Husten, Halsweh, Heiserkeit - das hilft bei Atemwegsinfekten

Husten, Halsweh, Heiserkeit – das hilft bei Atemwegsinfekten
Husten, Halsweh, Heiserkeit, das sind die drei "großen H", die Kinder durch die kalte Jahreszeit begleiten. Viele klagen jetzt über nervigen Reizhusten, der Kind und Eltern nachts wach hält, oder können nichts essen, weil das Schlucken so wehtut - und zu guter Letzt bleibt noch die Stimme weg.

Ein Glück, dass bei den typischen, erkältungsbedingten Atemwegsinfekten bewährte Haus- und Arzneimittel sehr gut helfen.

Husten - erst mal den Schleim lösen

Husten tritt oft infolge einer Erkältung auf, wenn nachts der Schleim aus der Nase über den Rachen hinunter in die Bronchien läuft. Hier helfen in erster Linie abschwellende Nasentropfen, die das verhindern. Wenn schlimmer Hustenreiz die Nachtruhe unmöglich macht, kann Ihnen Ihr Kinderarzt zusätzlichen einen Husten-Reizstiller verschreiben, der aber wirklich nur zum Schlafen genommen werden sollte. Der beste Hustenstiller - und nach einer seriösen wissenschaftlichen Studie allen Medikamenten überlegen - ist ein Löffel Honig. Bitte aber erst ab dem ersten Geburtstag. Darüber hinaus helfen bei hartnäckigem Husten sehr gut warme Brustwickel mit Schmalz sowie alles, was die Schleimhäute feucht hält: viel trinken und frische Luft.

Bei anhaltendem oder schmerzhaftem Husten - und wenn noch andere Symptome wie Fieber, Hals- oder Ohrenschmerzen hinzukommen, sollten Sie bitte Ihren Kinderarzt aufsuchen, der vor allem auch überprüfen wird, ob die Lunge frei ist.

Hilfe bei Reizhusten und Kratzen im Hals

Manchmal wird Husten gar nicht durch verschleimte Bronchien, sondern durch eine Entzündung im Rachenbereich (Pharyngitis) ausgelöst. Gegen das lästige Kratzen im Hals, das zu ständigem Hustenreiz führt, kann ein normaler Hustensaft aber nichts ausrichten. Hier hilft nur viel trinken und - wenn Ihr Kind schon alt genug dafür ist - Hals- oder Hustenbonbons lutschen. Auf diese Weise wird der wunde, entzündete Hals beruhigt und "geschmiert".

Halsschmerzen und Schluckbeschwerden

Halsschmerzen können wirklich sehr schmerzhaft sein. Oft ist der gesamte Hals- und Rachenbereich hochrot, geschwollen und entzündet, was vor allem beim Schlucken große Schmerzen verursachen kann. Essen muss Ihr Kind, solange es krank ist, aber nicht unbedingt. Viel wichtiger ist das Trinken, damit die Schleimhäute angefeuchtet werden. Bewährt haben sich hier Hausmittel wie warme Milch mit Honig und Kräutertees. Warme Getränke sind eigentlich besser, da sie durchblutungsfördernd wirken und damit die Heilung beschleunigen - wenn der kleine Patient wegen des schmerzstillenden Effektes aber eher nach kalten Getränken verlangt, dann darf er auch die bekommen.

Streptokokken-Angina oder Scharlach?

Vor allem wenn Halsweh ohne andere Erkältungssymptome auftritt, vielleicht verbunden mit Fieber oder sogar einem feinfleckigen Ausschlag, dann sollten Sie ihr Kind unbedingt beim Kinderarzt vorstellen. Er kann dann mit einem Abstrich vom Rachen rasch feststellen, ob A-Streptokokken die Verursacher sind. Eine Streptokokken-Angina oder den Scharlach (mit Ausschlag) wird man in der Regel mit einem Antibiotikum behandeln.

Bei Heiserkeit - bitte Ruhe!

Stimme weg? Das passiert, wenn sich die Erkältungsviren überwiegend am Kehlkopf und an den Stimmbändern festsetzen. Die entzündeten, geschwollenen Stimmlippen können dann nicht mehr frei schwingen, und die Stimme hört sich plötzlich ganz tief und heiser an. In Extremfällen kommt auch mal für ein paar Tage überhaupt kein Ton mehr raus. Jetzt ist es besonders wichtig, die Stimmbänder zu schonen. Ansonsten können sich dort kleine Knötchen bilden, sogenannten Schrei- oder Sängerknötchen, die zu chronischer Heiserkeit führen können. Kinder sollten deshalb bei Heiserkeit möglichst wenig schreien, reden und auch nicht flüstern. Zugegeben es ist schwer, das einem kleinen Wildfang zu erklären, der gerade in der schlimmsten Trotzphase steckt und sich vor Wut die Seele aus dem Leib brüllt. Aber größere Kinder sind hier schon recht verständig.

Die besten Mittel bei Heiserkeit

Abgesehen vom "Klappe halten" sind Ingwer- und Salbeitee bewährte Hausmittel - zum Trinken, aber auch zum Gurgeln. Inhalieren mit Salzlösung hat sich ebenfalls bewährt. Kamille ist weniger geeignet, da sie die Schleimhäute austrocknet. Grundsätzlich sollte Ihr Kind jetzt viel trinken und lutschen (Salztabletten, Salbei- oder Hustenbonbons), um Hals und Kehlkopf feucht zu halten.

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