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Bin traurig...

Frage von tingel  -  30.03.2012
...und enttäuscht zugleich. Von mir selbst, wegen meiner Gefühle und Gedanken...
Mein Partner hat eine 7-jährige Tochter aus früherer Beziehung und eigentlich läuft alles super. Eigentlich! Seit unser gemeinsamer Sohn da ist, merke ich, wie ich mich immer mehr von ihr abneige. Bevor ich schwanger wurde, habe ich dieses Kind abgöttisch geliebt und immer gesagt, ich würde für sie empfinden, wie für ein eigenes Kind. Aber seit ich weiß, was Mutterliebe eigentlich bedeutet, merke ich, das ich sie nicht so liebe. Manchmal wahrscheinlich auch gar nicht. Ich bin manchmal so genervt von ihr, von ihrer Art (ich empfinde sie als extrem tollpatschig). Warum ist das so??? Ich will so nicht denken. Sie ist doch eigentlich ein liebes Kind, ist so lieb zu meinem Sohn, hilft mir auch viel, zumindest versucht sie es, wie gesagt, sie ist sehr tollpatschig.
Heute waren wir auf dem Geburtstag von Verwandten und klar, es gab viel Knabberkram, Süßkram... Nun ja, die Maus hat einen sehr empfindlichen Magen. Und bei ungelogen jeder Feier, ergibt sich folgende Diskusion zwischen mir und meinem Freund:
Ich "Sie soll nicht so viel süßes, sonst kotzt sie wieder"
Er "Mecker nicht immer an ihr rum"
Kind : Kotzt die ganze Nacht...
Heute hab ich mal die Klappe gehalten, dachte mir, sagst mal nichts, willst ja nicht immer meckern. Ende vom Lied: Kotze im Auto, auf meinem Parkplatz, im Flur, im Bett!!! Aaaahhhhhh...Kreisch....
Ich bin gerade so wütend auf sie und ihn, ich könnte platzen...
Dabei ist sie doch nur ein Kind, das bei Süßkram nicht nein sagen kann.

Bin traurig...

Antwort von MELabc  -  30.03.2012
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Bin traurig...

Antwort von sunshine_3008  -  05.04.2012
Hallo,

Ich lese eigentlich immer nur still mit aber das was ich hier bei dir lese ist genau das wovor ich Angst habe... Ich bin in der 25.SSW und mein Freund hat 2 Kinder aus 1.Ehe (7+8). Ich liebe beide sehr, aber ich habe Angst dass wenn unsere gemeinsame Tochter auf die Welt kommt, sich das ändert... Die Beiden freuen sich auf ihre kleine Schwester und sin total stolz und helfen wo sie können. Bis jetzt hab ich immer gesagt ''unsere Kinder'' aber seit kurzem merke ich immer, wie ich von ''unserem Kind' und ''seinen Kindern'' spreche, dabei wollte und will ich da keinen Unterschied machen... Letztens habe ich auch gesagt, ich freu mich darauf wenn wir zu dritt sind, mein Freund hat mich dann angemotzt, wir sind dann zu fünft... Vergiss unsere beiden anderen Kinder nicht... Ich habe richtig Angst davor, dass es mir geht wie dir. Auch wenn ich dir vielleicht nicht helfen kann, ich versteh dich...

LG aus dem Juli-Bus

Bin traurig...

Antwort von micha67  -  08.04.2012
Du hast aber einen sehr hohen Anspruch an Dich. Sie ist nicht Dein Kind, und wird es nie sein. Es ist ok, für das eigene Kind anders zu empfinden.
Ich habe 6 Kinder, 2 davon sind mit meinem jetzigen Mann und wir haben von Anfang an gesagt, dass die anderen 4 nicht seine sind und er niemals ihr Vater wird. Das war gut so, und obwohl er inzwischen mit den 4 Jungs schon länger zusammen lebt als sie mit ihrem leiblichen Vater jemals gelebt haben, ist er nicht ihr Vater. Er ist ihr Sozialvater, geht zu Elternabenden und wird in der Umwelt als "Vater" wahrgenommen, weil er immer dabei ist und sich kümmert. Aber es sind nicht seine Kinder und wir alle erlauben uns, dass er seinen Kindern gegenüber anders empfindet als meinen.

Und nochwas: Du wärst sicher auch genauso genervt von ihrem Verhalten, wenn es Deine leibliche Tochter wäre! 7jährige sind anstrengend und ein Baby ist soo süß, da kommt es vor, dass man die 7jährige zum Mond schießen möchte. Aber solange Du diese Gefühle wahrnimmst und steuerst, sie das Kind nicht merken läßt, ist doch alles in Ordnung. Nimm Dir bei Gelenheit mal wieder Zeit mit der Großen allein, in einer Situation, wo ihre Tollpatschigkeit (ich kenne das, mein einer Sohn ist auch so, das kann mich zur Weißglut bringen, obwohl ich weiß, dass er nichts dafür kann!) keine Rolle spielt. Setz Dich abends hin und stelle Dir das Schönste vor, was ihr beide miteinander gemacht habt. Das hat mir immer geholfen in den Phasen, in denen ich mit einem meiner Kinder nicht zurecht kam.

Und Kopf hoch: Sie ist nicht Dein Kind und es ist ok, ihr gegenüber anders zu fühlen! Wenn Du Dir den Druck nimmst und Deine Gefühle erlaubst, sind sie schon halb so schlimm und Du kannst die kleine Große wieder entspannter sehen und dann eben doch lieb haben!

Bin traurig...

Antwort von Mogli18  -  10.04.2012
Sei nicht traurig.
Ich kenne das auch und es ist ein Unterschied ob Du ein Kind im Bauch hattest, die ersten Bewegungen spürst, es unter Deinem Herzen trägst, oder eben nicht.

Ich würde sagen für 95% aller Frauen ist das so.
Und auch genetisch bedingt, ist schließlich die eigene Brut :-)

Anders lieben heißt ja nicht schlechter lieben.

Bin traurig...

Antwort von Mone33  -  06.04.2012
Hallo,

ich kann Dich auch verstehen. Meine Mann hat bereits eine Tochter diese ist 6. Unser gemeinsames Kind ist knapp 17 Monate.
Das was du beschreibst - kenn ich auch, ich will nicht so fühlen, kann es aber nicht ändern.

Bin traurig...

Antwort von tingel  -  07.04.2012
Ich danke euch. Es ist beruhigend zu wissen, das auch andere damit kämpfen. Vielleicht ist es ja sogar ein Stück weit normal, das man so denkt.
Ich knuddel mal in die Runde...

Bin traurig...

Antwort von Sternspinne  -  08.04.2012
Ich denke, in so eine Beziehung (Du - Kind vom Partner) sind doch ganz viele Facetten. Ein bisschen eben von allem. Liebe, Wut, Stolz, Eifersucht, Sorge usw.
Wichtig ist, dass alles seine Berechtigung hat und existieren darf. Das heisst ja nicht, dass du es ausleben sollst. Aber du kannst alle Facetten wahrnehmen und dich dann bewußt dazu entscheiden, die positiven Seiten handeln zu lassen, die negativen bleiben nur im Fühlen.

Wenn du mal wieder wahrnimmst, dass du alles an ihr blöd findest, akzeptiere es und lass es wieder vorbeigehen. Es ist ein Unterschied in der Beziehung da, das ist in Ordnung, nur sollte sie es nicht spüren müssen.

Aber ich kann dir versichern, meine grösseren Kinder nerven mich mit solchen Dingen auch ungemein. Vor allem wenn ich den Vater durch sie erkennen kann (faul, träge, ohne Aktivität.....) werde ich richtig sauer, obwohl sie für ihre Abstammung ja weniger können als ich .
Vielleicht wird es dir auch bei dem eigenen Kind mal so gehen.

Und noch ein Punkt ist, dass du sie ja vermutlich nicht von Baby auf kennst, oder? Alles womit man bei eigenen Kindern mitwächst fällt ja weg. Also, sei nicht so streng mit dir, das wird schon!
Im Grunde liebst du sie ja doch, sonst könntest du nicht so einen Text verfassen!

Bin traurig...

Antwort von Holzkohle  -  08.04.2012
Du HAST sie doch lieb!!!! Und ich glaube, keiner hier wird Dir einen Vorwurf machen, dass Du JETZT mit EIGENEM Kind das eigene doch einfach was lieber magst, es ist halt DEINS, auch wenn Du mit dem anderen Kind seit Jahren groß wirst.. Natürlich hast Du sie auch gern und das liest man aus jedem Satz. Dass man selbst über sich zweifelt, warumzumgeier man das andere Kind weniger lieb hat, ist Dir nur hoch anzurechnen - vor allem, weil Du es erkannt und hier geschrieben hast.

Du möchtest für sie nur das Beste - Du weißt, sie reihert, wenn sie zu viel Süßes isst. Was Dich ärgert ist das Verhalten Deines Freundes, weil er es einfach als VATER überhört und ignoriert... nicht etwa, dass das Kind Dir ins Auto kotzt.

Ich war selbst in Beziehung mit einem Witwer, habe selbst ein Kind. Beide Kinder waren fast gleich alt, ein Jahr Unterschied. Ja, ich habe das andere Kind auch VERDAMMT gern gehabt, ABER so leid es mir tut, mein eigen Fleisch und Blut hätte immer an erster Stelle gestanden, auch vor dem anderen Kind - und mein Ex hat das genau so gesehen...

Du hast beide Kinder lieb, Du versucht beiden Kindern gerecht zu werden. Du siehst das "liebe" in Kind 1, das ist doch schon mal was!!! Halt die Ohren steif und mache Dir nicht so viele Gedanken!


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