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Eifersucht

Frage von vomGlückgefunden  -  02.10.2013
Mein Kind (8) ist eifersüchtig auf das Kind S. (in etwa gleichaltrig) meines Partners.
Wir leben nicht zusammen, sehen uns aber am Wochenende, mal bei uns, mal bei meinem Partner.

Anfangs (vom ersten Treffen an) waren die Kinder wirklich ein Herz und eine Seele und meins hat sich riesig gefreut, wenn wir was gemeinsam gemacht haben.
Die beiden spielen auch schön miteinander.... und naja, den typischen Zank gibt es natürlich auch. Alles relativ normal.
Die Kinder verstehen sich jeweil auch gut mit dem Partner des jeweiligen Elternteils.

Nun merke ich, dass mein Kind seit einiger Zeit eifersüchtig ist. Freut sich nicht mehr, wenn ich den Besuch von S. ankündige, sondern ist dann ablehnend.
Ist S. dann da oder wir dort dann spielen die Kinder aber auch zusammen, aber mein Kind versucht dann (das war nicht von Anfang an so!) immer mal wieder mich "auf seine Seite zu bekommen" oder mich für sich allein zu vereinnahmen oder die meiste Aufmerksamkeit zu bekommen.
Ich habe mich meinem Kind dann schon mal extra gewidmet und schaue auch, dass ich meine Aufmerksamkeit gerecht verteile bzw. gehe sogar schon so weit, dass ich mich S. weniger widme, als ich es eigentlich wollte...

Ich sage meinem Kind auch, dass ich es lieb habe und das immer so bleiben wird. Wir unternehmen auch unter der Woche viel zu zweit.

Trotzdem ist mein Kind eifersüchtig. Sagte auf Nachfrage er will mich für sich allein.

Gut, er war 7 Jahre lang allein mit mir und es hat sich auch sehr viel .... alles .... um ihn gedreht. Die Crux der alleinerziehenden Gluckenmutter. :-( Ich bin wirklich schlimm gluckenhaft und habe mich (rückblickend) zu viel nach meinem Kind gerichtet, es hat sich wirklich immer so gut wie alles ums Kind gedreht... absoluter Mittelpunkt.
Das war und ist sowieso eine seiner "Baustellen" - lernen, dass sich die Welt nicht ausschließlich um ihn dreht. Auch vor meiner Partnerschaft bin ich dieses Problem schon angegangen und habe angefangen daran zu arbeiten.
Der Kinderpsychologe (da geht Kind wegen einer Kleinigkeit hin, nichts wildes) sagte mal, er fände es gut, dass mein Kind jetzt (da waren wir noch nicht so lange zusammen) mal aus dem Mittelpunkt herausgerückt wird und meinte, mein Kind würde davon sehr profitieren zu lernen mich zu teilen. (Wir gehen da jetzt aber nicht mehr hin, sodass ich da das Problem nicht schildern kann.)

Sehe ich ja prinzipiell genau so, aber ich möchte ja auch, dass mein Kind sich gut fühlt und deshalb stoßen da gerade ambivalente Gefühle aufeinander.

Habt ihr Tipps für mich?
Einerseits möchte ich, dass er lernt, dass er nicht immer nur im Mittelpunkt stehen kann - andererseits möchte ich ihm natürlich auf keinen Fall das Gefühl geben, nicht für ihn da zu sein.

Problematisch ist auch, dass der Vater meines Kindes mit dem Kind GEGEN S. und meinen Partner spricht. Ganz offen. Da erzählt mein Kind, der Papi habe gesagt, ich würde mich "immer nur um S. kümmern." Oder der Papa von S. sei "ein Idiot". Sicher keine Einzelfälle. :-(

Ich weiß nicht, ob DAS der Auslöser oder Grund des Eifersuchtsproblems ist. Aber zeitlich fällt der Beginn genau in die Zeit, in der mein Kind erstmals von sowas berichtete.

Habt ihr Ratschläge?

Danke und liebe Grüße!



P.S. Mit dem Vater reden bringt nichts.

Eifersucht

Antwort von Sternenschnuppe  -  02.10.2013
Das Kind wird in einen Konflikt getrieben der in meinen Augen dem Kindeswohl schadet.
Ich würde da ganz massiv gegen vorgehen und einen Termin beim Jugendamt machen, zu dem auch der Vater geladen wird.

Das Kind leidet, klar, die Gluckenmama gluckt weniger, das ist gut so, bedeutet aber Umstellung.
Ein Vater der da im Hintergrund noch schiesst führt zu einem unglücklichen Kind.

Und ich denke das Kind ist in einem Alter, in dem man ihm auch vermitteln kann, dass man es liebt, aber nicht nur Mama ist, und so wie das Kind selbst Freunde hat, auch die Mama ein Recht darauf hat einen erwachsenen Freund zu haben.

Meiner ist 6 und versteht es schon sehr gut, warum mein Mann und ich mal essen gehen ohne sie, oder auch mal am Wochenende ein Stündchen für uns haben wollen im Wohnzimmer.
Er spielt mit seinen Freunden ja auch oben ohne dass ich dazwischen sitze.
Meine eine Bonustochter ist 9 , wohnt seit kurzem bei uns, und auch sie versteht es gut, worüber ich sehr dankbar bin.

Fazit : Sprich kindgerecht mit Deinem Kind.
Und ganz offiziell und mit Hilfe des Jugendamtes mit dem Vater dazu.

 
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Eifersucht

Antwort von juhu13  -  04.10.2013
Ich denke nicht, dass dieses Verhalten dadurch entsteht, weil der Vater gegen S. und Partner redet. Trotzdem würde ich das bei ihm mal ansprechen und ihm sagen, dass sein Kind dadurch vielleicht traurig ist und ihn fragen ob er das möchte. Wenn nicht, dann soll er nicht so einen Unsinn verbreiten.
Vielmehr denke ich, liegt es daran, dass er es wirklich nicht gewohnt ist dich zu teilen. Aber da muss er trotzdem durch. Versuche ihm zu vermitteln, dass er trotzdem dein Ein und Alles ist und halte dich zurück beim S. S. ist schließlich am WE bei ihrem Papa und soll Zeit mit IHM verbringen. An deiner Stelle würde ich IHN mit S. spielen lassen und die beiden auch Zeit miteinander verbringen lassen und du dich eben auf deinen Sohn konzentrieren - auch wenn ihr alle zusammen seid.
Bei uns ist das ja so ähnlich. Ich hab einen 6jährigen und mein Mann auch eine 6jährige Tochter. Die kommt jeden Sommer 1 Woche zu uns. Und da kocht er dann für sie, spielt er vorangig mit ihr und ich lass den beiden die Zeit. Auch wenn sie gerne mit meinem 6jährigen spielt, so merkt man doch, dass sie in erster Linie zu ihrem Papa kommt.
Also: Zurücknehmen bei S. und deinem Sohn das Gefühl geben er ist der einzige bei dir (als Kind wie gesagt). Aber den Partner - und das muss er lernen - für den brauchst du eben jetzt auch Zeit. Und unter der Woche hat er dich ja alleine und am WE muss er dich eben ein bisschen mit deinem Partner teilen. Das bleibt ihm nicht erspart - außer du willst ewig alleine bleiben!


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