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Leihoma

Frage von nawe - 26.12.2019

Hallo ihr lieben, ich würde gerne ein paar Tipps von euch bekommen.

Ich habe 3 Kinder (Junge fast 14 J., Mädchen fast 12J und Junge 6 Jahre alt). Was uns von Anfang an fehlt, ist eine verlässliche Oma. Meine Schwiegermutter wohnt nicht grad um die Ecke und ist auch nicht wirklich verfügbar,da sie mit ihren 56 Jahren noch voll berufstätig ist, mein Schwiegervater ist von ihr geschieden,aber auch der ist noch voll berufstätig. Diese Seite der Familie ist auch extrem auf ihr eigenes Leben bedacht. Was okay ist, aber natürlich schade für die Kinder.

Meine Eltern wohnen unweit von hier, mein Mann arbeitet auch dort,da mein Vater selbstständig ist. Meine Mutter macht morgens Büroarbeiten und hält den Rest des Tages die Stellung. Sie leidet seit ich denken kann an Depressionen, ich als Laie würde sagen sie ist manisch depressiv (Mal super drauf, mal extrem schlecht drauf). Ich habe eine schwere Kindheit hinter mir, nie war ich ihr gut genug, sie übt sehr viel Druck aus, ist oft manipulierend etc pp.....
Ihr ist es oft zu viel sich um meine Kinder zu kümmern, ich kann sie nur im äußersten Notfall einsetzen,wenn es absolut gar nicht anders geht. Wenn eins der Kinder bei ihr war,dann ist es leider auch total wie auf den Kopf gestellt. Oft äußert sich meine Mutter den Kindern gegenüber negativ über mich, was die Kinder sehr traurig macht. Sie hört auch nicht damit auf,wenn die Großen was sagen oder ich was sage. Zudem ist sie schon immer sehr übergriffig,sie war damals als ich Mama wurde erst 42 Jahre alt, sieht sich irgendwie selbst als Mama.

Naja kurzum,ich überlege mir,ob ich nicht nach einer Leihoma suche, die eine schöne Anlaufstelle für die Kinder wäre.

Meinen Kindern fehlt diese "typische" Oma irgendwie.

Zudem fehlt sie mir auch, als Ansprechpartner, aber auch damit ich endlich mal wieder arbeiten gehen kann und sie vielleicht ab und an mal ne Stunde den kleinsten übernehmen kann,falls es bei mir später wird.

Ich habe nun aber ehrlich gesagt Angst,dass meine Eltern das mit bekommen und das dann eskaliert. Wie könnte ich eine Leihoma in unser Leben integrieren ohne Ärger zu verursachen? Mein Mann muss schließlich dort noch arbeiten gehen...

Danke
LG
Nadine

Re: Leihoma

Antwort von LanaMama - 31.12.2019

Hallo,

Mal aus Mama-Perspektive. Ich denke da sind ein paar Dinge vermischt. Du formulierst sehr viele, sehr berechtigte Bedürfnisse, ich würde sie aber um das Dilemma zu lösen eher einzeln betrachten.

- Du suchst eine Oma-Persönlichkeit für die Kinder.

- Du suchst eine Art Ansprechpartnerin für Dich

- diese sollte aber auch (umsonst ?, gerne, und spontan) Kinderbetreuung übernehmen wenn Du das brauchst.

- Die biologischen Großeltern sollte das nicht stören.

Das ist sehr viel in einer Person verlangt, das haut ja schon mit „richtigen“ Großeltern meistens nicht harmonisch hin.

Ich würde an Deiner Stelle das Betreuungsthema da erstmal rausnehmen, dafür reicht ein Babysitter.

Dann würde ich überlegen, ob sich Deine emotionalen Bedürfnisse nach einer erreichbaren Mutterfigur decken mit denen Deiner Kinder. Brauchen die das wirklich, oder ist das ein Bild das Du von Familie hast, das Du gerne für sie verwirklichen willst? Denn wenn es wirklich um ein ganz grundlegendes tiefes Bedürfnis nach Familie und Kontakt geht, das kann eine Leihoma nicht unbedingt leisten. Zumindest wäre es ein sehr schöner, aber großer Zufall, wenn eine Person diese emotionale Lücke für Dich als auch Deine Kinder füllen könnte. Klar gibt es eine Menge Frauen die Familienkontakt suchen, aber das ist schon seit weitreichend was Du Dir vorstellst. Vielleicht geht es auch son bißchen darum, von der älteren Generation gesehen zu werden? Suche doch erstmal nach einer solchen Ansprechpartnerin für Dich.

Ich würde die Themen wie gesagt erstmal einzeln angehen und wenn sich das in Personalunion finden lässt, wunderbar, wenn nicht lassen sich zumindest einzelne Bedürfnisse lösen. Und dann haben auch die Großeltern nichts zu beanstanden.

Re: Leihoma

Antwort von DK-Ursel - 31.12.2019

Guter Beitrag, Lana!

Ich bin auch im anderen Forum, wo die Frage genauso gestellt wurde, drumherum geschlichen, weil ich auch sofort fühlte:
Da wird keine Großmutter, sondfern eine billige Betreuung gesucht, die gleichzeitig auch noch andere Sachen erfüllen können soltle, aber bitte-danke anderen dabei nicht auf die Füße tritt.
Den Job möchte ich nicht mal als biologische Großmutter übernehmen.
Betreuung IST NICHT Sache der Großeltern.
Wennsie s übernehmen, wunderbar,.
Aber das beruht auf Freiwilligkeit - und sollte honoriert werden, sicher anders als bei Leuten,die man sich genau darum ins Haus holt, aber eben: es ist eine Arbeit, die da geleistet wird (damit die Mutter wieder arbeiten gehen kann - also, allein dafür schon fühle ich mich als Mutter/Schwiegermutter/Großmutter in spe wirklich nicht zuständig!)

Ich würde eine gute, verläßliche Betreuungmöglichkeit für die Kinder suchen - und dann klappt es mit der Arbeit, und dadurch ergibt sich meistens auch der Ansprechpartner für anderes.

Gruß Ursel, DK

Re: Leihoma

Antwort von Philo - 01.01.2020

Ich würde das nicht als Leihoma titulieren sondern als (reifere) Babysitterin und diese von den Kindern auch nicht als Oma Erna nennen lassen, sondern Frau Meier.

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