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Geschrieben von dringendhilfegesucht am 14.08.2017, 11:20 Uhr zurück

Re: Folgen eines früheren sexuellen Missbrauchs

Hallo camelia14 und Möwenkind,

Das ist leicht gesagt, dass ich mich nicht so an dem Katheter aufhängen soll. Das ist nun mal mit so einer Vorgeschichte nicht zu beeinflussen. Im Gegenteil, es ist das Hauptproblem. Und wenn ich mich noch so bemühen würde und mir gut zureden würde, das lässt sich im Kopf nicht abstellen oder anders annehmen.
Und - oh mein Gott - unter der Narkose legen?!? Absoluter Horror!!! Alleine die Worte und die Vorstellungen verursacht bei mir, dass ich kaum noch Luft holen kann und mir die Tränen in die Augen schießen. Es soll mich einfach NIEMAND in meinem Intimbereich anfassen. Und schonmal gar nicht, wenn ich wehr- und machtlos hier liege. Ich werde doch einfach über mich selbst noch bestimmen dürfen!? Bereits bei dem Missbrauch wurde mein "Nein" nicht akzeptiert und ich nicht respektiert. Das wäre wie ein erneuter Missbrauch für mich! Ich muss doch einfach ernst genommen werden. MICH FASST DA NIEMAND AN! Punkt!

Also wie schon erwähnt, gibt es Kliniken, die generell keinen Katheter mehr legen. Und JUHU.... ich habe nun auch den Namen einer Klinik erhalten. Unmittelbar vor OP auf Toilette und dann direkt KS. Innerhalb dieser Stunde ca. füllt sich auch die Blase nicht von der Infusionslösung. Also medizinisch ist ein Katheter kein Muss! Für eine medizinische Dringlichkeit, kann ich das mal allgemein gesehen noch verstehen.
Und nochmal JUHU: ich hatte ein sehr positives Gespräch und ich werde meinen KS ohne Katheter bekommen und die Schmerzen danach, wegen Toilette nehme ich in Kauf, wenn wenigstens meine Seele dafür Ruhe bekommt. Ich meinen Seelenfrieden für lange Sicht erhalte... dann lieber nur einige Tage körperliche Schmerzen, wie diese furchtbare Bilder und Vorstellungen in meinem Kopf mit denen ich über eine ewige Zeit nicht fertig werden würde.

Es kann sich wohl keiner wirklich vorstellen, was das für mich bedeutet. Mehr als Balsam für meine Seele und sicher auch die des Wurms!

Liebes Möwenkind,
ich hatte tatsächlich zu Beginn eine Hausgeburt, ja dann sogar Alleingeburt vor (und ich halte davon generell mehr, als von Klinikgeburten, wenn denn medizinisch alles in Ordnung ist). Nur leider wurde mir im Laufe meiner Geschichte klar, dass ich nicht mal mehr eine Geburtsverletzung im Intimbereich dulden könnte und sei sie auch noch so gering. Ich möchte nicht mal mir das Auseinanderdehnen in diesem Bereich mehr vorstellen.... Also das geht nicht. Der KS muss für mich einfach sein. Die Bindung sehe ich nur dann in Gefahr, wenn wieder etwas gegen meinen Willen getan wurde und mich diese Vorstellungen danach so belasten, dass ich nur noch weine und nichts anderes genießen kann.
Ja, ich habe eine Hebamme, die sich auch spezieller mit dem Thema traumatisierte Frauen auskennt. Aber selbst sie darf bei mir nichts im Intimbereich machen.

Danke an alle!

 

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