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Beitrag aus dem Forum:

Prof. Dr. med. Christoph H. Lohmann
Fragen, die Sie rund um das Thema

Kinderorthopädie

haben, beantwortet auf dieser Seite

Prof. Dr. med. Christoph H. Lohmann

Chefarzt und Leiter der Orthopädischen
Universitätsklinik Magdeburg

 

Coxa Valga et Anteorta mit Einwärtsgangbild, bds. (Q65.8BG)

Frage von NICOSI  -  17.09.2008
War heute mit meiner Tochter 2,5 Jahre beim Orthopäden. Oben genannte Diagnose wurde gestellt. Nun hat sie 6 mal KG und 6 mal Elektrotherapie verschrieben bekommen, sowie Einlagen für die Schuhe.

Was kann man zuhause sonst noch machen, bzw. was bedeutet diese Diagnose. Da die Sprechstunde übervoll war, und noch zwei Notfälle dazwischen kamen wurden wir nach 2,5 stündiger Wartezeit irgendwie so abgefertigt und für meine Fragen blieb leider nicht viel Zeit.

Coxa Valga et Anteorta mit Einwärtsgangbild, bds. (Q65.8BG)

Antwort von NICOSI  -  17.09.2008
ohne Text.

Coxa Valga et Anteorta mit Einwärtsgangbild, bds. (Q65.8BG)

Antwort von Dr. Remus  -  18.09.2008
Hallo,
ich nehme an, dass Ihr Kind über den "Großen Onkel" läuft, womit die Großzehe gemeint ist.
Dies kommt meist aus einer völlig physiologischen Entwicklung und einer gesunden Hüfte. Daher war auch das Sono als Säugling ohne Befund.
Es handelt sich um Kinder, die je müder sie werden, desto mehr drehen sie die Füße nach innen und manchmal stolpern sie sogar. Auch Sitzen die Kinder dann sehr gerne im W-Sitz, es sieht wie ein W aus und ist das Gegenteil vom Schneidersitz.
Setzen Sie mal Ihr Kind mit gestreckten Beinen vor sich hin und Sie können dann an der Stellung der Kniescheibe dann sehen wie die Hüften sich dreht, d. h. drehen Sie das Bein nach innen, was wahrscheinlich sehr stark geht (die Kniescheiben stehen sich fast gegenüber). Dann drehen Sie nach außen, was sicher weniger möglich ist und die Kniescheiben gucken nur ein wenig von Mittellinie nach außen.
In diesem Fall sprechen wir der Coxa valga antetorta,d. h. eine vermehrte Hüftinnendrehung, eine wie wir heute wissen völlig physiologische und normale Entwicklung, die meistens von Vater oder Mutter ererbt ist und sich bis zum Abschluß des Wachstums in ein normales Gangbild entwickelt.
Insofern ist eine Therapie oder Einlagen nicht notwendig. Sie brauchen auch nichts zu beachten und auch das Kind beim Laufen nicht zu korrigieren. Sollten Sie dennoch Zweifel haben, empfehle ich Ihnen die Vorstellung bei einem mit diestem Thema vertrauten Kinderorthopäden. Er kommt sicherlich zur gleichen Aussage.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Remus

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