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Beitrag aus dem Forum:     Entwicklung von Babys und Kleinkindern

nochmal zu jetzt weiß ich gar nicht mehr

Frage von marcimama  -  04.08.2008
hallo dr. posth, vielen dank für ihre antwort. ich hab noch weitere fragen zum thema ängstlichkeit. ich selber leide leider an einer angststörung (generalisierte angst, panikattacken, zwangsgedanken). war auch schon als kind sehr ängstlich. deshalb möchte ich es möglichst vermeiden, dass es ihr genauso ergeht wie mir. sie ist manchmal so anhänglich, dass ich nicht mal kurz alleinein die waschküche gehen kann, ohne dass sie weint. ich komme dem allem bislang nach. aber es ist schon sehr anstrengend, da ich ja selber nicht schlafen konnte. wenn sie so sehr ängstlich ist, gibt es dann überhaupt die möglichkeit, dass es mal besser wird? ich hoffe es sehr. die loslösung klappt einfach nicht. sie weint und will nur mit mir ins bett. dann sollten wir es auch noch dabei belassen, oder? zumindest mittags wollte sie schon mal mit papa zum schlafen. ein kleiner fortschritt...
bin manchmal einfach nur im zweifel, ob ich richtig damit liege, immer da du sein, wenn sie mich braucht.... liebe grüße

nochmal zu jetzt weiß ich gar nicht mehr

Antwort von Dr. Posth  -  08.08.2008
Stichwort: Angst
Hallo, Sie sprechen eine wichtige Frage in der Behandlung frühkindlicher Ängste an. Es gibt ja zwei Möglichkeiten, mit beginnender Trennungsangst umzugehen: die eine, man zwingt das Kind -wie auch immer dosiert- Trennungsschmerz auszuhalten und postuliert dabei den Effekt einer Herabgewöhnung (Downregulation). Das wäre ein verhaltentherapeutisches Konzept. Die andere: man sättigt das Kind derart mit Sicherheit, dass durch Verinnerlichung dieses Sicherheitsgefühls eines Tages das Kind von sich aus versucht, aus seiner Angsthemmung auszubrechen. Das wäre das tiefenpsychologische Konzept.
Ich neige bei generalisierten Angststörungen ("Vorläufer" ist häufig die Trennungsangst) zu diesem zweiten Vorgehen, da es sich in der Grundlage um eine allgemeine Stimmungsangst im Menschen handelt. Im Falle von objektbezogener Furcht (Phobie) neige ich hingegen -wie allgemein üblich- zu dosierter Desensibilisierung, also zu einem verhaltenstherapeutischen Konzept.
Beide Konzepte begegnen sich darin, dass nach maximaler Aufsättigung von Sicherheit und der Korrektur angstbestimmten Denkens auch schon beim Kind eine vorsichtige Ermutigung in Richtung selbstständigen Handelns erfolgen darf. Dabei muss aber immer die Gefühlslage des Kindes beobachtet werden und beim Aufkommen neuer Angst, der Versuch abgebrochen werden. Viele Grüße



     
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