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Spätes Kennenlernen, Vater-Tochter-Beziehung aufbauen

Frage von Adele_  -  26.04.2013
Hej ihr alle,

Ich hoffe, ihr "Patchworkerfahrenen" könnt mir weiterhelfen!
Mein Mann hat eine vierjährige Tochter, sie wohnt ca. 50 km von uns entfernt. Ihre Mutter und mein Mann haben sich im heftigen Streit während der Schwangerschaft getrennt und als "Trotzreaktion" wollte er die Kleine nie kennenlernen. Er weiß mittlerweile, dass das nicht richtig war und wir konnten in den letzten Monaten erreichen, dass sie jetzt alle zwei-drei Wochen zu uns zu Besuch kommt.
Das Problem ist nur, dass ihr natürlich die ersten drei Jahre Papa-Tochter-Beziehung fehlen. Sie sagt zum neuen Freund ihrer Mutter "Papa" und hat jetzt eben zwei Väter. Das scheint sie auch ganz gut zu akzeptieren, nur scheint mir keine richtige Bindung aufzukommen. Mein Mann und die Kleine verhalten sich zueinander eher wie Onkel und Nichte oder "Freund der Familie":
Hat irgendjemand Tipps, wie wir es schaffen, dass sich zwischen den beiden doch noch eine richtige Vater-Tochter-Beziehung entwickelt? Oder meint ihr die entscheidenden ersten drei Jahre sind rum und das wird nix mehr?

Liebe Grüße,
Adele

Spätes Kennenlernen, Vater-Tochter-Beziehung aufbauen

Antwort von Sternenschnuppe  -  26.04.2013
Zeit, ich denke da ist Zeit, viel Zeit die Lösung.
Papa, das ist eine Herzensangelegenheit.
Und dieser Posten ist bei ihr besetzt.
Habe es bei meinem Sohn gesehen und meinem Mann, das wird keiner ersetzen können.
Väterlicher Freund ist für den Anfang doch auch nicht schlecht.
Das Kind ist auch noch zu klein um zu begreifen was das alles wirklich bedeutet.
Schön aber, dass der Kontakt nun läuft und sich aufbaut.
Er war jahrelang nicht da, nun muss er warten was sich entwickelt.

 
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Spätes Kennenlernen, Vater-Tochter-Beziehung aufbauen

Antwort von shinead  -  26.04.2013
Zeit, Engagement und Durchhaltevermögen.

Wie schon geschrieben, der "Papa-Posten" ist besetzt. Ob Dein Mann jemals da hin kommt wird keiner sagen können. Eventuell muss der Vater hier diese Kröte schlucken.

Aus kurzen Besuchen werden irgendwann Wochenenden und gemeinsame Urlaube. Das dauert, weil Vertrauen nicht biologisch vererbt, sondern sozial verdient werden muss.
Wenn Dein Mann diese Herausforderung durch hält, hat er eine Chance, ein guter und geliebter Vater zu werden. Wenn das mal nix ist!

Spätes Kennenlernen, Vater-Tochter-Beziehung aufbauen

Antwort von Sternspinne  -  26.04.2013
Ihr scheint bestimmte Erwartungen an die Beziehung Vater-Tochter zu haben.
Versucht, die Erwartungen völlig zu streichen.

Gefällt es allen Beteiligten, wenn ihr euch seht?
Macht das Mädchen einen glücklichen Eindruck , kommt sie gerne?

Daran würde ich es messen, alles andere kann eigentlich nur scheitern, und setzt das Kind unnötig unter Druck, weil sie das ja auch spürt.

Spätes Kennenlernen, Vater-Tochter-Beziehung aufbauen

Antwort von Möhrchen  -  27.04.2013
Hallo,

ich denke auch, dass er da durch muß und langfristig denken sollte...es muß sich ja auch erst mal alles einpendeln. Sicher hat die Kontaktaufnahme nicht nur die Kleine, sondern auch die Mutter und auch den neuen Partner aufgewühlt (also nicht unbedingt negativ, aber damit müssen sich ja auch erst mal alle auseinandersetzen und darauf einstellen) und das spürt das Mädchen auch. Zudem ein Kind in dem Alter doch noch keine Ahnung hat, was von ihm "erwartet" wird ;-)

Spätes Kennenlernen, Vater-Tochter-Beziehung aufbauen

Antwort von Hummelhummel  -  27.04.2013
Erstmal muss ich sagen, daß e ganz toll ist, daß die Mutter überhaupt Kontakt zulässt.
Da könnt Ihr Euch sicher sein, daß sie eine große Bindungstoleranz hat, soll heißen, daß sie es dem Kind nicht übel nimmt, zum Vater Kontakt zu haben.
Das kann ganz anders aussehen.

Bei mir selber war es auch so, daß es meine Tochter ihren Papa auch erst kennengelernt hat, als sie 2 war, vorher hatte der Vater immer abgeblockt.

Bei uns war es aber recht entspannt. Nun gab es da aber noch keinen neuen Mann in meinem Leben.

Von einem Kind kann man kaum erwarten, daß es nach 4 Jahren dem Papa um den Hals fällt. Für das Kind ist Dein Mann ein völlig Fremder, mit dem es Zeit verbringen soll.

Zeit ist das Einzige, was Euch helfen kann, ansonsten ist hat die erste Bindungsphase verpasst und damit wird Dein Mann leben müssen, das hat er sich ja so ausgesucht.

Nun muss er halt mit Konsistenz zeigen, daß er auf Dauer ein Teil im Leben des Kindes sein möchte und nicht wieder abhaut, wenn ein Pups quer sitzt ( überspitzt gesagt ).

Wenn ich das Kind und die Mutter wäre, würde ich mich auch erstmal zurückhalten, denn der Papa war ja schonmal von heute auf morgen verschwunden...

Spätes Kennenlernen, Vater-Tochter-Beziehung aufbauen

Antwort von Julisa  -  17.05.2013
Um eine richtige Vater/Tochter-Beziehung aufzubauen bedarf es Zeit! Vertrauen ist mal nicht von Heut auf Morgen da, zumal es für die Kleine ja auch eine wahnsinns Umstellung ist von Papa will nix von mir wissen auf Papa hat nun doch Interesse. Viel Zeit für die Maus, Verständnis und Liebe, der Rest kommt von allein, wenn die Kleine Vertrauen aufgebaut hat. Unternehmungen nur Vater/ Tochter sind da bestimmt auch hilfreich. Sie muss ihn doch auch erst mal kennen lernen. ;-)

Spätes Kennenlernen, Vater-Tochter-Beziehung aufbauen

Antwort von Adele_  -  27.04.2013
Also, ein paar Dinge muss ich klarstellen:
1. Die Mutter hat meinen Mann verlassen, nicht andersrum. Er hat sich über die Schwangerschaft gefreut und musste sie überreden, nicht abzutreiben. Er wollte sie heiraten, mit ihr eine Zukunft, sie hat dann trotzdem wegen Kleinigkeiten Schluss gemacht. Das hat ihn dann so sehr gekränkt, dass er den Kontakt nicht mehr ertragen hat. Er hat allerdings dann sozusagen das Kind "verlassen", das war natürlich sein Fehler und den muss er jetzt versuchen, wieder gutzumachen.
2. Man muss leider sagen, dass die Mutter keinen Hang zu konstanten Beziehungen hat. Bedeutet, meine Stieftochter hatte schon mehrere "Papas" in ihrem kurzen Leben. Wie lang der jetzige da ist, bleibt also abzuwarten.

Ansonsten kann ich sagen, dass wir mit allem gerade viel Glück haben. Im Moment ist sie hier, sie hat ihr eigenes Zimmer mit allem drum und dran und freut sich immer sehr, wenn sie kommen darf. Sie akzeptiert unseren Sohn als kleinen Bruder und die beiden lieben sich schon - diese Beziehung hat schnell funktioniert.
Heute hatten wir einen richtigen Glücksmoment, als sie sich von selbst neben meinen Mann gesetzt hat und sich an ihn gekuschelt hat. Da ist uns allen (mir, Oma, Papa) richtig das Herz aufgegangen.
Ihr habt sicher Recht, dass Zeit hier ausschlaggebend ist. Er kann seine Fehler zwar nicht wieder gutmachen, aber er tut sein Bestes und ich bin froh, dass es den Umständen entsprechend gut klappt.
Ein Tipp von einem von euch (sry, Name vergessen) hat mir übrigens sehr geholfen: Welche Erwartungen haben wir an eine Vater-Tochter-Beziehung? Vielleicht müssen wir unser klassisches Familienbild wirklich über den Haufen schmeißen und uns einfach über jeden Fortschritt, wie den heutigen Tag, freuen.

Danke für eure Antworten!


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