist auf die Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte und auf die Linderung der Symptome.

Die Grenzen von Antibiotika

Doch auch die Behandlung mit Antibiotika hat ihre Grenzen, beispielsweise weil Bakterien so „selbstständig“ sind und sich alleine weiterentwickeln können. Dadurch sind sie in der Lage, einen Abwehrmechanismus gegen ein bestimmtes Antibiotikum aufzubauen - eine sogenannte Antibiotika-Resistenz. Einige Bakterien sind extrem aggressiv und richten im Körper so schnell großen Schaden an, dass eine Antibiotika-Behandlung manchmal zu spät kommt und die Infektion nicht mehr aufhalten kann. Das ist zum Beispiel der Fall bei Infektionen durch Meningokokken, Pneumokokken und Hib. Sie können Hirnhaut-, Lungenentzündung, Bronchitis oder schwere Mittelohrentzündung verursachen. Besonders gefährlich werden solche Krankheiten immer dann, wenn das Immunsystem nicht kräftig genug ist, sich gegen den bakteriellen Eindringling zur Wehr zu setzen – also im Fall von Säuglingen und Kleinkindern, immungeschwächten oder älteren Menschen. Glücklicherweise gibt es aber gegen diese gefährlichen Infektionen inzwischen einen wirksamen vorbeugenden Schutz in Form einer Impfung.

Impfschutz vor bakteriellen Infektionen

Gegen die drei Haupterreger von schweren Infektionskrankheiten - Pneumokokken, Meningokokken und Hib - stehen seit einigen Jahren gut verträgliche Impfstoffe zur Verfügung. Diese Impfungen werden von der STIKO für Kinder empfohlen und entsprechend von allen Krankenkassen übernommen. Seit Einführung dieser Impfungen sind schwere Infektionen bei Kindern glücklicherweise sehr stark zurückgegangen.

Mehr darüber, wie Impfungen vor gefährlichen Bakterieninfektionen schützen und warum Impfen heute wichtiger denn je ist, erfahren Sie hier.

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