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Beitrag aus dem Forum:     Entwicklung von Babys und Kleinkindern

Wann entwickeln Kinder eine Vorstellung von Zeit? (Trödeln)

Frage von Bubbles  -  05.10.2009
Hallo!
Mein Sohn, 5 Jahre, ist ein Trödler mit Hingabe. 5x, 10x sagen "Zieh dich bitte an" wird einfach überhört. Auch "in 5 Minuten kommt das Sandmännchen, bis dahin musst du Zähne geputzt haben" endet meistens 10 Minuten nach Ende der Sendung.
Wir haben dadurch viel Stress, morgens pünktlich in den Kindergarten zu kommen und ehrlich gesagt geht es mir gehörig auf die Nerven. Ich möchte gerne, dass er selbständig wird und es alleine schafft, sich (nach Aufforderung) die bereitgelegten Sachen rechtzeitig anzuziehen. Seit etwa einem Jahr habe ich dabei nur noch im äußersten Notfall geholfen, aber anstatt dass es besser wird, wird es immer schlimmer!
Soll ich doch wieder helfen? Zumindest wenn es mal schnell gehen soll? Oder unterstütze ich damit nur Unselbständigkeit oder sogar Faulheit? Wie kann ich den morgendlichen und abendlichen Stress reduzieren? Wir stehen schon 1,5 bis 2 Stunden vor Kiga-Türschluss auf!

Wann haben Kinder denn ein Zeitgefühl, dass das mal besser klappt?

Wann entwickeln Kinder eine Vorstellung von Zeit? (Trödeln)

Antwort von Dr. Posth  -  09.10.2009
Hallo, das Trödeln der Kinder hat wahrscheinlich viel weniger mit einem Zeitgefühl zu tun als man landläufig meint. Trödeln ist zunächst einmal Uneinsichtigkeit in soziale Notwendigkeiten und verhaften in seiner egozentrischen Welt. Insofern drückt sich im Trödeln eine gewisse Grundeinstellung zur Gemeinschaft mit ihren Belangen aus. Anders gesagt, das Kind widersetzt sich noch den Notwendigkeiten und erweist sich damit als sozial schwierig.
Daraus ergibt sich auch der Umgang mit diesem Trödeln. Das Kind muss erleben, dass ein zu langes Hinauszögern oder Nicht-erfüllen von notwendigen sozialen Ansprüchen Konsequenzen hat. Wer nicht rechtzeitig angezogen ist, kommt nicht mehr in den Ki-ga rein und muss zu Hause bleiben. die Aufgabe der Eltern ist es dann, ganz ohne Häme das Kind durch den verpatzten Vormittag zu begleiten. Es geht nämlich nicht um Vergeltung für kindliche Uneinsichtigkeit, sondern um Vermittlung von Erfahrung, was passiert, wenn man sich den Ansprüchen der Gemeinschaft ständig widersetzt. Es ist also ein Erziehungsakt. Viele Grüße



     
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