Was tun bei Husten und Schnupfennase?

Was tun bei Husten und Schnupfennase?

Winterzeit ist Schnupfenzeit: Die Nase läuft, der Hals tut weh. Oh je, da ist wohl eine "Erkältung" im Anmarsch! Besonders häufig erwischt es uns - wie der Name "Erkältung" schon sagt - im Winter.

Auch wenn die Kälte nur wenig dafür kann: Manche Viren sind bei Kälte besonders aktiv und wenn wir im Winter ja viel enger beisammen sind können sie sich leichter von Mensch zu Mensch ausbreiten.

Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Halsweh, Müdigkeit, leichtes Fieber - die Symptome kennt jeder, hat man sie doch schon gefühlte 1000 Mal erlebt. Vor allem die Kleinen leiden, wenn sie durch die verstopfte Nase keine Luft bekommen oder wegen des Hustens nachts nicht schlafen können. Gerade sie trifft es allerdings auch besonders häufig. Sechs bis zehnmal pro Jahr bekommen Kleinkinder einen Luftwegsinfekt. Das liegt daran, dass es über 200 verschiedene Viren gibt, die solche Infekte auslösen können. Bei jedem Erstkontakt mit einem neuen Virus reagiert das Immunsystem und das Kind wird krank. Während der Erkältung bildet es dann Antikörper und ein Immungedächtnis und kann beim nächsten Mal diesen Erreger viel rascher bekämpfen. Oft dann ohne krank zu werden. Als Erwachsenen trifft es uns dann "nur noch" etwa zwei bis drei Mal im Jahr.

Was kann man tun?

"Drei Tage kommt’s, drei Tage bleibt’s, drei Tage geht’s" - so sagt der Volksmund. Und tatsächlich dauert eine "Erkältung" im Durchschnitt sieben bis zehn Tage, ganz egal was man dagegen macht. Denn leider gibt es bis heute noch keine Medizin, die sie wirklich kuriert. Zum Glück gibt es aber eine Menge wirksamer Hausmittel und Medikamente, die die Symptome lindern und die "Erkältung" erträglicher machen. Obwohl ein grippaler Infekt natürlich sehr unangenehm ist, verläuft er normalerweise harmlos. Mit der echten Grippe, der gefährlichen Influenza, hat er nur den Namen gemein. Und dagegen kann man zum Glück impfen.

Was hilft gegen verstopfte Nase?

Über die Schleimhäute versucht der Körper, die Erkältungsviren so schnell wie möglich wieder loszuwerden und auszuspülen. Deshalb gehört ein Schnupfen fast immer dazu. Damit der Schleim besser abfließen kann, sollen Kinder jetzt besonders viel trinken. Auch wenn die kleinen Schniefnasen das hassen - Nase außen abputzen ist wichtig, damit die Haut über der Oberlippe nicht lang feucht bleibt und wund wird.
Nasentropfen oder Nasensprays helfen am besten gegen die verstopfte Nase. Sie sorgen dafür, dass die Schleimhäute abschwellen und Ihr Kind wieder Luft bekommt. Der Unterschied ist, Sprays lassen sich besser dosieren und verteilen sich gut, Nasentropfen werden im Liegen verabreicht und gelangen dadurch auch in den Rachenraum. Um eine Überdosierung zu vermeiden, beachten Sie bitte die Altersangabe auf dem Beipackzettel. Auch Nasentropfen mit Kochsalz- oder Meersalz-Lösung helfen gut vor allem bei zähem Schleim oder trockener Nase.
Wenn der Oberkörper etwas erhöht liegt, fließt der Schleim besser ab und die Kleinen bekommen leichter Luft. Dafür legt man am besten am Kopfende eine dicke Decke unter die Matratze.

Gegen Husten helfen Nasentropfen und viel trinken!

Nachts läuft der Schleim durch den Rachen hinunter in die Bronchien. Der Körper versucht, den Schleim wieder heraus zu befördern, und reagiert mit Husten. Deshalb wirken abschwellende Nasentropfen auch so gut gegen Husten. Und wenn die Schleimhäute schön feucht sind, funktioniert das Abhusten viel besser, deshalb sollen die Kleinen jetzt besonders viel trinken. Hier gibt es spezielle Hustentees, aber ganz normaler ungesüßter Tee wirkt ebenso gut. Auch Hustenbonbons helfen, weil sie die Rachenschleimhaut befeuchten. Aber natürlich nur, wenn Ihr Kind schon alt genug ist, dass es sich an dem Bonbon nicht verschluckt! Ein gutes Hausmittel gegen Reizhusten ist ein Löffel Honig, aber bitte erst ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. Vorsicht auch bei Erkältungsbädern und Salben. Ätherische Öle wie Menthol, Eukalyptus und Kampfer sind noch nichts für Kleinkinder. Besser sind Brustwickel mit Schmalz.
Warme, trockene Heizungsluft wirkt sich ungünstig aus, deshalb sollten Sie regelmäßig Lüften. Zusätzlich kann man einen Luftbefeuchter aufstellen oder ein feuchtes Handtuch über den Heizkörper hängen. Solange die kleinen Patienten kein Fieber haben, dürfen sie - schön warm eingepackt - auch durchaus an die frische Luft.

Leichtes Fieber nicht gleich senken

Mit dem Fieber kämpft der Körper gegen die Viren an. Deshalb sollte man Körpertemperatur von 39 Grad C nichts dagegen unternehmen so lange das Kind sich einigermaßen wohl fühlt. Wenn das Fieber länger anhält oder sogar bis zu 41 Grad ansteigt, ist ein Besuch beim Kinderarzt angezeigt. Umso eher je jünger ein Kind ist. Bei Säuglingen am besten am selben Tag.
Hohes Fieber senkt man am besten mit einem altbewährten Hausmittel: lauwarme Wadenwickel. Aber bitte nur, wenn sich Arme und Beine warm anfühlen. Genauso können Eltern ihren Kindern auch ein Fieber- und Schmerzmittel mit dem Inhaltsstoff Paracetamol oder Ibuprofen verabreichen. Das hilft dann zusätzlich gegen die Kopf- und Gliederschmerzen. Medikamente dürfen jedoch nicht über einen längeren Zeitraum gegeben werden, da ist immer eine Absprache mit dem Kinderarzt nötig. Bei Babys ist besondere Vorsicht geboten: Wenn Eltern bei Ihrem Kleinen im ersten Lebensjahr eine Temperatur von über 38,5 Grad messen, sollten sie grundsätzlich immer den Kinderarzt kontaktieren. Wenn das Baby dazu noch schlecht trinkt oder gar apathisch wirkt, sucht man besser sofort einen Arzt auf.

Liebe hilft am besten

Oft klagen Kinder bei einer Erkältung auch über Hals-, Bauch- oder Gliederschmerzen, sie fühlen sich abgeschlagen, frösteln und haben keinen Appetit. Vitaminreiche Kost, wie Hühnersuppe mit Gemüse, die viel Flüssigkeit und Nährstoffe liefert, ist hier besonders gut. Grundsätzlich müssen die Kinder aber nichts essen, trinken ist viel wichtiger.
Das beste Mittel ist aber immer noch Ruhe, Zeit und viel Zuneigung! Mamas kühle Hand oder Papas beruhigende Stimme beim Vorlesen haben schon bei manch kleiner Schnupfennase wahre Wunder bewirkt!

Wann zum Arzt?

Tritt nach ein paar Tagen keine Besserung ein, kommen weitere Symptome wie Durchfall und Erbrechen hinzu, klagt Ihr Kind über Atembeschwerden und Halsweh oder steigt das Fieber stark an, sollten Sie zum Kinderarzt gehen. Besonders bei Kleinkindern entwickelt sich durch den Schnupfen oft eine Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung oder Bronchitis.

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