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Dr. med. Stefan Kniesburges

Geburt und die Versorgung danach

Dr. med. Stefan Kniesburges

   

 

Zystozele

Sehr geehrter Herr Dr. Kniesburges,
ich habe seit der Geburt vor 4 Monaten nun seit einigen Wochen ein sehr unangenehmes Fremdkörpergefühl im Stehen im Bereich des Scheideneingangs. Im Stehen kann ich direkt hinter dem Scheideneingang innen eine Vorwölbung von vorne ertasten (Blase?). Ich habe auch das Gefühl, das ich häufiger auf Toilette muss und manchmal dann nur wenig Urin kommt. Ungewollt Urin verliere ich aber nicht.
Der Frauenarzt untersuchte mich nun nochmals, allerdings im Liegen, und sagte es sei eine leichtgradige Zystozele und das das sehr viele Frauen nach der Geburt hätten. Ausserdem habe ich noch deutliche Vernarbungen durch Dammschnitt und als Folge der Naht eines Scheidenriss bei der Geburt. Er meinte, ausser Rückbildungsgymnastik und Versuch mit einer Östrogencreme sei nichts weiter nötig. (ich stille noch).

Gibt es noch weitere Möglichkeiten? Sollte ich mich nochmals an ein Beckenbodenzentrum wenden? Wäre Physiotherapie sinnvoll? Oder bildet sich diese Zystozele nach dem abstillen wieder zurück? Mich belastet dieses unangenehme Druckgefühl sehr.
Ist es wirklich noch normal solch eine (leichtgrasige) Zystozele 4 Monate nach Geburt zu haben?
Vielen Dank schonmal!

von Suse796 am 05.03.2019, 11:41 Uhr

 

Antwort:

Zystozele

Hallo,
eine Geburt stellt eine große Belastung für den Beckenboden dar und kann deshalb zu einer vorübergehenden, aber auch permanenten Senkung mit Beschwerden führen. Gezieltes Beckenbodentraining ist die erste Maßnahme. Sollten die Beschwerden damit nicht ausreichend zu behandeln sein, ist die Vorstellung in einer auf Beckenbodenerkrankungen spezialisierten Klinik oder Praxis sinnvoll.

von Dr. Stefan Kniesburges am 06.03.2019

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