Silke Westerhausen

Natürliche Geburt bei massiven ISG-/Ischiasproblemen?

Antwort von Silke Westerhausen

Frage:

Hallo,

erst einmal vielen Dank für Ihre Arbeit hier im Forum!

Zu meinem Problem: Ich hatte vor 10 Jahren eine Bandscheiben-OP ohne Versteifung im Bereich L5/S1. Nach Reha und stets konsequentem Training war mein Rücken seitdem immer fit. Nun haben sich zu Beginn des 2. Trimesters aber wohl die Bänder in meinem Becken sehr rasch gelockert, außerdem hatte ich viel Erbrechen, dabei hat sich dann mein eines ISG so verrenkt, dass ich von der 16. bis 24. SSW heftige Schmerzen mit Ischalgie bis in den Fuß hatte. Habe wohl auch ein “bequemes Becken“, denn das Baby saß immer sehr tief in dieser Zeit.

Tatsächlich ließen die Beschwerden ab der 24. SSW mit Aufsteigen des Uterus nach. Konnte auch wieder gut den Rücken trainieren.

Aber in der 35. SSW kam der Bauch runter... und die Beschwerden sind nun teilweise wieder kaum erträglich. Bin morgen 37+0/7. Das Babylein saß gestern im Ultraschall schon so tief im Becken, dass alles oberhalb der Oberlippe hinter der Symphyse verschwand.

Ich fühlte mich so gut vorbereitet für die Geburt und nun ist in diesen Schmerzkrisen mein Selbstbewusstsein komplett weg.

Wie schätzen Sie die Situation ein?
- Kann ich eine natürliche Geburt so bewältigen?
- Muss ich mit Spätfolgen an ISG/Nerv rechnen. Wieviel mehr Dehnung kommt denn in der Geburt noch auf die ISGs?
- PDA unbedingt? Wie mobil wäre ich damit denn noch?

Danke für Ihre Mühe und beste Grüße!

von BabyimBauch am 28.05.2019, 15:33 Uhr

 

Antwort auf:

Natürliche Geburt bei massiven ISG-/Ischiasproblemen?

Hallo,

Zunächst einmal Danke für die netten Worte.

Ihre Symphyse und Ihr Becken scheinen durch die Schwangerschaftshormone sehr aufgelockert zu sein,was Ihnen momentan Beschwerden bereitet.

ich vermute,dass diese Beschwerden in ca.2 Wochen erträglicher werden könnten.

Zu Ihren Fragen:

- Ja,ich bin sicher,dass Sie die Geburt gut bewältigen können - Sie wissen was Schmerz bedeutet und sind sich ,glaube ich,durchaus bewusst,dass diese positiven Geburtsschmerzen nicht vergleichbar sind mit dem,was sie hinter sich haben.Außerdem gibt es hervorragende Mittel die Wehen zu lindern ,wie zB ein warmes Bad,etliche Schmerzmittel,Lachgas,wechselne Positionen...

- Nein,mit negativen Folgen müssen Sie nicht rechnen,da eine Geburt Ihre Wirbelsäule bzw Ihre Bandscheibe nicht negativ beeinflusst.

- Eine PDA kann sicher gelegt werden,meist wird diese aber zu einem Zeitpunkt gelegt bei dem viele Frauen schon einiges "durch" haben und sie wird logischerweise dann genutzt um den Körper ausruhen zu lassen; die Mobilität ist zweifelsfrei besser gegeben ohne PDA...

Alles Gute und herzliche Grüße
Silke Westerhausen

von Silke Westerhausen am 28.05.2019

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