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Umgang? Auch wenn das Kind nicht möchte?

Frage von jolina25  -  08.10.2011
Hallo,

es wird wohl demnächst soweit sein, das mein LP das Umgangsrecht für seine Tochter einklagen wird. Das Kind ist 10 Jahre alt. Seit 9 Jahren sind die Eltern kein Paar mehr. Regelmässiger Kontakt zwischen Vater und Tochter war immer da!
Nun ist es seit einiger Zeit so, das die Kindesmutter versucht den Kontakt zu unterbinden. Das heisst, das sie das Kind soweit beeinflusst, das diese dann keine Lust hat zum Papa zu fahren. Und so sind es dann mal schnell 6-8 Wochen die die beiden sich dann nicht sehen.
Vereinbarung wurde gerade erst vor kurzem mit dem Jugendamt geschlossen.
KM hält sich aber nicht daran. Sondern gibt immer als Grund an "Kind möchte nicht zu dir"
Es ist auch so, das die KM überhaupt immer wollte, das das Kind alleine entscheiden kann, ob sie zu ihrem Papa möchte oder nicht.

Das JA und auch mein LP sind aber der Meinung, das sie in ihrem Alter solche weitreichenden Entscheidungen noch gar nicht treffen kann und das sie so immer im Konflikt steht.
Natürlich möchte sie gerne zu Papa, aber auf der anderen Seite, lockt (von der KM) das Woen mit Freunden, Boot fahrten, Konzerte usw usw....

Nun fragen wir uns, wenn es zur Verhandlung kommt--> wird das Kind dann auch befragt? Werden Gutachter oder Therapeuten mit eingesetzt? Kann es sein, das der Umgang komplett verboten wird, wenn es zum Wohle des Kindes ist, wel sie eben selber manchmal nicht möchte??

Danke und liebe Grüße

Umgang? Auch wenn das Kind nicht möchte?

Antwort von Luna511  -  08.10.2011
Zum Glück sind die Familienrichter nicht ganz auf den Kopf gefallen.

In der Regel wird ein Umgang festgelegt, der angemessen ist, daran muss sich die KM halten UND sich hat die Pflicht diesen zu fördern, also wenn Tochter sagt, ich will nicht, muß die Mutter die Tochter motivieren. Es kann sogar so sein (wie beim Fall meines Mannes) daß die KM zu einer Geldstrafe verdonnert wird, wenn weiterer Umgang ausfällt (Krankheit mal ausgenommen).
Seit das Umgangsrecht vor Gericht geklärt wurde, gab es bei uns nie wieder Probleme damit, mittlerweile ist die KM immer kooperativer geworden, obwohl es Zeiten gab wo der Umgang über mehrere Monate bis hin zu einem Jahr ausgesetzt wurde aus ihrer Willkür heraus.

 
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Umgang? Auch wenn das Kind nicht möchte?

Antwort von werner077  -  09.10.2011
Hallo,

etwas andere Situation bei uns. KM lebt mit 7 jähriger Tochter harmonisch mit neuem freund. Leiblicher Vater ist verurteilter Straftäter und im aktuell Gefägnis. Seit das Kind 1 1/2 ist, keinen regelm. Kontakt mehr sondern nur noch sporadisch durch auflauern (!) des Vaters gegen Willen von Mutter und Kind mit sogar Rausschmiss aus Kindergarten etc.
Jetzt hat Mutter über JA Titel für Unterhalt erwikrt, daraufhin fordert der Vater über das JA begleiteten Umgang im Gefägnis !
KM will das auf keinen Fall, negativste folgen für das Kind sind zu erwarten.
Welche Möglichkeiten bestehen, das Kind vor diesem Menschen zu schützen?
Danke für Hilfe!
Gruß, ohne Namen

Umgang? Auch wenn das Kind nicht möchte?

Antwort von Katrin-Japan  -  10.10.2011
Also das Kind zu zwingen, da kommt selten was Gutes raus.
Bei mir war es genauso, meine Beiden waren 9 und 11 als ich geschieden wurde. Den Vater sollten sie einmal im Monat besuchen. Alle Beide, aber am heftigsten die Kleine, haben immer gemault sie wollen nicht
Habe sie aber trotzdem zu ihm geschickt, Hey das ist schliesslich euer Vater und das eine Wochenende im Monat...
Bis mich dann die Lehrerin der KLeinen angesprochen hatte, wann die Kinder das naechste Mal zu ihrem Vater fahren wuerden. Mein erster Gedanke war, dass ich irgendwie die Ankuendigung von einem Schulereignis verpasst hatte und die Lehrerin wollte sicher gehen dass die Beiden an dem tag auch wirklich da sind. dann meinte sie aber: nein darum gehts nicht, es ist naemlich so dass die Kleine jedesmal bevor sie am Wochenende zum Vater faehrt, Bauchschmerzen hat in der Schule, ihr schlecht ist und sie den ganzen Tag anstatt im Klassenzimmer, bei der Schulschwester im Krankenzimmer verbringt.
Als ich das gehoert habe war mir sofort klar, ich schicke meine Kinder nicht mehr zum Vater solange sie nicht wirklich gehen wollen.
Natuerlich hat das einiges Theater gekostet, mein Ex ging natuerlich davon aus, dass ich das aus Niedertracht tue und die Kids nicht gehen lasse.
Die Beiden hatten auch viel zu viel Schiss um ihm selber zu sagen "wir wollen nicht" . Bis ich mit den Kids einen Kompromis geschlossen habe:
wenn sie es nicht sagen koennen, dann sollen sie es ihm schreiben.
Ich habe dann meinem Ex den Brief uebergeben. Ein bischen tat er mir sogar leid , wie er dastand, mit Traenen und x-mal "Das hab ich nicht gewusst" wiederholt hat. Aber auf der anderen Seite hatte ich es ihm ja tausend mal gesagt , er hatte mir nur nie geglaubt.
Auch jetzt, wo die Kids etwas groesser sind (15,16) will die Kleine um keinen Preis der Welt ihren Vater sehen. Die Grosse laesst sich ab und zu von Taschengeld-Versprechungen locken. Aber bei der KLeinen funktioniert absolut nichts: "Der existiert fuer mich nicht, ich habe keine Vater."
Ich glaube, wenn ich Vor allem die Kleine damals nicht so "gezwungen" haette zu ihrem Vater zu fahren, wuerde sie ihn jetzt vielleicht auch ab und zu sehen wollen.
Mit "beeinflussen" ob das nun zum "Vater treffen" oder zum "Vater nicht treffen" ist, klappt das in diesem Alter schon nicht mehr. Dafuer haben die Kids schon eine ziemlich feste eigene Meinung, da kann man denen nichts mehr vormachen. Auch wenn sie es vielleicht nicht so gut in Worten ausdruecken koennen, vom Gefuehl her wissen sie ganz genau, was fuer sie gut und nicht gut ist

Umgang? Auch wenn das Kind nicht möchte?

Antwort von chartinael  -  10.10.2011
Also, ein Kind mit 10 kann sehr wohl schon entweder wollen oder nicht wollen. Das hängt ganz davon ab, ob man beim Vater Freundinnen einladen kann, sich mit denen verabreden kann, die bei einem übernachten dürften, man bei denen übernachten darf etc pp. oder man sich einfach mit denen trifft, um Hausaufgaben zu erledigen ...

Da kann es durchaus passieren, daß Kind in dem Alter wirklich nicht wollen, weil sie andere Sachen machen möchten.

Als Betreuungsperson muß man allerdings positiv darauf einwirken, daß eine regelmäßige Beziehung zum Kind aufrecht erhalten wird. Meine hat zZ so gar keine Lust, Zeit mit ihrem Vater zu verbringen - vor allem, weil er das Sorgerecht einklagt und und und ... natürlich ist der Vater der Meinung, ich sei schuld und beeinflusse das Kind. Er sieht einfach nicht, daß sie ihn zwar liebt, aber eben wie einen Onkel oder Oma oder Opa. Diese Personen sind alle wichtig, aber eben nicht so wichtig, wie das normale Leben.

Ich verstehe nicht, warum Dein LP irgendeine Klage einreichen will, wenn es doch stets zu regelmäßigem Umgang kam?

Umgang? Auch wenn das Kind nicht möchte?

Antwort von mf4  -  18.10.2011
Was will er einklagen? Umgang?
Hat er doch und wenn das Kind nicht will müsste er das KInd auf Einhaltung verklagen.

Irgendwann werden die Kinder älter, verbringen nunmal Zeit lieber mit Freunden, Hobbys, in ihrer Umgebung und da gibt es sicher noch mehr Kids die wenig Bock auf Umgangs-Wochenende haben.

Egal was Ex-Frauen übermitteln... es ist immer schlecht und wenn sie meint das Kind hat keine Lust dann ist das natüüüüürlich eine Lüge.

Umgang? Auch wenn das Kind nicht möchte?

Antwort von leandra2111  -  08.10.2011
Hallo,

rein rechtlich ist es so, dass das Kind zum Vater muss, auch bis zum bestimmten Alter gegen den willen des Vaters, aber ich weiß nicht ob das dann so sinnvoll ist und 10 Jahre ist ja kein Kleinkind mehr. Unsere Tochter mag seit ca.1,5 Jahren auch nur noch gelegentlich zu ihrem leibl. Vater. Wir hätten sie nie gezwungen, auch der leibl. Vater nicht. Jetzt will sie wieder öfter und ich denke es hat auch damit was zu tun, dass sie immer frei entscheiden konnt. Ich habe sie auch nie gedrängt zu irem Vater zu müssen, aber auch nie dagegen gesprochen. Wir hatten nämlich auch schon, dass ich sie fast überredet habe doch zu ihrem vater zu fahren und er sie abends um 22.00 uhr 70km nach Hause fahren musste. Auch nicht toll. So war unsere Regel Freitag Abend wird entschieden ob sie will oder nicht.
Zwingen finde ich ganz schlimm und vorallem bei einem 10 järigen Kind.

LG

Umgang? Auch wenn das Kind nicht möchte?

Antwort von shinead  -  10.10.2011
ein Vater, der sich offensichtlich um seine Kinder kümmert wollte...

Und dann sowas...

Ehrlich gesagt, sollte man in dem Fall Kindern helfen ein Verhältnis zum Vater (Familientherapie?) aufzubauen.

Wenn sich der KV nicht kümmert - egal.
Aber wenn er seine Kinder liebt und sich bemüht, sollte man alles daran setzen, dass die Beziehung eine Chance hat.

Er tat Dir ein bisschen leid?
Stell Dir vor wie Du Dich gefühlt hättest in vergleichbarer Situation...

btw: Wieso wurdest Du nicht immer gleich von der Schulschwester informiert wenn das Kind mit Magenproblemen bei ihr war? Warum macht das die Klassenlehrerin? Und dann auch erst, nachdem eine gewisse Regelmäßigkeit ersichtlich war? Woher wusste sie, dass die Besuchs-WEs anstanden?
Und wieso nur einmal im Monat? Wie soll da eine Beziehung entstehen und stabil bleiben?

Umgang? Auch wenn das Kind nicht möchte?

Antwort von Katrin-Japan  -  11.10.2011
Hier in Japan ist das mit dem Sorgerecht usw. total anders geregelt: KEIN geteiltes Sorgerecht, KEIN Besuchsrecht oder aehnliches wie du es von D her kennst. Das Elternteil, das NICHT das Sorgerecht kriegt, ist rechtlich sozusagen "weg vom Fenster"
Deshalb wird ja auch das Problem der "Kindsentfuehrung" von einigen Leuten so Hochgespielt. Tatsache ist aber, dass Z.B.
Ein auslaendisch-japanisches Ehepaar, im Ausland gelebt, Kinder da, Scheidung... soweit kein Problem. Kompliziert wird es erst, wenn der jap. Ehepartner die Kinder mit nach J nimmt ( Oma besuchen oder so) dann dort vom Familiengericht das Sorgerecht zugesprochen kriegt und einfach in J bleibt. Dann kann der ausl. Ehepartner zwar nach J reisen, versuchen das Kind zurueck zu holen ...ABER !! nach jap. Recht ist das Kindsentfuehrung.
Bei uns war es so, dass ich das Sorgerecht fuer die Kinder Habe und dass ich ihn die Kinder nicht vorenthalten wolte, war ein Entgegenkommen meinerseits. Aber das durchzuziehen, nur seinetwegen, obwohl es NICHT gut fuer die Kinder war... nee soweit wollte ich dann auch nicht gehen.
Es ist naemlich so, dass mein Ex eine gaaaanz andere Vorstellung von der Erziehung hat. Fuer ihn ist "Erziehung" die Kinder soweit zu veraengstigen, dass sie wie kleine Maeuschen vor ihm kuschen. Das nannte er "Respekt vor den Eltern haben"
Koennte seitenweisse schreiben, wie oft wir darueber diskutiert und gestritten haben, dass kleine Kinder Liebe und Verstaendnis brauchen und Vertrauern zu den Eltern aber keine Angst vor den Eltern. Er hat das alles als Quatsch abgetan: "ICH bin auch soo erzogen worden und aus mir ist auch was geworden." oder so in die Richtung.
Ich habe ihm immer wieder und wieder gesagt, dass seine Art von "Erziehung" gerade das ist , was die KInder dazu bringt ihm moeglichst aus dem Weg gehen zu wollen . Deshalb tat er mir ja auch wirkluich nur ein bischen leid, ich hatte ihn schliesslich die ganze Zeit gewarnt dass es soweit kommen kann wenn er seine Einstellung nicht ein wenig aendert.
Obwohl ich wirklich versucht habe die Kinder zu beeinflussen, ihm doch ab und zu eine Chance zu geben , hat es eben nur zum Teil, naemlich bei der Grossen geklappt. Bei der Kleinen ist wirklich ALLES umsonst. Sie hat ihn glaube ich sogar regelrecht aus ihrer Erinnerung geloescht. In den 6 Jahren seit der Scheidung hat sie ihn nur ein einziges Mal kurz gesehen. eher unbeabsichtigt, weil er eine Stunde frueher kam als er angekuendigt hatte und sie sich noch nicht verkruemelt hatte wie sonst immer wenn er plant zu kommen. Da hatte es an der Tuer geklingelt, sie hat auf gemacht und kam zu mir in die Kueche: "hier ist irgendein Mann, weiss nicht was der will"
Als ich zur Tuer bin und Gesehen Habe WER da war , habe ich ihr gesagt: "das ist dein Vater"
war sie ganz unglaeubig, sah der wirklich so aus ? hatte sie ihn also gar nicht erkannt !! und soviel Zeit war damals auch noch nicht verstrichen und irgendwie veraendert fand ich ihn eigentlich auch nicht. Aber sie hat eben mit ihm "abgeschlossen" und sogar sein Bild verdraengt.

Umgang? Auch wenn das Kind nicht möchte?

Antwort von shinead  -  11.10.2011
Die rechtliche Lage in Japan finde ich fürchterlich.

Aber noch schlimmer finde ich es, wenn ein Kind seinen Vater verdrängt. Selbst wenn der KV wegen Verbrechen im Knast sitzt, gehört es zur Identität des Kindes dazu sich damit auseinander zu setzen.

M.E. hätte man da einfach gegensteuern müssen! Immerhin hast Du Kinder mit diesem Mann bekommen. Diesen Kindern gegenüber haben beide eine Verantwortung.

Umgang? Auch wenn das Kind nicht möchte?

Antwort von Katrin-Japan  -  13.10.2011
Ich glaube in diesem Punkt koennten wir warscheinlich stundenlang streiten, mir sind auf jeden Fall die Gefuehle der Kinder 1000mal wichtiger als die Gefuehle vom Ex. Punkt.

Und was die rechtliche Lage hier angeht, das ist auch Ansichtssache.
Fuerchterlich wuerde ich das nicht nennen.
Da finde ich viel schrecklicher was da manchmal in D abgeht ! Wenn um jede einzelne Besuchs-Stunde bis uebers Gericht gestritten wird, das in eine regelrechte Schlammschlacht von beiden Seiten ausartet. Die Kids sogar dazu benutzt werden, dem/der Ex noch mal richtig schoen eins drauf zu geben, weh zu tun. Und dann auch noch vom "Wohl des Kindes" gequatscht wird...nee danke !
Da sind mir die klaren Verhaeltnisse hier doch lieber. Und schliesslich wissen die Eltern ja, auf was sie sich einlassen, wenn sie das Wort "Scheidung" aussprechen


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