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Schwiegermama und Schokolade

Frage von cooki2014 - 14.09.2015

So es ist geschehen.....
Linus ist nun 9 Monate alt und hat das erste mal Schokolade gegessen.
Ich bin so sauer, dass glaubt ihr gar nicht.
Ich finde es echt nicht in Ordnung. Sie weiß genau, dass wir ihn das ganze erste Jahr nichts geben möchten. Trotzdem hat sie auch schon in der Vergangenheit immer wieder mal versucht ihm was unterzujubeln. Obwohl sie meinte, sie respektiert unseren Wunsch. Pustekuchen.
Gestern hatte sie tatsächlich schon wieder ein Ü-Ei für ihn mitgebracht. Und ehe ich mich versah, hatte sie ihm schon schokostücke in den Mund geschoben.

Ich finde es ehrlich gesagt nicht soooo schlimm, dass er jetzt mal ein bisschen Schoki probiert hat (er durfte auch schon mal an meinem
Kecks lecken- bin da nicht mehr soooo extrem übervorsichtig). Ich finde es aber richtig dreist von der Oma.

Lg

Re: Schwiegermama und Schokolade

Antwort von Menixe - 14.09.2015

Versteh ich total! Klar, das Stückchen Schokolade ist nicht so dramatisch, aber ich würde mich auch tierisch über die Art und Weise aufregen. Ihr seid die Eltern und wenn ihr sagt, das bekommt er noch nicht, dann hat man sich da gefälligst dran zu halten. Find sowas auch echt zum K*** , bei uns versuchen auch die Omas und Opa der Kleinen ständig Torte zu geben oder gestern waren es Pommes!!! Wenn ich da nicht immer dabei wäre hätte die Kleine sicher schon was bekommen, die wollen nämlich partout nicht verstehen warum wir das nicht wollen. Ätzend sowas!!

Sorry, musste mich grad mal kurz mitaufregen... :-)

Re: Schwiegermama und Schokolade

Antwort von MayasMama - 14.09.2015

Ohja ich rege mich auch mit auf!!!!

Unmöglich. Meine Schwiegermama ist da zwar super, dafür einige andere Verwandte ganz schlimm. Und ich muss auch echt immer dabei sein. Entsprechende Personen dürfen sich bei "Fehlverhalten" aber immer meinen 10-Minuten-Monolog über Essstörungen, Unverträglichkeiten, und je nachdem was sie ihr geben wollten Eiweißschock, Diabetes, Karies und Co. anhören. Ausserdem gebe ich ihnen Ella nicht mehr auf den Arm, denn ich unterstelle automatisch, dass sie mich vielleicht auch in anderen wichtigen Punkten übergehen wollen.

Bei uns ist es auch so, dass viele Ella füttern wollen, was bei uns BLW-Überzeugten absolut tabu ist. Die frage ich dann, ob sie meinem Kind die Selbstbestimmung absprechen wollen und ihr Risiko zu Ersticken erhöhen wollen.

Verstehe echt nicht, warum manche Menschen das Bedürfnis haben, in die Lebensweise anderer einzugreifen.

Re: Schwiegermama und Schokolade

Antwort von TochteroderSohn - 14.09.2015

Ich wäre richtig sauer. Zum Glück ist das für meine Schwiegermutter ok.
Wären da gestern zum Suppe essen und wollte meinem Baby Kartoffel geben, ich habe zugestimmt, aber nur ohne Salz gegarte, da das nicht der Fall war durfte mein Baby nichts. War dann auch ok.

Re: Schwiegermama und Schokolade

Antwort von sterntaler82 - 14.09.2015

Also ich verstehe dich total! Es geht ja nicht um die Schoki sondern um das hinter gehen. Ne geht gar nicht!

Re: Schwiegermama und Schokolade

Antwort von corry84 - 15.09.2015

Die Aussage mit der abgesprochenen Selbstbestimmung finde ich krass. Ein ganz schön hartes Urteil gegenüber allen, die ihre Kinder füttern. Füttern heißt nicht, gegen den Willen des Kindes rein quetschen und zum schlucken zwingen! Wenn das Kind etwas nicht mag oder satt ist, signalisiert es das und das wird im Idealfall respektiert.

Unser Kleiner isst etwas Brei, aber auch Fingerfood. Oft wird er unzufrieden, weil er das, was er will, nicht in den Mund bekommt oder mit den beiden halben Zähnen nicht abbeißen kann. Dann bekommt er es in kleinen Stücken gefüttert. Er zeigt uns deutlich, was er will und was nicht, und durch den morgendlichen Brei wird seine Selbstbestimmung bzgl Essen sicherlich nicht abgesprochen.

LG

Re: Schwiegermama und Schokolade

Antwort von MayasMama - 15.09.2015

Liebe Corry!

Es geht hier doch nicht um Brei vs. BLW, sondern um übergriffige Schwiegermütter, denen man ja ruhig etwas "Angst" machen darf, wenn sie die Erziehungsweisen der Eltern nicht respektieren. Ein bisschen Schokolade verursacht auch keinen Karies, trotzdem wird es von den Eltern die das nicht möchten immer wieder als Argument genannt.

Und Brei füttern schränkt nicht immer automatisch die Selbstbestimmung eines Kindes ein. Ein Baby, das daran gewöhnt ist, sich ausschließlich selbst zu bedienen und zu "füttern", wird jedoch durchaus übergangen und fremdbestimmt wenn es plötzlich einen Löffel voll irgendwas in den Mund gesteckt bekommt.

Und versteh mich jetzt nicht falsch, aber: BLW hat nichts mit "unser Kind bekommt auch Fingerfood" zu tun, denn die Hauptstrukturen für BLW sind eben tatsächlich, ein Baby NIE zu füttern sondern immer selbst bestimmen und selbst essen zu lassen - die anfängliche Frustration wenn es nicht klappt wird als normal und gewollt angesehen, man vertraut darauf dass das Baby die Dinge die es essen "soll" auch essen kann und im Unkehrschluss die Dinge die es noch nicht essen kann, auch noch nicht essen soll.

LG

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