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Beitrag aus dem Forum:     Entwicklung von Babys und Kleinkindern

Wie kann ich mich ändern und gelassener werden?

Frage von M@mi  -  06.05.2013
Hallo Dr. Posth,
Bisher haben mein Mann und ich beide Vollzeit im Schichtdienst gearbeitet, immer entgegengesetzt, damit einer die 3-jährige Tochter zu Hause betreuen kann. Nun bin ich in der 17.SSW und habe leider wegen einer Risiko-SS ein komplettes Beschäftigungsverbot bekommen. Es war vorher schon nicht immer einfach und ich bin auch mal laut geworden, aber seit der SS und dem BV bin ich so schnell gereizt, reagiere sofort über und werde sofort laut. Ich kann mich eigentlich selber nicht mehr ausstehen. Unsere Tochter verhält sich, wie alle anderen Kinder in dem Alter auch, ist also nicht besonders auffällig oder so was.
Mir tut meine Tochter so leid. Sie ahmt mein Verhalten ihr gegenüber mit ihren Puppen nach und spiegelt so wieder, wie ich mich „aufführe“.
Wie kann ich mich ändern, was kann ich tun, dass ich nicht so schnell ausflippe? Wie soll das erst werden, wenn das Baby auch noch da ist?
Danke schön für´s Helfen!

Wie kann ich mich ändern und gelassener werden?

Antwort von Dr. Posth  -  09.05.2013
Hallo, Sie könnten das "Berufsverbot" doch auch positiv bewerten und dafür dankbar sein, jetzt erst einmal ganz viel Zeit mit Ihrer Tochter teilen zu können. Aber wahrscheinlich ist genau das Ihr Problem. Sie haben sich bisher - wie es in unserer Gesellschaft üblich geworden ist- nur noch ganz stark über die Arbeit definiert und sich darin bestätigt gefühlt. Jetzt müssen Sie auf einmal mit der Festlegung umgehen, voübergehend nicht mehr arbeiten zu können, weil Sie ein 2. Kind erwarten und die SS auch noch Risiken birgt. Ihnen wird also von zwei Seiten vor Augen gehalten, nicht 100% zu funktionieren, einmal gesellschaftlich durch die Arbeitsaussetzung und einmal körperlich durch die Sorge um die Schwangerschaft. Ihre Gereiztheit ist also gut verständlich.
Aber sie können versuchen, die Dinge auch anders zu sehen. Eine Schwangerschaft ist immer mit Risiken behaftet und jedesmal eine große Herausforderung für eine Frau. Klar ist die SS keine Krankheit, aber sie kann zu einem Risiko werden, wenn bestimmte Voraussetzungen nicht gewährleistet sind. Das gibt der Frau das Recht, sich vorübergehend vom Arbeitsprozess zurückzuziehen, für ihre Gesundheit zu sorgen und für die des werdenden Kindes. Genau genommen ist das sogar ihre Pflicht. Dafür braucht sie also absolut kein schlechtes Gewissen haben. Ihr Lohn muss natürlich weiter gezahlt werden.
Auf der anderen Seite rückt natürlich die Familie dadurch noch einmal in den Vordergrund, die in Zukunft sowieso mit dem 2. Kind mehr Beachtung fordert. Das sollte eine Frau sich eingestehen, ohne sich dabei zurückgesetzt zu fühlen, und der Ehemann hat das zu respektieren und für richtig zu halten. Hier geht es also um die Grundrechte von Frauen und der Familie. Das sollte Sie innerlich stärken und so beruhigen, dass Sie ganz ohne Stress und Ärger mit Ihrer Tochter umgehen können. Viele Grüße



     
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