Frage: Krippe

Hallo Frau Ubbens, meine Tochter ist 28 Monate alt und in 2,5 Wochen ist der ET für ihren Bruder. So ganz versteht sie es sicher nicht, aber sie streichelt oft den Bauch und sagt ihrem Bruder Hallo oder sie sagt, sie freue sich auf ihren Bruder. Nun geht sie seit 2,5 Monaten in die Krippe, wir hatten eine gute Eingewöhnung ohne Schreien über ca. 5 Wochen, bis sie schlussendlich bis nach dem Mittagsschlaf eingewöhnt war. Dann begann irgendwann eine Phase, in der sie morgens weinte wenn ich sie abgegeben habe - hat sich aber immer schnell beruhigt wenn ich weg war. Nun hatten wir vor 2 Wochen die Situation, dass sie am längsten mittags dort geschlafen hat. Alle anderen Kinder waren bereits raus aus dem Schlafraum und die Erzieherin hat sie über die Sprachfunktion des Babyphones angesprochen, als sie wach wurde. Sowas kannte sie bisher nicht und so saß sie zitternd im Bett als die Erzieherin sie holen wollte. Sie wollte in den folgenden Tagen nicht mehr in diesen Raum, hat auf dem Arm der Erzieherin geschlafen, hat zu Hause erzählt, sie habe Angst. Schließlich durfte sie das Babyphone selbst in eine Mülltonne werfen, was auch gut war. Sie haben nun ein anderes Babyphone. Inzwischen sagt sie Abends immer "morgen nicht in Kita" und morgens beim Betreten der Kita "Mama mit in Kita, morgen nicht in Kita". Ich bleibe dann meist noch 10 Min. dabei und gehe dann, sie beruhigt sich wohl auch immer schnell und spielt dann wieder normal. Schlafen ist auch kein Problem mehr. Wenn ich sie abhole freut sie sich und Abends fängt es wieder an "morgen nicht in Kita" und so redet sie sich in den Schlaf. Weint aber nicht mehr dabei. Hat sie das alles bereits überwunden und spricht nur noch drüber oder was kann ich tun um ihr zu helfen? Ich muss sagen, sie ist generell seit dem sehr anhänglich. Anfangs durfte ich Mittags nicht mal allein auf Toilette, inzwischen schon. Aber wenn wir zB. im Tierpark sind und sie getragen werden will, nur von mir und nicht vom Papa. Ebenso wenn ich Abends duschen gehe und Papa mit ihr spielen will. Sie geht dann mit ins Bad und schaut zu. Papa ist uninteressant (wobei er noch nie ihr Favorit war, er ist leider auch viel beruflich unterwegs). Hängt das evtl. doch alles eher mit dem Baby zusammen bzw haben Sie Tipps für mich? Vielen Dank, Beccy PS Das Mittagessen in der Kita war schon immer schlecht, nur wenn es Nudeln gibt schlägt sie zu. Kartoffeln mag sie sowieso nicht und isst dann nichts bzw. bekommt Knäckebrot. Ich dachte, wenn andere Kinder das essen, isst sie mit?! Hat das evtl. auch was zu bedeuten? Beim Frühstück isst sie einiges (meist Brot, aber kein Gemüse wie Tomaten oder Gurken, aber das isst sie daheim auch nicht)

von Beccy am 16.06.2015, 11:45



Antwort auf: Krippe

Liebe Beccy, Kinder haben immer wieder Phasen, in denen sie am liebsten nur von einem Elternteil getragen, getröstet, gefüttert, ins Bett begleitet etc. werden wollen. Auch ohne besondere Umstände ist es bei den meisten Kindern eine Zeit lang so. Das ist ganz normal und geht auch wieder vorbei. In Ihrem Fall kommen die bereits eingetretenen Veränderungen und die anstehenden Veränderungen dazu. Ihre Tochter spürt schon jetzt, dass etwas anders ist als sonst. Mama hat einen dicken Bauch bekommen, kann sich nicht mehr so flink bewegen usw. Bzgl. des Mittagessens hat Ihre Tochter sehr schnell gelernt, dass es eine Alternative gibt, so wie vermutlich auch zu Hause. Sie mag oder möchte keine Kartoffeln, also wartet sie ab. Was passiert zu Hause? Gibt es eine Alternative? Zumindest in der Krippe hat Ihre Tochter verstanden, dass es bei Essensverweigerung etwas anderes gibt, warum also die Kartoffeln essen? Gibt es eine Sommerpause in der Krippe? Vielleicht mag Ihre Tochter nach den Ferien mit den anderen Kindern mitessen. Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 16.06.2015



Antwort auf: Krippe

Hallo, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich habe mir schon gedacht, dass es eine Mama Phase ist. Was meinen Sie bzgl. Der Kita Problematik, dass sie immer sagt sie wolle nicht hingehen? Die Erzieherin ist der Meinung, dass es ein Rückschritt wäre wenn ich nochmal eine kleine Eingewöhnung machen würde. Haben sie noch einen Tipp, wie ich on Zukunft beide Kinder ins Bett bringen kann wenn ich allein bin? Die große soll wenn möglich weiter in ihrem Zimmer schlafen, der kleine im Beistellbett bei uns.erst den kleinen zusammen mit der großen oder andersrum?! Vielen dank und viele Grüße, Beccy

von Beccy am 16.06.2015, 22:05



Antwort auf: Krippe

Liebe Beccy, bzgl. der Aussagen: Ich will nicht in den Kindergarten, warten Sie noch ein wenig ab, solange Ihre Tochter nicht dabei weint. Vielleicht ist es in ein paar Tagen vorbei, wenn sie merkt, dass das Reden keine Veränderung bringt, sondern die Routine des täglichen Krippenbesuchs beibehalten wird. Die abendliche Bettgehsituation wird sich von selbst ergeben. Ihre Tochter sollte zur gewohnten Zeit mit dem gewohnten Ritual ins Bett begleitet werden. Sie und auch ich können heute noch nicht voraussehen, wie die Schlaf-Wachzeiten des Babys sind. Vertrauen Sie darauf, dass es sich einspielen wird. Ihr Baby wird vorgeben, ob es vor, zeitgleich oder später schlafen wird. Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 17.06.2015



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