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Beitrag aus dem Forum:

Dipl.-Sozialpädagogin Sylvia Ubbens

Vom Groß- und Starkwerden

Fragen rund um die Erziehung vom
Kleinkind- bis ins Grundschulalter
beantwortet auf dieser Seite

Sylvia Ubbens

Dipl.-Sozialpädagogin
 

Mein Kind knirscht mit den Zähnen

Frage von Traumfänger  -  28.09.2006
Mein kleiner Sohn ist z.Zt. sehr angespannt. Er weint viel und die Trennung von mir und seinem Papa und die einhergehenden Spannungen scheinen spürbar zu sein. Ich habe derzeit selbst viele Sorgen und muß nun eins nach dem anderen angehen. Noah scheint das zu spüren. Er hängt sehr an mir und weint oder wird aggressiv, wenn er montags, der einzige Tag, wo ich länger arbeite, einem Babysitter überlassen wird. Ich kuschele, schmuse und rede mit ihm, spiele seine Lieblingsspiele etc. Aber er ist (genau wie ich) gespannt wie ein Flitzebogen. Er knirscht mit den Zähnen, hat Albträume, wirft sich hin und her, weint viel oder hat Wutanfälle. Ich habe ihm gesagt, dass er mit seinem Kummer immer zu mir kommen kann, dass ich immer für ihn da bin und dass er seine Wut nicht an anderen Kindern auslassen darf. Wir haben ein besonders dickes Kissen zum Wutkissen ernannt, das gehauen, geworfen oder getreten werden darf.

Wie kann ich mich entspannen? Ich bin schon in Therapie, aber ich schaffe es nicht, die Probleme stürzen auf mich ein und leider spürt das auch mein sehr empfindsamer Sohn.

Was empfehlen Sie? Gibt es Entspannungstee für Kinder und Erwachsene, den man geben kann? Gibt es autogenes Training für Kinder?

Mein Kind knirscht mit den Zähnen

Antwort von Astrid  -  28.09.2006
Hallo Traumfängerin,

habe kürzlich unseren Zahnarzt nach dem Knirschen befragt, weil meine kleine Tochter das auch macht. Also, er sagte: Kinder dürfen zeitweise ruhig mit den Zähnen knirschen. Das Knirschen hat meist zwei Gründe:

- Wenn Kinder ihre Milchzähne bekommen oder bekommen haben, oder die ersten bleibenden Zähne erscheinen, knirschen fast alle Kinder. Denn das Milchzahngebiss (und auch das neue) wird durch heftiges Knirschen über durchaus längere Zeiträume hinweg eingeschliffen, damit die Zähne optimal aufeinanderpassen. Dieser Vorgang ist natürlich und erwünscht.

- Der zweite Grund ist natürlich schon seelischer Natur, es liegt jedoch auch hier meist keine tiefgehende Störung vor, wie man früher glaubte. Es gibt sensible Kinder, die alle Anspannungen des Tages nachts mit Zähneknirschen ausagieren, und zwar durchaus über längere Zeiträume hinweg.
Die Trennung von Deinem Partner ist natürlich so eine Belastung, die Anspannung erzeugt. Es ist aber keine Katastrophe, wenn Dein Sohn eine Zeitlang knirscht. Das tun auch Kinder, die keine Trennungskinder sind.

Nur, wenn er dies über sehr lange Zeiträume macht, solltest Du mit einem Zahnarzt über eine Aufbisschiene für ihn sprechen, vor allem, wenn bleibende Zähne kommen. Sie wird nur nachts getragen und schützt die Zähne vor Abrieb.

Erlaube Dir einfach, dass Du momentan etwas überfordert bist! Unterschätze Deinen Sohn nicht. Kinder "wissen" seit Jahrtausenden, dass das Leben ihrer Mütter nicht immer ein Zuckerschlecken ist. Menschen haben zu allen Zeiten Krisen und schwere Phasen durchgemacht. Wenn Dein Sohn sich von Dir geliebt fühlt, Du möglichst viel Zeit mit ihm verbringst, Interesse an seinen Ideen und Spielen zeigst, mit ihm sprichst usw., dann verzeiht er Dir Stimmungsschwankungen und gelegentliche Reizbarkeit. Die jetzige schwere Phase wird nicht ewig dauern, und er wird sie auf lange Sicht gut überstehen! Du machst alles ganz richtig und klingst sehr tapfer und patent! So eine Mama ist goldrichtig für ein Kind, auch wenn beide mal durch stürmische Fahrwasser reisen müssen...

Alles Liebe,

Astrid

Mein Kind knirscht mit den Zähnen

Antwort von Ch. Schuster  -  28.09.2006
Hallo Ratsuchende
Ja, es gibt autogenes Training für Kinder. Fragen Sie mal bitte beim zuständigen Jugendamt, beim Bürgerbüro, bzw. im Gemeindebüro nach. Dort erfahren Sie die Adresse entsprechender Kurse für Kinder UND Erwachsene in der Nähe Ihres Wohnortes.
Damit Sie gemeinsam bald wieder "Land in Sicht" sehen, nehmen Sie sich zwischendurch immer mal wieder mit folgenden Worten in den Arm: "Wir helfen uns gegenseitig und gemeinsam schaffen wir es!" Organisieren Sie 1-2 mal/Woche einen gemeinsamen Ausflug, wie einen Besuch im Schwimmbad, Zoo, auf dem Bauernhof, zum Flughafen o.Ä., wo Sie dann mal richtig abschalten und "auftanken" können.
Im Übrigen kann ich Astrid`s ausführlichen Infos und Tipps voll und ganz zustimmen.

Halten Sie durch, liebe Grüße und: bis bald?

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