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Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Frage von lolli2010  -  21.12.2010
Hallo,
so wie ich es bis jetzt gelesen habe ist bei euch meisten das so das eure "stiefkids" regelmäßig alle 2 wochenenden zu euch kommen...kommen denn die Kids auch wenn der leibliche Elternteil nicht da ist,weil er z.bsp. arbeiten muß oder nur wenn der eig Elternteil auch wirklich da ist?
und wie habt ihr das mit den Zeiten geregelt, so mit der Mutter in Absprache oder per Gerichtsbeschluss?
Und wenn der Vater sich regelmäßig um seinen Sohn kümmert u so finanziell auch viel bezahlt muß er dann trotzdem noch den vollen Unterhalt der Mutter fürs kind zahlen...ich find die Summe nämlich ziemlich hoch u wenn ich mir überleg, für unseren Sohn der bei uns zuhause lebt geben wir monatlich nicht so viel Geld aus...finde ich ein bisschen unfair...ist aber nicht böse gemeint oder gegen das Kind gerichtet...

unsere konstellation ist so, dass wir jetzt seit 01.08.2009 zusammen sind, er aus einer früheren kurzen Liason einen fast 5jährigen Sohn hat und seit September haben wir jetzt einen gemeinsamen Sohn u sind eig sehr glücklich, es gibt aber mit seinem sohn öfter differenzen da er von seiten der mutter sehr verwöhnt wird...

freue mich über eure antworten..

LG

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von NickNessa  -  21.12.2010
Hallo,
also versuche ich mal auf alle Fragen zu antworten! Ich habe ja zwei Kids aus erster Ehe (Mädchen fast 10 und Junge 8) ein gemeinsames Kind (Mädel 2,5 Jahre alt) und zwei Stiefkids (Mädel fast 13 und Junge fast 11 J. alt).
Bei uns ist es so das in der Regel meine Stiefkids alle zwei Wochenenden hier her kommen es sei denn mein Mann muß das Wochenende arbeiten. Dann holt er sie entweder nach der Arbeit Samstags noch ab aber wenn er Sonntags auch noch arbeiten muß dann eher nicht. Denn mit fünf Kids hier alleine ist mir zu stressig und schließlich wollen sie ihren Papa sehen. Ich muß dazu sagen das die beiden Stiefkids zur Zeit echt anstrengend sind und sich in einer Tour nur streiten. Meine Stieftochter will schon das ein oder andere mal nicht mit und bleibt dann bei der Mutter. Aber es kann auch schon mal vorkommen das sie zwischendurch mal ein paar Stunden alleine bei mir sind.
Tja das mit dem Geld stößt mir auch öfters mal auf da mein Mann sehr viel ausser der Reihe an seine Kids bezahlt, da die Mutter sehr wenig zur Verfügung hat. So war es auch das wir seiner Tochter die Klassenreise ermöglicht haben mit 180 Euro oder mal hier ein paar Schuhe oder da Geld fürs Kino. Das läppert sich. Unterhalt muß er natürlich für seine Kinder auch zahlen da kommt er nicht drum herum, das ist auch gut so auch wenn er extra Ausgaben bei seinen Kids hat.
Mit den Differenzen das kenn ich auch sehr gut...........die Tochter steckt mitten in der Pubertät und ist sehr schwierig, der Sohn ist nicht viel besser nur anders.

Liebe Grüße
Katja

 
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Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von Eule29  -  21.12.2010
Meine Tochter geht in der Regel alle 2 Wochen zu ihrem Papa, dann kann es durchaus vorkommen, dass sie da mal nen halben Tag nur mit der Freundin ihres Papas verbringt, wenn der Papa arbeiten muß. Die Zwei haben allerdings auch keine eigenen Kinder.
Was den Unterhalt angeht, muß ich sagen, dass ich mit dem Unterhalt, den ich für meine Tochter bekomme, nicht alles bezahlen kann, sondern mein Partner, also ihr Stiefpapa, durchaus ne ganze Menge noch zusätzlich für sie bezahlt! Z.B. Klassenfahrt etc... Ich geb da meiner Vorrednerin Recht, für Babies gibt man noch lang nicht so viel Geld aus wie für Ältere, und das wird eigentlich von Jahr zu Jahr mehr...

LG

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von katinka1979  -  21.12.2010
Hallo,

bei der Unterhaltsberechnung müsste dann aber Euer gemeinsames Kind mit berücksichtigt werden. Die Masse, die zur Verteilung steht geht dann durch zwei Kinder (wobei der Teil für Euren gemeinsamen Sohn dann bei Euch in der Kasse bleibt) und im 2. Rang bist du auch noch unterhaltsberechtigt, bis Euer Kind 3 Jahre alt ist. (sofern dann noch was übrig bleibt)
Den vollen Unterhalt muss er trotzdem für seinen Sohn bezahlen, das was er zusätzlich macht ist sein Problem. Und das regelmäßige Kümmern ist im Unterhalt mit einberechnet, aus diesem Grund steht ihm das halbe Kindergeld zu, davon sollen die Umgangskosten dann gedeckt werden (Fahrten Abholen und Bringen, Verpflegung und Unternehmungen an den Papa-WE)

Habt ihr denn nach der Geburt Eures gemeinsamen Sohnes den Unterhalt neu berechnen lassen? Beim JA oder über einen Anwalt? Automatisch geht das normal nicht.

LG

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von Pemmaus  -  03.01.2011
Ein Freund von mir hat mit seiner Ex-Frau eine 50:50-Regelung. Anfangs war ich sehr skeptisch... muss mich aber revidieren. Das klappt wirklich super. 1 Woche Papa, eine Woche Mama. Geht natürlich nur, da beide am selben Ort leben. Keiner hetzt das Kind irgendwie auf. Auch im Kiga hört man nur Positives darüber.

Wollte das nur mal erwähnen, weil ich eben auch Fälle kenne, bei denen an den Wochenenden dann versucht wird, die Welt mit dem Kind einzureißen. Das fällt bei der 50:50-Regelung weg.

LG
Pem

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von sophieno  -  21.12.2010
Meine beiden Stiefsöhne leben die Hälfte der Woche bei uns, die andere Hälfte bei der Mutter, Ferien werden auch geteilt.

Was den Unterhalt angeht: Du wirst dich noch wundern, was ein Kind alles so kostet. Für ein Baby braucht es wirklich nicht so viel, aber das wird mehr. Fängt damit an, dass du eine größere Wohnung (Kinderzimmer) brauchst. Kinder essen später genauso viel wie Erwachsene. Es werden Hobbys bezahlt, die Betreuung im Kindergarten, im Hort, vielleicht Nachhilfe, Kleidung (vor allem Schuhe) ist teuer usw.

Mit dem Unterhalt, den ich für meine Tochter bekomme, kann ich das alles nicht bezahlen.

Lg sophieno

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Antwort von lolli2010  -  21.12.2010
ja klar das ist mir schon bewusst das Kinder um so älter sie werden auch immer teurer werden...ich find halt einfach nur das der Unterhalt monatlich ziemlich viel ist,zumal die mutter ja auch arbeitet u fast genauso viel verdient wie mein freund...
ich wüßte auch nicht das der Große irgendein Hobby nachgeht wo sie extra noch was bezahlen müßte...
soweit ich weiß hat mein freund den unterhalt einfach nach der düsseldorfer tabelle(mit abzug des Kindergeldes,das ja die mutter bekommt)bestimmt u zahlt den dort ausgewiesenen Betrag....vom JA oder Anwalt hat er da noch nie was ausrechnen lassen...
das ihm die Hälfte des Kindergeldes zusteht ist mir auch neu...aber dann wäre der Unterhalt ja automatisch auch wieder höher oder?

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von Petra28  -  22.12.2010
Es ist völlig palle, die Mutter könnte Millionärin sein, dennoch müsste Dein Freund seinen Anteil bezahlen. Sie leistet Betreuungsunterhalt, er den Barunterhalt. Angenommen, Dein Freund zahlt 400 Euro - und jetzt zahle mal davon halbe Miete, Strom, Wasser, Heizung, Kleidung, Kindergartenbeitrag, Essen für das Kind...Ich glaube kaum, dass da so viel übrig bleibt.

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Antwort von katinka1979  -  22.12.2010
Das halbe Kindergeld ist beim UH berücksichtigt. UH-verpflichtet dem Kind gegenüber wird er immer sein, aber das Geld was zu verteilen ist wird durch 2 Kinder geteilt. Normal hat er einen SB von 900 Euro, alles was darüber liegt wird verteilt auf die zwei Kinder und auch auf Dich.

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von shinead  -  22.12.2010
Wenn das Kind 6 wird, muss Dein Freund mehr Unterhalt bezahlen. Stelle dich schon mal drauf ein...

Der Unterhalt gem. Düsseldorfer Tabelle deckt nicht im mindesten die Kosten für ein Kind. Wenn die Mutter arbeiten geht, muss sie einen Kindi bezahlen. Das sind locker mal 200 Euro im Monat (zumindest bei uns hier). Dazu kommt Kleidung, Rücklagen für Urlaub, Geschhenke, Ausflüge und bald auch Schulausstattung, Klassenfahrten, Zahnspange...
Nur unvorhersehbare und nicht planbare Kosten muss Dein Freund eventuell noch mittragen.

Wenn die Mutter geldgierig wäre, würde sie neben dem Unterhalt noch die hälftigen Kindikosten in Rechnung stellen. Das steht ihr rechtlich zu...

Der Unterhalt mag DIR viel vorkommen, aber versuch mal ein 5jähriges Kind damit über die Runden zu kriegen... Ich schaffe es schon bei einem 3jährigen nicht!

Gruß
Corinna
kopfschüttelnd

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von lolli2010  -  22.12.2010
Ok...danke auf jeden Fall für eure Antworten...
Also mein Freund wird natürlich weiterhin den Unterhalt für seinen Großen bezahlen,nur falls das jemand falsch verstanden hat,da stehe ich auch immer hinter ihm...
Ich kenne mich halt in diesen Dingen nicht aus,mußte mich ja auch bisher damit nicht befassen...aber das wird schon u keiner der Kinder wird zu kurz kommen...

Ich wünsche allen ein besinnliches Weihnachten in trauter Familienrunde...

LG an alle

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von Ella1  -  23.12.2010
Daß das Kind die halbe Miete kostet, finde ich nicht.
Eine Wohnung braucht die Mutter doch so oder so.

Die Ex meines Mannes bekommt Unterhalt und Kindergeld.das sind zusammen knapp über 500 € - das ist doch eine ordentliche Summe.
Oft ist noch ein neuer Partner vorhanden - dann geht es der Ex mit neuem Partner + Unterhalt+ Kindergeld oft besser als der Kindsvater, der eine neue Frau hat, sie ein Kind zusammen bekommen und Unterhalt zahlen muß.

Ist nartürlich nicht überall so.... aber bei uns.

Meine Stieftochter kommt 1-2 mal in der Woche und alle 14 Tage übers Wochenende. Regelmäßig...

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von septembermaus06  -  27.12.2010
Hallo,

ich hab da mal eine ganz andere frage....

sind denn nur die maenner dafuer verantwortlich das genuegend geld zur verfuegung steht? muss eine mutter denn nichts dazu tun, rein finanziell?

ganz ehrlich? so hoert sich das hier an... und ich habe selber ein stiefkind und ein eigenes, und wegen des unterhalts bin ich gezwungen gewesen wieder zu arbeiten... ich bin der meinung das ihm der unterhalt zusteht, aber ganz ehrlich, die vaeter sind keine geldscheisser und auch muetter koennen arbeiten, wenns geld zu wenig ist...

lg

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von lolli2010  -  23.12.2010
Danke ella....endlich mal jemand auf meiner Seite... ;)
Sorry falls ich jemanden persönlich angegriffen habe mit meinen Fragen, so sollte es natürlich nicht rüber kommen...

Aber ich seh es eig ebenso wie ella....zumal mein Freund den Kleinen dann auch zusätzlich noch mit Geschenken zum Geburtstag u weihnachten u den diversen anderen Geschenktagen u auch oft zwischendurch....das fordert die Mutter aber auch irgendwie...wenn es zb um Weihnachtsgeschenke geht verteilt sie die Geschenke die ihr Sohn sich wünscht u mein Freund bekommt IMMER das teuerste...ich meine er bezahlt fast 100€ u das finde ich sehr happig zumal er ja dann auch noch geschenke von der Mutter u von beiden Großeltern bekommt...ab nä Jahr wird das auch nicht mehr möglich sein denn da bekommt unser Sohn natürlich auch etwas zu weihnachten u da werden dann beide Kinder Geschenke mit der ähnlichen Summe bekommen...aber ich weiß jetzt schon das der Große dann seinen Vater anguckt u fragt warum er so wenig bekommt u das finde ich sehr traurig....so war es dieses Jahr Nikolaus schon, er hat eine DVD u etwas süßes bekommen...ist ja auch erst Nikolaus...ja u der Spruch vom Sohnemann: "wo ist denn der ganze Rest,das ist etwa schon Alles...???".....super oder?
also ich finde das verwöhnt u unverschämt erzogen,er hat es ja noch nicht mal gelernt sich zu bedanken...das kommt dann immer sehr halbherzig rüber u man merkt das er u seine mutter es auch so erwarten...

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von shinead  -  25.12.2010
Nein, ein Kind kostet nicht die hälftige Miete... Aber zumindest die Differenz zwischen einer 2-Zimmer und einer 3-Zimmer Wohnung!
Hier im Rhein-Main Gebiet reden wir von mindestens 150 Euro unterschied.

Wie schon gesagt, muss man von diesem Geld auch noch Rücklagen bilden. Ein Kindergarten/Hort muss davon bezahlt werden, das Essen für das Kind, ggf. Windeln, neue Kleidung...
Eine Kieferorthopädische Behandlung kostet mehre Tausend Euro. Einen Teil davon erhält man zwar zurück, aber erst einmal heißt es: vorstrecken.

Wenn ich jetzt mal die 150 Euro für das Kinderzimmer und die 180 Euro für die Ganztages-Kinderbetreuung zusammenrechne bin ich schon bei 320 Euro. 50 Euro für das Essen im KiGa und die Rücklagen (25 Euro für neue Kleidung, 25 Euro für neue Möbel, 25 Euro für einen Urlaub, 25 Euro für unvorhersehbares) bin ich schon bei 480 Euro... Und da habe ich noch nichts für das Essen zuhause besorgt, war nicht im Theater, kein Sportverein, keine Musikschule und habe nicht die höheren Mietnebenkosten mit eingerechnet.

Mein Freund ist dem Kind meines Ex im übrigen NICHT unterhaltsverpfichtet! Es ist nämlich nicht sein Kind. Wenn man das Gehalt des Stiefpapas irgendwie einkalkulieren würde, dann müsste man im Umkehrschluss ja auch das der Stiefmutter mit einkalkulieren.

Wer denkt, dass man mit dem Unterhalt weit kommt, der kann sich ja mal den Spaß machen die Kosten pro Kind wirklich aufzusummieren!

Ein schlecht erzogenes Kind (der Vater kann im übrigen auch erziehen, so ist das nicht...) ist kein Grund den Unterhalt zu kürzen. Und was der Vater so schenkt ist ihm überlassen. Anscheinend findet er seine Geschenke angemessen.

Gruß
Corinna
kopfschüttelnd

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von Leena  -  25.12.2010
Ich habe keine "Stiefkinder", sondern selbst ein Kind von einem Ex-Partner, sehe also wahrscheinlich eher die "andere Seite" der Medaille. Ich bin übrigens auch wieder anderweitig gebunden und habe mit meinem jetzigen Mann noch gemeinsame Kinder. Mein Ex-Partner hat allerdings nie Unterhalt gezahlt...

Aber zur Sache selbst - ich finde, Kinder sind potentiell doch ziemlich teuer, und da sind 500 €, auch wenn sich's erstmal relativ viel anhört, doch ausgesprochen schnell weg.

Ich glaube, der Hartz-IV-Regelsatz für ein 5-jähriges Kind liegt bei Alleinerziehenden bei rd. 350 €, und das ist kein allzu üppiges Niveau, wirklich nicht. Wenn dann noch, damit die Mutter arbeiten gehen kann, die Kosten für einen Vollzeit-Kindergartenplatz dazu kommen, grob geschätzt vielleicht mal 200 €, dann ist man bei 550 € im Monat - und mit 500 € Unterhalt und Kindergeld monatlich schon mit 50 € in den Miesen, d.h. übers Jahr gerechnet würden immerhin 600 € fehlen.

Was die Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke betrifft, so finde ich es eigentlich relativ normal, dass die Mutter "die Geschenke verteilt, die ihr Sohn sich wünscht" - ist bei uns im Prinzip jedenfalls genauso. Jeder Schenkende hat dabei so seine eigenen finanziellen Vorstellungen, wieviel er aufwenden will und kann, und das ist dann natürlich auch ein Kriterium bei der Wunsch-Verteilung. Bei größeren Wünschen wird dann allerdings zusammen gelegt.

Wobei ich den Vorsatz, dass alle Kinder "Geschenke mit der ähnlichen Summe bekommen" sollen, schon schwierig finde. Ich erlebe es bei meinen Schwiegereltern, die pro Enkelkind immer einen bestimmten Betrag haben, den sie ausgeben wollen - und oft geht das schon sehr an der Wirklichkeit und den Bedürfnissen der Kinder vorbei. Wenn ein Kind z.B. einen Herzenswunsch hat, der nur 10 € kostet, und das andere einen, der 60 € kostet... dann wäre Kind 1 unglücklich, wenn es dann ein anderes / teureres Geschenk bekommt, nur damit es sein "Preislimit" erreicht, und wenn zum Wunschgeschenk noch irgendetwas geschenkt wird, was es gar nicht wirklich wünscht - dann ist das eigentlich nur Geldverschwendung.

Wir schenken bei den Kindern nach Wünschen, nicht nach einem bestimmten Preisrahmen, und über die Jahre gleicht sich das schon wieder ganz gut aus. Bei uns gab es z.B. dieses Jahr für ein Kind einen Hängesessel für 40 €, für ein Kind einen Tisch-Kicker für 80 €, für ein Kind einen Kinder-Kamera für 60 € und für das jüngste Kind ein Schnuffeltuch für 10 € - und alle sind glücklich und es war ein richtig schönes Weihnachtsfest und keiner fühlte sich zu kurz gekommen. :-)

Ansonsten finde ich die Formulierung "die Mutter verteilt die Geschenke, die ihr Sohn sich wünscht", etwas, nun ja, merkwürdig. Schließlich ist es nicht nur "ihr Sohn", sondern genauso auch der Sohn Deines Partners.

Wobei ich auch nicht weiß, inwieweit der Junge wirklich "verwöhnt und unverschämt erzogen" ist - sicherlich gibt es auch solche Kinder, aber oft ist es auch Unsicherheit beim Kind, bzw. ein Ventil, und es will eigentlich nur merken, dass es auch wichtig und geliebt ist. Ich glaube, für "Erstkinder" ist es auch nicht immer ganz einfach, wenn dann "Zweitkinder" dazu kommen, die immer bei Papa sind, während sie selbst nur alle 2 Wochen "Besuchskinder" sind...

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Antwort von katinka1979  -  25.12.2010
also dass ein Vater auch erziehen kann, wenn das Kind nur alle 14 Tage bei ihm ist sehe ich nicht so, wenn es bei der Mutter ganz anders läuft. Er kann es zwar versuchen, klar, aber Aussicht auf Erfolg besteht da nicht... wie auch bei 2 WE im Monat!

LG und frohe Weihnachten!

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von shinead  -  25.12.2010
Kinder kriegen sehr schnell mit wie was wo läuft. Wenn Höflichkeit also bei Mama nicht gefragt ist, der Vater sie aber in seinem Bereich fordert wird sich ein Kind entsprechend einstellen.
Wir reden ja hier von Bitte und Danke und nicht von komplett verschiedenen Erziehungsmodellen. Aber selbst das kann ein Kind m.E. lernen.

Gruß
Corinna

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von katinka1979  -  26.12.2010
im Prinzip gebe ich Dir recht. Nur hier bei uns scheint das nicht zu funktionieren. Wir fangen immer wieder von vorne an und dabei geht es auch nur um ein paar Kleinigkeiten, die hier Regeln sind und an die sich alle halten sollten. (z.B. erst anfangen zu essen, wenn alle am Tisch sitzen oder nicht im stehen pinkeln :-) etc.)

LG

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von shinead  -  26.12.2010
Dann müssen die Konsequenzen anders sein.

Wer beim Essen nicht auf die anderen wartet, kriegt halt dann als letztes seinen Teller...
Wer im stehen pinkelt muss die Toilette/die Wand/den Boden putzen. Oder darf nur noch in Begleitung aufs Klo...

Das ist total anstrengend, ich weiß, aber es lohnt sich!

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von katinka1979  -  27.12.2010
Das tun wir auch. Was meinst Du, wie oft mein Stiefsohn hier schon die Toilette geschrubbt hat u.ä. Für das laufende WE geht es dann auch oft besser, aber zwei Wochen später hat er das scheinbar vergessen oder verdrängt... keine Ahnung! Vielleicht auch nur ein besonders hartnäckiger Fall... ist in vielen Bereichen sehr schwierig mit ihm nicht nur bei uns auch zuhause! Aber wir geben die Hoffnung nicht auf!
LG

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Antwort von shinead  -  27.12.2010
Dann kann er eben nur mit Begleitung aufs Klo...

Oder so ein Aufkleber?

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von katinka1979  -  27.12.2010
Wäre auch noch ne Idee... , obwohl mit Begleitung wird er sich wahrscheinlich weigern! Und durchs Schlüsselloch sieht man das Klo leider nicht!

Kommen eure "Stiefkids" immer regelmäßig?

Antwort von patchbaby  -  23.05.2011
Hallo,

der Beitrag ist ja schon etwas älter, aber ich sah gerade, dass hier mehrfach die 50:50 Regelung angesprochen wird. Auch mein ExMann und ich "teilen" uns die Kinder (9 und 12). Wohnen im selben Ort, gehen auch insgesamt sehr zivilisiert und ohne Anfeindungen miteinander um (vor allem nicht vor den Kindern!). Auch wenn das manchmal anstrengend ist, aber wir behandeln den Anderen höflich und trotzdem ehrlich.
Mittlerweile läuft unsere Betreuungsform seit über 3 Jahren gut! Den Kindern hat es allgemein gut getan, vor allem weil Papa jetzt viel mehr mit ihnen zusammen ist und praktisch das Gleiche mit ihnen erlebt wie Mama im anderen Haus.
Sogar Finanziell konnten wir alles ganz gut klar kriegen, weil er sich (glücklicherweise) für die Kinder verantwortlich fühlt und wir uns einig sind, dass sie in jedem Haushalt etwa gleiche Möglichkeiten haben sollen. (Geht natürlich nicht ganz 100%ig auf, aber uns geht es gut, wir kommen klar.) Klar ärgern wir uns mal über den Anderen, weil es eben auch ein organisatorischer Hochleistungssport werden kann mit der 50-50 Regelung, aber es ist immer noch besser als den Kindern den Vater und dem Vater die Kinder zu 90 % vorzuenthalten!
Inzwischen gibt's auf beiden Seiten Patchwork-Partner - und auch das haben wir gut im Grifff. Klar ist nicht alles einfach, hier gibt's auch typische Patchwork-Probleme, aber weniger mit Streit und Kritik als eher "Umstellungsprobleme" zwischen Familie 1 und Familie 2. Die STreitpunkte, die ich hier so bei euch lese, gibt es bei uns irgendwie kaum. Warum, weiß ich nicht, wir sind ja auch normale Geschiedene... Aber ich bin froh und dankbar, dass wir uns "nur" über wenige Erziehungsfragen einig werden müssen.
Und noch ein Tipp: Auch vor der Trennung hat jeder seinen eigenen Umgang mit den Kindern, da kann man sich ja schon vorstellen, wie es danach laufen könnte... Wo es geht, kann man doch den anderen einfach so sein lassen, wie er/sie ist (würden wir uns selbst ja auch wünschen!), und wo es nicht geht (also ich meine wirklich nicht geht, dass dem Kind z. B. ein Schaden zugefügt wird), redet miteinander - es geht doch um die Kinder - oder geht doch zu einem Berater! Das ist nichts Schlimmes, sondern beweist Größe!
Alles Liebe
Patchbaby


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