Frage: sanfte eingewöhnung

lieber hr.dr.posth, seit nunmehr mitte april praktizieren wir mit unserem nun 1jährigen sohn die sanfte eingewöhnung bei großartigen tageseltern mit insgesamt 8 kindern. bis auf krankheit und urlaub heißt das, dass das kind jeden tag etwa drei stunden dort ist, ich aber meist auch, nur wenn er wirklich gut drauf ist, gehe ich für 1 stunde. so sieht der fahrplan der tamu aus. ich selbst hätte nun aber doch langsam mal 'nen fortschritt, gleichzeitig will ich weder die beziehung vom kind zu mir, noch den tageseltern irgendwie auf die probe stellen. kind ist derzeit schnell gefrustet und es gewohnt, dass darauf reagiert wird, was die tamu so prompt natürlich nicht leisten kann und will. auch schläft es bisher nicht allein ein, was aber gewünscht ist. was raten sie mir? ist weinenlassen mit "begleitung (ohne auf den arm etc zu nehmen)" wirklich weniger schlimm, als das kind allein zu lassen (für mich fühlt es sich nur gut an, wenn ich was tue, was das kind direkt zu weinen aufhören lässt)?

Mitglied inaktiv - 15.09.2008, 12:57



Antwort auf: sanfte eingewöhnung

Hallo, mit 1 Jahr beginnt in der psychosozialen Entwicklung des Kindes die Loslösung. Als Loslösungsvorbild ist von der Natur der Vater -als Pendant zur Mutter als der primären Bezugsperson- vorgesehen. Eine mit 8 (fremden) Kindern überlastete Tagsmutter kann diese Aufgabe schlecht übernehmen. Das ist kein gutes Fremdbetreuungskonzept. Welche Empfehlungen kann diese Frau denn nachweisen, was für eine Ausbildung besitzt sie? Dass die sanfte Ablösung nicht voran geht, liegt wahrscheinlich genau daran, dass nämlich die Tamu Ihren Sohn nicht richtig an sich binden kann. Der Status der Ersatzbezugsperson misslingt dadurch. Weinen lassen wäre die Aufkündigung des Prinzips der sanften Ablösung und ein hoher Risikofaktor für die weitere emotionale Entwicklung Ihres Sohnes. Was droht, ist die Trennungsangst (s. gezielter Suchlauf). Viele Grüße

von Dr. med. Rüdiger Posth am 19.09.2008



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