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Polyhydramnion - wer kennt sich aus?

Frage von KleineKämpfer - 16.01.2014

Hallo,
eine Bekannte von mir hat vor kurzem ihr Kind verloren, weil sie während der SS zu viel Fruchtwasser hatte. Die Kleine wurde in der 34. SSW geholt und ist nach 3 Tagen verstorben. Ich habe davon noch nie gehört und bin zutiefst betroffen. Die Obduktion hat ergeben, dass sich trotz mehrfacher Lungenreife die Lungenflügel nicht entwickelt haben oder nicht entfalten konnten.
Dass zu wenig Fruchtwasser schädlich/schlimm ist, war mir klar; aber zu viel? Weiß jemand warum das so ist?
Ich werde darüber gar nicht fertig! Ich meine 34.SSW, da rechnet man doch nicht mit so etwas! Schrecklich!
LG, K. mit Zwillingspärchen (geb. 26+6, jetzt 3 Jahre alt)

Re: Polyhydramnion - wer kennt sich aus?

Antwort von Mondschein89 - 16.01.2014

Hallo Kleine Kämpfer
so wie ich das verstehe ist ein Polyhydramnion ein Symptom und keine Ursache für Schädigung am Kind.

Bei mir kam es durch einen unentdeckten Diabetes mellitus Typ 1 zu einem Polyhydramnion und dadurch zu dem vorzeitigen Blasensprung in der 18. SSW mit Folge Anhydramnion und daher schwere Lungenprobleme beim Kind.

Es tut mir unendlich Leid für deine Bekannte. So wie ich das auffasse und nachlese, hat das Baby ein Problem gehabt und als Symptom vermehrt Fruchtwasser aufgezeigt.

Falls du mehr weisst, kläre mich bitte auf...

Re: Polyhydramnion - wer kennt sich aus?

Antwort von Else2011 - 16.01.2014

Ich hatte bei meiner 2. Tochter auch extrem viel Fruchtwasser. Da meine erste Tochter in der 37. SSW gestorben war, wollten die Ärzte kein Risiko eingehen, da das viele Fruchtwasser wohl häufig zu einem vorzeitigen Blasensprung führt / führen kann. Ich war ab der 29. SSW im Krankenhaus unter ständiger Kontrolle und die Kleine wurde in der 34. SSW geholt.
Bei mir wurde kein Grund für das vermehrte Fruchtwasser gefunden. Ich und meine Tochter waren bzw. sind gesund. Ich habe das damals so verstanden, dass das vermehrte Fruchtwasser Anzeichen von Fehlbildungen beim Kind sein kann, aber nicht muss. In ca. 30 % der fälle ist es halt da, ohne dass ein Grund nachweisbar ist.
Ich denke, das Kind deiner Freundin war krank. Zu viel Fruchtwasser alleine führt jedenfalls meines Wissens nach nicht dazu, dass die Lunge sich nicht entwickeln kann. (Ich bin aber kein Arzt!)
Es tut mir sehr leid für deine Freundin und ich wünsche ihr ganz viel Kraft und liebe Menschen, die sich um sie kümmern!

Re: Polyhydramnion - wer kennt sich aus?

Antwort von Flora61 - 16.01.2014

Das ist wirklich schlimm!
Ich weiß nur dass eine vermehrte fruchtwassermenge häufiger bei Diabetes,Zwillingen,einer Infektion oder Fehlbildungen beim Kind vorkommt.

Re: Polyhydramnion - wer kennt sich aus?

Antwort von KleineKämpfer - 16.01.2014

es war ihre zweite SS, bereits in der 1. SS war es wohl so, ist allerdings erst sehr spät aufgefallen... Die große Tochter hatte bereits eine Fruchtwasservergiftung als sie auf die Welt kam und ist noch heute mit 5 Jahren stark entwicklungsverzögert.
Nun wurde sie von Beginn der SS an sehr engmaschig in einer Uniklinik überwacht (teilweise auch stationär) und von Anfang an war die Fruchtwassermenge zu groß und es wurde wohl auch mehrfach kontrolliert Fruchtwasser abgelassen, wenn ich das richtig verstanden habe... Beim Kind wurde im Mutterleib anscheinend nie eine Fehlbildung oder ähnliches festgestellt.
Scheinbar neigt die Mutter dazu zu viel Fruchtwasser zu bilden...
Es ist so furchtbar!

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