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  Beitrag aus dem Forum:   Patchwork-Familien


Katastrophe nach Umgangswochenende

Frage von Micky86  -  09.02.2017
Mein Ex und ich sind seit September14 getrennt...seit dem hat er unseren gemeinsamen Sohn(aktuell 3 Jahre) alle 14Tage von Freitag bis Sonntag. Ich habe mit ihm bis August 15 bei meinen Eltern gewohnt und nun wohnen wir zusammen mit meinem Lebensgefährten in dessen Haus. Er hat auch einen Sohn der alle 14Tage bei uns ist. Mittlerweile bin ich auch im 5Monat schwanger und mein kleiner freut sich total auf das Baby.

Mein Problem ist das jedesmal wenn mein Sohn von seinem Vater kommt mindestens eine Woche nachts totales Theater beim schlafen macht....letzte Nacht ging es fast zwei Stunden und er wird dabei richtig zornig mir aber vor allem meinem Lebensgefährten gegenüber. Er hat dann jede zwei Minuten irgendwas anderes und will zu uns ins Bett. Allerdings bin ich da kein Freund von weil ich dann einfach nicht richtig schlafen kann. Er weißaber das er frühs wenn es hell ist zu uns zum kuscheln kommen darf.

Was soll ich jetzt machen? Mir das weiter so angucken? Was am Umgang ändern? Ich weiß nicht mehr so richtig weiter weil es ja schon ewig so geht.

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von taram  -  09.02.2017
Oh je, der Junge sucht deine Nähe, also lass ihn zu dir ins Bett. Viele Kinder sind nach dem Umgangswochenende durch geknallt. Sie brauchen dann besonders viel Nähe und Zuneigung...verwehre diese nicht. Unbedingt besser wird es wahrscheinlich nicht, aber deine Nähe und Geborgenheit ist wichtig.

 
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Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von clarence  -  10.02.2017
Lass deinen Sohn wissen, dass er bei euch (und bei seinem Papa) willkommen ist. Ein Trennungskind fühlt sich nach dem Umgangswochenende oft total verwirrt und weiß nicht mehr richtig wo er nun dazugehört und wo nicht.

Ich würde ihn einfach mal in eurem Bett schlafen lassen bis er von selbst wieder in seines will - wenn du es ihm versuchst zu verbieten wird es meiner Meinung noch schlimmer.
Unsere 6jährige schläft derzeit auch wieder bei uns im Bett, da sie vor kurzem krank war.

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von mf4  -  10.02.2017
Nach dem Umgang aufgekratzt... sind meine Kinder nach 10 Jahren noch.
Meine Nähe suchen sie auch als Teenies noch.
Dafür kann mein Ex nichts und es ist okay. Dein Partner darf doch sicher auch bei dir schlafen oder?

Das ist ein lösbares Problem, durch dich lösbar und nichts, was der Vater regeln kann.

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von fsw  -  10.02.2017
Ja,ändere etwas am Umgang!Lass deinen Sohn zum Papa ziehen!!! Ich finde es sehr lieblos von DIR,dass du ihm das "Familienbett" verbietest!Er braucht und sucht deine Nähe und du schiebst ihn ab und weg,allein in sein Bett.Das ist echt Gefühlskalt von dir!Hauptsache, dein neuer Partner darf neben dir schlafen.Dein Sohn hat so viel zu verkraften und zu verarbeiten.Er versteht die Welt nicht mehr.In dem Alter schlafen die Meisten im Familienbett.Das ist echt gemein.Er reagiert so,weil er von dir/euch abgewiesen wird.Du verweigerst deinem Kind Nähe und Geborgenheit,die es so dringend braucht!Auch und gerade nachts!!!!Alles zum Wohle des Kindes! Mit dem nächsten Baby konnte es auch nicht schnell genug gehen.Warte mal ab,wenn das erste Jahr/Kennenlernen bei euch vorbei ist und dann der richtige Alltag kommt...!

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von Lou_84  -  11.02.2017
Während und nach großen Umbrüchen steigt das Nähebedürfnis (vor allem) von Kindern.
Trennung vom Vater, dann Trennung von den Großeltern, zwei Umzüge, neues Geschwister, neues Baby - kein Wunder, dass dein Sohn vermehrt deine Nähe sucht.
Vielleicht auch gerade nach den Papa-wochenenden, weil er dort seinen Platz im Familiensystem klar definieren kann oder/und mal richtig viel Aufmerksamkeit bekommt? (nur ein Denkansatz, ich kenne den Vater nicht)
Es ist im Patchwork die Verantwortung der Erwachsenen, zu schauen, dass es den Kindern gut geht und sie ihren Platz im Gefüge finden. Das bedeutet, auch auf das individuelle Nähebedürfnis einzugehen.

Wenn Familienbett keine Option für dich ist, gibt es auch andere Lösungen.
Meine Stieftochter möchte auch gern wieder zu uns ins Bett, seit wir ein Baby haben und sich bei ihrer Mutter zuhause gerade viel geändert hat. Geht aber nicht, da wir dann alle gar keinen Schlaf kriegen (sie wird jedes Mal hellwach wenn das Baby trinken will und will sich dann mit drum kümmern).
Wir kommen halt dem Nähebedürfnis entgegen, indem mein Partner sie abends in ihrem Zimmer in den Schlaf begleitet und erst geht, wenn sie tief schläft. Morgens kommt sie dann entweder rüber, oder wir wecken sie zusammen mit einem Glas Milch - sie findet beide Versionen toll.
Allerdings ist sie auch schon fünf. Mit drei kam sie Nachts oft zu uns ins Bett und hätte nicht verstanden, warum das nicht geht. Das brauchen in dem Alter auch Kinder in intakten Familien noch.

Wenn dir das gerade zu viel ist, macht es vielleicht wirklich Sinn, mit dem Kindsvater zu sprechen, ob er das Kind mehr nehmen kann? Wie schätzt er die Situation ein, wie ist der Sohn bei ihm drauf? Oder ist das keine Option?

Meine Stieftochter fühlt sich in der ganzen Situation viel besser, seit wir ab und zu mal was alle zusammen machen (also alle Erwachsenen und Kinder). Und wenn es nur einen Kaffee trinken/was spielen ist bei der Übergabe.
So sieht sie, dass sich alle verstehen und ihre "beiden" Familien von allen gewertschätzt werden.

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von Micky86  -  11.02.2017
Also danke erstmal für die netten Ratschläge....und denen die gleich wieder hier unfreundlich sein müssen noch ein größeres Danke.

Zum Kindsvater....er hat seit unserer Trennung schon Partnerin Nummer 3. Hat noch einen Sohn aus einer früheren Beziehung der schon Älter ist. Mit diesem fährt er auch in den Urlaub. Unser gemeinsames Kind nimmt er eigentlich nur weil er für ihn bezahlen muss. Er hat mir auch schon ans Herz gelegt das mein Freund ihn adoptieren soll weil er dann aus allem raus ist. Im übrigen ist er 47. Ach und wir sind auch keine Assis wir leben in ordentlichen Verhältnissen und gehen alle arbeiten. Mein Sohn darf bei ihm erst recht nicht im Bett schlafen. Und keiner von den beiden fragt in den zwei Wochen wo sie sich nicht sehen nach dem anderen. Also zu ihm ziehen bzw das er ihn mehr nimmt ist keine Option. Wir haben auch unsere Rituale und er schläft auch erstmal bei sich ohne Probleme aber ab um 12 geht's dann los.
Ich durfte selber auch nur frühs zu meinen Eltern ins Bett und bin jetzt auch nicht psychisch gestört oder bin der Meinung das meine Eltern mir nicht genug nähe gegeben haben.
Mein Sohn weiß das er frühs sehr gerne zu uns kommen kann zum kuscheln und auch so machen wir sehr viel zusammen.

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von Hexhex  -  13.02.2017
Hallo,

ich glaube nicht wirklich, dass der Vater irgendetwas Schlimmes macht, und dass Dein Sohn deshalb schlecht schläft. Sondern es ist vermutlich einfach so, dass ihn die ganze Trennungssituation, vor allem aber der Wechsel zum Vater und wieder zurück oft überfordert. Beim Papa gelten andere Regeln, er hat eine andere Art - da ist es schwer, sich ruckzuck wieder umzustellen, wenn man nach Hause kommt. Dieses sich immer wieder Umstellen müssen, dieser Übergang macht Deinem Sohn zu schaffen.

Das kann man ihm aber nicht abnehmen, denn der Kontakt zum Vater ist wichtig für ein Kind. Hinzu kommt natürlich auch Dein neuer Partner, das neue Haus, das sich ankündigende neue Baby. Das ist alles sehr starker Tobak für ein Kind, so viel Neues und alles ist so anders als früher.

Ich würde daher jetzt versuchen, Deinen Sohn so gut wie möglich aufzufangen in seiner Situation und in seinen Bedürfnissen. Dazu kann auch gehören, ihn in Deinem Bett einschlafen zu lassen, wenn er diese Nähe und Geborgenheit im Moment so benötigt. Das ist ja keine Verwöhntheit, sondern er muss momentan einfach sehr viel bewältigen - da kann er jede Sicherheit, jede Geborgenheit dringend brauchen. Hole ihn einfach da ab, wo er emotional gerade steht. Ich find's richtig, ihn momentan bei Euch schlafen zu lassen.

LG

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von Mariechen2015  -  13.02.2017
Das Kind ist mit 3 Jahren noch zu klein und aller geordnet zu sehen bzw eigene Gedanken zu ordnen.
Allerdings alt genug und zu begreifen dass etwas unschön ist. Nämlich dass Mama und Papa nicht Zusammenleben und man hin und her muss zwischen Mama u Papa.
Das ist belastend für ein Kleinkind und ich denke nicht dass der Vater grundsätzlich was falsch macht oder der Umgang zum Kind nicht gut ist.
Das könnte man ja auch umdrehen den Spieß. Das führt doch nichts und belastet das Kind nur noch mehr.
Der erste Schritt ist,das Kind nach dem Umgang und die Situation so nehmen wie es ist.
Der zweite Schritt ist,es so zu akzeptieren und anzunehmen und dem Kind das geben in dem Moment was es braucht.

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von aus 4 mach 3  -  09.02.2017
Meine wissen auch, dass sie in ihrem Bett einschlafen sollen, aber wenn nachts was ist, sie jederzeit kommen können.

Meine sind auch immer nach den Papa WE's durch, ich kenne die Situation gut und es dauert oft bis Donnerstag, bis alles wieder gewohnt läuft, vor allem mein Kleiner kommt dann nachts immer bzw will gleich bei mir einschlafen.
Was ich ihm auch erlaube, denn shcließlich weiß ich nicht was an den WE's los ist, manches bekommt man, selbst bei redestarken Kindern nicht mit.

Bei Euch kommt noch hinzu, dass ihr erst ziemlich frisch umgezogen seit, ein Kind/ Geschwisterchen dazu kommt und er mit 3 auch verschiedenste Schübe noch durchlebt. Ich glaube hier zählt Geduld udn Nähe.

Ich habe mir für die o.g. Fälle ein Sundvik von Ikea neben mein Bett angebaut (richtig mit Klemmen fest gemacht), es hat die gleiche Höhe wie mein Bett und geht somit, nachdem ich ein 20cm Stück Schaumstoff bezog und in den Zwischenraum legte, direkt über ins andere Bett und wir können Händchen halten, kuscheln o.ä. und trotzdem habe ich Platz.
Diese Vorrichtung habe ich nun sehr lange montiert und ich bin immer wieder froh darüber. Auch wenn eines der Kinderzimmer als Besucherzimmer her genommen wird, schläft eines meiner Mäuse darin.
Vielleicht wäre das auch etwas für Euch? Gerade in Hinblick darauf, dass das Baby auch rein kann und Du es nachts in "Reichweite" hast........

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von Philomena0303  -  11.02.2017
Was für ein blöder Kommentar. Wenn du mit einem Kind im Bett schlafen kannst, ist das schön für dich. Aber akzeptier doch bitte, dass es Menschen gibt, die nicht so gut schlafen. Ich würde kein Auge zumachen mit Kind im Bett. Die Lösung war bei uns, dass er ein Bett bei uns im Schlafzimmer bekommen hat. Es reicht ihm aus, wenn er aufwacht und sieht, dass wir da sind. Nur wenn er schlecht geträumt hat, kommt er zu uns ins Bett, was ja völlig ok ist.

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von Chanisaya  -  12.02.2017
Tut mir leid aber dieser Beitrag ist eine Frechheit und einfach nur anmaßend. Über den Tonfall kann ich nur den Kopf schütteln. Vielleicht haben dich deine Eltern früher ja im "Familienbett" schlafen lassen (auch wenn's für dich herzlos klingt, bei uns ist das unser EHEbett) aber offensichtlich hätten Sie dir besser mal Manieren beigebracht...

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von Lou_84  -  11.02.2017
Okay, jetzt verstehe ich auch, warum du überlegst, was am Umgang zu ändern.
Das klingt anstrengend. Ist ja auch scheiße für deinen Sohn, wenn der Kindsvater nicht wirklich Bock auf ihn hat.
Kannst du das den KV irgendwie verklickern, was das mit seinem Sohn macht?

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von Micky86  -  11.02.2017
Ich habe es versucht aber er sieht bei sich keine Fehler. Bei ihm würde er von Abends bis früh um acht im eigenen Bett allein durchschlafen. Und es wäre alles super. Hmm das kann ich nun glauben oder auch nicht. Für ihn war das wieder gefundenes Fressen um mich als unfähig hinzustellen.
Wir hatten erst so eine Situation weil mein Sohn auf einmal nicht mehr auf die Toilette gekackt hatte sondern wieder nachts in die Windel....da war auch alles meine schuld und er sagte dann das das für ihn nicht altersgemäß entwickelt wäre. Aber ich konnte ihn wohl kaum zwingen. Im übrigen klappt es jetzt wieder...er hat halt seine Zeit gebraucht und auch von mir bekommen.

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von Petra28  -  13.02.2017
Er braucht das. Meine Kinder haben sehr oft bei mir im Bett geschlafen, haben nachts aufgetankt bezüglich Sicherheit, Grundvertrauen, Geborgenheit. Du kannst das nicht vergleichen mit deiner Kindheit. Bei Kindern aus Trennungsfamilien ist eben das Grundvertrauen, dass beide Eltern grundsätzlich immer für sie da sind, schon erschüttert, eben durch den Fakt, dass ein Elternteil woanders wohnt - ganz egal, wie viel Zuwendung sie tagsüber bekommen, nachts ist eine ganz andere Baustelle...

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von C.C.  -  19.02.2017
Vielleicht wärst du großzügiger bei den Bedürfnissen deines kleinen SOhnes, wenn deine Eltern dich ins Bett gelassen hätten. Weiß man nun nicht. Gönn ihm doch, was du nicht hattest. (Größeres Bett? Matratze für ihn daneben? Freund mal ausquartieren, wenn es zu eng ist?)

Katastrophe nach Umgangswochenende

Antwort von swiss-mom  -  12.02.2017
Dein Sohn kommt vom Papa-WE, bei dem er

A) von Dir getrennt ist und
B) so wie es sich anhört, dort nicht viel Nähe und Zuneigung erfährt.

Dann kommt er nach Hause und sucht Mamas Nähe, die nun mit einem anderen Mann als Papa das Bett teilt, aber nicht mit ihm, weil sie "in Ruhe" schlafen will.

Tja. Ziemlich viel für einen Dreijährigen.

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