Nabelbruch - ein Grund zur Sorge?

Nabelbruch - ein Grund zur Sorge?

Nein, ein Nabelbruch ist prinzipiell kein Grund zur Sorge: Ein Nabelbruch ist für das Baby meist ungefährlich, nicht schmerzhaft und bei etwa 90 Prozent aller betroffenen Säuglinge verschwindet der Bruch innerhalb der ersten vier Lebensjahre von selbst.

Insgesamt ist bei etwa 5-10 Prozent aller Neugeborenen das Muskelgewebe rund um den Bauchnabel noch nicht vollständig zusammengewachsen. Innerhalb des Nabels bleibt eine kleine Lücke in der Bauchdecke bestehen, diese Öffnung ist nur durch das Bindegewebe und die Bauchhaut bedeckt.

Diagnose: Wie kann ein Nabelbruch festgestellt werden?

Bei manchen Babys kann die Lücke nur vorsichtig ertastet werden. Bei anderen wiederum wird der Nabelbruch als kleine Wölbung sichtbar, wenn erhöhter Druck im Bauchraum aufgebaut wird, beispielsweise wenn das Baby schreit, presst, lacht, niest oder hustet. Die Schwellung, der so genannte Bruchsack, kann die Größe eines Kirschkerns haben oder so groß wie ein Hühnerei werden.

Der Kinderarzt kann die Diagnose stellen, indem er das Baby genau beobachtet oder den Bauch abtastet. Viele Kollegen nutzen zur genauen Einschätzung ein Ultraschallgerät, mit welchem die Größe und die Verbindung zur Bauchhöhle erkennbar werden.

Oft reicht es, abzuwarten

In den meisten Fällen verschwindet der Nabelbruch in den ersten Lebensjahren, denn mit der Zeit wird die Öffnung durch die Bauchmuskeln verschlossen. Die Eltern sollten diese Entwicklung überwachen und den Bruch regelmäßig anschauen. Nur wenn das Kind Schmerzen am Bruch verspürt oder wenn die Beule sich nicht zurück schieben lässt, sich vergrößert oder sich hart anfühlt, sollten die Eltern mit ihrem Sprössling einen Arzt aufsuchen.

Bildet sich der Nabelbruch nicht zurück, so sollten im Vorschulalter Kinderarzt und bei Bedarf Kinderchirug gemeinsam entscheiden, ob durch eine ambulante Operation, einen sogenannten operativen Bauchpfortenverschluss, der Bruch geschlossen werden sollte. Vor allem bei Mädchen könnte es sonst bei einer späteren Schwangerschaft zu Problemen kommen. Der Eingriff unter Vollnarkose dauert etwa 15 Minuten. Die Nabelgrube bleibt dabei erhalten. Nabelpflaster und Heftpflasterverbände werden heutzutage nicht mehr angewandt, denn sie sind wirkungslos.

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