Hüftschnupfen - wenn die Hüfte "erkältet ist"

Hüftschnupfen - wenn die Hüfte

So gut wie jedes Kind hatte in seinem Leben schon einmal einen Schnupfen und weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Nase läuft. Aber nicht nur die Nase kann auf einen Infekt "verschnupft" reagieren, sondern auch die Hüfte.

Nach einer meist harmlosen Erkrankung, einem grippalen Infekt z.B. kann die Hüfte mit einer Entzündung reagieren. Ein echter Hüftschnupfen ist eine harmlose Form der Gelenksentzündung. Deshalb wird die Krankheit im Volksmund auch "Hüftschnupfen" genannt. Die medizinische Bezeichnung ist "Coxitis fugax", also vorübergehende Hüftgelenksentzündung.

Schmerzen in der Leiste

Der Hüftschnupfen äußert sich einseitig oder auch beidseitig mit plötzlichen Beschwerden beim Gehen. Meist beginnt der Hüftschnupfen von jetzt auf gleich. Die Kinder klagen über Schmerzen in der Leiste und im Oberschenkelbereich. Kleine Kinder, die über ihre Beschwerden noch nicht genau Auskunft geben können, versuchen eine Schonhaltung einzunehmen oder wollen am liebsten gar nicht mehr laufen, um die Schmerzen so gering wie möglich zu halten. Bei einem Hüftschnupfen sammelt sich Flüssigkeit im Gelenkspalt an. Dieser Erguss ist auch der Grund für die teilweise recht starken Schmerzen im Hüftbereich.

Hüftschnupfen durch Ultraschall abklären

Deutlich erkennen kann der Kinderarzt die Entzündung am besten bei einer Ultraschalluntersuchung. In seltenen Fällen können hinter den Symptomen eines Hüftschnupfens auch andere, schwerwiegende Erkrankungen des Hüftgelenks stecken. Deshalb wird der behandelnde Kinderarzt den Hüftschnupfen aufmerksam beobachten, um andere Erkrankungen ausschließen zu können.

Besonders häufig sind Jungs im Alter zwischen vier und sieben Jahren betroffen. Mädchen bekommen deutlich seltener einen Hüftschnupfen. Meist ist nur ein Hüftgelenk betroffen, selten auch beide Gelenke. Interessant ist auch, dass es eine "Hüftschnupfen-Saison" gibt: Überwiegend kommt der Hüftschnupfen in den Übergangsmonaten im Frühjahr und Herbst vor. Eher selten in den Sommer und Wintermonaten.

Was hilft bei Hüftschnupfen?

Auch wenn Bewegung weh tut, sind aktive Kinder oft schwer zur Schonung zu überreden. Da ist dann die elterliche Trickkiste gefragt: Vorlesen, Bilderbücher und Kinderkassetten oder ausnahmsweise auch mal eine längere Zeit vor dem Tablet oder Computer lenken ab und so kann die Entzündung gut ausheilen und die Schmerzen verschwinden bald wieder. Bei Bedarf wird der Kinderarzt zusätzlich ein Medikament wie z.B. Ibuprofen gegen Schmerzen und Entzündung verordnen. Nach einer Woche sind zwei Drittel der betroffenen Kinder wieder beschwerdefrei. Bleibende Schäden am Gelenk verursacht der Hüftschnupfen nicht. Wenn in 8 bis 10 Tagen keine echte Besserung eintritt oder andere Symptome wie z.B. Fieber dazukommen, muss das betroffene Kind unbedingt erneut beim Kinderarzt untersucht werden.

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