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Geschrieben von Franke am 18.10.2014, 17:49 Uhr

Kliniken: Gewinn mit Behandlung von Frühgeburten, Verlust bei deren Vermeidung.

Heute steht ein großer Artikel in der Tageszeitung: Erlanger Geburtsmediziner kritisiert ein falsches Anreizsystem im Gesundheitswesen.

Den Kliniken geht es finanziell besser, wenn Kinder zu früh geboren werden und dann entsprechend behandelt werden müssen. Besser für die Kinder wäre aber, möglichst lange im Mutterleib zu bleiben.

Verantwortlich gemacht wird das Fallpauschalensystem: Ab dem siebten Tag, den eine Schwangere in der Klinik ist, macht die Klinik Minus. Es würde ein "finanzielles Chaos" ausgelöst, wenn eine Patientin sechs, sieben Wochen in der Klinik liegt und dann auch noch eine natürliche Geburt hat, die weniger Geld bringt als ein Kaiserschnitt.

Dabei geht man davon aus, dass jeder Tag im Mutterleib, der bei Behandlung in der Klinik zwischen 300 und 500 € kostet, drei Tage Behandlung des Kindes auf der Intensivstation vermeidet, die insgesamt zwischen 5000 und 6000 € kosten, also das mehr als Zehnfache - Bei schlechteren Chancen des Kindes, ganz und gar gesund ins Leben starten zu können!

Zudem gibt es auch noch statistische "Auffälligkeiten": Wie viel Geld die Klinik von der Krankenkasse bekommt, ist auch abhängig vom Gewicht des Kindes. Es gibt Grenzen, die medizinisch keine Bedeutung haben, aber finanziell sehr wohl. Hat das Kind 749 Gramm Geburtsgewicht, dann erhält die Klinik 15.000 € mehr als bei 750 Gramm Geburtsgewicht. Das ist eine Einladung zum Betrug und selbstverständlich gibt es entsprechende Häufungen knapp unter den Schwellenwerten!

Ich habe mal etwas gegoogled und zum einen festgestellt, dass das Problem schon seit einigen Jahren bekannt ist und zum anderen einen aktuellen TV-Beitrag gefunden:

http://www1.wdr.de/fernsehen/information/frautv/sendungen/Fruehchen100.html

 
3 Antworten:

Re: Kliniken: Gewinn mit Behandlung von Frühgeburten, Verlust bei deren Vermeidung.

Antwort von Moehre700 am 20.10.2014, 13:12 Uhr

Hallo,

....was fängst Du jetzt mit der Info an?
Das mag alles sein und alles stimmen, aber es hilft Dir in der konkreten Situation nicht weiter, ganz im Gegenteil. es verunsichert doch die Schwangere noch mehr, wenn sie sich dauernd fragen muss, ob dies oder das nur aus finanziellen Gründen so entschieden wird.

Als ich nach dem Kaiserschnitt im KH lag und mich noch nicht fit für zu hause gefühlt habe, hat mir der Arzt gesagt: bleiben Sie solange, wie sie es brauchen.
Es ist nämlich immer eine Mischkalkulation: einige gehen früher, eineiige später. Insgesamt rechnet es sich für die Klinik.

Moehre

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Re: Kliniken: Gewinn mit Behandlung von Frühgeburten, Verlust bei deren Vermeidung.

Antwort von Mondschein89 am 20.10.2014, 19:40 Uhr

Danke, Moehre. Find die Info eigentlich auch komplett unwichtig und dämlich. Sorry! Lag ab der 16. SSW im KH und die haben jeden Tag gekämpft für mich und das Baby. Das dann wirklich erst geholt wurde, als es in BEL bei geöffnetem MuMu fast von selbst rausgeplumst wäre und zwar bei 31+5 SSW.

Es hätte genügend Situationen (Bradykardien des Babys ab der 24. SSW) in denen sie es hätten vorzeitig holen hätten können und jedesmal mal haben sie bis zur letzten Sekunde gewartet, ob es sich noch erholt.

Aber es gibt ja immer irgendwelche "Verschwörungstheoretiker" die einem allesMögliche unterstellen und überall Zwietracht sähen... sind mir genauso lieb wie die "Impfgegner"

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Re: Kliniken: Gewinn mit Behandlung von Frühgeburten, Verlust bei deren Vermeidung.

Antwort von isasterne am 20.10.2014, 21:06 Uhr

Ich lag auch ab der 22.Woche mit Blasensprung,kaum noch Gmh usw.Ich hatte nicht eine Minute das Gefühl,dass das Kind früher geholt werden sollte.Ich habe noch nicht mal die teure Lungenreife bekommen,weil keine akute Gefahr bestand.Auch jetzt gehe ich alle 3 Wochen zur Cerclage-Kontrolle und nicht wie üblich jede Woche. Oberarzt meint,das wäre ausreichend.Lange Rede.... Ich kann diesen Artikel überhaupt nicht bestätigen.

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