Wir drehen die Uhr zurück! So können Sie Kindern die Zeitumstellung erleichtern

Wir drehen die Uhr zurück! So können Sie Kindern die Zeitumstellung erleichtern

In der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober ist es wieder soweit: Die Uhren werden zurück auf Winterzeit gestellt. Wir bekommen dann eine Stunde "geschenkt", denn um 3 Uhr ist es eigentlich erst 2 Uhr. Toll ist das für viele Erwachsene und Schulkinder, denn sie dürfen nun ein Stündchen länger schlafen.

Familien mit kleinen Kindern trifft die Zeitumstellung aber oft ganz schön hart, da die Zwerge meist ordentlich aus ihrem gewohnten Rhythmus geschmissen werden - und zum Leidwesen ihrer geplagten Eltern nun morgens noch eine Stunde früher auf der Matte stehen. Dass man selber eigentlich länger schlafen dürfte, hilft einem da nicht wirklich weiter. Mit ein paar Tricks können Sie Ihrem Kind - und auch sich selber - die Umstellung etwas erleichtern und das ganz große Chaos hoffentlich vermeiden.

Warum gibt es überhaupt die Zeitumstellung?

Die Winterzeit ist eigentlich unsere ursprüngliche, "richtige" Zeit, wie sie 1893 damals noch im Deutschen Reich festgelegt wurde. Seit 1975 gibt es aus ökologischen Gründen jedoch auch eine Sommerzeit. Vor dem Hintergrund der Ölkrise von 1973 wollte man die hellen Abendstunden besser nutzen, um Energie zu sparen. Studien haben jedoch inzwischen belegt, dass das überhaupt nicht funktioniert, da die Heizkosten am Morgen die Ersparnis wieder ausgleichen. Und obwohl zahlreiche Stimmen fordern, das Hin und Her, das Mensch und Tier mehr Schaden als Nutzen bringt, endlich abzuschaffen, müssen wir vorerst leider damit klarkommen.

Typische Probleme mit der Umstellung

Probleme mit der Zeitumstellung sind häufiger als man denkt. Erwachsene klagen oft über Schlafstörungen, Nervosität, Gereiztheit oder Konzentrationsprobleme. Sogar die Unfallraten steigen in den ersten Tagen nach der Umstellung jeweils leicht an. Kinder reagieren vor allem mit Einschlaf- oder Durchschlafproblemen, sind müde und quengelig oder haben keinen Appetit. Der Grund für dieses Durcheinander ist unser Biorhythmus - die innere Uhr, die quasi aus dem Takt kommt. Alle Lebewesen werden durch Hormone gesteuert, die uns genau sagen, wann es Zeit zum Essen, Schlafen, usw. ist. Die Melatoninproduktion braucht einige Zeit, bis sie sich anpasst, und lässt uns abends müde und morgens wach werden, obwohl es eigentlich noch viel zu früh dafür ist. Erst nach etwa 14 Tage hat sich der Biorhythmus wieder richtig eingespielt.

Kinder leiden unter der Zeitumstellung

Besonders hart ist die Umstellung für alle, die ohnehin schon einen notorischen kleinen Frühaufsteher zuhause haben. Ihr Kind wird nun noch ein Stündchen früher wach und steht nun statt um 6 Uhr bereits um 5 Uhr auf der Matte. Vor allem in den Nachmittags- und Abendstunden sind die Kleinen dann gern unausstehlich. Dennoch sollten Sie der Versuchung widerstehen und Ihr Kind nun einfach früher ins Bett zu bringen. Sonst wird es morgens noch zeitiger wach und ist entsprechend den ganzen Tag schlecht gelaunt. Besser sind folgende kleinen Tricks.

So kommt Ihr Kind mit der Zeitumstellung besser klar:

  • Beginnen Sie bereits einige Tage vor der Umstellung, Ihr Kind etwas später (!) zu Bett zu bringen. Versuchen Sie die Bettgehzeit dabei Tag für Tag ein bisschen hinauszuzögern. Macht Ihr Kind noch Mittagsschlaf, sollte auch der etwas nach hinten verschoben werden.
  • Mahlzeiten geben dem Tag Struktur. Sie sind sozusagen die unterbewussten Anhaltspunkte für die gefühlte Uhrzeit. Frühstück, Mittag- oder Abendessen können Sie schon ein paar Tage vor der Umstellung eine halbe Stunde später zubereiten. Auch bei Ihrem Baby sollten sie eingespielte Still- oder Fläschchenzeiten Tag für Tag ein wenig nach hinten schieben.
  • Die Zeitumstellung sorgt oft für nächtliches Chaos. Bleiben Sie in den folgenden Wochen deshalb besonders konsequent und passen Sie auf, dass sich nichts "einschleicht". Wacht Ihr Kind plötzlich nachts wieder auf, sollten Sie es ruhig und bestimmt wieder ins Bett bringen.

Übrigens - für alle, die mit der Umstellung gerne mal durcheinander kommen, gibt es eine einfache Eselsbrücke: Sommerzeit heißt Uhr vorstellen, Winterzeit zurück! Oder wer sich das besser merken kann: Im Sommer kommen die Gartenmöbel vor das Haus, im Winter wieder zurück.

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