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Beitrag aus dem Forum Schlafen einschlafen durchschlafen

Einschlafen, nachts aufwachen

Frage von moolleyhnsl - 10.10.2019

Hallo liebe Mamis & Papis,

als Neu-Mama bräuchte ich einmal euren Rat und Tipps zum Schlaf meines 6 Monate alten Sohnes.
Bisher lief das Zubettgehen/Einschlafen immer so: Baby ausziehen, Baden, Papa macht ihn bettfertig und kuschelt kurz mit ihm, ich stille ihn bis er an der Brust eingeschlafen ist & lege ihn in sein Beistellbett (Bauchschläfer; wenn er wieder aufweckt beim hinlegen - wieder ablegen und das Spiel von vorn). Nachts wenn er sich wach raschelt - anlegen, kurz stillen und wenn er wieder schläft wieder hinlegen.

Nun ist er ja aber schon 6 M. und an sich habe ich Schiss, dass das „Brust“ einschlafen nie endet. Nicht, dass es mich sehr stört, aber ich würde auch gerne mal Papa ran lassen bzw würde es mich sehr beruhigen, wenn er auch mal „lernen“ würde, alleine einzuschlafen.

Ich habe schon viel probiert - ihn nach dem stillen wach hinzulegen, zu streicheln o. Zu singen o. Zu kuscheln bis er einschläft. Aber ich habe keine Chance. Entweder weint er sofort und dass Ewigkeiten, bis er sich in Rage schreit oder er versucht noch freundlich im Bett rum zu robben und zu gucken, bis er vor Wut und Müdigkeit anfängt zu schreien.

Ich will ihn einfach nicht schreien lassen, das zerbricht mir mein Herz er muss sich so hilflos und verlassen vorkommen - das will ich nicht.
Aber er nimmt auch keinen Schnuller und sein Schnuffeltier interessiert ihn auch nicht.
Was meint ihr? Einfach stark sein und ihn weinen lassen und bei ihm sein, bis er einschläft vor Müdigkeit und Erschöpfung und es bessert sich?
Ich bin so hilflos aber ich will doch auch langsam anfangen ihn nicht mehr dauernd an mir nuckeln zu lassen.

Danke für eure Tipps

Melli

Re: Einschlafen, nachts aufwachen

Antwort von Nuritouri - 10.10.2019

Das ist (leider) ganz normal, denn am schönsten und sichersten schläft er eben bei seiner Mama ein und stillen macht nicht nur satt, sondern spendet Wärme und Sicherheit! Der kleine weiß doch noch gar nicht, wie unsere Welt da draußen funktioniert.

Schlafen kann man nicht „lernen“ - schlafen ist ein Entwicklungsprozess, fast ähnlich wie sauberwerden!

Du kannst ja auch nicht schlafen, wenn du Angst hast, dich noch Dinge beschäftigen, du dich einsam fühlst. Da kannst du noch so müde sein.

Man kann aber andere Methoden probieren, obwohl du das einschlafstillen weiter praktizieren kannst, solange es euch beiden gefällt! Ihm tut es sicher gut!

Dein Mann könnte zum Beispiel ihn in den Schlaf zu tragen, mit einer Trage - wenn er müde ist, ihn dort zum schlafen bringen und ihn dann ins Bettchen legen - dass er da übrigens wieder aufwacht, ist auch normal - Babys schlafen lieber bei ihren Bezugspersonen. Babys sicherte das früher ihr überleben, ablegen bedeutete den sicheren Tod - um es mal ganz krass auszudrücken!
Babys brauchen also um gut zu schlafen, Sicherheit und Nähe - alles andere ergibt sich irgendwann von allein und bitte nicht schreien oder weinen lassen!!!
Also ich hoffe, ich konnte euch bzw Dir ein bisschen helfen - viele Grüße und viel Erfolg!

Re: Einschlafen, nachts aufwachen

Antwort von Romy1990 - 11.10.2019

Hallo Meli,
Ich kann dich gut verstehen. Bei uns war es genauso. Nur das mich das Einschlafstillen irgrndwann extrem gestört hat. Unser Sohn ist nur beim stillen eingeschlafen und dann musste ich neben ihm liegen bleiben, sobald ich versucht habe aufzustehen oder ihn rüberzulegen in sein Beistellbett wurde er wach. Ich war am Ende mit meinen Nerven.
Als der Kleine dann 6 Monate alt war, waren wir im Urlaub. Dort hat mein Mann dann versucht mit ihm zu üben auf dem Arm einzuschlafen und ihn dann abzulegen. War aber leider immer viel Geschrei und oft hab ich dann abgebrochen und ihn doch wieder angelegt. Kurz vor Ende des Urlaubs konnte ich den Kleinen dann eines Abends nicht mal abdocken ohne dass er wach wurde. Also haben wir es nochmal mit dem Schnuller probiert. Den fand er bisher immer einen Tag toll und dann hat er ihn immer wieder ausgespuckt.
An diesem Abend schlief er dann zufrieden auf dem Arm meines Mannes ein und ließ sich problemlos ablegen. Dann war fünf Stunden Ruhe.
Seit diesem Tag vor knapp fünf Wochen liebt er zum Schlafen seinen Schnuller.
Wir haben ihn dann bei jedem Schlafengehen mit Schnuller auf dem Arm einschlafen lasse und ihn dann abgelegt. Ohne Geschrei. Einschlafenstillen gibt es hier nicht mehr. Seit ca. Zwei Wochen übe ich jetzt mit ihm im Bett einschlafen. Und es klappt schon ganz gut. Ich mache ihn Bett fertig wie immer (frisch wickeln, Schlafsack, Schnuller) dann lasse ich ihn noch auf dem Arm zuschauen wie die Rollade runter fährt, laufe noch ein zwei Minuten mit ihm im Schlafzimmer auf und ab und lege ihn dann in sein Gitterbettchen, was direkt neben meinen Bett steht. Ich lege mich daneben und lasse ihn erstmal machen und schaue ihm nur zu. Wenn er unruhig wird und beginnt zu meckern mache ich leise schhhhh und lege ihm meine Hand auf die Schulter oder streiche ihm über den Rücken. Meine andere Hand hält er meist mit seinen Händchen fest. Dann ist er innerhalb kürzester Zeit eingeschlafen. Ich warte noch ein bischen und nehmen dann vorsichtig die Hände weg dann gehe ich raus.
Wenn er wach wird versuche ich sofort da zusein, damit er merkt, dass immer jemand kommt wenn er ruft.
Bei uns hat es die Länge des Schlafs deutlich von jede Stunde wach (Nachts) auf nach dem ersten Schlafenlegen vier Stunden und dann alle 2-4 Stunden verbessert, seit er ohne stillen einschläft. Nachts lege ich ihn natürlich ganz normal an und wenn er dabei einschläft ist es halt so. Aber meist ist er dann auch schneller wieder wach, als wenn er noch wach ist wenn ich ihn rüberlege.

Es muss denke ich jeder individuell entscheiden ob man Einschlafstillen möchte oder nicht. Jedes Baby wird früher oder später lernen ohne einzuschlafen. Für mich war es keine gute Lösung auch wenn ich es sechs Monate praktiziert habe. Ich bin froh das es jetzt ohne geht. Hätte es aber auch nicht durchgezogen wenn der Kleine immer Gebrüllt hätte. Das sollte meiner Meinung nach nicht sein.

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